Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal Pesto alla Genovese mit Nudeln gegessen habe, habe ich mir eigentlich geschworen, dass ich das Zeug nie wieder anrühren werde. Grasig, langweilig, fad, … Damals kam der Pesto aus dem Supermarkt, hergestellt von einem bekannten Hersteller von Pasta aus Italien
Gestern habe ich das Pesto selber gemacht und siehe da: das schmeckt gleich ganz anders: Besser! Viel besser!! Um nicht zu sagen “genial”. Nach Basilikum, Knoblauch und Käse. Sehr cremig. Und ganz leicht harzig wegen der Pinienkerne.
Ich glaube bei dem Rezept kann man nichts großartig falsch machen und ein festes Mischungsverhältnis scheint es auch nicht zu geben. Meine Mischung geht wie folgt:
Zutaten (Menge reicht für 3 Portionen Nudeln)
- Für den Pesto:
- 50g Basilikumblätter (2 gute Hände voll)
- 50g Parmesan
- 50g Pinienkerne (1 Packung) *
- etwa 50ml Olivenöl
- 1 - 3 Zehen Knoblauch (je nach Größe und Geschmack)
- Salz
- Pfeffer
- außerdem:
- 300g Cappelini (sehr dünne Spaghetti; heißt glaube ich auf Deutsch übersetzt so viel wie “Härchen”)
- Salz
- Wasser
Die Zubereitung ist denkbar einfach:
Step 0: Wenn man wie ich keinen genügend großen Mörser hat und den Pesto in einem Zerhacker/Blender/Mixer (oder wie das Teil auch immer heißt) zubereiten muss, empfielt es sich die Schüssel und das Hackmesser des Mixers erst in den Kühlschrank zu stellen und zu kühlen. Der Grund ist einfach der, dass beim Mixen Reibung entsteht und die Paste warm wird und so Aroma schnell flöten geht. Die kalte Schüssel kühlt die Paste so ein bißchen.
Step 1: Erst werden die Pinienkerne in einer Pfanne vorsichtig (!) geröstet. Wenn die Pfanne erst mal heiß ist, geht das sehr fix. Aufpassen! Sonst sind die teuren Kerne sehr schnell unbrauchbar. Abkühlen lassen, ggf. nochmals kurz in den Kühlschrank stellen. Basilikumblätter vom Stängel zupfen, verlesen und waschen. Nach dem Waschen in einer Salatschleuder oder in einem Küchentuch eingewickelt trocken schleudern. Knoblauch schälen. Parmesan reiben.
Step 2: Basilikum, Parmesan, Pinienkerne und 1 Knoblauchzehe mit ca. 4EL Öl, etwas Salz und Pfeffer sehr fein purieren. Kosten. Ist die Paste noch zu grasig, fehlt noch Öl. Ggf. auch noch etwas Knoblauch dazu tun und Salz / Pfeffer.
Step 3: Cappellini in gut gesalzenem Wasser abkochen (ca. 4 Minuten), abgießen, nicht abtropen lassen und sofort zurück in den Pasta-Topf. Den Pesto unter die Nudeln geben und vermengen. Zu diesem Nudelgericht außnahmsweise kein Rotwein, sondern einen leichten, fruchtigen Weißwein (Soave).
Sollte etwas Pesto übrig bleiben, in ein kleines Glas geben und mit einer Schicht Olivenöl bedecken. So kommt keine Luft an den Pesto!
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* Gibt es neuerdings auch bei Aldi für 1,30€ - für Pinienkerne also billig. Wem das trotzdem zu teuer ist, kann die Pinienkerne geschmacksmäßig und konsistenztechnisch am ehesten durch Walnusse ersetzen. Allerdings schmecken Pinienkerne sehr gut und da das Rezept an sich billig ist, sollte man sich hier die Kerne leisten können =)
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