Filme ohne Codecs unter Windows XP abspielen

Auf sw-guide las ich gerade einen Artikel über die Installation von Codecs, die oft zur Wiedergabe von Audio und Video-Formaten in Windows gebraucht werden. Seit dem ich schlechte Erfahrungen mit dem dort erwähnten x-lite Codec Pack gemacht habe (nach der Installation des Packs lief das frisch und sauber installierte Windows spürbar schlechter und instabiler) verwende ich ausschließlich M-Player.

M-Player ist wie der auf sw-guide erwähnte VLC eine “standalone” Applikation, in der sehr viele Codecs bereits integriert sind. Vorteil gegenüber Codec-Packs: M-Player installiert keine “zigtausend” verschiedenen Codecs, die ggf. irgendwelche Probleme hervorrufen und das System bremsen können. Nachteil: Da die Codecs nicht installiert werden, kann auch keine andere Anwendung darauf zugreifen und mit deren Hilfe z.B. Filme anzeigen. Ich finde, dass der Vorteil den Nachteil weit überwiegt – zumal ich kaum in die Verlegenheit komme einen anderen Player gebrauchen zu müssen.

M-Player stammt aus der Linux-Welt und ist von Haus aus ein Kommandozeilen-Tool. Da das so keiner (zumindest kein Windows-User ;-) ) benutzen will (kann?), gibt es einige Frontends für M-Player unter Windows, die die Benutzung einfach und unkompliziert machen. Das meiner Meinung nach beste Frontend ist MPUI (M-Player User Interface). M-Player bietet auf der Seite auch eine GUI an, die mag ich persönlich weniger gern, da sie weniger Features bietet als MPUI.

Auf der Download-Seite des MPUI-Projekts gibt es ein ZIP-Archiv zum Download, das M-Player und immer eine ziemlich aktuelle Version des MPUI enthält. Großer Vorteil: Das Archiv braucht nur entpackt zu werden und kein Programm muss installiert werden. Also kann das Player-Duo auf dem USB-Stick, der mobilen Festplatte oder irgendwo im Netzwerk abgelegt werden und von dort aus genutzt werden.

Diese Lösung ist einfach und flexibel. Besser kann man es kaum bekommen.

[Update: mplayer kann auch Video-Streams speichern. Wie das geht, steht hier.]

Statt Zigaretten

Heute in einer Buchhandlung gesehen. Ein “Statt Zigaretten”-Automat. In den Päckchen sind Spielkarten.

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… nette Idee! Nur wenn ich Karten spielen müsste, würde ich lieber statt dessen Rauchen…

Rezept: (Elsässer) Flammkuchen

Flammkuchen ist so etwas wie die elsässer Antwort auf eine Pizza. Das Original mag ich persönlich nicht so sehr. Für mich ist es irgendwie zu langweilig, trocken und “zu wenig drauf”. Hier eine Abwandlung, die so ein klein wenig in Richtung Zwiebelkuchen geht. “Neigschmeckter Flammkuchen”, quasi…

(Rezept für 2 – 3 Personen)

Teig:

Ich kann keine 100% genauen Angaben machen. Hefeteig “funktioniert” irgendwie immer ein wenig anders als beim Mal davor. Außerdem braucht man dafür irgendwie etwas Gefühl. Quasi der grüne Daumen für’s Backen ;-)

  • 280 – 300g Mehl
  • ~100ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hef
  • 1/2 TL Salz
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 gute Prise Zucker

Mehl in eine Schüssel sieben, ein Mulde ins Mehl machen und die Hefe hineinbröckeln. Zucker und einen kleinen Teil des Wassers dazu geben und mit etwas Mehl bedecken (Vorteig). 10 Minuten stehen lassen, bis der Vorteig leicht anfängt zu gehen. Öl dazu geben und das restliche Wasser. Mit dem Knethaken 5 Minuten kräftig durchkneten.

