Monthly Archive for März, 2007

Versionsverwaltung mit SubVersion und Tortoise

Gerade krame ich im Netz nach Informationen, wie sich ein bestimmtes Problemchen,  das ich gerade mit dem Versionsverwaltungstool Tortoise habe, einfach lösen lässt. Die Antwort habe ich zwar noch nicht aber ich habe ein Tutorial gefunden, das es mir tatsächlich Wert ist, hier erwähnt zu werden.

Wer sich dafür interessiert, wie man unter Windows den SVN Client Tortoise bedient, kann sich diesen Link mal ansehen.

netvibes - Remix the Web

Als ich vor ein paar Tagen auf technorati.com herumgewurstelt habe, ist mir ein Link zu netvibes.com aufgefallen. Einmal darauf geklickt landete ich auf einer ganz interessant aussehenden Seite. “Remix the Web“, heißt es dort plakativ.

netvibes ist keine wirklich neue Sache. Im Grunde genommen ist netvibes so etwas wie das, was Google schon mit seiner personalisierten Startseite (die ich seit längerem Nutze) erfunden hat. So eine personalisierte Startseite enthält unter anderem die Google Suche, mehrere Newsfeeds, einen Überblick über den Inhalt des Gmail Postfachs und irgendwelche kleine Programe, Widgets genannt, wie z.B. Taschenrechner, Einheiten-Konverter usw. Recht praktisch finde ich das. Microsoft hat das ganze später nacherfundenen und jetzt gibt es halt noch zusätzlich netvibes.

Gestern Nacht habe ich netvibes mal angeschaut und als “brauchbar” eingestuft. Die Integration von Newsfeeds, Podcasts und was weiß ich nicht alles ist sehr gut gelungen. Besser als bei Google, finde ich. Ein Klick auf ein Feed(element) öffnet eine übersichtliche Preview, in der man bequem herumblättern kann. Alles ist hübsch anpassbar, klicki-bunti-mäßig und sehr ansprechend designed. Man kann thematisch gruppierte Ordner anlegen, z.B. Ordner für Blog-Feeds, für Suche im Web, usw.

netvibes1

Klickt man auf das grüne + Zeichen oben links, springt eine Menüleiste auf, die es erlaubt neue Elemente, hier allgemein als Modul bezeichnet, auf die Seite zu ziehen. Dort finden sich diverse Feeds bekannter Seiten, aber auch nette Widgets wie z.B. eines für Gmail, aber auch ein Allgemeines für POP3 Postfacher, Wetterinfos und und und. Auch der Online Messenger-Dienst Meebo lässt sich bequem integrieren. Das integrierte Meebo funktioniert aber leider nicht so perfekt, wie ich das erwarte. Loggt man sich von netvies aus und wieder ein, muss man sich auch in Meebo neu anmelden. Was mir auch nicht gefällt, ist, dass das Gmail Widget sich nicht so einstellen lässt, dass es alle paar Minuten den Posteingang checkt. Die entsprechende Funktion auf der personalisierten Google-Seite tut das.

netvibes2

Als zusätlich Interessantes Feature haben die Macher von netvibes ein Firefox-Plugin gebaut. Dieses Plugin nimmt irgendwelche Feeds, die auf der Seite, auf der man gerade eben surft, angeboten werden, in netvibes auf. Das habe ich auch installiert und halte es für sehr nützlich.

Ein weiteres Feature, das wirklich Neue an netvibes, ist das netvibe EcoSystem. Nutzer von netvibes können in diesem Ökosystem eigene Feeds, Zusammenstellungen von Modulen und selbst gecodete Widgets veröffentlichen. Das finde ich auch ganz witzig. In der Realität nervt dann aber der wilde Mischmasch aus unkategorisierten Elementen, die zudem oft einen Bezug zu einem bestimmten Land haben. Was nutzt mich z.B. das TV-Programm in den USA oder der Stellenmarkt in Frankreich? Hier fehlt noch eine klare Gliederung nach Ländern.

Ansonsten aber Chapeau. Eine nette Online-Spielerei mit Potential. Der Nutzen von netvibes oder einem ähnlichen Dienst ist v.a. für Menschen mit mehreren Rechnern oder mehreren Betriebssystmen recht hoch.

