Monthly Archive for März, 2007

Die 1000$ Pizza

Gerade höre ich auf n.tv, dass ein New Yorker Pizza-Bäcker eine Superluxus-Pizza für 1000$ im “Angebot” hat. Das Ding kommt auf den horrenden Preis, da es mit allerlei teuerstem Kaviar und Hummer belegt ist.

Man nehme einen auf Holzkohle bereits fertig goldgelb gebackenen Pizzaboden, bedecke ihn reichlich mit Crème Fraiche und verteile vier verschiedene Sorten High-End-Kavier auf der Masse - insgesamt 226 Gramm. Anschließend mit hauchdünn aufgeschnittenem Hummerschwanz belegen, mit rotem und grünem Kavier sowie rohem Lachs verzieren und mit Wasabi-Soße abrunden. “Das ist ein Gedicht und zugleich ein Augenschmaus”, schwärmt die Künstlerin.

(Quelle: Financial Times Deutschland)

Es ist schade, wirklich äußerst schade, dass Dekadenz nicht strafbar ist. Ein paar Flugstunden entfernt haben Leute noch nicht mal sauberes Wasser und andere fressen Pizza für hunderte Dollar…

Kino/Buch: Vollidiot

Selten, wirklich sehr selten, habe ich gedacht, dass der Titel eines Films und der Schauspieler, der die Titelrolle übernimmt, so vortrefflich zusammenpassen, wie es bei der Verfilmung von Tommy Jauds Buch “Vollidiot” der Fall ist…Oliver Pocher, Deutschlands schmalbrüstigster B-Klasse Promi und Mietkomiker, darf nämlich den Vollidioten Simon Peters ab dem 12. April in den Kinos geben. Weiter mit von der Partie sind Anke “Gäääähn” Engelke und Fred … ?? … Nein, der heißt nicht Fred … !! … Herbert … !! … Herbert Feuerstein.

Schon das Buch fand ich nicht so ganz gelungen. Nach einem genial-witzigen und temporeichen Anfang, den ich damals wie kaum ein zweites Buch verschlungen habe, verlor die Geschichte immer mehr an Fahrt. So aber der Hälfte etwa las ich das Buch nur noch mit großer Mühe und hoffte bis zum Schluß (vergeblich), dass die Spaßkurve wieder nach oben gehen würde. Leider nein.

Wenn ich mir jetzt aber noch vorstelle, dass der völlig unlustige Pocher und seine Konsorten in der Verfilmung mitspielen und wenn ich mir die wenigen dämlichen Bilder, die im Netz herumdümpeln ansehe, bin ich ziemlich stark davon überzeugt, den FIlm NICHT im Kino zu sehen.

Apropos Kino: Den Trailer schon gesehen? Zitat: “Wie viele Bonusmeilen kriegt man, wenn man eine Stewardess poppt…?” Genialer Witz… Da hat sicher eine ganze Armada an Gag-Schreibern einen Abend lang geknobelt…

Spruch des Tages #1

Dreck ist Materie am falschen Ort.

*gg*

Vom Second Life direkt ins Bootcamp

Überall kann man dieser Tage von Second Life (”SL”), einem der größten Internet-Spiele der Welt, lesen. Die Blogs sind voll davon, Reuters hat z.B. einen Second Life Blog, und auch die Presse berichet darüber. Gestern ist mir z.B. die aktuelle Capital in die Hände gefallen und ich habe den Artikel über SL gelesen. So recht glauben wollte ich ja nicht, was da steht: Deutsche Firmen wie z.B. Adidas, Daimler-Chrysler und BMW kaufen in SL virtuelle Inseln, errichten dort virtuelle Läden und verkaufen dort z.B. virtuelle Schule (Adidas). Das dafür nötige virtuelle Geld, die Währung nennt sich Linden Dollar (nach der Entwicklerfirma von SL Linden Labs), kann man dadurch erhalten, dass man bei Linden Labs echtes Geld in Linden Dollars umtauscht. Und die kann man dann in SL ausgeben. Zurücktauschen kann man die Linden Dollars -falls man in SL irgendwie zu Geld gekommen ist - selbstredend auch! Adidas berichtet in dem Artikel, dass man schon mehrere Millionen Linden Dollar Umsatz mit dem virtuellen Schuhwerk gemacht hätte. Realer Gegenwert: 7000 US Dollar…

