Gewitter-Chaos am Flughafen Stuttgart

Oder: Dinge die die Welt nicht braucht – Heutige Episode: “Unwetter beim Landeanflug”.

Mai oh Mai! Was für ein Tag. Heute kurz vor 18:00 sind wir von Kopenhagen zurück nach Stuttgart geflogen. In Kopenhagen war das Wetter -wie die letzten beiden Tage auch- traumhaft.

(Links im Hintergrund ist übrigens die Brücke über den Öresund zu erkennen; auch möchte ich auf die geringe Größe des Fliegers hinweisen…)

Zu Hause in Stuttgart sah es dann so aus:

(Die 747 der Thai Air gehört übrigens -wenn ich recht liege- nicht auf den Flughafen Stuttgart. Die ist wohl außerplan hier gelandet. Wahrscheinlich war das Gewitter anderswo noch schlimmer!? Keine Ahnung)

Es war jedenfalls ekliges Wetter, verdammt ekliges Wetter: Gewitter, Sturm, Starkregen. Dementsprechend war auch der Landeanflug in dem kleinen Hüpfer… Nach anfänglichen 20, 30 Minuten Kreisen und üblem Geschaukle (“Ich bin zu jung zum Sterben”) waren wir jedenfalls irgendwann endlich unten. Bloß gut, dass wir in der Holzklasse auf dem Flug keine Getränke bekommen haben. Sonst wäre vielleicht das ein oder andere Tröpfchen in die Hose gegangen ;-)

Unten angekommen erwartete uns aber ein neues, und völlig nervtötendes Happening: Auf den Bus warten! Ich habe schon viel auf Busse gewartet und auch schon lange. Aber noch nie in Flugzeugen. Und schon gar keine geschlagenen ZWEI Stunden!

Lt. den Lautsprecherdurchsagen ist es nämlich für Menschen zu gefährlich, sich außerhalb des Flugzeugs bzw. eines anderen Fahrzeuges (–> Faraday’scher Käfig) auf dem völlig ebenen Rollfeld eines Flughafens aufzuhalten. Man könnte ja vom Blitz erschlagen werden. (Wobei das wenigstens kurz und schmerzlos gewesen wäre. In Flugzeugen an klaustrophobischen Anfällen zu sterben ist nämlich unangenehmer). Und leider muss man ja raus aus dem Flieger und rein in den Bus. Blöd.

Also warten.

Als nach zwei Stunden das blöde Gewitter noch immer nicht ganz um war, hat man sich dann doch entschlossen die Leute aus dem Flugzeugs rauszuholen – wahrscheinlich gingen die Getränke für die erste Klasse aus.

Spassigerweise wurden die Leute sogar einzeln (!) “evakuiert”. So ist dann also jeder von uns einzeln und gebückt (“we suggest to walk ducked down”) zum Bus gespurtet. Was ein Spaß.

Was ich aber noch viel cooler fand, war, dass die Damen und Herren in der 1. Klasse während des Bus-Wartens mit Essen und Trinken versorgt wurden. Wir nicht. Wir haben nix bekommen.

Sehr, sehr geil. Sekt, Bier, Schnittchen.

Froh endlich draußen und im Flughafen zu sein, stellte sich natürlich die Frage, was mit dem Gepäck passiert. Wenn die jedes Gepäckstück einzeln und in gebückter Haltung in den Fliegerhafen transportieren, dauert das ewig.

Yes, it does! Und zudem muss wohl ein Blitz für einige Zeit die Stromversorgung des Flughafens lahm gelegt haben – sowas habe ich zumindest mir von einem anderen Reisenden sagen lassen. Mitbekommen habe ich es nicht direkt. Lange Rede, kurzer Sinn:

Hunderte Leute warteten auf tausende Gepäckstücke und das nochmals stundenlang. Bei uns plumpste der Koffer nach ca. 1 1/2 Stunden vom Band. Bombastisch… Ich bin sicher, jetzt warten immer noch Leute auf ihre Koffer…

Aber schön war’s trotzdem: Schlafende Menschen auf Rollbändern habe ich noch nie gesehen.

Wir halten also fest:

Flugzeit Copenhagen – Stuttgart: ca. 1 1/2 Stunden

Flugzeug – Bus – Gepäck – Auto: 3 1/2 Stunden.

Ganz große Nummer. Ganz groß!

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PS: Falls jemand über den Text stolpert, der das auch erlebt hat, … Tipp ein Kommentar; Weitere Details interessieren mich…!

PPS: Link zu den entsprechenden “offiziellen” Nachrichten

PPPS: Und noch was zum Thema.

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2 thoughts on “Gewitter-Chaos am Flughafen Stuttgart

  1. Tss! Blöde Erste-Klasse-Fuzzies! ;)

    Aber ernsthaft, bei dem Wetter wäre ich äußerst ungern im Flugzeug gesessen. Zum Glück seid ihr heil gelandet.

  2. Es war auch wirklich unangenehm. In dem Hüpfer hat es böse gerüttelt und das ewige Kreisen und zudem noch der stark seltsame Landeanflug am Ende haben ihr übriges getan.

    War nett gestern!