Ich war ja sehr skeptisch, als ich gestern Abend das Ticket für den Kinofilm “Die Simpsons” gekauft habe. Ich bin kein wahrer Fan der gelben Familie aus Springfield und meine Meinung über die Simpsons schwankt zwischen “ziemlich lustig” und “völliger Blödsinn”. Ich bin also sicherlich nicht das “typische” Zielpublikum, an das sich der Film wendet… Dennoch: ich war drin. Und ich war sogar recht angetan von dem gelben Animationsstreifen.
Das Beste an dem Film ist sicherlich die knappe erste Hälfte. In der wird nämlich ein kleines Gag-Feuerwerk abgebrannt und kleinere und größere Lacher reihen sich. Es gibt zwar keine Handlung - aber jede Menge sinnloser Gags. Mit dem entsprechenden Publikum im Kino ist als (zumindest in dieser Hälfte) für viel Stimmung und Kurzweil gesorgt.
Nachdem Marge und die Kinder sich im Alaska-Exil entschlossen haben die vom Untergang bedrohte Stadt Springfield zu retten, schleicht sich aber so ein kleines Formtief ein und der Film wird spührbar zäher. Jetzt rückt die Handlung in den Vordergrund und die gestattet weniger Gags als die Einleitung in den Film bzw. das “Vorspiel” - Springfield retten ist ja auch eine halbwegs ernste Sache. Aber: das Formtief hält nicht sonderlich lange an und der Film nimmt wieder an Fahrt auf und die Gag-Quote steigt auch wieder an.
Fazit: Die Simpsons im Kino zu sehen ist keine schlechte Sache. Im Gegenteil: ich fand den Film vergnüglich und meist auch kurzweilig. Wer natürlich auf “gehobene” Unterhaltung steht, der sollte lieber einen anderen Film wählen. Für Simpsons-Sympathisanten ist
der Streifen aber sicher keine schlechte Wahl.
Von mir gibt es 8 von 10 Doughnuts für die Simpsons.
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