KeePass Passwort Safe

keypassSo lange es noch keine coolen Identity Management Systeme gibt, ist Mensch dazu gezwungen sich die Usernamen und Passworte seiner dreitausend Services, Webseiten und Accounts irgendwie zu merken (oder den Namen seiner Katze als PW zu verwenden), auf einen Zettel zu kritzeln oder in irgendeine Art von Datei auf dem Computer zu speichern. Ich habe bislang letztere Version praktiziert und die betreffende Datei in einem Truecrypt-Container gespeichert. Das ist irgendwie … doof und auch umständlich. Aber bisher habe ich kein wirklich cooles Tool gefunden, das bei der Passwort-Verwaltung hilft und mir “vernünftig” erscheint.

Heute habe ich KeePass bei einem Kollegen gesehen und war davon ziemlich begeistert. Das Tool ist Open Source (was bei Krypto-Geschichten immer gut ist, da evtl. vorhandene Hintertüren und Fehler im Code von findigen Programmierern erkannt werden können) und bietet eine beträchtliche Liste an Features an. Die Bedienung ist dabei sehr einfach und selbst erklärend, ich habe zudem das Gefühl, dass das Programm ausgereift ist und dass man damit sehr effektiv arbeiten kann.

Nett ist, dass KeePass nicht installiert werden muss, sondern einfach auf einen USB-Stick kopiert und von dort gestartet werden kann. D.h. man kann Tool und Usernamen / Passworte auf den Stick packen und von Computer zu Computer tragen. Praktisch!

Die Datei, in der die Daten gespeichert werden, ist natürlich verschlüsselt (AES). Abhängig von der Stärke des gewählten Passworts (nicht der Name der Katze) sollte die Verschlüsselung hinreichend stark sein, dass auch dann, wenn der Stick verloren geht, keine bösen Folgen* entstehen.

__________
* vorausgesetzt man hat ein Backup seiner Schlüssel-Datei ;-) Ist die weg, hat man natürlich ein nettes Problem.

Das ist die perfekte Welle!

Und zwar eine grüne! Es ist wirklich schier gar unmöglich. Ich bin heute (Montag; kurz nach 8:00) quasi unbehelligt durch Reutlingen gefahren und musste nur ein Mal vor einer Ampel halten. Kein Stau, keine Baustelle, kaum Lastwagen, … Perfekt! So werden aus 10, 12 Minuten Stop and Go 2 Minuten Fahrzeit.

Ferien sind so was schönes! (Fast) alle sind weg und die, die nicht weg sind können dann endlich mal wieder in Ruhe und Frieden Auto fahren. Bleibt bloß alle weg…!

Zitat des Tages

“Das Handy wird von vielen Nutzern fast schon als zusätzlicher Körperteil empfunden – eine absolute Neuheit in der menschlichen Evolution.”

(Gefunden in den Weiten des Web)

Identity Management für Blogs

Wie vielleicht der ein oder andere im Laufe der Zeit bemerken dürfte, habe ich eine neue Funktion eingebaut: Ein OpenID Identity Management System für Kommentare :-)

Statt euren Namen, URL und Mailadresse zum Kommentieren einzutippen, reicht ab jetzt eure OpenID-Identität – das ist im Grunde genommen nur eine Art URL, die zu einem Identity Management Provider zeigt.

Aha, und was bringt mir das jetzt?? Identity Management wird sicherlich ein Thema sein, das in der Zukunft immer dringender gebraucht wird und immer häufiger eingesetzt wird. Jeder hat heute schon zig Logins und Passworte für zig Online-Dienste, Webseiten usw… Durch solche IDM-Systeme können wir uns mit einem einzigen Login auf zig Seiten einloggen! Die Verwaltung der Passworte usw. überlässt man einfach dem IDM. Das ist nicht nur einfacher für den Benutzer, sondern auch sicherer.

Woher bekommt man so eine komische Identität? Wer z.B. einen Blog bei WordPress.com schreibt, hat schon eine OpenID-Identität – WordPress.com ist nämlich ein OpenID Provider! Ihr braucht also nur noch  die URL eures Blogs einzutippen …

openid1

… und werdet beim Abschicken des Kommentars zu WordPress.com weitergeleitet. Dort müsst ihr bestätigen, dass ihr der Übermittlung eures Namens und eurer Mailadresse an meinen Blog zustimmt, …

openid2

… und das Kommentar ist unter eurem Namen samt URL gepostet.

 openid3

Nett!

