Monthly Archive for Juni, 2007

Wikis für den Hausgebrauch - MoinMoin Desktop Edition

Ich finde, dass Wikis unglaublich praktische Tools sind. Ich meine hier übrigens nicht die Wikipedia, sondern die Software, die hinter einem Wiki steckt - die Wiki-Engine.

Wer ein eigenes Wiki erstellen will, braucht natürlich eine Wiki-Engine. Davon gibt es mittlerweile zig Varianten, von denen wohl MediaWiki und DokuWiki die bekanntesten sein dürften. Die Wiki-Engines werden normalerweise auf einer “LAMP”-Maschine (Linux / Apache / Mysql / PHP, Perl, Python) installiert und können dann über das Internet genutzt werden.

Wer keinen eigenen Server oder Webspace hat, kann auf Wiki-Farmen zurückgreifen. Davon gibt es auch eine ganze Reihe, ich persönlich kenne nur die PeanutButter Wiki Farm. Das Einrichten auf dem Server entfällt dabei natürlich und man kann sofort mit seinem Wiki loslegen. Im Falle von PBWiki ist der Dienst kostenfrei und auch weitgehend frei von Werbung und anderen “Beeinträchtigungen”.

Was aber, wenn man das Wiki gar nicht im Internet hosten möchte? Entweder weil man es nicht öffentlich zugänglich haben will oder weil man nur selbst darauf zugreifen muss und das auch noch ohne Internetanbindung?

Die “Hardcore”-Lösung für das Problem ist natürlich auf seinem PC Apache, MySQL und PHP zu installieren. Das geht dankt Xampp (Xampp ist übrigens für Windows UND Linux verfügbar) auch in wenigen Minuten und ist vollkommen problemlos. Allerdings ist es evtl. ein wenig übertrieben 80MB Software für diesen Zweck zu installieren.

Viel netter und einfacher ist es die Desktop Edition der MoinMoin Wiki Engine herunterzuladen (4MB), zu entpacken und einfach zu starten. MoinMoin basiert auf Python und braucht weder Apache noch PHP. Die Daten werden außerdem in Textfiles geschrieben und nicht in eine (MySQL-)Datenbank. Die Desktop Edition bringt (neben der eigentlichen Wiki Engine) eine Standalone Python-Umgebung mit, die es erlaubt MoinMoin ohne weiteres Installieren von irgendwelcher Software auszuführen. Man braucht also nur den MoinMoin Wiki “Server” zu starten und kann sich sofort via http://localhost:8080 (<– wer jetzt da drauf klickt, ist selbst schuld!) zu seinem Wiki verbinden.

[Update: Wer doch ein MediaWiki aufsetzen will, kann sich mein kleines Tutorial dazu durchlesen. Nachträglich hat sich nämlich herausgestellt, dass MoinMoin doch nicht so dolle ist...]

CamStudio - Screenrecorder für Video-Tutorials

Heute morgen habe ich nach einer Software gesucht, die es erlaubt den Bildschirminhalt (oder Teile dessen) samt Sprachkommentare aufzuzeichnen. Sonderlich große Auswahl gibt es auf diesem Sekor glaube ich allerdings nicht…

Das imho beste (Open Source) Tool für diesen Zweck ist das CamStudio .

Was CamStudio ist und was es kann, soll das folgende kurze Filmchen demonstrieren ;-)
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ya5ZqfSevmo]

(Das Näseln kommt übrigens von meinem Heuschnupfen… *gg*)

Wer CamStudio tatsächlich regelmäßig verwenden will oder muss, sollte sich aber vernünftige Audio- und Video-Codecs installieren! Mit den standardmäßig auf einem Windows-PC vorhandenen Codecs erzeugt das CamStudio Video-Dateien mit einem enormen Umfang. Ich habe vorhin eine 40 Minuten lange Bildschirmpräsentation samt Sprache “aufgenommen” und dabei eine knapp 1GB große Video-Datei erzeugt… Durch “gute” Codecs lässt sich der Umfang der Dateien aber erheblich reduzieren.