Sollte der Teig zu weich oder fest sein, einfach Mehl oder Wasser dazu geben. An einem warmen Ort ca. 30-60 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich gut verdoppelt haben.
Belag:

  • 1 Becher Crème Fraiche
  • 2 – 3 Zwiebeln
  • 100g Speckwürfel
  • 100g Schinkenwürfel (nicht “Original”)
  • 50g Gouda, gerieben (nicht “Original”)
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Step 1: Zwiebeln pellen und entweder in recht feine Würfel oder Scheibchen schneiden. Ist im Grunde ganz egal. Ich mag keine halb rohen Zwiebeln auf Pizza oder Flammkuchen, daher dünste ich sie vor dem Backen 5 Minuten in etwas Öl an. Wer sie lieber noch etwas bissig will, lässt das bleiben. (Auf den echten Flammkuchen gehören rohe Zwiebeln)

Step 2: Aus den abgekühlten Zwiebeln und der Crème Fraiche, etwas Salz (Schinken und Speck bringen viel Salz!), viel Pfeffer und einer guten Portion Muskat die Masse für den Belag herstellen. (Beim Original Flammkuchen kommt die Creme Fraiche “so” auf den Teig und die Zwiebeln oben darauf.)

Step 3: Teig aufs Blech bugsieren und mit der Zwiebel/Creme Fraiche Masse bestreichen. Schinken- und Speckwürfel darauf verteilen und in den auf 250 Grad vorgeheizten Ofen schieben. Dort 15 – 20 Minuten backen. Dann den Gouda darauf geben und nochmals 5 Minuten backen.

Dazu passt leicht süßlicher Weißwein oder auch Bier.

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Tutorial: X-Forwarding mit Putty unter Windows

Das ist der letzte Teil meiner kleinen X-Forwarding “Serie”. Heute geht es darum, wie die graphische Ausgabe eines Linux-Systems auf den X-Server eines Windows-Rechners umleitet werden kann. Diese Anleitung setzt natürlich einen installierten und gestarteten X-Server voraus. Wie das geht, steht hier.

Ein guter und zudem kostenloser SSH-Client unter Windows ist Putty. Putty kann von dieser Seite herunter geladen werden.

putty

Nachdem in Putty der Hostname des Rechners und der Login-Name (user@hostname) eingegeben wurden, öffnet man die Rubrik “X11″ …

cyg5

… und aktiviert dort das “X11 Forwarding”. Das war es auch schon fast. Nach einem Klick auf den “Open” Knopf in der Rubrik “Session” wird man mit dem gewünschten Rechner verbunden. Startet man dort ein Programm, das das X-Window System benutzt (z.B. Gimp) öffnen sich die entsprechenden Fenster auf dem lokalen Rechner.

Die übertragenen Datenmengen sind übrigens ganz enorm. Wer dieses Feature über das Internet nutzt (geht ja problemlos) braucht DSL und am besten eine Flatrate *g*

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Tutorial: X-Server unter Windows installieren

Vor ein paar Wochen habe ich einen kleinen Artikel über X-Forwarding unter Linux geschrieben. Witzigerweise scheinen sich dafür mehr Leute zu interessieren, als ich gedacht habe. Daher kommt jetzt noch etwas zusätzliche Information hinterher.

In diesem kleinen Tutorial soll es also darum gehen, wie man einen X-Server unter Windows installiert. In einem weiteren Teil, den ich in den nächsten Tagen nachreiche, geht es darum, wie die graphische Ausgabe eines Linux-Systems auf den X-Server eines Windows-Rechner umleitet werden kann (X-Forwarding unter Windows mit Putty).

X-Server installieren:

Das Zauberwort für Linux-Komponenten unter Windows heißt Cygwin. Cygwin (gesprochen sig-win, nicht züg-win) kann (Teile von) Linux unter Windows emulieren. Dazu gehört unter anderem das X-Window System, an dem wir jetzt gerade interessiert sind. Die Installation der Cygwin X-Windows Komponenten ist ziemlich einfach: Von der Cygwin-Homepage lädt man sich zunächt den Cygwin-Installer herunter. Dieser wird gestartet und nach einigen selbsterklärenden Klicks landet man auf dem Komponenten-Auswahlmenü.

cyg1

Im Grunde genommen kann man alle voreingestellten Optionen so lassen, wie sie sind und einfach auf “Weiter” klicken. Dann würde aber mehr oder weniger das ganze Cygwin-System installiert werden. Ein Großteil der Komponenten ist (in diesem Fall) überflüssig und nimmt zudem mehrere hundert MB auf der Festplatte weg und der Download dauert “stunden”… Das muss nicht sein. Um X unter Windows nutzen zu können reicht es aus “X11″ zu installieren (Install) und alle anderen Komponenten zu überspringen (Default).

Nach einem Klick auf “Weiter” meckert der Installer, dass er noch einige andere Komponenten braucht, die Meldung wird bestätigt und schon werden die benötigten Komponenten aus dem Netz geladen und installiert.