Ich frage mich allen ernstes: wer kauft virtuelle Schuhe?! Die Vermutung, dass es die gleiche Zielgruppe ist, die sonst bei Jamba Klingeltöne fürs Handy lädt ist falsch. Laut der Zeitschrift sind in SL v.a. gebildete Menschen aus kreativen Berufen um die 33 Jahre unterwegs. Gaga, einfach nur gaga…

Das erklärt aber wiederum, wieso die Firmen noch auf SL “scharf” sind: Werbung! BMW sieht zum Beispiel in diesen “gebildeten Menschen mit kreativen Berufen” potentielle BMW-Fahrer… Wenn sie meinen…

Gestern hat mich dann irgendwann der “Rappel” gepackt und ich habe mich dort registriert… Nach ein paar Klicks wird man bereits aufgefordert seine Kreditkartennummer bzw. sein Paypal-Konto anzugeben:

Nein danke! Das skippe ich mal. Nächster Klick:

Auch hier: nein Danke. Nach ein paar weiteren Klicks kann ich den SL Client, sozusagen einen SL Browser, herunterladen. Ich dachte, dass Spiel würde aus dem Browser heraus gestartet werden, okay…!? Laden wir’s halt mal runter und installieren es…

Minuten später bin ich mit meinem Avatar in Second Life und versuche das Tutorial, welches man erst absolvieren muss, bevor man in die Hauptwelt darf, zu durchleben. Ein Spiel mit einer derart komischen Steuerung habe ich seit langem nicht mehr erlebt. Auch läuft es an sich eher ruckelnd und lahm - obwohl es garantiert über keine aufwändige Grafik verfügt, die mein Notebook ernstlich ins Schwitzen bringen sollte.

Das Tutorial an sich ist mehr schlecht als recht strukturiert, ich weiß nicht so recht wie ich von Trainings-Station zu Trainings-Station komme und überhaupt: sehr unprickelnd bisher! Das führt dazu, dass ich nach ca. 30 Minuten (vorerst) die Lust verliere und genervt ins First Life zurück kehre… Die GUI ist hier irgendwie doch besser ;-) Die Suchtgefahr, von der man auch immer wieder in Verbindung mit SL ließt, habe ich garantiert nicht gespührt.

Witzigerweise finde ich kurz darauf einen passenden Artikel. Kurzer Auszug:

Im Kampf gegen die Internetsucht setzt China auf ein Boot-Camp nahe Peking. Das Internet Addiction Treatment Center (IATC) verwendet eine Auswahl therapeutischer und militärischer Methoden, um die Abhängigkeit von Computerspielen, Internet-Pornographie, Cybersex und Chats zu kurieren. [...] Internetsüchtige werden wie Verbrecher behandelt. Für die meist männlichen Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren beginnt der Tag um 6:15 Uhr mit Fitness-Übungen und Langzeitmärschen. Simulierte Kriegsspiele mit Laserpistolen gehören wie das Gebrüll der Drill-Sergeants zum Therapie-Alltag. Seit der Eröffnung des Camps vor drei Jahren wurden 1.500 Chinesen behandelt, 70 Prozent davon sollen die Sucht erfolgreich bekämpft haben.

(Quelle: Pressetext)

Das passiert wohl demnächst auch hier mit Spielern von den sog. “Killerspielen” *g* Allerdings müssen die dann den ganzen Tag kleine, rosa Plüschhäschen streicheln… (Ich schweife ab…) Wenn man diesen Artikel aber so ließt, sollte man sich glatt überlegen, Linden Labs Aktien zu kaufen, falls/wenn diese Jungs an die Börse gehen. Solche virtuellen Scheinwelten üben wohl doch eine große Faszination auf viele aus. Und das nicht nur auch Chinesen. Vier Millionen Nutzer hat SL ja schon! Und viele davon sind auch dazu bereit, in SL viel, viel Geld auszugeben…

Feuer im Topf - Chili züchten (#1)

Vor ein paar Tagen kam ich beim Kochen auf die Schnapsidee Chili-Pflanzen aus Samen, die ich aus einer Chili-Schote gekratzt habe, selbst zu ziehen. Keimen tut das Zeug zumindest mal…

… ich bin ja mal gespannt, was daraus noch wächst.

