Kino: Transformers

Am Freitag habe ich mal wieder etwas sehr unüberlegtes getan: ich war in Transformers. Das Ganze hat sich etwa so ergeben: Holger sitzt in der Firma gelangweilt am PC und fragt den Praki: “Was kommt eigentlich grad im Kino?”. Antwort: “Transformers ist ganz gut”. Etwa 23 Sekunden später hatte ich mir online ein Ticket reserviert, weiter gearbeitet und nicht mehr drüber nachgedacht.

Als ich dann abends im Kino aufschlug und die Karte abgeholt habe - ein Wunder, dass ich die Reservierungsnummer noch intus hatte! - dachte ich, dass ich Fantastic Four guggen würde! Die nette Frau an der Kasse klärte mich dann aber auf, dass es Transformers sein würde. Nun denn…

(Sorry für die Einleitung *g*)

Michael Bay ist einer meiner Lieblingsregiseure. Auf seine Kappe gehen z.B. die Bad Boys, The Rock und Armageddon. Alles wirklich erstklassige Actionfilme, die viel Spaß machen und obendrein einen Plot haben, der wenigstens noch halbwegs intelligent ist und auch interessant. Mit den Transformers hat sich Bay jetzt auf ein neues Terrain gewagt: einen (actionlastigen) Science Fiction Film.

Der Streifen ist Bay-typisch genial und professionell umgesetzt. Es passt wirklich alles. Angefangen bei den - wie heute meist üblich - fantastisch animierten Tricks, der Musik, der Hauptdarstellerin (ein Eye-Candy erster Sahne ;-) ), dem Timing der Effekte bis hin zur Kamera, Stunts, usw…. Handwerklich ist der Film wirklich große Klasse! V.a. der Sound kommt im Kino mehr als gut. Hier dürfen die Lautsprecher des Kinos zeigen, was sie können. Ich habe mich mehr als nur einmal so ein bisschen geduckt, als Raketen “durch den Saal” schossen. Für diesen Film ist das Kino ein muss!

Allerdings mochte ich die Geschichte doch nicht sooo sonderlich, weil sie irgendwie unglaubwürdig ist (ja ich weiß: Science Fiction ist nie glaubwürdig) und teils mit Dialogen daherkommt, die einer Telenovela würdig sind (Guter Roboter “Optimus Prime” zu menschlichem Held): “Wenn ich Megatron nicht besiegen kann, dann drücke mir den Würfel in die Brust. Das wird den Würfel und mich zerstören. Aber die Menschheit ist dann gerettet”. *tränchenwegwisch*

Sei’s drum. Die Transformers haben Spaß gemacht. Der Film geht zwei Stunden und 22 Minuten, wurde aber an keiner Stelle langweilig. Mit aktiviertem Denkorgan bewertet, würde der Film 6 von 10 Punkten bekommen. Da ich aber (zumindest im Kino) meist nicht zu denken pflege: 8 von 10 Punkten. Klasse Popcorn-Sommerblockbuster.

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