Fritz Box Flashen

Meine Fritz Box 7050 läuft seit Sommer ’05 eigentlich ohne zu murren. In letzter Zeit habe ich aber das Gefühl, dass das Maschinchen träge wird. Träge beim Aufbauen neuer Verbindungen und auch träge, wenn man Einstellungen auf der Konfigurationsoberfläche vorgenommen hat. Zudem kamen in letzer Zeit seltsame Phänomene (Brummen, Gespräche werden nicht angenommen, …) bei der VoIP-Telefonie…

Das mag vielleicht einfach daher kommen, dass das Linux, das auf der Box läuft, im Laufe der Zeit zugemüllt wurde; vielleicht lag es auch daran, dass ich vor einiger Zeit mal versucht habe, auf der Box einen SSH-Server zu installieren :D

Idee 1: Kompletter Reset (Zurücksetzen auf Werkseinstellungen) und alles neu Einstellen. Nette Idee, kein Resultat – habe ich auch nicht anders erwartet.

imageIdee 2: Firmware komplett neu aufspielen. Dazu gibt es ein Tool von AVM, welches vom AVM FTP-Server heruntergeladen werden kann. Es löscht erst das Flash-Memory der Box und spielt dann die Firmware neu auf. Eine Anleitung im PDF-Format, kann man vom Support von AVM bekommen. (Auf dem FTP-Server habe ich das PDF leider nicht gefunden.) Anleitung in short terms: Setze die IP-Adresse der Netzwerkkarte auf 192.168.178.2 / Subnet: 255.255.2550 / Gateway: 192.168.178.1; dann heruntergeladenes Programm ausführen und den Anweisungen folgen. Fertig.

Nach dem Flashen war die Box “wie neu” und läuft jetzt schneller. Der Unterschied ist v.a. dann zu merken, wenn man auf der Konfigurationsoberfläche unterwegs ist.

Niedertemperatur-Schinkenbraten

Nachdem neulich mein langsam gebratenes Filet im Speckmantel so klasse geworden ist, versuche ich mich heute an einem größeren Stück Fleisch: einem Schinkenbraten mit ca. 1,4 Kilo. Also ein Sonntagsbraten für die ganze Familie. Und das schon am Mittwoch! Wieder möchte ich das Fleisch im Ofen sanft garen und nicht bei hohen Temperaturen im Topf totkochen. Diesmal ist mir der Braten nicht soooo ganz perfekt gelungen (was schief gelaufen ist, steht in Klammern), war aber immer noch besser als das, was man in den meisten Restaurants bekommt.

So wird’s gemacht*:

Das Fleisch am besten schon vor dem Zubereiten einige Zeit (ca. 1 Stunde) aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. So verringert sich nachher auch die Garzeit! (Das habe ich nicht gemacht – Fehler 1). Jetzt wird das Fleisch abgeschwaschen, trocken getupft, ggf. etwas pariert, gesalzen und gepfeffert. So langsam sollte der Backofen auch auf 80-90°C vergeheizt werden! Diverses (Suppen)Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Lauch, Knoblauch, …) putzen und kleinschneiden. Aus einem großzügigen Esslöffel Honig, gut der gleichen Menge Senf und einer guten Messerspitze Sambal Oelek wird eine Art Glasur hergestellt – die kommt später auf das Fleisch.

Das Fleisch wird jetzt in einem Bräter rund herum sehr scharf angebraten – Gesamtdauer ca. 10 Minuten. Dann kommt das Gemüse hinzu, wird ebenfalls etwas angebraten und dann noch ca. 400-500ml heißes (!) Wasser. Es ist hierbei wichtig heißes Wasser zu nehmen, weil kaltes den Garvorgang wieder unterbrechen würde! Zum Schluss kommt die Honig-Senf-Glasur auf das Fleisch.

Ab damit in den Backofen und gut 3 Stunden bei 90 Grad durchziehen lassen. (Ich habe zuerst nur 2 1/2 Stunden “gebacken”, das ist ein Tick zu wenig. Das Fleisch war gerade eben so durch… Eine Halbe Stunde mehr ist denke ich genau richtig.)

image

Da ich eigentlich sehr gerne bei so einem Braten eine etwas knusprige Kruste mag, habe ich nach der angegebenen Zeit das Fleisch noch auf eine vorgewärmte (!) Platte gegeben und zusätzlich ca. 10 Minuten unter den Grill gelegt.

Derweil wird die Flüssigkeit im Bräter durch ein Sieb in einen Topf gegossen und das Gemüse mit einem großen Suppenlöffel durchpassiert. Topf auf den Herd und die Sauce mit Saucenbinder binden und mit allem, was in eine Sauce gehört (Salz, Pfeffer, etwas Tomatenmark, ein paar Kräuter…) abschmecken.

Nach gut 10 Minuten grillen sah mein Braten etwa so aus:

image

Dummerweise habe ich vergessen ein Bild von einer Bratenscheibe auf dem Teller zu machen *g* Macht aber nichts.

Dazu gab es Self-made Rotkraut und gekaufte Pfanni*-Knödel.

