Film: Hui Buh – Das Schlossgespenst

So: Pause! Die Zeit will ich nutzen, um ein paar Takte über “Hui Buh” zu verlieren. Was mich da geritten hat, als ich mir den Film besorgt habe, kann ich jetzt und nachträglich nicht mehr sagen. Wahrscheinlich war es so etwas wie Neugierde was Hui Buh denn ist oder das Bedürfnis mal wieder einen besonderes einfach zu verdauenden Film anzusehen – quasi zur Schonung des diplomarbeitstippgeschädigten Großhirns. Falls es das war, ist mein Plan voll aufgegengen.

Von Hui Buh habe ich einen Film a la “Schuh des Manitou” (Klasse!) oder “Traumschiff Surprise” (*gähn*) erwartet – also ein Comedy-Film für Erwachsene, der aber auch für Jugendliche bzw. Kinder geeignet ist. Allerdings richtet sich Hui Buh wohl doch nur an die Einmeter-Fraktion aus dem Kinderzimmer, da die Geschichte schon arg dünn und kindlich ist. Nach 20 Minuten kann man im Grunde abschalten, weil man den restlichen Verlauf des Films quasi exakt verhersehen kann.

Das ist eigentlich schade, denn die Schauspieler Bully Herbig und besonders C.M. Herbst und Heike Makatsch hätten sicher mehr drauf, als ihnen in diesem Film abverlangt wird. Wer z.B. Herbst in “Fred” gesehen hat bzw. wer ihn als Stromberg oder Leser von Hörbüchern kennt, weiß sicher was ich meine.

Trotzdem ist Hui Buh auch für Erwachsene halbwegs unterhaltsam. Ich fand den Streifen jedenfalls um Längen unterhaltsamer als den superunterirdisch schlechten zweiten Teil der “Sieben Zwerge” bzw. Traumschiff Surprise. Auf der “Plusseite” des Films stehen v.a. die recht liebevolle Aufmachung und die soliden, aber etwas comicartigen Animationen. Vor 20 Jahren wäre ich garantiert voll begeistert von diesem Film gewesen. Dummerweise hat sich mein Hirn aber innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem der höchstentwickelten Denkfabriken dieses Planeten entwickelt :D und diesem neuronalen Meisterwerk war Hui Buh dann doch zu seicht.

Fazit: Dem Kind im Manne hat Hui Buh irgendwie gefallen. Öffentlich zugeben würde ich das allerdings nie.

Film: Dreamgirls (DVD)

Nach The Departed ist Dreamgirls der zweite Film, den ich im Rahmen meiner Oscar-Orgie angesehen habe.

Mann, bin ich froh, dass ich diesen Film nicht im Kino gesehen habe, sondern nur auf DVD. Der Film nervte mich bzw. uns ganz enorm. Als wir vor einigen Monaten den Trailer im Kino gesehen haben, dachte ich schon damals, dass der Film zumindest meinem Geschmack nicht sonderlich entsprechen würde. Dass es aber so schlimm sein würde, dachte ich aber doch nicht.

Entgegen meiner Erwartung, dass Dreamgirls die Verfilmung der Geschichte irgendeiner mir unbekanten Band aus dem America der 60er / 70er Jahre sei, etwa so wie Ray (Klasse!) oder Walk the Line, ist Dreamgirls ein Musical-Film. Oder die Verfilmung eines Musicals – ganz wie man will. Der Trailer hat das jedenfalls nicht verraten… Ich habe mich auch überhaupt nicht mit dem Film im Vorfeld auseinander gesetzt und somit war ich ziemlich irritiert, als nach knapp der Hälfte des Films plötzlich angefangen wurde, Dialoge zu singen. So recht verstehe ich bis jetzt nicht, warum in der ersten Hälfte vom Film kein gesungener Dialog zu hören war…?

Die Geschichte ist musical-typisch mehr als flach, interessante Handlung gibt es kaum, die Leistung der Schauspieler hält sich in Grenzen, aber dafür gibt es viel Gesag: so schallen sowohl gesungene Dialoge als auch die Auftritte der Band permanent aus den Lautsprechern. Wenn man Soul magt bzw. sogar liebt, wird man den ganzen Film sicher besser verkraften, als wir das getan haben. Mir ging die enorm audringliche Soul-Singerei aber nach knapp einer halben Stunde ganz gewaltig auf den Keks. Ein oder zwei Titel von Beyoncé pro Tag im Radio ist toll. Aber einen nach dem anderen über zwei Stunden halten meine Ohren nicht aus. Im Kino, bei höherer Lautstärke, hätte ich davon sicher Kopfweh bekommen…

Falls ich von den Dreamgirls träumen sollte, bekomme ich allerhöchstens Alpträume… Das meiner Meinung nach noch beste an diesem Film war Eddie Murphy, der einen abgewrackten Sänger spielt. Wenn Eddie Murphy einen Ticken langsamer redet und nicht die murphytypische Geblödel durchzieht, ist er ein wirklich guter Schauspieler. Hätte ich nicht geglaubt.

