Wieder ein Film aus meiner Odyssee durch die Oscar 2007 – Gewinner. Happy Feet hat die Kategorie “Bester Animationsfilm” gewonnen. Nominiert waren auch Cars und Monster House (Sagt mir gar nichts?!). Happy Feet ist mal wieder etwas ziemlich Anderes, als der Zuschauer eigentlich erwarten würde.
Ein Kollege hat mich schon vor einiger Zeit vor dem Film “gewarnt”. Er hat ihn allerdings mehr oder weniger als animiertes Kinder-Musical beschrieben, das vom knuddligen Pinguin Mumble handelt. Etwas in der Art könnte man auch wegen der Trailer denken bzw. wird das auch so von den Kinoplakaten suggeriert.
Mumble ist ein Außenseiter, da er im Gegensatz zu allen anderen Pinguinen nicht singen kann, sondern tanzt. Genau aus diesem Grund, hat er auch kein “Herzenslied” gefunden. Das Herzenslied ist bei den Pinguinen aber das allerwichtigste. Es bestimmt sozusagen das Leben des Pinguins. Gefällt das Herzenslied eines Pinguin-Männchens einem Pinguin-Weibchen heiraten die beiden und bekommen ein Ei. An dieser Stelle habe ich mich so ein bisschen gefragt, was die Drehbuchschreiber geraucht haben.
Mumble wird irgendwann wegen seiner Tanzerei von den ältesten der Kolonie ausgestoßen und sucht sein Glück in der Fremde. Und jetzt kippt der Film plötzlich um und wird zum Umwelt-Drama mit dem erhobenen Zeigefinger.
Mumble sucht nämlich den Grund, wieso die Pinguine keine Fische mehr finden. Vielleicht habe ich nicht so recht aufgepasst, aber die Fisch-Problematik war mir bis zu genau jenem Zeitpunkt noch gar nicht so klar gewesen. Aber okay. Mumble sucht also nach den Fisch-Räubern. Und das sind “wir”. Die Menschen. Allerdings nennen uns die Pinguine “Aliens” und beschreiben uns als große, wabbelige rosa Dinger *g*. Trifft auch auf viele von uns zu.
Bei seiner Suche macht Mumble Bekanntschaft mit hungrigen Seeleoparden und “Killer”walen – ich schätze, dass kleine Kinder noch Wochen später nicht schlafen werden können. Viel Spaß euch Eltern
Schließlich gerät er in die Gefangenschaft der Aliens (–>Zoo) und erregt durch sein Tanzen die Aufmerksamkeit der Welt. Die Menschen-Aliens sehen in seinem Tanz den Versuch ihnen etwas mitzuteilen, packen Mumble einen Peilsender auf den Rücken und schicken ihn zurück ins ewige Eis. Wenn meine Freundin mich das nächste Mal nicht versteht, versuche ich es einfach mal mit Tanzen…
Mumble kehrt zurück und führt die Menschen zur hungernden Kolonie. Die Menschheit zieht daraufhin die Fangfische aus den Gewässern um die Kolonie ab und die Pinguine sind gerettet…
Haarsträubend, oder?
Happy Feet ist supertoll animiert und hat -wie es sich für ein Musical gehört- eine Menge toller Songs zu bieten. Die Geschichte finde ich aber recht schlecht. Ein wenig Außenseiterdrama hier, etwas Gennerationskonflikt da und dann noch ein Klecks Umweltbewusstsein… Die Mischung ist mir etwas zu wirr und ich habe nicht begriffen, was der Film eigentlich sein will. Daher hat mir Happy Feet auch nicht sonderlich gefallen.
5 von 10 Punkten und den Oscar hätte ich Cars gegeben.