Nachdem neulich mein langsam gebratenes Filet im Speckmantel so klasse geworden ist, versuche ich mich heute an einem größeren Stück Fleisch: einem Schinkenbraten mit ca. 1,4 Kilo. Also ein Sonntagsbraten für die ganze Familie. Und das schon am Mittwoch! Wieder möchte ich das Fleisch im Ofen sanft garen und nicht bei hohen Temperaturen im Topf totkochen. Diesmal ist mir der Braten nicht soooo ganz perfekt gelungen (was schief gelaufen ist, steht in Klammern), war aber immer noch besser als das, was man in den meisten Restaurants bekommt.
So wird’s gemacht*:
Das Fleisch am besten schon vor dem Zubereiten einige Zeit (ca. 1 Stunde) aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. So verringert sich nachher auch die Garzeit! (Das habe ich nicht gemacht - Fehler 1). Jetzt wird das Fleisch abgeschwaschen, trocken getupft, ggf. etwas pariert, gesalzen und gepfeffert. So langsam sollte der Backofen auch auf 80-90°C vergeheizt werden! Diverses (Suppen)Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Lauch, Knoblauch, …) putzen und kleinschneiden. Aus einem großzügigen Esslöffel Honig, gut der gleichen Menge Senf und einer guten Messerspitze Sambal Oelek wird eine Art Glasur hergestellt - die kommt später auf das Fleisch.
Das Fleisch wird jetzt in einem Bräter rund herum sehr scharf angebraten - Gesamtdauer ca. 10 Minuten. Dann kommt das Gemüse hinzu, wird ebenfalls etwas angebraten und dann noch ca. 400-500ml heißes (!) Wasser. Es ist hierbei wichtig heißes Wasser zu nehmen, weil kaltes den Garvorgang wieder unterbrechen würde! Zum Schluss kommt die Honig-Senf-Glasur auf das Fleisch.
Ab damit in den Backofen und gut 3 Stunden bei 90 Grad durchziehen lassen. (Ich habe zuerst nur 2 1/2 Stunden “gebacken”, das ist ein Tick zu wenig. Das Fleisch war gerade eben so durch… Eine Halbe Stunde mehr ist denke ich genau richtig.)
Da ich eigentlich sehr gerne bei so einem Braten eine etwas knusprige Kruste mag, habe ich nach der angegebenen Zeit das Fleisch noch auf eine vorgewärmte (!) Platte gegeben und zusätzlich ca. 10 Minuten unter den Grill gelegt.
Derweil wird die Flüssigkeit im Bräter durch ein Sieb in einen Topf gegossen und das Gemüse mit einem großen Suppenlöffel durchpassiert. Topf auf den Herd und die Sauce mit Saucenbinder binden und mit allem, was in eine Sauce gehört (Salz, Pfeffer, etwas Tomatenmark, ein paar Kräuter…) abschmecken.
Nach gut 10 Minuten grillen sah mein Braten etwa so aus:
Dummerweise habe ich vergessen ein Bild von einer Bratenscheibe auf dem Teller zu machen *g* Macht aber nichts.
Dazu gab es Self-made Rotkraut und gekaufte Pfanni*-Knödel.
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* keine Schleichwerbung
So stellt man sich eine genaue Anleitung vor.
Genaue Angaben für Gewicht, Zeit, Probleme.
Vielen Dank Holger. Werde es jetzt auch so versuchen!
carus