4 von 10 Punkten.

Film: The Departed (DVD)

Nachdem ich neulich festgestellt habe, dass ich quasi keinen der Filme gesehen habe, die in diesem Jahr Oscars bekamen oder nominiert waren, habe ich angefangen wenigstens die Filme auf DVD “nachzusehen” – man könnte ja eine Bildungslücke haben.

Im Fall von The Departed ist das tatsächlich der Fall. Der Film von Martin Scorsese gefielt mir richtig gut.

Departed ist nichts für Kinder. In Departed fallen mehr Schimpfworte, als eigentlich nötig gewesen wären. Mir ging das Gefluche und die Teils etwas derbe Fäkalsprache mitunter ganz ehrlich gesagt auf den Sack äh Wecker.. Etwas weniger wäre mehr gewesen.

Auch ist der Film ziemlich brutal, wenn man die ab und an etwas in der Gegend herumspritzende Gehirnmasse heute noch als (sehr) brutal empfindet. Allerdings gibt es da heute garantiert viel extremere Streifen (Hostel), die spritzende Hirnmasse mit etwas Handlung würzen, nur um gleich noch mehr Blut vergießen zu können. Bei Departed wird “halt mal” jemand erschossen und da der Film nicht an 10jährige gerichtet ist, fließt dabei auch Blut.

Ich finde Departed hat eine sehr gut und logisch erzählte, aber anspruchsvolle Geschichte. Man muss bei dem Film aufpassen, um mitzukommen und um alles zu verstehen. Abgesehen vom Anfang, bei dem der Zuschauer etwas seltsam in die Geschichte geworfen wird und dem gleich folgenden Zeitsprung, wird die Geschichte aber gut und verständlich entwickelt und spitzt sich gegen Ende immer mehr zu.

Die schauspielerische Leistung aller Rollen empfand ich als sehr gut. Leo DiCaprio wird mir langsam aber sicher sympathisch. Er sieht zwar noch immer wie ein Milchbubi aus, daran ändert auch das Bärtchen nichts, aber er spielt gut. Die Verzweiflung und das Leiden, die er in seiner Rolle ausdrücken musste, kam perfekt rüber.

Sein Kontrahent, ein von Matt Damon gespielter korrupter Cop, wiegt sich zunächst in selbstgefälliger Zufriedenheit und Sicherheit und kommt immer mehr unter Druck, als ihm Undercover-Cop Leo zusetzt. Matt Damon spielt das ganze ebenfalls hervorragend. Ich mochte ihn zwar lange Zeit auch nicht, aber auch er wird wie Leo langsam richtig gut.

Die Nebenrollen sind mit Marc Walberg, Jack “Diabolic Grin” Nicholson und Martin Sheen auch mehr als gut und glaubwürdig besetzt. Die Kamera empfand ich als excellent und die Musik unaufdringlich und immer zur Situation passend.

Was will man mehr an einem Film? Der Oscars für den besten Film, Drehbuch und Trallala gehen für mich absolut in Ordnung! Von mir bekommt der Film 9 von 10 Punkten.

Ich glaube, ich muss unbedingt noch Gangs of New York ansehen. Der Film ist ebenfalls von Scorsese, mit Leo DiCaprio und ist ebenfalls ein in diesem Genre anzusiedelnder Film.

Shutdown Day #2

Am Samstag war Shutdown-Day. Tolle Sache – eigentlich. Und ich habe mir auch vorgenommen die Kiste aus zu lassen.

Ich habe es nur leider vergessen. Und wieso? Weil ich übers Wochenende kein Internet hatte. Und somit konnte ich auch nicht meinen Online-Kalender checken und wurde auch nicht an den Shutdown Day erinnert… Verdammt!

Mir beweist das Ganze nur, dass ich süchtig bin. Hochgradig.

Memo an mich: Unbedingt Britney anrufen und fragen, wie ihr Entzug war.

Buch: Resturlaub (Tommy Jaud)

Nach meinem letzten (Hör)buch habe ich gleich das nächste gehört: “Resturlaub” von Tommy Jaud. Die CDs wollen endlich wieder Heim in die Bücherei…

Jauds zweites Buch “Resturlaub” ist ziemlich anders als der Erstling. “Vollidiot” war anfangs urkomisch, schwächelte dann aber schnell ab und wurde gegen Ende, wie ich fand, langweilig. Bei Resturlaub ist das genau anders herum. Anfangs braucht man ein Paar Kapitel resp. Tracks auf der CD, um mit der Geschichte und Charakteren warm zu werden. Dann aber ist sie unterhaltsam, witzig und wird gegen Ende sogar richtig spannend.

Ich fand das Buch große klasse. Das liegt denke ich nicht zuletzt am Leser Christoph Maria Herbst (Stromberg), der schwäbelnd, fränkeln und mit großer Hingabe den Text vorließt. Einige Lacher gehen sicherlich ausschließlich auf die Kappe von Herbst. Wie das Buch selbst gelesen ist, kann ich natürlich nicht genau beurteilen, aber ich würde mal behaupten: auch lesenswert.