Winter - die 1,5te

 Was soll’n der Sch**ß? Pünktlich zum heutigen Frühlingsbeginn meldet sich der Winter 2006/2007 zurück. Naja - zumindest so ein bisschen. Und so wirklich Winter hatten wir ja noch gar nicht. Daher ist “zurückmelden” vielleicht auch übertrieben.

Renate Künast, Bitcom und die Stand-By Schaltung

Renate Künast, ihres Zeichens MdB der Grünen, meldete sich vor ein paar Tagen im Mannheimer Morgen zu Wort und forderte die Abschaffung von Stand-By Schaltungen an Elektro-Geräten.

Wir sollten zum Beispiel die Stand-by-Schalter an elektronischen Geräten abschaffen und ein Datum festlegen, von dem an keine Geräte mehr mit einer solchen Schaltung verkauft werden dürfen. Technisch ist das mit einfachen Maßnahmen machbar. Eine Stand-by-Schaltung frisst ohne Sinn und Verstand Strom, während wir gar nicht zu Hause sind. Wenn wir alle Stand-by-Schalter in Deutschland abschaffen, können wir auf den Strom von zwei Atomkraftwerken verzichten. Auch der Bürger hat etwas davon: Er spürt die finanzielle Entlastung spätestens bei der nächsten Stromrechnung.

(Quelle: http://www.renate-kuenast.de/aktuell/radikale_massnahmen/)

Die Idee finde ich in der Tat gut. Neulich habe ich aus Spaß mit einem Energie-Messgerät gemessen, was in unserem Haus laufend durch Standby-Betrieb verbraten wird. Den genauen Wert in kWh kenne ich nicht mehr, aber ich weiß, dass ich hochgerechnet habe, dass ca. 80€ weniger auf der Stromrechnung am Ende des Jahres stünden, wenn alle unnötigen Kleinverbraucher (PC, Router, Videorecorder, Fernseher, Stereoanlage…) im Stand-By-Betrieb keinen Strom mehr in unserem Haus zögen.

Jetzt lese ich auf heise.de den empörten Aufschrei des Bitcom Sprechers Philipp Karch:

Einige Geräte seien so konstruiert, dass der Stand-by-Modus notwendig sei. Anrufbeantworter, DSL-Router oder Faxgeräte beispielsweise ergäben nur Sinn, wenn sie jederzeit bereit seien.

(Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/87059/from/rss09)

Dieses Argument ist - mit Verlaub - das Inhaltsloseste was ich seit Langem gelesen habe. Lieber Herr Karch, war ihr Textschreiber im Standby? Es gibt natürlich Gerätschaften, wie ein Fax bzw. einen Anrufbeantwortet, die man nicht ausschalten kann, weil sie auf irgendetwas (in unserer Abwesenheit) warten. Hier ist der Standby-Modus sozusagen Programm! Da gebe ich ihnen ja noch recht. Aber was spricht dagegen einen DSL-Router abends, wenn man den PC abschält, einfach auszuschalten? Bzw. dann, wenn man ohnehin nicht zu hause ist. Nichts! Im Falle meiner Fritz Box sind das geschlagene 18 Watt weniger pro Stunde. Oder wieso muss ein Netzteil von einer externen USB-Fesetplatte bzw. DVD-Brenners 8 Watt im Standby-Betrieb ziehen? Einfach so? Apropos PC: haben sie schon einmal versucht einen PC zu kaufen, der wenn er “aus” ist, wirklich keinen Strom mehr zieht? Das gibt es nicht mehr. Aber ich fände es toll. Und wieso muss eine Stereo-Anlage oder Fernseher den ganzen Tag Strom ziehen, nur damit man Abends mit der Fernbedienung das Ding vom Sofa anknipsen kann, obwohl man das auch per Hand tun könnte?

Lieber Herr Bitcom, ich glaube die Kunden wären eher froh, wenn sich Elektrogeräte wieder “vernünftig” ausschalten lassen würden…

Waist of Time

Ich reviewe gerade ein Kurzfassung meiner Diplomarbeit, die wir für die IPTcomm 2007 einreichen wollen. Ich bin eben fast vom Stuhl gekippt, als ich den folgenden Tippfehler gefunden habe: “Incorrect lookup will result into a waist of time.” Der Kollege meinte wohl “waste of time”.