Nach abgeschlossener Installation findet sich auf dem Desktop ein Cygwin Icon. Ein Klick darauf öffnet eine Cygwin-Shell. Über diese lässt sich der X-Server starten. Das Kommando lautet ganz einfach

startx

cyg2

Nachdem ein paar Zeilen mehr oder weniger sinnvoller Informationen auf die Shell geschrieben wurden, öffnet sich ein Xterm-Fenster und in der Taskleiste wird das X-Symbol angezeigt. Der X-Server wurde somit erfolgreich gestartet und bereit.

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Synchronisation von Google Calendar und anderen Kalender-Programmen

Der Google Calendar ist ein ziemlich bemerkenswerter Internet-Service. GC ist ein kostenloser (wie quasi alle Google Produkte) , gruppenfähiger Terminplaner, der in jedem aktuellen Browser geladen werden kann. Die Funktionsvielfalt kann sich, wie ich finde, mit MS Outlook messen und lässt im Prinzip für normale Anwender keine Wünsche offen.

Der für mich größte Vorteil an einem Online-Terminplaner ist, dass man von jedem internetfähigen PC auf seine Termine zugreifen kann. Das ist v.a. für die Leute interessant, die mehrere Computer mit ggf. mehreren Betriebssystemen haben. Auf jedem Rechner eine Software zu installieren und die Rechner immer neu zu synchronisieren kommt nicht in Frage. Daher finde ich GC richtig klasse.

gc

Was passiert aber, wenn man unterwegs ist, kein Internet hat und wissen will, was als nächstes auf dem Terminkalender steht? Eigentlich kein Problem! Man muss jetzt aber in den sauren Apfel beißen und doch Software installieren. z.B. Sunbird aus der Mozilla-Familie. Sunbird kann, wie viele andere Kalender-Programme, Kalender im ical-Format bzw. ical-Feeds importieren. Da GC einen solchen ical-Feed bereit stellt, können Termine sehr leicht aus GC nach Sunbird importiert werden.

Jetzt kommt aber das Problem: Das Ganze ist eine Einbahnstraße. Versucht man umgekehrt Sunbird mit GC zu synchronisieren, um z.B. “offline” in Sunbird angelegte Termine nach GC zu exportieren, um sie online zu haben, stellt man fest, dass das nicht geht. ical könnte zwar auch theoretisch das, aber Google will nicht. Das Warum wird wohl ewig ein Rätsel bleiben. Ich finde es jedenfalls ziemlich bescheuert.

Abhilfe schafft da eine kostenlose Software, die sich GCALDeamon nennt. GCALDeamon ist ein im Hintergrund laufender Dienst (Deamon), der lokale Kalenderdateien mit GC und umgekehrt synchronisieren kann. Da GC wie gesagt den direkten Zugriff auf die Kalender-Daten nicht zulässt bzw. auch keine API bereitstellt, mit der Änderungen machbar wären, greift GCALDeamon über ein “Hintertürchen” auf GC zu:

Der GCALDeamon macht sozusagen automatisiert das, was ein Mensch auch tun würde: GC im Browser laden, Termin erstellen und “OK” klicken. Wenn man “OK” anklickt schickt der Browser einen HTTP-Befehl an den Google-Server und der Termin ist gespeichert. GCALDeamon liest nun neue Termine aus der Kalenderdatei und schickt diese über HTTP an den Google Server.

Die Installation von GCALDeamon macht zwar ein wenig Mühe, sie ist aber ganz brauchbar auf der Projekt-Homepage beschrieben. Ich schätze, dass das auch Laien problemlos schaffen werden. Ich habe es leider nicht geschafft, aber das liegt ganz einfach daran, dass sich Sunbird sofort aufhängt, wenn ich das Programm starte.

sunbird

:mad:

[Update: Mittlerweile gibt es eine einfachere Lösung. Siehe hier!]

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Film: 300 (Kino)

Man ließt ziemlich viel über “300″ in diesen Tagen. Die Kommentare sind dabei ebenso widerspüchlich wie zahlreich. Ich habe mir heute Abend 300 angesehen, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Ich wollte 300 im Grunde nur deswegen sehen, um ihn gesehen zu haben. So wirklich interessiert hat mich der Film ehrlich gesagt nicht.

