Das Rezept ist so etwas wie die fernöstliche Version des hierzulande bekannten gemeinen Fischstäbchens. Allerdings wird der Fisch nicht mit einer langweiligen Semmelbrösel-Panade zugekleistert, sondern mit einem Teigmantel umhüllt und frittiert. Da das ganze so noch relativ witzlos ist, gibt es eine dipartige Sauce dazu.
für zwei Personen
Man nehme für die Fisch-Happen
- 400-500g Seefisch (möglichst einen festen Fisch nehmen, Rotbarsch eignet sich prima)
- 1/2 Teelöffel Salz (für die Marinade)
- Zitronensaft (für die Marinade)
- 1 Ei (für den Teig)
- 3 Esslöffel kaltes (Mineral)wasser (für den Teig)
- 5 schwach gehäufte Esslöffel Mehl (für den Teig)
- 3 schwach gehäufte Esslöffel Stärkepulver (für den Teig)
- knapp 1/2 Teelöffel Salz (für den Teig)
- 1 Flasche Frittieröl
Step 1: Die Fischfilets werden zunächst vorbereitet: Also waschen, kontrollieren ob noch Gräten vorhanden sind, vorhandene Gräten rausrupfen und in kleine Happen portionieren. Ich habe mich in etwa an die allgemein bekannten Fischstäbchen-Dimension gehalten - also eher länglich und dünn. Die Fischstücke mit Salz und Zitronensaft kurz marinieren.
Step 2: Eier trennen, also Eierschale in den Müll und das Flüssige vom Ei in eine Schüssel. Wasser dazu und kräftig verquirlen. Mehl, Stärkepulver und Salz dazu und weiter rühren. Der Teig sollte weder so flüssig sein wie Pfannkuchenteig, noch so fest wie Spätzlesteig. Irgendwo dazuwischen ist ideal.
Step 3: Öl in den Wok kippen und aufheizen. Das dauert einen Moment… Wenn das Öl heiß ist (Test: ein ins Öl gesteckter Holzlöffel “blubbert” leicht, wenn das Öl heiß genug ist) einige (ca. 5) Fischfilets in den Teig werfen, von allen Seiten ummanteln und ins heiße Öl geben. Vorsicht: das kann ganz fies spritzen. Nach ca. 3 Minuten sind die Happen goldgelb und können aus dem Fett genommen werden und -falls vorhanden- auf dem Abtropfgitter vom Wok drappiert werden. Vom Teig werden dünne Fäden in das Fett laufen und dort sehr fix verbrennen. Wer auf Brandgeschmack und Acrylamid steht, lässt sie drin. Wer das nicht mag, fischt diese Dinger mit einer Schaumkelle aus dem Fett.
So brät man nach und nach alle Fischstückchen. Wenn der Fisch fast aufgebraucht ist, kann man sich an die Dip-Sauce werfen:
Man nehme für den Dip:
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Esslöffel Sesamöl
- 2 - 3 schwach gehäufte Esslöffel Zucker
- 5 Esslöffel Wasser
- 3 Esslöffel Reisessig
- 1 Esslöffel Sojasauce
- 1 Esslöffel Reiswein (oder billiger aber weniger “echt”: Sherry)
- 1 schwach gehäufter Teelöffel Stärke
- 1/2 Teelöffel Salz
Step 4: Die Knoblauchzehen werden geschält, gehackt und in einem zweiten Topf im Öl vorsichtig gedünstet. Knoblauch brennt übrigens ziemlich fix an, wenn er allein vor sich herbrät und kaum etwas schmeckt widerlicher als angekokelter Knofi.
Step 5: Zucker und Stärkepulver in einem tiefen Teller vermischen. Wasser, Reisessig (Nie durch Balsamico ersetzten. Ich habe das einmal probiert und habe mir geschworen: “Nie wieder”), Sojasauce und Reiswein dazu und so lange rühren, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Wer schon einmal Pudding gekocht hat weiß, dass sich Klumpen garantiert beim Kochen NICHT auflösen… Daher: gut rühren…
Step 6: Die Mischung wird in den Knoblauch-Topf gekippt und aufgekocht. Die aufsteigenden Essigsäure-Dämpfe sind ziemlich übel, daher: Nase weg, sonst werden die Schleimhäute etwas irritiert. Die Sauce wird übrigens ziemlich dick; irgendwas zwischen flüssiger Marmelade und warmen Pudding. Aber das ist gut so, weil sonst bleibt nichts am Fisch hängen. Zurück zum Fisch:
Step 7: Wenn der gesamte Fisch frittiert ist, nochmals alle Fisch-Happen für eine gute Minute ins Öl werfen - so ist alles schön gleichmäßig heiß und knusprig. Fisch aus dem Wok nehmen und gut über Küchenpapier abtropfen lassen.
Fertig.
Die Fischhappen futtert man eingetunkt in die Sauce. Salat passt dazu wunderbar.

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