Wobei so ein “Bauch von Zeit” sicherlich für viel Heiterkeit beim Publikum gesorgt hätte…

Buch: Ich bin dann mal weg (Hape Kerkeling) #2

Heute Abend habe ich die restlichen 1 1/2 CDs von “Ich bin dann mal weg” gehört und ich bin, offen gesagt, ganz froh, dass ich das Buch bzw. die CDs jetzt “durch” habe. So ab knapp der Hälfte etwa beginnt Hapes Reisebericht stark an Tempo zu verlieren und träge zu werden. Die anfänglich noch ganz interessanten Schilderungen seiner Mühen und Erlebnisse sind irgendwann nur noch ziemlich langweilig, da sich alles in ähnlicher Form wiederholt und das Buch daher relativ monoton wird. Man ist deswegen auch gewillt vorzuspuhlen bzw. habe ich mir ehrlich gesagt überlegt das Hören ganz einzustellen. Trotzdem interessierte mich die Geschichte dann aber doch so stark, dass ich sie, nach einer Pause von einigen Tagen, fertig hören wollte.

Was mir auch nicht so recht gefällt, ist, dass die Wechsel von teils wirklich belanglosem Blabla (den man einfach so nebenbei versteht) hin zu teils überraschend komplexen Gedankengängen sehr abrupt und unvermittelt sind. Wenn man nicht ständig wirklich aufmerksam zuhört, wird man viele Details verpassen. Das Dumme an Hörbüchern ist aber einfach, dass man quasi immer irgendwas “nebenher” macht. Joggen, Staub saugen, kochen, … Kaum jemand wird sich mit einem Hörbuch aufs Sofa setzen und es so konzentriert hören, wie man ein Buch lesen würde. Zudem kommt noch, dass an solch komplexen Stellen Kerkelings Satzkonstruktionen, wie es scheint, ins Unendliche wachsen. Diesen Bandwurmsatzen im gesprochenen Wort zu folgen und zu kapieren, was er eigentlich aussagen will, ist nicht ganz leicht. Würde man das Buch lesen, wäre das Verständnis sicher einfacher. Vielleicht ist “Ich bin dann mal weg” gerade auch deswegen kein Buch, das sich zum Hören eignet!? Vielleicht ist es auch nicht gut aufbereitet?

Mein Fazit lautet daher: Nicht unbedingt als Hörbuch geeignet, ganz sicher nicht zum nebenbei hören. Die Geschichte an sich ist sicher interessanter und ergiebiger, wenn man sie als Buch ließt.

Killerspiele = Böse, Autorennen auch!?

Gerade zappe ich durchs Internet und lande auf den Seiten von Mans Health. Dort springt mich auch sogleich ein toller Artikel an:

Autorennen auf dem PC beeinflussen Fahrstil

In diesem Artikel erfahre ich, dass unglaublich gelangweilte intelligente Menschen von der Uni München festgestellt haben, dass nach dem Konsum von “Raserspielen” die Aggressivität und Risikobereitschaft im echten Straßenverkehr steige. Welch Erkenntnis! Wer schon mal ein paar Stunden “Need for Speed” gespielt hat und sich danach ins Auto gesetzt hat, kommt auch ohne Untersuchung auf diesen Trichter… Aber bitte!

Ich frage mich gerade, wie lange es dauern wird, bis Deutschland von der nächsten Verbietet-Irgendwas-Neues-Debatte heimgesucht wird. Wahrscheinlich muss es nur Sommer werden, die Medien haben nichts, worüber es zu schreiben lohnt und dann löst irgendein junger Computerspieler auf irgendeiner Autobahn der Republik mit seinem Tiefer-Breiter-Auto ;-) einen bösen Unfall aus. Ein Politiker, wahrscheinlich aus den Reihen der Grünen, erinnert sich vage an den Mens Health Artikel und verkündet lautstark wie damals Edmund Stoiber bei den Killerspielen: “Raserspiele animieren junge Autofahrer, wie die Sau zu fahren. Das sind völlig unverantwortliche und indiskutable Machwerke, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen… “

Liebe Politiker, wenn ihr schon dabei seid: dann verbietet doch auch bitte gleich Singstar! Singstar vermittelt massenhaft jungen Menschen die Idee singen zu können und weckt den Wunsch später Superstar zu werden. Wozu das führt, lässt sich gerade eindrucksvoll jeden Samstag Abend um 20:15 auf RTL nachvollziehen…

Danke,
euer H.