Wer übrigens kein WP.com Blog hat, kann sich z.B. auf https://www.myopenid.com/ eine ID anlegen! (Sehr cooles System…)

Noch zwei Links zum Thema:

WordPress 2.5 und das "Theme Avenue"

WordPress 2.5 hätte eigentlich gestern offiziell erscheinen sollen! Ist es aber nicht – wieso weiß die Welt zwar nicht und genau so wenig weiß man, wann 2.5 denn nun kommt…

Fest steht aber, dass das Release ziemlich knapp vor der Türe stehen dürfte. Und jetzt fragt man sich natürlich zweierlei: erstens: was wird anders (besser/schlechter?) und zweitens: funktioniert mein Theme (bei mir Avenue) damit überhaupt noch? V.a. die letzte Frage hat mich brennend interessiert, darum habe ich gerade WP 2.5 auf meinem lokalen Server aufgesetzt und ein bisschen damit rumgespielt.

Downloaden kann man sich WP 2.5 momentan übrigens nur über SVN (Subversion; http://svn.automattic.com/wordpress/trunk), nicht aber als ZIP-Archiv über HTTP!

Und wie ist WP 2.5?? Ganz ehrlich? Mir gefällt das, was ich gesehen habe überhaupt nicht. Wo die versprochene bessere Übersichtlichkeit geblieben sein soll, weiß ich nicht. Auch gefällt mir das neue Design des Backends gar nicht mehr.

Hier ein paar Screenshots die ich beim Installieren bzw. vom Backend gemacht habe.

Installation:

wp1

Das neue Dashboard: ein wahrer “Augenschmaus”.

wp2

Die Widget-Verwaltung für die Sidebar. Das war doch so schön bei 2.3.x?

wp3

Kommentarverwaltung. Konventionell – und deswegen gut *g*

wp4

Beitrag schreiben. Auch konventionell…

wp5

Aber das wichtigste: Das Avenue Theme funktioniert scheinbar problemlos unter WordPress 2.5!

wp6

Fazit: Ich glaube ich werde noch eine Weile mit dem Update warten. Mir gefällt das Backend ja so rein gar nicht…

Die Welle

Mein Selbsterhaltungstrieb ist momentan scheins etwas angeschlagen. So bin ich auch heute Abend in der Sneak Preview gelandet. Und man sehe und staune: Der gezeigte Film war gut! Für eine Sneak geradezu phänomenal gut *g* (Ich glaube ich muss nächsten Montag nochmals mein Glück herausfordern. *)

Die Welle” (also das Buch zum Film) kennt wohl jeder, der so round about 1990 – 1995 in einer weiterbildenden Schule herum gehangen hat. Der Schmöker war wohl eines der bekanntesten Jugendbücher dieser Zeit. Und ich vermute auch mal, dass wohl kein Schüler es geschafft haben dürfte, nicht wenigstens ein Referat im Deutschunterricht über das Buch über sich “ergehen” zu lassen.

Ich war heute im Kino ziemlich überrascht, wie gut der Film funktioniert. Der eigentlich völlig anarchische Lehrer (gespielt von Jürgen Vogel [klasse!]) wird während eines Experiments für eine Projektwoche zum “Diktator” und rutscht ohne es zu merken und ohne eigentlich etwas Böses zu wollen in etwas hinein, das er nicht mehr kontrollieren kann – die Welle macht sich selbständig… Es ist auch schön zu sehen, wie die Schüler im Laufe des Films zu etwas werden, was sie nur wenige Tage früher für unmöglich gehalten hätten: Hörige, Marionetten, …

Diktatur? Das ist etwas, was heute nicht mehr passieren kann. Dazu sind wir zu aufgeklärt“.

Mich hat der Film -trotz ein paar kleiner Längen hier und da- recht gut unterhalten. Ich denke, dass auch das Kinopublikum das so gesehen hat. Keiner ist gegangen und einige haben nach dem Film auch geklatscht.

Fazit: Die Welle war zwar kein Tsunami, aber dafür ein ganz ordentlicher Brecher.

__________
* Ist Samstag mal wieder ein Jackpot im Lotto zu knacken!?