Nachtumzug Eningen

Alle Jahre wieder, oder besser gesagt: alle zwei Jahre wieder, kehrt in meinem besten Heimatort von allen der Wahnsinn ein. Die hiesige Narrenzunft verunstaltet den traditionsreichen (?) Eninger Nachtumzug. Da ich mehr oder weniger direkt im Krisengebiet an der Umzugsstrecke wohne, bin ich gestern auch dort gewesen.

Dieses Jahr fanden 41 Zünfte ihren Weg nach Eningen und wälzten sich durch die Straßen und Gassen. Ich weiß nicht ob es an der Dunkelheit, schlechter Leitung oder mangelnder Disziplin der Narren lag (Okay, ich gebe zu: “Disziplin” und “Narr” ist ein Widerspruch in sich), aber der Zug dehnte sich zusehends. Zu Beginn kamen die Gruppen mehr oder weniger geschlossen vorbei, aber nach und nach tröpfelten mehr und mehr einzelne Narren, die fast so lustlos wie die Zuschauer wirkten, an selbigen vorbei und latschten in Richtung Festhalle, um dort bis 02:00 morgens den Anwohnern den Schlaf zu rauben.

Tolle Sache! Ich denke die 2,50€ spare ich mir im nächsten Jahr.

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