Superklasse, ole ole

Ein Posting aus der beliebten Reihe “Frustabbau” ;-)

Gibt es etwas bescheuerteres als eine Grippe zu haben? Ja: gibt es. Sommergrippe. Weil da steckt in bekannter “Nimm Zwei”-Manier das “Beste” aus

1.) Sommer und
2.) Grippe drin.

Sommer ist ja an und für sich nichts schlechtes, im Gegenteil. Aber in der Kombination mit Grippe verliert meine Lieblingsjahreszeit doch ein wenig an Charme. Vor allem das Fieber kommt mit der gerade und just in dem Moment, in dem ich krank werde, ausgebrochenen Hitzewelle gut. Schon mal abwechselnd schwitzend (Schweiß gedünstet) und dann wieder frierend im Bett gelegen? Das ist ein Gefühl wie blanchiert zu werden. Schön, ne?

Liegen ist aber noch okay. Alle vertikal zu verrichtenden Tätigkeiten sind da schon wesentlich anstrengender: Duschen war heute morgen zum beispiel ganz toll. So eng wie heute ist mir die Duschkabine noch selten vorgekommen. Lag wahrscheinlich daran, dass ich weniger Standfestigkeit hatte, als ein Teenie nach einer Flatrate-Party und dementsprechend in der Kabine hin- und hergeschaukelt habe.

Fein. Raus aus der Dusche und abtrocknen. Das war etwa so Erfolg versprechend wie die Sache damals bei Sysiphos und dem Stein. Nur dass ich keinen Stein einen Berg hochrollen musste, sondern mich abtrocknen wollte. Versuch’ das mal, wenn man schwitzt wie nach einem 20km Marsch.  Irgendwann habe ich mich auf den Badewannenrand gesetzt und mich mit dem Fön trocken gepustet.

Jetzt kommt aber das Beste, nein: Gemeinste: Es ist jetzt einmal WARM und SONNIG in diesem Kacksommer und wat is? Mann wird flach gelegt. Nein, ich habe nichts dagegen flach gelegt zu werden. Aber bitteschön nicht von einer Grippe oder was das auch immer ist. Jetzt draußen im Garten zu sitzen und ein, zwei, drei Bierchen zu trinken und grillen – das hätte was. Geht nicht. Statt dessen gibt es Echinacin Tropfen. Zur Steigerung der körperlichen Abwehrkräfte!

Und zu allem Überfluss richtet heute der lokale Idioten… ehm… Tschuldigung: Fussballverein ein paar hundert Meter von mia casa entfernt auf dem Sportplatz ein hochrangiges Fussballturnier aus, bei dem -ich vermute mal- Vereine aus der 2. – 6. Regionalliga gegeneinander antreten. In den Pausen, davon gibt es einige, weil die Flaschen keine 45 Minuten durchlaufen können, läuft dafür Musik. Und die flutet meinen Gehörgang und verhindert, dass ich seelig entschlafe. Fenster zummachen würde zwar einen Teil von DJ Ötzi, Right Said Fred und Gianna Nanini abhalten, das geht auch nicht, da man ja atmen muss. Gianna Nanini klingt übrigens bei 500 Watt starken Kopfschmerzen gar nicht mehr so impossibile bello…

Aber der Oberklopper ist dieser Trottel mit der Presslufttröte. Die bringt meine leicht aufgematschten Gehirnwindungen nämlich zum erbeben. Und das ist gar nicht lecker bei Kopfweh. Ist es eigentlich Körperverletzung in Notwehr, wenn man diesem Typen seine Tröte in den Hintern steckt…?

Superklasse, ole ole – wirklich!

Ähnliche Beiträge

Comments are closed.