Anlässlich der aktuellen Norovirus-Welle: [klick]
![]()
Hier ist der Wahnsinn zu Hause.
Das X Window System (auch: X Version 11, X11, X, aber nicht X-Windows) ist eine Sammlung von Protokollen, Computerprogrammen und Standards zur Ansteuerung grafischer Bildschirme im allgemeinen und zur Anzeige einer grafischen Benutzungsoberfläche, vor allem unter Linux- und Unix-Systemen. Das X Window System arbeitet auf Basis der Client-Server-Technik sowohl lokal wie auch netzwerktransparent.
(Quelle: Wiki)
Soll heißen: Eine Anwendung, der sog. X-Client, sendet die Daten, die auf dem Bildschirm dargestellt werden sollen über “normale” Netzwerk-Kommunikation an den X-Server. Dieser X-Server pinselt daraufhin die Daten auf den Schirm. Das Schöne daran ist, dass die Kommunikation “umgebogen” und auf einen anderen Rechner umgeleitet und dort auch angezeigt werden kann, falls dort ein X-Server läuft.
Der Befehl auf dem lokalen Linux-Rechner lautet ganz simpel:
ssh -X user@zielrechner
Daraufhin authentifiziert man sich wie gewohnt über sein Passwort oder wie hier beschrieben , startet das Programm, welches man benötigt (z.B. xterm) und erhält die Bildschirmausgabe auf dem lokalen Rechner.

Python ist eine Programmiersprache, die man vielleicht nicht unbedingt kennt. Schade eigentlich, da sie meiner Meinung nach geradezu ideal ist um Anfängern das Programmieren beizubringen.
Trotz ihrer Einfachheit lassen sich in Python auch komplexere Vorhaben, wie z.B. meine Diplomarbeit, realisieren. Da ich bis vor wenigen Monaten keinen blassen Schimmer von Python hatte, brauchte ich also eine Einführung in die Materie und kaufte nach etwas Suchen bei Amazon blindlings Python GE-PACKT.
Unglaublich, was in ein so kleines Büchlein reinpasst, wenn sich der Autor auf das Wesentliche konzentriert. Python GE-Packt ist auch in der 2. Auflage ein Python-Arbeitsbuch, von dessen Größe man sich nicht täuschen lassen sollte.
(Covertext)
Meine Überraschung war relativ groß, als das -verglichen zu sonstigen Programmier-Handbüchern- winzige Büchlein aus dem Kartonchen fiel. Trotz der geringen Maße passt eine ganze Menge an Informationen in das Buch. Nachdem ich ein paar Tage gelesen und ausprobiert habe, fiel es mir relativ leicht meine Diplomarbeit zu programmieren.
Leider gibt es aber an einigen wenigen Stellen Patzer. So wurde z.B. eine Funktion falsch erklärt, was später in meinem Code für einige Verwirrung sorgte. Trotzdem halte ich Python GE-PACKT für eine gute Einführung und ein gutes Nachschlagewerk - es hat sich zumindest in den letzten Monaten keinen Millimeter von meinem Schreibtisch weg bewegt!
Alle paar Wochen kommt es vor, dass man irgendwoher eine Datei mit einem exotischen Format bekommt, man aber keine Möglichkeit hat diese zu öffnen, weil einfach keine passende Software auf dem Rechner installiert ist. Es wäre zwar ein leichtes ein passendes Programm zu installieren, aber irgendwann müllt man sich so sein System mit allerlei Tools, die man ein Mal und nie wieder braucht, voll. Eine tolle Alternative dazu ist
Zamzar: Dieser Dienst bietet online Datei-Konvertierung an. Datei hochladen –> Zielformat wählen –> warten –> runterladen. Einfacher kann es wirklich nicht sein. Die unterstützten Dateiformate sind vielfältig: Video, Audio, Bild und Office-Formate sind vertreten. [Update: Zamzar kann mittlerweile das, was Hey!Watch (unten) früher kostenlos angeboten hat.]
Speziell für die Konvertierung von Videos hingegen ist der folgende Dienst ausgelegt
[Update: Dienst ist nicht mehr kostenlos!] Hey!Watch: Hiermit lassen sich vor allem Filme aus YouTube oder Google Video schnell und einfach in sehr viele Video-Formate konvertieren und anschließend herunterladen. Link des Videos in Hey!Watch kopieren –> warten bis das Video auf dem Hey!Watch Server geladen wurde –> Zielformat wählen –> warten bis Konvertierung abgeschlossen ist –> Datei herunterladen.
[Update: Les' auch noch das hier!]

Wie man am Namen der Autorin leicht erkennen kann, handelt es sich beim letzen Ritual um ein Buch aus Island, genauer gesagt: um einen Krimi.
