Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob sich nicht der ein- oder andere Grieche im Grade umdrehen würde, wenn er “mein” Moussaka-Rezept lesen könnte… So ganz “original” ist es sicher nicht (welches Rezept ist das überhaupt!?), aber dafür ist es wenigstens lecker (auch wenn das Photo nicht unbedingt darauf schließen lässt *g*).
Zutaten und Zubereitung (für 4 Personen):
Gemüse:
- 2 Auberginen
- Salz
Auberginen waschen und überschüssiges Zeugs vorne und hinten abschneiden, dann in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Salz auf beiden Seiten bestreuen. Ca. eine halbe Stunde so liegen lassen, damit das Wasser aus dem Fruchtfleisch gezogen werden kann – Osmose sei dank.
Rote Sauce:
In bester Bologneser Manier bereitet man aus den folgenden Zutaten eine Sauce zu.
- 400g Hackfleisch
- 1 Zwiebel
- 2 Knollen Zehen Knoblauch
- 1 Dose Tomaten in Stücken
- Tomatenmark
- Salz, Pfeffer, etwas Chilipaste, Oregano, gute Messerspitze Zimt (japp! Zimt!)
- Olivenöl
Also Zwiebel und Knofel fein hacken und in etwas Olivenöl andünsten. Raus aus dem Topf. Hackfleisch unter hoher Hitze mit etwas Olivenöl braten. Dabei darf das Fleisch ruhig etwas braun werden. Es lebe das Röstaroma. Tomaten dazu, würzen, etwas köcheln lassen. Fertig
Jetzt sind die Auberginen etwa eine halbe Stunde lang dem Salz ausgesetzt gewesen und haben Wasser gezogen. Selbiges wird mit viel Küchenkrepp abgewischt. Danach werden die Scheiben nach und nach mit etwas Olivenöl in einer Pfanne zwei Minuten scharf angebraten. Sie dürfen dabei etwas braun werden…
Weiße Sauce
Mich erinnert das sehr stark an eine Art Bechamel-Sauce:
- 1 EL Butter
- 1 EL Mehl
- 200ml Milch
- 3 EL geriebener Parmesan-Käse
- 2 Eier (dürfen auch weggelassen werden)
- Salz, Pfeffer, Muskat
- ein Spritzer Zitronensaft
Die Eier standen im Original-Rezept mit drin, ich habe sie aber weg gelassen, weil in Eier Cholesterin drin ist. Und mit solch neumodischem Scheiß koche ich grundsätzlich nicht
Also wie üblich eine Mehlschwitze aus Butter und Mehl machen, Milch angießen und mit dem Schneebesen verrühren, mit Salz, Pfeffer, Käse, Muskat und etwas Zitronensaft würfen.
Langsam kommen wir zum Schluss. Lasagne-artig werden Auberginen-Scheiben, rote und weiße Sauße in einer Auflaufform geschichtet. Ich habe noch etwas Feta gewürfelt und frei Schnauze im Auflauf versteckt.
30 Minuten bei 180 Grad backen und dann mit Fladenbrot servieren.

Saggamal,
hast du das heute gegessen? Falls ja will ich dir morgen nicht auf dem Gang begegnen… ZWEI KNOLLEN KNOBLAUCH?
Ja bist du deppert!!
Was denn? Schaut doch sehr lecker aus. Nur halt nicht so edel und fein wie der Nachtisch neulich.
Ich habe das vor Jahren mal beim Griechen gegessen, der hatte allerdings noch eine Schicht Kartoffelblätter mit drin und die Bechamel oben auf kam mir vor, als sei noch Joghurt oder ähnliches beigemischt.
Ich muss das unbedingt mal nachkochen, denn wenn ich beim Griechen bin, packt mich immer das Gyros-Fieber. Her Fichtner hat das auf SPON recht gut beschrieben: Im Fleischplatten-Olymp.
Fleisch, Zwiebeln und jede Menge Knoblauch isst man ja sonst kaum in dieser Konzentration.
Tobias… Ich will morgen nur in Ruhe und Frieden in meinem Büro arbeiten. Ääääh, ok: Sitzen. Ich will morgen in Ruhe und Frieden in meinem Büro sitzen… Und deswegen habe ich etwas Knoblauch mehr genommen
@Ecki, wo gibt es bei uns in der Gegend eigentlich noch einen vernünftigen Griechen? Das El Greco in der Kaiserpassage ist ja leider mittlerweile geschlossen worden
Und der in der Wilhelmstraße taugt nix.
Da sich deine Gegend ja bald ändern wird empfehle ich Lukullus
Japp, das ist leider wahr. Ich will nicht nach München!!
Ganz gut war es eigentlich immer in der “Weinstube zum Rad” in Metzingen, allerdings war ich dort schon länger nicht mehr.
Neulich wollte ich mal ein Bierchen im Nürtinger Hof (NüHo) in RT trinken gehen, musste dann aber feststellen, dass die Besitzer gewechselt haben und da jetzt ein Grieche drin ist. Leckeres Blanck-Bier im Steinkrug gab es bei dem nicht mehr, aber das Essen sah recht lecker aus und duftete auch himmlisch. Muss ich bei Gelegenheit mal probieren.