Rezept: Tagliatelle mit Lachs-Sahnesauce, Pilzen und Erbsen

Mist! Neulich schreibe ich noch über das Pasta-Koch-Blog-Event und prompt vergesse ich es… Naja, zu spät. Dieses Rezept hätte aber absolut in die Kategorie gepastat gepasst. Es ist vielleicht nicht sonderlich innovativ, aber höchst lecker, einfach und schnell zuzubereiten und auch optisch ein absoluter Hingucker.

Für 2 - 3 Personen

Man nehme:

  • Etwa 8 kleine, helle Champignons
  • 50 Gramm TK-Erbsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 guter Schuss Weißwein
  • 1 Becher Sahne
  • 50 Gramm Parmesankäse, gerieben
  • 150 Gramm geräucherter Lachs
  • 1/2 TL Mondamin in ~50ml kaltem Wasser verrührt
  • Salz, Pfeffer
  • Ca 10 - 12 Tagliatelle-Nestchen; das werden so ca. 150 Gramm Nudeln sein

Zubereitung:

Step 1: Champignons säubern (mit Küchenkrepp, ggf. auch einfach etwas abwaschen), je nach Größe vierteln oder in nicht zu dünne Scheiben Schneiden. Die Pilze sollen nicht verkochen, daher nicht zu klein schneiden. Die TK-Erbsen ein paar Minütchen in etwas gesalzenem Wasser kochen, herausnehmen und bei Seite stellen. Zwiebel pellen und in sehr feine Würfelchen schneiden. Lachsscheiben in ca 1cm breite Streifen schneiden. Tagliatelle nach Packungsanleitung zubereiten.

Step 2: Etwas Butter in einem Topf zerlaufen lassen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Keine Farbe nehmen lassen! Wenn die Zwiebeln weich sind Pilze dazu geben und kurz (etwa 2 Minuten) dünsten. Die Pilze sollen weich werden, aber noch etwas “Biss” haben. Mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen und dann Sahne und Erbsen dazu geben. Kurz aufkochen lassen und das Mondamin-Wasser-Gemisch zum Binden einrühren. Nochmals kurz aufkochen lassen, Parmesan dazu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig. Halt, fast fertig: Lachs in die heiße Soße geben und vorsichtig unterheben. Nicht mehr kochen lassen - einfach etwas ziehen lassen.

Rezept: Spinat-Auflauf

Zur Abwechslung mal ein Rezept, das ohne tote Tiere auskommt. Dafür müssen ein paar unschuldige Spinatpflanzen ihr Leben aushauchen.
Die Welt ist einfach schlecht!

Für 2 - 3 Personen:

Man nehme:

  • 1 Packung TK-Blattspinat
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Tomaten oder sonnengetrocknete Tomaten in Öl
  • 1 Becher Sahne
  • 1/2 Becher Milch
  • 2 Eier
  • ca 125g Nudeln
  • 1 Feta-Käse (geriebener Edamer, Gouda, etc. ist sicher auch gut)
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Step 0: TK-Blattspinat auftauen lassen. Das braucht verwunderlich lange…

Step 1: Was den aufmerksamen Leser kaum verwundern wird: Zwiebel und Knoblauch schälen, in Würfel schneiden bzw. fein hacken. Beides in etwas Butter in einem Topf ein paar Minuten anschwitzen. Spinat gut ausdrücken, rein in den Topf damit und ca. 5 Minuten dünsten. Frische oder eingelegte Tomaten klein schneiden, in den Topf werfen und kurz mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Evtl. 1/2 TL gekörnte Gemüsebrühe zum würzen verwenden. Macht sich ganz gut.

Step 2: Nudeln in reichlich Salzwasser ziemlich bissfest kochen. Die Nudeln also lieber etwas zu früh als zu spät abgießen; sie garen im Ofen noch gut nach.

Step 3: Eier, Sahne und Milch mit Salz, Pfeffer und Muskat gut verquirlen. Feta kleinschneiden.

Step 4: Nudeln in eine kleine Auflaufform füllen, ein Teil des Feta darauf geben und mit dem Spinat bedecken. Restlichen Feta darauf verteilen und mit der Ei-Sahne-Milch-Masse übergießen. Ca. 25 Minuten im auf 200°C vorgeheizten Ofen backen.