Zumindest Theoretisch gut geeignete Codecs für CamStudio sind LAME und DivX. Nachdem beide Codecs installiert wurden, lassen sich die neuen Codecs im CamStudio über das OPTIONS Menü einstellen. Um ehrlich zu sein, habe ich es allerdings nicht geschafft, die Codecs vernünftig einzustellen *g* (Allerdings habe ich auch nicht viel Zeit dafür aufgewendet…)

Alternativen zu kommerzieller Software finden

Manchmal ist es gar nicht so einfach Freeware bzw. OpenSource Software für ein bestimmtes Problem / Anwendungsgebiet zu finden. Meistens kennt man nur einen Namen einer kommerziellen Software. Die Seite osalt.com (Open Source Alternative) listet bekannte kommerzielle Software auf und schlägt kostenlose Alternativen vor.

Eine sehr nützliche Seite, wie ich finde!

Speed Reading - Schnelllese-Techniken

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Buch über die Geschichte des Internet gekauft (dazu schreibe ich wohl auch irgendwann noch was) und in diesem etwas für mich vollkommen Neues gelesen. In dem Buch wird beschrieben, dass einer der “Erfinder” des Internets die Fähigkeit hat(te) ein durchschnittlich dickes, nicht zu komplexes Buch in etwas mehr als einer halben Stunde (!!) zu lesen. Ich finde das ziemlich bemerkenswert.

Am nächsten Tag habe ich dann Tante Google befragt und tatsächlich: Das Netz wimmelt von Kursangeboten in denen Schnell-Lesetechniken gelehrt werden sollen, Seminaren, Video-Kursen und Büchern [1] [2 ].

Zwei von diesen Büchern habe ich mir mittlerweile besorgt und durchgelesen. Das bessere der beiden Bücher ist der “Taschenguide - Schneller lesen ” von Holger Backwinkel und Peter Sturtz.

Ich bin von der Idee, die hinter dem schnellen Lesen steckt, eigentlich ziemlich angetan, allerdings halte ich die in den Büchern gemachten Versprechungen auch für ziemlich “euphorisch”. Die essentiellen Ideen/Konzepte für das schnelle Lesen kann man in sehr wenigen Sätzen zusammenfassen:

Continue reading ‘Speed Reading - Schnelllese-Techniken’

CrossHair - Fadenkreuz für den Bildschirm

Das erste CorelDraw, das mir ‘94/’95 in die Hände gefallen ist, hatte eine Funktion, die ich absolut geliebt habe: man konnte den “normalen” Mauscursor durch ein Fadenkreuz ersetzen. Somit war es besonders einfach Objekte auf dem Bildschirm horizontal oder vertikal bündig neben oder untereinander anzuordnen.

CorelDraw 4 hatte diese Funktion natürlich bereits nicht mehr, die neueren CorelDraw Versionen sowieso nicht mehr und andere Grafikprogramme, wie z.B. MS Visio, kennen dieses Fadenkreuz auch nicht. Dafür gibt es jetzt überall tolle (?) Funktionen, die Objekte automatisch anordnen. Das kann gut funktionieren - muss es aber nicht ;-)

Das kleine Tool CrossHair ersetzt - nach Aktivierung durch einen Hotkey - windowsweit den Mauscursor mit einem in Farbe und Dicke einstellbarem Fadenkreuz. Somit kann man - in welchem Programm auch immer - die Vorteile, die so ein Fadenkreuz dann und wann gegenüber dem normalen Cursor hat, nutzen.

Feuer im Topf - Chili züchten (#2)

Aus meinen Winz-Chilipflanzen sind mittlerweile respektable Pflänzchen gewachsen. Mittlerweile blühen einige der Pflanzen bereits und tragen erste -noch grüne- Mini-Chilischoten.

Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis ich den Weltmarkt mit meiner Chili-Produktion unter Kontrolle gebracht habe ;-)

Was könnte man denn noch anbauen…? Hanf!? :D

Japanischer Intelligenztest

Naja, nicht direkt ein IQ-Test, eher ein Knobelspiel für zwischendurch

8 Personen müssen auf bestimmte Art und Weise über den Fluß gebracht werden. Klingt leicht, ist es aber nicht, da leider nicht alle Kombinationen von Personen “zulässig” und somit möglich sind.

Der Test wird scheinbar bei der Einstellung von japanischen ITlern in Asien :D angewendet. Im Durchschnitt hat man 15 Minuten Zeit die Leutchen auf die andere Seite zu bringen.

Download hier: [klick] (Excel-Datei, ca. 650kB)

[Nachtrag: Wer nach einer Lösung für den Test sucht, kann mal hier klicken!]

ONE DAY DIARY

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob das nun Kunst oder doch Krempel ist, aber ich finde das Projekt “One Day Dairy” auf alle Fälle witzig.

