Killerspiele = Böse, Autorennen auch!?

Gerade zappe ich durchs Internet und lande auf den Seiten von Mans Health. Dort springt mich auch sogleich ein toller Artikel an:

Autorennen auf dem PC beeinflussen Fahrstil

In diesem Artikel erfahre ich, dass unglaublich gelangweilte intelligente Menschen von der Uni München festgestellt haben, dass nach dem Konsum von “Raserspielen” die Aggressivität und Risikobereitschaft im echten Straßenverkehr steige. Welch Erkenntnis! Wer schon mal ein paar Stunden “Need for Speed” gespielt hat und sich danach ins Auto gesetzt hat, kommt auch ohne Untersuchung auf diesen Trichter… Aber bitte!

Ich frage mich gerade, wie lange es dauern wird, bis Deutschland von der nächsten Verbietet-Irgendwas-Neues-Debatte heimgesucht wird. Wahrscheinlich muss es nur Sommer werden, die Medien haben nichts, worüber es zu schreiben lohnt und dann löst irgendein junger Computerspieler auf irgendeiner Autobahn der Republik mit seinem Tiefer-Breiter-Auto ;-) einen bösen Unfall aus. Ein Politiker, wahrscheinlich aus den Reihen der Grünen, erinnert sich vage an den Mens Health Artikel und verkündet lautstark wie damals Edmund Stoiber bei den Killerspielen: “Raserspiele animieren junge Autofahrer, wie die Sau zu fahren. Das sind völlig unverantwortliche und indiskutable Machwerke, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen… “

Liebe Politiker, wenn ihr schon dabei seid: dann verbietet doch auch bitte gleich Singstar! Singstar vermittelt massenhaft jungen Menschen die Idee singen zu können und weckt den Wunsch später Superstar zu werden. Wozu das führt, lässt sich gerade eindrucksvoll jeden Samstag Abend um 20:15 auf RTL nachvollziehen…

Danke,
euer H.

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