Buch: Ich bin dann mal weg (Hape Kerkeling) #2

Heute Abend habe ich die restlichen 1 1/2 CDs von “Ich bin dann mal weg” gehört und ich bin, offen gesagt, ganz froh, dass ich das Buch bzw. die CDs jetzt “durch” habe. So ab knapp der Hälfte etwa beginnt Hapes Reisebericht stark an Tempo zu verlieren und träge zu werden. Die anfänglich noch ganz interessanten Schilderungen seiner Mühen und Erlebnisse sind irgendwann nur noch ziemlich langweilig, da sich alles in ähnlicher Form wiederholt und das Buch daher relativ monoton wird. Man ist deswegen auch gewillt vorzuspuhlen bzw. habe ich mir ehrlich gesagt überlegt das Hören ganz einzustellen. Trotzdem interessierte mich die Geschichte dann aber doch so stark, dass ich sie, nach einer Pause von einigen Tagen, fertig hören wollte.

Was mir auch nicht so recht gefällt, ist, dass die Wechsel von teils wirklich belanglosem Blabla (den man einfach so nebenbei versteht) hin zu teils überraschend komplexen Gedankengängen sehr abrupt und unvermittelt sind. Wenn man nicht ständig wirklich aufmerksam zuhört, wird man viele Details verpassen. Das Dumme an Hörbüchern ist aber einfach, dass man quasi immer irgendwas “nebenher” macht. Joggen, Staub saugen, kochen, … Kaum jemand wird sich mit einem Hörbuch aufs Sofa setzen und es so konzentriert hören, wie man ein Buch lesen würde. Zudem kommt noch, dass an solch komplexen Stellen Kerkelings Satzkonstruktionen, wie es scheint, ins Unendliche wachsen. Diesen Bandwurmsatzen im gesprochenen Wort zu folgen und zu kapieren, was er eigentlich aussagen will, ist nicht ganz leicht. Würde man das Buch lesen, wäre das Verständnis sicher einfacher. Vielleicht ist “Ich bin dann mal weg” gerade auch deswegen kein Buch, das sich zum Hören eignet!? Vielleicht ist es auch nicht gut aufbereitet?

Mein Fazit lautet daher: Nicht unbedingt als Hörbuch geeignet, ganz sicher nicht zum nebenbei hören. Die Geschichte an sich ist sicher interessanter und ergiebiger, wenn man sie als Buch ließt.

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