Das One Day Dairy ist eine einmalige Aktion, die am 4. Juni für 24 Stunden aktiviert wird. Über eine Webseite kann Text (ein Tagebucheintrag) und Bilder an die Installation geschickt werden, …

… Drucker bringen das geschriebene zu Papier …

und die Ausdrucke regnen dann von einer Galerie in einen Innenhof herunter. Das ganze kann man per Webcam -oder wenn man in Wien sein sollte auch real- beobachten. Die Ausdrucke werden später zu Büchern gebunden und öffentlich zugänglich gemacht.

Mehr dazu hier: ONE DAY DIARY

(Memo an mich: am 4. Juni irgendwas dort hin schicken *g*)

Film: Blood Diamond (DVD)

Woooh! Das war tatsächlich mal wieder ein richtig guter Film! Spannend, bewegend und eine wirklich interessante Geschichte. Und wieder mit dabei: mein neuerlicher Lieblings-Schauspieler Leo DiCaprio. Blood Diamond wurde für diverse Oscars nominiert und Leo gewann den für die “beste männliche Hauptrolle”.

Story: Danny Archer (Leo) ist ein moderner Glücksritter mit einer etwas undurchsichtigen Vergangenheit. Er hat wohl früher beim Militär gedient und verdient seine Brötchen nun als Waffenschieber und Diamantenschmuggler. Insgesamt ist er eine sehr zwielichtige Gestalt und man weiß nicht, ob man ihn zu den “Guten” oder den “Bösen” stecken soll.

Solomon Vandy (Djimon Hounsou) ist ein harmloser Fischer, dessen ganze Familie bei einem Bürgerkrieg auseinander gerissen wurde. Er selbst gerät in Gefangenschaft und wird dazu gezwungen Diamanten zu suchen. Wie es der Zufall will, findet er ein 100 Karat-Klunker, gibt diesen aber nicht ab, sondern kann den Stein verstecken. Danny und Solomon begegnen einander wenig später im Gefängnis. Der von Gier getriebene Danny bietet Solomon seine “Hilfe” an und die beiden suchen gemeinsam Solomons Stein und Familie.

Bei der Suche begegnet das ungleiche Paar der Journalistin Madie Bowen (Jennifer Connelly), die einen Bericht über den Bürgerkrieg und die Rolle der internationalen Diamantenkartelle dabei schreiben will. Auch Madie beteiligt sich in gewissem Sinne an der “Suchaktion”, nachdem Danny ihr Hintergrundinformationen über die Diamantenkartelle verspricht.

Kritik: Ein wirklich genialer Film. Trotz seiner beträchtlichen Länge von etwas über 2 Stunden und 15 Minuten wird der Film nicht langweilig. Das liegt v.a. daran, dass Blood Diamond viele kleine Geschichten, die neben dem Hauptplot laufen, erzählt. Die Suche nach einem dicken Diamanten gäbe im Grunde nicht viel her - die übliche Abenteuergeschichte eben, die man schon ein paar Mal gesehen hat.

Blood Diamond ist aber viel mehr: Dannys Vergangenheit wird ausführlich beleuchtet und der Zuschauer begreift, wie er zu dem gierigen und knallharten Kerl wurde, der er ist. Er kann einfach nicht anders. Das Verhältnis zwischen Solomon und Danny ist natürlich nicht freundschaftlich, sondern sehr problematisch - im Grunde genommen ist das Verhältnis der beiden zueinander das interessanteste Element im Film. Leo spielt seine Rolle tatsächlich perfekt, da man ihm Danny absolut abnimmt. Ich habe nur einmal mehr gemerkt, dass ich in Leo nicht mehr das Titanic-Weichei sehen darf. Diese Haltung hat mir glaube ich die ersten 30 Minuten ziemlich im Weg gestanden.

Zudem ist natürlich auch für etwas Romanik gesorgt, da es zwischen Danny und Madie knistert. Zudem versucht der Film das Leben und Leiden der Menschen im Bürgerkrieg und insbesondere das der Kinder, die verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet werden, zu thematisieren.

Zudem kommen noch viele unheimlich schön eingefangene Landschaftsbilder, die mit einem sagenhaften Soundtrack unterlegt sind. James Newton Howard hat hier sicherlich den besten Soundtrack seit langem geliefert.

Fazit: Ich bin wirklich von “Blood Diamond” begeistert. Der Film ist rundum gut und gelungen.