__________

* keine Schleichwerbung

Kino: Bourne Ultimatum

Kurz und knackig: Bourne III ist super spannend und grandios inszeniert! Ein Action-Spektakel, wie man es wohl selten sehen wird!

Bourne III ist einer der schnellsten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Vielleicht sogar der schnellte überhaupt. Die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Schnitten beträgt etwa 5 Sekunden. Dieses irrwitzige Tempo wird quasi vom Anfang bis zum Schluss über 111 Minuten konstant durchgehalten. Bourne rennt, springt, fährt und schießt sich von Sequenz zu Sequenz. Aus den Lautsprechern des Kinos dröhnt V8-Sound und splitterndes Glas. Ständig passiert irgendetwas… Als Kinogänger erlebt man diese Hatz wie eine wilde Achterbahnfahrt!

Die Story ist zugegeben dünn. Es geht im Grunde genommen wieder nur darum, dass Bourne hinter das Geheimnis seiner Vergangenheit kommen will und dabei quer durch die Welt gehetzt wird. Aber das ist egal. Was bei diesem Film (fast) allein zählt ist Action. Und die ist wirklich genial inszeniert!

Ich glaube allerdings, dass der Film nur im Kino funktionieren wird. Auf dem Fernseher daheim mit mickrigen Lautsprechern wird der Film schwächeln, weil einfach zu wenig visueller und akustischer “Bums” dahinter steckt. Und genau dann werden auch die Schwächen in der Story sichtbar und könnten stören.

Nebenbei bemerkt: Der Film trifft auch sehr gut den Zeitgeist. Ähnlich wie bei Staatsfeind Nr. 1 wird hier sehr deutlich, dass wir durch allerlei technisches Gerät, Kreditkarten und Computerkommunikation gläsern und verfolgbar werden; dass unser Tun und Handeln problemlos überwacht werden kann. Die aktuelle Debatte um den Überwachungsstaat nach 9/11 und der Gefahr vor Terror lässt grüßen.

:+: Action, Kamera, Sound, Schauspieler, Inszenierung, …

:-: Story etwas dünn

Fazit: Genialer Actionfilm! Unbedingt im Kino ansehen.

Platz auf einem Datenträger optimal nutzen – SizeMe

Die "Älteren unter uns" werden das Problem noch kennen: Wie stellt man die Tracks einer CD so zusammen, dass beim Kopieren auf Cassette möglichst wenig Platz verloren geht. Das Program gibt es heute immer noch – nur halt mit großen Dateien und DVDs!

SizeMe ist ein Programm, das automatisch die Dateien in einem Ordner so auf mehrere CDs, DVDs, Disketten oder sonstige Datenträgern verteilt, dass der Platz auf den Datenträgern maximal genutzt wird. D.h. es werden Dateilisten so zusammengestellt, dass möglichst wenig Verschnitt (ungenutzer Speicherplatz) auf den Datenträgern entsteht.

Also ein echtes Spar-Programm für den Schwaben, den jedes Megabyte ungenutze Speicherkapazität auf dem teuren Rohling reut *g*

Auf der Homepage vom Tool heißt es:

SizeMe makes it possible to scan a directory and compare it to how many floppy/zip/CD-R/DVD-discs you need. (Many calls it spanning or span of elements over a medium). It tries to fill each disc up as much as possible, and gives you the result on each disc.

image

Das Programm bindet sich in den Explorer von Windows ein und kann per Rechtsklick auf den Ordner (Kontextmenü), in dem die Dateien liegen, ausgeführt werden. Per Drag and Drop wird dann die optimierte Zusammenstellung in ein Brennprogramm gezogen und kann von dort aus gebrannt werden.

Sehr einfach, schnell und praktisch.

Mobil ins Netz mit Simyo und Handy

Vor einiger Zeit habe ich schon mein Handy und Notebook (Win XP) so eingerichtet, dass ich damit mobil ins Netz gekommen bin. Die Einstellungen waren natürlich nach dem obligatorischen Windows-Neuaufsetzen (Image aufspielen) weg. Diesmal schreibe ich mir auf, was man alles einstellen muss! Vielleicht nutzt das sonst noch wem.

1. GPRS-Einstellungen von Simyo beziehen

Über die Simyo-Seite kann man die Internet-Einstellungen für das Handy per SMS anfordern. Dazu geht man zu dieser Seite und klickt ganz unten auf den Knopf “Handy einstellen”. Nach ein paar Einstellungen (Hersteller / Handymodell) erhält man die SMS mit den Einstellungen, speichert diese ab und fertig.

2. DFÜ-Verbindung einrichten

(Ich gehe davon aus, dass das Modem des Handy bereits in Windows eingerichtet wurde)

In der Netzwerkumgebung fügt man eine neue DFÜ-Verbindung hinzu: Verbindung m. Internet herstellen -> manuell einrichten -> Verbindung mit DFÜ-Modem einrichten und dann die folgenden Daten eingeben:

  • Rufnummer: *99#
  • Nutzername: eplus
  • Kennwort: internet

(Das “eplus” stammt daher, da Simyo im Grunde genommen eplus ist, die Discount-Marke von eplus, sozusagen.)