Alternative zu kommerziellen Partitionierungs-Tools (GParted)

Es gibt eine ganze Reihe von Programmen, mit deren Hilfe sich die Partitionsstruktur der Festplatte(n) im Rechner ändern lässt. Das wohl gängigste und bekannteste Programm auf diesem Sektor ist Partition Magic, das mittlerweile zu symantec gehört bzw. der relativ neue Partitionsmanager von Acronis. Beide Programme kosten aber leider Geld…

Eine kostenlose, unter er GPL lizensierte Alternative aus der Linux-Welt ist GParted (Gnome Partition Editior). Das Programm kann/bietet:

“GParted is an industrial-strength package for creating, destroying, resizing, moving, checking and copying partitions, and the filesystems on them. This is useful for creating space for new operating systems, reorganizing disk usage, copying data residing on hard disks and mirroring one partition with another (disk imaging).”

gparted_1_big

Angenehmerweise kann GParted mit allen gängigen Linux- und Windows-Filesystemen umgehen. Normalerweise ist GParted aber eine Anwendung, die auf einem Linux-Betriebssystem ausgeführt wird. Hat man also kein Linux, könnte man GParted nicht nutzen. Windows-User schauen daher eigentlich in die Röhre.

Abhilfe für dieses Problem schafft aber folgendes: Seit einiger Zeit gibt es eine bootbare Live-CD, die erst eine kleine Linux-Umgebung von CD bootet (ähnlich wie bei z.B. Knoppix oder Ubuntu) und dann GParted ausführt.

Ich habe mittlerweile GParted zwei, drei Mal eingesetzt und weiß auch von anderen, dass sie das Programm benutzen. Es erscheint mir recht zuverlässig und ist sicherlich sein Geld wert ;-) Wie bei allen anderen Partitionierern gilt aber auch hier: Vor dem Umpartitionieren immer ein Backup der Daten machen.

[Nachtrag 24.Mai:

GParted kann man übrigens auch einfach von USB-Stick booten - vorausgesetzt das jeweilige Mainboard unterstützt grundsätzlich das Feature von einem USB-Gerät zu booten! Auf der Homepage ist zwar nur beschrieben, wie man den Bootstick unter Linux erstellt, unter Windows ist das natürlich auch möglich. Das ganze funktioniert etwa wie folgt:

  1. USB-Stick mit FAT32 oder FAT16 formatieren (die neuen syslinux-Versionen unterstützen auch FAT32)
  2. Alle Dateien von der Live-CD auf den USB-Stick kopieren. Dann die Dateien aus dem Verzeichnis syslinux ins Root-Verzeichnis des Sticks verschieben.
  3. Befehl syslinux X: - wobei X für den Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks steht und der Schalter -s optional ist (siehe unten) - ausführen.

Das Programm syslinux hat übrigens den Sinn einen Bootloader auf den USB-Stick zu schreiben, d.h. den Stick überhaupt bootbar zu machen. Wird der Schalter -s verwendet (syslinux -s X:), wird eine langsame und sichere (safe) Version des Bootloaders installiert. Das Booten wird zwar sehr langsam, dafür werden so mehr Mainboards unterstützt.
syslinux bekommt man hier. In dem herunterladbaren zip-Archiv sind eine Vielzahl von Dateien zu finden. Tatsächlich braucht man aber nur die syslinux.exe, die sich im Verzeichnis win32 befindet.

Wer es vermeiden will die Live-CD extra brennen zu müssen, um die Dateien auf den USB-Stick kopieren zu können, kann sich z.B. die Deamon-Tools installieren und mit diesen das ISO-File der Live-CD als virtuelles CD-Laufwerk mounten.

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