Tiefer-Breiter Autos

Heute scheint hier im Landkreis die Polizei aus dem Winterschlaf erwacht zu sein! Die Jungs in der grün-weißen Tracht standen jedenfalls, als ich am Nachmittag mit dem Auto unterwegs war, wie die Gartenzwerge in einer Schrebergartenkolonie alle paar Kilometer an den Straßenrändern. Natürlich standen sie da nicht nur einfach so, bohrten in der Nase und genossen das schöne Wetter, nein: sie winkten mehr oder weniger freundlich grinsend Autofahrer auf die Standspur.

An drei solcher allgemeinen Verkehrskontrollstellen bin ich vorbei gekommen und in allen Fällen sind cool grinsendene, postpubertäre Bürschchen mit Basecap auf’m Kopp von den Men in Green herausgefischt wurden. Weiteres gemeinsames Merkmal: die Jungs saßen alle in der Sorte von Auto, die ich so liebevoll als “Tiefer-Breiter Auto” bezeichne.

Klingt doch netter als Proletenschüssel, oder?

Ein Tiefer-Breiter Auto zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nach 10 - 15 Jahren Dienst als braves 55PS-Kleinwägelchen nicht seinen wohlverdienten Ruhestand auf irgendeinem Schrottplatz oder der Garage einer Autofahrer-Omi genießen darf, sondern von so einem Jüngelchen mit Spoiler, Schweller, Rennstreifen, Sportauspuff und “fetten” Schlappen auf 14 Zoll Alus gepimpt wird. Der Preis, einer solchen entweder aus dem Japan der Ming-Dynastie stämmigen Altreisschüssel bzw. eines solchen Vorkriegs-Golfsmodells, steigt durch den Einbau einer Musikanlage mit 8-fach CD-Wechsler und oben liegenden, getrennten Verstärker-Endstufen mit einer Wattzahl, die etwa der des Motors entspricht, wieder in den vierstelligen Euro-Bereich. Das letzte Merkmal eines solchen Gefährts ist, dass sich auf der Rücksitzbank allerlei Gerümpel findet. Bierkasten, Warndreieck, Verbandskasten oder sonstige Dinge werden von normalen Menschen im Kofferraum transportiert. Beim Tiefer-Breiter Auto geht das aber nicht, weil es den Kofferraum einfach nicht mehr gibt. Hier gilt die einfache Gleichung $latex Kofferraum = Bassboxplatz$. Und in einem Bassboxplatz ist wie der Name schon sagt nur noch Platz für eine Bassbox. Logo.

So langsam kommt mir wirklich der Verdacht, dass die Verkehrskontrollen doch nicht so “allgemein” sind, wie die Grünen immer so non chalant behaupten, wenn sie an die Seitenscheibe klopfen und die Fahrzeugpapiere nebst Führerschein sehen wollen. Ich vermute so ein wenig, dass die Herren und Damen Polizisten ganz, ganz scharf auf die Tiefer-Breiter Autos sind. Also sollte es wohl doch eher spezielle Verkehrskontrolle heißen.

Als ich da neulich so gegen 2 Uhr morgens durch die Stadt fuhr, bot sich mir nämlich ein ähnliches Bild wie heute Nachmittag. Dort standen fünf Tiefer-Breiter-Autos, fein säuberlich aufgereiht am Straßenrand, in jedem ein Basecap-Bubi auf dem Fahrersitz und daneben eine genervt bis gelangweilt aus der Wäsche schauende Disko-Schnitte. Drum herum standen ein paar Polizeiautos und so etwa 10 grüne Männchen. Blöde, wenn man es endlich mal schafft so eine angeheiterte Torte in der Disse aufzureißen und dann von den Cops gefilzt wird. Das turned die Mädels, wie ich fürchte, ganz gewaltig ab :-D
Nun denn, diese Probleme habe ich ja Gott-sei-dank nicht, da ich ein langweiliges und gänzlich uncooles Auto fahre. An dieser Stelle bleibt mir nur noch euch Tiefer-Breiter Autofahrern weiterhin viel Spaß mit Verkehrskontrollen zu wünschen.

Ich bin übrigens der, freundlich winkend an euch vorbei fährt, wenn ihr mal wieder gefilzt werdet ;-)