Kurz gefasst, geht es darum: Der Perserkönig Xerxes landet mit ein paar hundertausend Mann an der Küste Griechenlands und will das Land überrennen. Dummerweise hat er sich ausgerechnet den Küstenabschnitt ausgesucht, von dem nur eine schmale Schlucht ins Landesinnere führt. Leonidas, König der Spartaner, ist etwas cleverer als sein persischer Kollege und nutzt den Engpass dazu aus, um mit nur 300 Mann den Persern den Weg abzuschneiden. Die 300 Mann sind alles, was Leonidas gegen den Feind aufbringen kann und darf, weil der Rest des Armee wegen eines religiösen Fests nicht zu den Waffen greifen darf.

Obwohl Xerxes alles einsetzt, was er zu bieten hat, mähen die Spartaner mehr oder weniger alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Erst durch einen hinterhältigen Verra gelingt es Xerxes Leonidas’ Männer zu bezwingen.

Zuerst einmal zu dem positiven Seiten des Films: er ist sehr hübsch anzusehen. Die choreographischen Schlachtszenen sind beeindruckend inszeniert und wirklich gelungen. Von der ersten bis zur letzten Minute, wird eine sehr interessante und irgendwie mysthische Stimmung erzeugt. Die Musik- und Geräuschkulisse und die düsteren, fahlen Farben unterstreichen dies eindrucksvoll.

Leider fand ich den Film aber aus mehreren Gründen ein wenig entäuschend und um Längen weniger spannend als ich angenommen habe.

  1. der Film ist ein ziemlicher Spätzünder. Etwa 35 Minuten braucht es, bis irgendetwas auch nur annährend “aufregendes” passiert. In der ersten Zeit wird lang und breit Leonidas’ Ausbildung zum Krieger und der sich anbahnende Konflikt geschildert. Das ist zwar ganz interessant, aber auch nicht wirklich spannend.
  2. die Schlachtszenen sind im Grunde genommen “schön” anzusehen aber langweilig. Xerxes legt immer noch “eine Schippe mehr” drauf, die Spartaner freuen sich und filettieren den Feind. Trotz (oder gerade wegen) der in Zeitlupe in alle Himmelsrichtung spritzenden Blutfontänen und Korperteile, wirkt 300 nicht mehr butal. Eher wie ein Kunstwerk mit einer etwas abnormalen Ästhetik. Mitunter deswegen ist der Film auch kein Stück emotional. Der König stirbt – Was solls…?
  3. auf Dauer nervt das pausenlose Gerede der Krieger von Ruhm und Ehre ganz enorm. Die Jungs klingen ähnlich verblendet wie ein gewisser amerikanischer Präsident, wenn er über den Kampf gegen die Achse des Bösen spricht.
  4. Krieger mit unterwäschemodeltauglichen Sixpack-Bäuchen in ledernen Schlüppern wirken irgendwie wie die California Dreamboys auf Blutrausch.
  5. alle Charaktere sind ausnahmslos nur grob gezeichnet. Es gibt keine Figur, mit der sich der Zuschauer auch nur annährend identifizieren könnte, bzw. die interessant und wichtig genug ist, als dass man um ihr Leben besorgt wäre.
  6. Die Geschichte an sich ist nicht “rund” – mich stört das an einigen Stellen. Die Spartaner ziehen mit 300 gegen Hunderttausende und der Rest der Armee hockt dumm rum? Ja klar… Ebenfalls sehr glaubwürdig und ungemein der Spannung dienlich: die letzte Schlacht. Bisher sind etwa 3 Spartaner gefallen und einer hat eine Schramme am rechten Auge. Umgekehrt haben sie aber 1, 2, … ach: viele Gegner getötet. Bei der letzten Schlacht, nachdem sie verraten wurdn, fallen aber plötzlich alle Spartaner quasi simultan tot um.

300 empfand ich als keinen wirklich schlechten Film, aber auch nicht als einen wirklich guten. Von der Art ragt 300 aus der Masse der Filme heraus, ansonsten finde ich den Film aber nur durchschnittlich unterhaltsam und spannend.

Man muss v.a. ganz klar sehen, dass 300 auf einem Comic basiert, der wiederum auf einer grichischen Legende basiert. Das erklärt viele meiner Kritikpunkte, u.a. kann daher die Geschichte einfach nicht logisch sein… Auch muss man diese Art von Film einfach mögen. Fans des Genres werden sicher begeistert. Mir ist ein etwas “konventionellerer” Film im Stile von “Gladiator” lieber.

Durst.

(17:25 MEZ – Küche)

 

(17:27 MEZ – Balkon)

Wenn ich morgen die Bilder an irgendeiner Bushaltestelle irgendeiner Dönerbude als Apfelsaft-Schorle-Werbung entdecke, werd’ ich sauer :-)