5 Hours in my Life

Oder: Holger motzt.

Rat’ mal einer, was auf dem Bild da unten zu sehen ist!

A: 3 gelangweilte Studenten
B: Eine Diplom-Prüfung an einer deutschen Hochschule im Fach Medienwissenschaften
C: Kein Dozent
D: Eine offene Tür

A, B, C und D sind richtig. Auf dem Bild sind tatsächlich 3 gelangweilte Studenten während einer komplett unbeaufsichtigten, fünf Stunden langen Diplom-Klausur zu sehen, die in einem Raum mit geöffneter Tür sitzen.

Aber da draußen laufen doch Menschen rum und machen Krach! - Stört das nicht! Doooch Aber so ein nach Süden ausgerichtetes Zimmer, mit deckenhohen Fenstern und drei winzigkleinen Oberlichtern, von denen zwei nicht zu öffnen sind und defekter Klimaanlage heizt sich halt ein bisschen auf, wenn die Sonne scheint. Ich sag’ mal: lieber ein bisschen Lärm als 35 Grad und keinen Sauerstoff. Anaerobe Lebenwesen, die es wam mögen, wären hier ganz klar im Vorteil.

Ich frage mich ja ernsthaft, was mit den 500€ Studiengebühren, die ich und viele, viele andere Studenten in diesem Semester geblecht haben, geschieht… Ach ja:

Die Gesamtheit der Netto-Gebühreneinnahmen wird wie folgt aufgeteilt: 60 % werden den Fakultäten zur dezentralen Verwendung zur Verfügung gestellt, 30 % werden über eine universitätsweite Ausschreibung vergeben, 10 % werden als Reserve für unvorhersehbare Maßnahmen zurückgehalten.

(Quelle)

Das erklärt es ja wohl: Die Klima und das Fenster sind, soweit ich weiß, bereits seit 2002 kaputt. Also keine “unvorhersehbare” Maßnahme. (Vielleicht sollte man das Fenster einmal unvorhergesehen einschlagen?)

Aber schreibt ihr denn nicht ab? Nein, nicht weil wir so ehrlich sind, sondern weil wir alles beantworten könnten, wenn die Fragen so gestellt wären, dass sie verständlich sind.

So ein Mist habe ich seit dem Wehrdienst nicht mehr erlebt! Narf.

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