Tübingen, Stiftskirche

Dass man in Tübingen nicht nur “böse Dinge” studieren kann, sondern dass Tübingen an sich auch ein nettes Städtchen ist, vergesse ich immer wieder. Samstag war ich mal wieder in der Innenstadt und bin durch Zufall an der Stiftskirche vorbei gekommen und habe gesehen, dass der Turm offen ist. Für den satten Preis von 50 Cent (Studis + Studenten; 1€ andere) bekommt man einen netten Blick über die ganze Stadt.

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Film: Mitten ins Herz

Gleiches Kino, gleicher Saal, gleiche Reihe, gleicher Platz. Schon wieder sitze ich diese Woche im Kino, diesmal aber in der “romantischen Komödie” Mitten ins Herz. Der Streifen scheint ein kompletter Frauenfilm zu sein! Ich bin jedenfalls völlig überrascht, dass quasi nur Frauen jeglichen Alters in diesem Film sitzen. Ich schätze die Quote auf gut 90%… Die paar Herren der Schöpfung, die vereinzelt herumsitzen, sind wie ich mit ihrer Freundin oder Frau im Kino.Der Film fängt an und wir werden sofort von einem nachgespielten Musik-Video der 80er Jahre für unser kommen “belohnt”. Doch echt, das Video ist großartig … großartig schräg. Text, eingängige Musik, seltsame Choreographie, furchtbare Klamotten einfach alles sieht nach einem Video der 80er Jahre aus - ein perfektes Imitat. Eine nette Einstimmung auf den Film.

Kurz gesagt geht es darum: Alex Fletcher (gespielt von Chju Grant) ist ein alterneder und mittlerweile fast vergessener Popstar. Eine Chache für ein Comeback erhält er, als das (stark an Shakira/Christina erinnerde) Pop-Sternchen Cora einen Song von ihm geschrieben haben will. Dummerweise hat Alex seit Jahren keinen (guten) Song mehr komponiert und noch schlimmer: getextet. Durch Zufall bekommt der lyrische Grobmotoriker Hilfe durch seine Pflanzenpflegerin (!) Sophie, (Drew Berrymore) die sich als geniale Texterin entpuppt. Natürlich kommen die beiden sich während der Arbeit näher…

Eigentlich ein absolut vorhersehbarer 08/15 Plot. Dennoch weiß der Film gut zu unterhalten und ist meiner Meinung nach keine Sekunde langweilig. Das liegt zum einen an gut geschriebenen, witzigen Dialogen, zum anderen aber auch an den zahlreichen Songs des Films. Die sind natürlich allsamt im Stil der 80er Jahre…

Hugh Grant ist eine tolle Besetzung für den Alex Fletcher. Er gibt den Alex granttypisch humorvoll-charmant. Mit Drew Berrymore bin ich nicht ganz “zufrieden”. Sie spielt die etwas schräge, irgendwie knuffige und sympathische Sophie zwar gut und völlig glaubwürdig, allerdings passen sie und Grant irgendwie dann doch nicht sonderlich gut zusammen. Das verliebte Paar kaufe ich beiden jedenfalls nicht völlig ab.

“Mitten ins Herz” hat, soweit ich das beurteilen konnte, dem gesamten Kino-Publikum und mir auch gut gefallen. Ein netter Film für einen Kinoabend zu zweit. Von mir gibt es 8 …? … nein: 7 von 10 Punkten.

Eurovision Song Contest / Roger Cicero

oder: Deutschland sucht den Superstar - nur halt in noch schlechter!

Ich habe es ehrlich gesagt persönlich gar nicht mitbekommen: gestern fand die Entscheidung statt, welcher Sänger dieses Jahr nach Helsinki fahren darf, um dort Deutschland gesanglich zu vertreten. Jedenfalls erzählte meine Freundin gestern abend irgendsowas im ICQ und heute morgen war ich dann neugierig, wer es denn geschafft hat. Google sagte: “Roger Cicero”.

Roger… was? Kenne ich nicht. Klingt irgendwie wie eine Mischung aus Roger Whittaker und dem Typen, der mich schon damals im Lateinunterricht mit seinen blöden Büchern genervt hat: Cicero. Mein innerliches Sympatie-Punktekonto für diesen Sänger sank von Neutral (nie voreingenommen sein!) auf -5.