In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Guðmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra über dunkle Rituale mehr heraus, als ihr lieb ist …
“Sehr clever geschrieben, mit einer tollen Hauptfigur und einem aufregenden Geheimnis!” Morgunblaðið
(Covertext)
Naja, … was das Morgunblaðið da schreibt, kann ich nur bedingt bestätigen.
Ich glaube das letzte Ritual ist eines der Bücher, das man ließt, nett findet und danach wieder weg legt und schnell vergisst. Soll heißen: Unterhaltungslektüre wie es sie massenhaft gibt, aber nichts besonderes. Die Story über den Ritualmord ist recht interessant aber auch nicht sonderlich neu oder originell - ich bin ziemlich sicher eine ganz ähnliche Geschichte vor Jahren schon als “Akte X” Episode gesehen zu haben. Sei’s drum!
Als ziemlich interessant empfinde ich hingegen die gut recherchierten Informationen über die Hexenverfolgung in Europa. Allerdings reicht das auch nicht wirklich weit über mein (Schul)wissen über das Thema hinaus.
Von mir gibt es dafür 6 von 10 Punkten
SSH (Secure Shell) dient unter anderem dazu, sich über eine verschlüsselte Verbindung auf der Konsole eines anderen Rechners einzuloggen. “Tunneling” und sicherer Dateitransfer (SCP, Secure Copy) sind zwei weitere wichtige Anwendungsgebiete.
Zu Beginn jeder SSH Session steht so sicher wie das Amen in der Kirche die Authentifizierung des Users bei dem Rechner, mit dem er die Session aufbauen möchte. Normalerweise geschieht dies über den Benutzernamen und ein Passwort. Den Benutzernamen kann man sich meist ja gerade noch merken, aber die ständige Eintipperei von Passwörtern kann auf Dauer wirklich lästig werden - v.a. dann, wenn man laufend auf vielen Maschinen arbeiten muss. Es ist daher eine wirklich lohnende Alternative sich einmal die Mühe zu machen sich einen Schlüssel zu basteln, den man dann zur Authentifizierung für alle seine Rechnern einsetzten kann.
Step 1: Schlüssel(paar) erstellen:
Das dazu benötigte Kommando heißt “ssh-keygen”. ssh-keygen sollte auf jedem vernünftigen Linux-Rechner verfügbar sein. Da wir ein RSA-Schlüsselpaar wollen, teilen wir ssh-keygen dies über den Schalter -t rsa mit.
ssh-keygen -t rsa
Generating public/private rsa key pair.
Enter file in which to save the key (/home/username/.ssh/id_rsa):ENTER
Enter passphrase (empty for no passphrase):PASSWORT, ENTER
Enter same passphrase again:PASSWORT, ENTER
Your identification has been saved in /home/username/.ssh/id_rsa.
Your public key has been saved in /home/username/.ssh/id_rsa.pub.
The key fingerprint is:
8c:ba:72:21:9a:38:a1:6e:bf:9f:56:d5:69:ac:5b:51
Wir werden oben gefragt, wohin das Schlüsselpaar gespeichert werden soll. Falls kein anderer Pfad als der vorgeschlagene gewünscht ist, einfach Enter drücken. Danach wird die Frage nach einem Passwort für den Schlüssel gestellt. Einfach eines eingeben (Ja: Wir brauchen ein Passwort für den Schlüssel! Ich höre entsetzte Schreie. “Wir wollten doch kein Passwort mehr haben”. Abwarten! Step 3 erklärt wie wir um das Schlüssel-Passwort herum kommen.)
Das erzeugte Schlüsselpaar landet übrigens, falls wir keinen anderen Pfad vorgeben, im Verzeichnis ~/.ssh.
id_rsa ist hierbei der private Schlüssel, id_rsa.pub ist der öffentliche Schlüssel. Ein Sichern des Schlüssels auf USB-Stick, CD, Bierdeckel oder was auch immer ist eine gute Idee.
Step 2: Schlüssel beim Rechner eintragen.
Als nächstes muss dem Rechner, den wir benutzen wollen, der Schlüssel bekannt gemacht werden, den wir eben erzeugt haben. Dies geschieht dadurch, dass der öffentliche Teil des Schlüssels in eine Datei mit erlaubten Schlüsseln auf dem Rechner kopiert wird. Diese Datei liegt ebenfalls in dem o.g. Verzeichnis und heißt authorized_keys.Man kann das von Hand machen, einfacher ist es aber den Befehl ssh-copy-id zu benutzen. Der Schalter -i und der Pfad zum öffentlichen Schlüssel teilt ssh-copy-id mit, welcher Schlüssel eingetragen werden soll. Dieser Schritt ist ebenfalls einmalig, muss aber natürlich für alle Rechner durchgeführt werden, auf denen wir uns mit dem Schlüssel authentifizieren wollen!
ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_rsa.pub username@host
10
Password:PASSWORT, ENTER
Now try logging into the machine, with “ssh ‘username@host’”, and check in:
.ssh/authorized_keys
to make sure we haven’t added extra keys that you weren’t expecting.
Achtung: oben ist natürlich das Benutzer-Passwort gemeint! Nicht das Schlüssel-Passwort von dem Schlüssel, den wir eintragen wollen. Der Rechner weiß somit nach Eingabe des Benutzer-Passworts, dass der neue Schlüssel einem Benutzer gehört, der tatsächlich autorisiert ist, auf den Rechner zuzugreifen.
Step 3: Endlich Passwortfrei einloggen:
Im letzten Schritt teilen wir dem ssh-agent (das ist ein Dienst, welcher für den Benutzer eine Autorisierung durchführt) mit, welchen Schlüssel er benutzen soll. Dies geschieht durch ssh-add.
ssh-add ENTER
Enter passphrase for /home/username/.ssh/id_rsa:PASSWORT, ENTER
Identity added: /home/username/.ssh/id_rsa (/home/username/.ssh/id_rsa)
Fertig. Step 3 muss übrigens jedes Mal ausgeführt werden, nachdem wir unseren eigenen Rechner neu gestartet haben!
Nun genügt ein schnödes
ssh username@host
und wir sind eingeloggt. Ganz ohne Passwort, versteht sich!
Hungrig geworden? Keine Lust mehr auf Computer??
Auch Kochrezepte und vieles mehr finden sich im Sammelsurium.
Nachdem ich vor ein paar Monaten den Bestseller “Sakrileg” von Dan Brown erst als Hörbuch mehr als begeistert gehört und später als grottenschlechte Verfilmung umso fluchender gesehen habe, habe ich nun durch Zufall “Scriptum” von Raymond Khoury in die Hände bekommen und gelesen.
Scriptum basiert ähnlich wie Sacrileg auf den selben Ideen: Verschwörungstheorien, einer alternativen Sicht auf die Kirchengeschichte, einer Interpretation der Geschichte der Tempelritter und damit eng verwoben: die Gralslegende. Zudem sind im Nebenstrang beider Romane Liebesgeschichten zwischen den beiden Protagonisten eingebaut.
Scriptum (erschienen 2005) eilt daher ein wenig der Ruf voraus, ein Plagiat von Sakrileg (erschienen 2003) zu sein. Ich will mir kein Urteil darüber erlauben, ob Khoury tatsächlich bei Brown abgeschrieben hat, aber die Idee, dass dem so gewesen sein könnte, ist nicht von der Hand zu weisen.
Allerdings kann man wie ich finde nicht davon reden, dass Scriptum ein schnödes Plagiat ist. Die Grundlagen beider Bücher sind zwar ähnlich, die erzählte Geschichten aber völlig verschieden. (Siehe dazu auch die Inhaltsangaben in den Links)
Mir hat das Lesen von Scriptum viel Spaß gemacht. Es reicht zwar, wie ich finde, nicht an Sakrileg heran, aber es ist immer noch ein lesenswertes Buch.
Von mir gibt es für Scriptum 7 von 10 Punkten
Alle Jahre wieder, oder besser gesagt: alle zwei Jahre wieder, kehrt in meinem besten Heimatort von allen der Wahnsinn ein. Die hiesige Narrenzunft verunstaltet den traditionsreichen (?) Eninger Nachtumzug. Da ich mehr oder weniger direkt im Krisengebiet an der Umzugsstrecke wohne, bin ich gestern auch dort gewesen.
Dieses Jahr fanden 41 Zünfte ihren Weg nach Eningen und wälzten sich durch die Straßen und Gassen. Ich weiß nicht ob es an der Dunkelheit, schlechter Leitung oder mangelnder Disziplin der Narren lag (Okay, ich gebe zu: “Disziplin” und “Narr” ist ein Widerspruch in sich), aber der Zug dehnte sich zusehends. Zu Beginn kamen die Gruppen mehr oder weniger geschlossen vorbei, aber nach und nach tröpfelten mehr und mehr einzelne Narren, die fast so lustlos wie die Zuschauer wirkten, an selbigen vorbei und latschten in Richtung Festhalle, um dort bis 02:00 morgens den Anwohnern den Schlaf zu rauben.
Tolle Sache! Ich denke die 2,50€ spare ich mir im nächsten Jahr.
Kommentiertes