Als ich die Vorschau von “Das Streben nach Glück” vor einiger Zeit im Kino gesehen habe, dachte ich, dass Will Smith und ein Drama einfach nicht zusammen passen können. Will Smith ist ein cooler Typ. Ein Sunnyboy. Er rettet die Welt vor fiesen Außerirdischen, Drogenbaronen oder meinetwegen auch von Robotern. Aber in der Rolle eines von seiner Frau verlassenen Familienvaters, der mit seinem Sohn ums finanzielle Überleben kämpft, hätte ich ihn nicht erwartet. Aber vielleicht ist auch genau das das Gute an diesem Film?
Will Smith spielt Chris Garner, einen selbständigen Vertreter von medizinischen Geräten. Chris lebt zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn am Rande des finanziellen Abgrunds. Eines Tages ist erst Chris’ Auto weg, dann seine Frau und letztendlich seine Wohnung. Chris steht mit seinem Sohn auf der Straße und mehr oder weniger alle Ersparnisse sind weg. In bester “vom Tellerwäscher zum Millionär” Manier arbeitet Chris sich bei einem unbezahlten Praktikum als Finanzmakler hoch und -ja natürlich- rettet schließlich sich und seinen Sohn vor dem Ruin.
Will Smith spielt die Rolle des Chris Gardener hervorragend. Mir wird jetzt auch klar, wieso er für seine Rolle eine Oscar-Nominierung erhielt. Er spielt so gut, dass die Geschichte sogar relativ hartgesottenen Filmguggern wie mir richtig an die Nieren geht. Das hätte ich nicht erwartet.
Mir ist der Film fast einen Tick zu Rührselig und zu … ja, es klingt doof: zu dramatisch. Jedes Mal, wenn Chris resp. der Zuschauer glaubt, Licht am Ende des Tunnels zu sehen, passiert wieder etwas und die Situation wird noch schlechter. Man könnte glatt mitheulen. Würde Chris’ Sohn (gespielt von Will Smith’ “echtem” Sohn) nicht ab und an für einen kleinen Lacher sorgen, wäre der ca. 2 Stunden lange Film ziemlich harter Tobak.
Mir hat der Film dennoch sehr gut gefallen. Für einen wirklich vergnüglichen Kino-Abend taugt der Film nichts, aber unterhaltsam, interessant, ans-Herz-gehend und auf alle Fälle sehenswert ist der Film allemal. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.
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