Der nächste Klick präsentierte mir ein Bild von ihm. Okay, … Ich will’s mal so ausdrücken. Hätte sein Hütchen auf dem Kopf eine breitere Krempe und zudem außen rum eine blickdichte Gardine, halt nein: in diesem Kontext heißt es ja “Schleier”, würde dies seiner Optik sicher nicht schaden. Außerdem ist er mir einfach nur unsympatisch. Das Konto steht auf -15. Aber (nie voreingenommen sein!) vielleicht klingt seine Musik ja ganz toll.

Ich finde heraus, wie das Lied von gestern Abend heißt: “Frauen regier’n die Welt” Entweder besingt er einen furchtbaren Mißstand :D oder will er sich bei den Frauen einschleimen. Aber vielleicht hat er ja auch gar nicht so unrecht. In Deutschland regieren die Frauen. Zumindest eine. Besingt er etwa die Bundesangie? Waia…

Ab zu YouTube! und dort “Roger Cicero Frauen” eingegeben, der Mitschnitt von gestern abend wird gefunden und ich drücke auf PLAY. Himmel! Die Musik swingt ja noch ganz ordentlich und gefällt, aber dieser Text ist einfach nur blöde und drückt das Barometer auf etwa -43:

.. und schon öffnest sich Tasche und Herz
und du kaufst Ring und Nerz …

Mir wird übel. Und Deutschland wird sich mal wieder blamieren. Obwohl: im Ausland wird der Text nicht verstanden. Welch Glück.

Film: Cars

Im Herbst 2006 kamen die “Cars” in die Kinos. Warum auch immer, ich habe den Film damals verpasst. Eigentlich ziemlich verwunderlich, weil ich mir sonst alle Animationsfilme (bis auf wenige Ausnahmen, die ich bewusst auslasse) ansehe. Jedenfalls schloss ich gestern diese “Bildungslücke” per DVD.Cars stammt wie “Finding Nemo” oder “The Incredibles” von Pixar und legt wie ich finde die Messlatte in Puncto Animation noch einen guten Tick weiter nach oben. Die Bilder, v.a. Landschaften, wirken fast echt. Auch ist der Detailreichtum der Einstellung und die Anzahl verrückter Ideen (Trecker, die wie Kühe auf Wiesen stehen und von einem stierartigen Mähdrescher bewacht werden, kleine VW-Käfer mit Flügeln als Fliegen, die um eine Lampe summen, …) kaum zu überbieten. Fast ständig gibt es so irgendwelche netten Gags irgendwo im Bild zu erkennen.

Ich war v.a. davon überrascht, wie gut die “lebenden” Autos funktionieren. Nach 5 Minuten vergisst man fast, dass in diesem Film Autos die Hauptpersonen sind. Ich hätte nicht geglaubt, dass man Autos, als Menschen völlig unähnliche Dinge, dermaßen viel Leben geben kann.

Das einzige was mich etwas genervt hat, waren manche Synchronstimmen. So werden einige Nebenfiguren von Personen aus dem Formel 1 Zirkus gesprochen. Beispielsweise habe ich Nikki Lauda, Christian Danner und Michael Schumacher (”Ooooh, eine echte Mikkaele Schumakker Ferrari” *g*) herausgehört. Die Jungs klingen alle wie drittklassige Nachrichtensprecher eines Schulerradios.

Für mich ist Cars einer der besten Trickfilme, die ich je gesehen habe. 9 von10 Punkten auf meiner Skala.

Kostenlose Bücher: O’Reilly OpenBooks

Vorhin habe ich bei der Suche nach ein paar Informationen ein weiteres Online-Buch von O’Reilly gefunden: Linux - Wegweiser für Netzwerker. Nachdem mir neulich bereits so ein Buch über den Weg gelaufen ist, habe ich mal etwas genauer hingesehen und diesmal bemerkt, dass es einen Link zu einer Sammlung weiterer Bücher von O’Reilly zum kostenlosen Download bzw. zum Nachschlagen gibt.

Die Bücher sind natürlich alle ein wenig “alt”, das Netzwerker-Buch ist z.B. von 2001, aber sicher noch zu gebrauchen.