Die Geschichte ist originell, für ein Buch dieses Genre überraschend gut Recherchiert und trotz aller Absurditäten auch in sich schlüssig. Geschichten dürfen wie ich finde völlig absurd und phantastisch sein, aber ich mag es gar nicht, wenn der Plot unlogisch und unschlüssig ist.

Wer jetzt noch etwas über den Inhalt lesen will, sollte hier klicken…

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Versionsverwaltung mit SubVersion und Tortoise

Gerade krame ich im Netz nach Informationen, wie sich ein bestimmtes Problemchen,  das ich gerade mit dem Versionsverwaltungstool Tortoise habe, einfach lösen lässt. Die Antwort habe ich zwar noch nicht aber ich habe ein Tutorial gefunden, das es mir tatsächlich Wert ist, hier erwähnt zu werden.

Wer sich dafür interessiert, wie man unter Windows den SVN Client Tortoise bedient, kann sich diesen Link mal ansehen.

netvibes – Remix the Web

Als ich vor ein paar Tagen auf technorati.com herumgewurstelt habe, ist mir ein Link zu netvibes.com aufgefallen. Einmal darauf geklickt landete ich auf einer ganz interessant aussehenden Seite. “Remix the Web“, heißt es dort plakativ.

netvibes ist keine wirklich neue Sache. Im Grunde genommen ist netvibes so etwas wie das, was Google schon mit seiner personalisierten Startseite (die ich seit längerem Nutze) erfunden hat. So eine personalisierte Startseite enthält unter anderem die Google Suche, mehrere Newsfeeds, einen Überblick über den Inhalt des Gmail Postfachs und irgendwelche kleine Programe, Widgets genannt, wie z.B. Taschenrechner, Einheiten-Konverter usw. Recht praktisch finde ich das. Microsoft hat das ganze später nacherfundenen und jetzt gibt es halt noch zusätzlich netvibes.

Gestern Nacht habe ich netvibes mal angeschaut und als “brauchbar” eingestuft. Die Integration von Newsfeeds, Podcasts und was weiß ich nicht alles ist sehr gut gelungen. Besser als bei Google, finde ich. Ein Klick auf ein Feed(element) öffnet eine übersichtliche Preview, in der man bequem herumblättern kann. Alles ist hübsch anpassbar, klicki-bunti-mäßig und sehr ansprechend designed. Man kann thematisch gruppierte Ordner anlegen, z.B. Ordner für Blog-Feeds, für Suche im Web, usw.

netvibes1

Klickt man auf das grüne + Zeichen oben links, springt eine Menüleiste auf, die es erlaubt neue Elemente, hier allgemein als Modul bezeichnet, auf die Seite zu ziehen. Dort finden sich diverse Feeds bekannter Seiten, aber auch nette Widgets wie z.B. eines für Gmail, aber auch ein Allgemeines für POP3 Postfacher, Wetterinfos und und und. Auch der Online Messenger-Dienst Meebo lässt sich bequem integrieren. Das integrierte Meebo funktioniert aber leider nicht so perfekt, wie ich das erwarte. Loggt man sich von netvies aus und wieder ein, muss man sich auch in Meebo neu anmelden. Was mir auch nicht gefällt, ist, dass das Gmail Widget sich nicht so einstellen lässt, dass es alle paar Minuten den Posteingang checkt. Die entsprechende Funktion auf der personalisierten Google-Seite tut das.

netvibes2

Als zusätlich Interessantes Feature haben die Macher von netvibes ein Firefox-Plugin gebaut. Dieses Plugin nimmt irgendwelche Feeds, die auf der Seite, auf der man gerade eben surft, angeboten werden, in netvibes auf. Das habe ich auch installiert und halte es für sehr nützlich.

Ein weiteres Feature, das wirklich Neue an netvibes, ist das netvibe EcoSystem. Nutzer von netvibes können in diesem Ökosystem eigene Feeds, Zusammenstellungen von Modulen und selbst gecodete Widgets veröffentlichen. Das finde ich auch ganz witzig. In der Realität nervt dann aber der wilde Mischmasch aus unkategorisierten Elementen, die zudem oft einen Bezug zu einem bestimmten Land haben. Was nutzt mich z.B. das TV-Programm in den USA oder der Stellenmarkt in Frankreich? Hier fehlt noch eine klare Gliederung nach Ländern.

Ansonsten aber Chapeau. Eine nette Online-Spielerei mit Potential. Der Nutzen von netvibes oder einem ähnlichen Dienst ist v.a. für Menschen mit mehreren Rechnern oder mehreren Betriebssystmen recht hoch.

Winter – die 1,5te

 Was soll’n der Sch**ß? Pünktlich zum heutigen Frühlingsbeginn meldet sich der Winter 2006/2007 zurück. Naja – zumindest so ein bisschen. Und so wirklich Winter hatten wir ja noch gar nicht. Daher ist “zurückmelden” vielleicht auch übertrieben.