Manchmal muss man sich wirklich fragen, was in den Köpfen der Kinoproduzenten so vor sich geht. Ausgerechnet im Frühsommer kommt ein Film über das Eislaufen in die Kinos. Würde das nicht besser in die “Eislauf-Saison” passen, bzw. irgendwann in die Zeit vor Weihnachten!? Als ob das nicht schon schräg genug wäre, ist das Eislaufpaar in diesem Fall auch noch “gleichgeschlechtlich”. Ja. Hier laufen zwei Männer als Paar zusammen…
Story: Die beiden Eisläufer Chazz und Jimmi sind auf dem Eis erbitterte Rivalen. Bei einem Wettkampf erreichen beide gleiche Wertungen und somit den ersten Platz. Auf dem Siegertreppchen entbrennt eine wilde Keilerei, wegen der beide fortan lebenslänglich von der Teilnahme an Wettkämpfen in der Disziplin “Männer einzeln” ausgeschlossen werden.
Das Reglement sagt aber nichts davon, dass beide nicht beim Paarlauf antreten dürfen. Da dummerweise aber keine weiblichen Partner so schnell verfügbar sind, tut sich das ungleiche Duo zusammen und studiert eine Kür ein, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.
Kritik: Die Story ist vollkommen durchgeknallt und klingt irrsinnig blödsinnig. Eigentlich ist das ein Grund für mich einen Film gar nicht erst zu sehen. Als ich aber mehrere ziemlich gute Bewertungen im Internet über diesen Film gelesen habe, wollte ich ihn dann doch selbst sehen.
Das komische ist, dass der durchgeknallte Streifen tatsächlich über weite Strecken hinweg wirklich gut funktioniert, wenn man sich auf die Geschichte einfach einlässt. Die Geschichte ist lachhaft, der Film aber nicht lächerlich. Das macht für mich eine gute Komödie aus.
Die ganz klare Stärke der Eisprinzen sind die wirklich aberwitzigen und urkomischen Choreographien auf dem Eis. Diese sind nämlich so gut und albern gemacht, dass man einfach herzlich lachen muss. Das ist Klamauk pur und den beherrschen die beiden Hauptdarsteller Will Ferrell und John Heder perfekt.
Abseits vom Eis wird die Eiskunstlauf-Szene sanft aufs Korn genommen. Das leicht tuckige Image von diesem Sport und das gezierte Gehabe der Sportler wird milde durch den Kakao gezogen. Ich hätte mir gewünscht, dass man hier noch eine ganze Ladung mehr Satire rein gepackt hätte. So wirklich böse und gemein wird der Film leider nie. Aber auch hier gibt es ein paar Lacher und somit geht das in Ordnung.
Etwas geärgert hat mich dann aber tatsächlich der Schluss: Chazz und Jimmi entschweben dank kleiner Raketenmotorchen an ihren Schlittschuhen der Eislauf-Arena. Das fand ich dann doch arg albern und lächerlich.
Fazit:
Die Eisprinzen sind eine recht gute Klamauk-Komödie. Mir liegt diese Form von Humor eigentlich nicht so ganz, dafür hat mir aber der Film ganz gut gefallen. Von mir bekommt der Film 6 von 10 Punkten.
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