U-Bahn Kontrolleure veräppeln leicht gemacht

Am Freitag hatte ich einen Termin an meiner zukünftigen “Wirkungsstädte”. Dummerweise liegt die so weit außerhalb von der Münchener Innenstadt, dass man nicht wie sonst möglich mit der “City-Option” des Bahntickets nach Ankunft in München mit der S/U-Bahn anschließend weiter fahren kann. Man muss statt dessen ein Außenraum-Ticket kaufen. So ein Ticket habe ich mir natürlich auch besorgt, aber -wohl dank extremer Müdigkeit- nicht an den komischen blauen Ka-Tsching Stempeldingern am Abgang zur S/U-Bahn entwertet.

Dumme Sache. Weil mich hat natürlich auf der Heimfahrt ein netter “die-Fahrkarten-bitte-Mensch” kontrolliert. Blöderweise zeigte der sich auch relativ wenig einsichtig und beharrte darauf, dass ein nicht gestempeltes Ticket kein gültiges Ticket wäre und fing schon an mich aufzuschreiben und mir ein 40€ Ticket zu verpassen. Welch Logik dahinter steckt, dass wenn man ein Ticket an einem Automaten kauft, das erst noch entwertet werden muss, ist mir ehrlich gesagt nicht ganz einsichtig… Aber von mir aus.

Mal davon abgesehen, dass ein 40€ Knöllchen ärgerlich ist, finde ich den Tonfall und das Verhalten dieser ach so wichtigen Menschen schlicht und einfach zum Kotzen. Hallo? Ihr habt einen “Schwarzfahrer” erwischt. Nicht Osama bin Laden oder einen andere Top-Terroristen-Liste. In diesem Fall war es zudem wohl eher ein Graufahrer… Ihr habt auch nicht Aids geheilt oder den Krebs besiegt oder eine ewig sauber brennende Energiequelle erfunden. Meine Herrn… Ich hatte daher auch kurzfristig Gewaltphantasien, die jeden Actionfilm in die Kategorie Ü18 gehoben hätten… (Am Vortag hatte ich zufällig “Blade” mit Wesley Snipes gesehen; der Film sorgte für sehr VIEL Inspiration…)

Glücklicherweise ist mir dann aber noch eine Idee gekommen, wie ich mich aus der Situation herauswieseln kann: Ich habe dem Herrn mein Bahnticket von der Herfahrt unter die Nase gehalten. Welches – da wir mittlerweile im Innenraum Münchens waren – auch wieder gültig war. Der Rächer der nicht entwerteten Tickets begann dann zu Fluchen “Warum hoben’s des ned glei’ g’sogt?”. Ich hätte am liebsten geantwortet: “Weil mir erst eben die Idee gekommen ist, wie ich sie verarschen kann und weil wir erst seit eben wieder im Innenraum sind”. In manchen Momenten ist aber Schweigen Gold ;-) und so kam ich auch mit einem leichten Schreck davon *g*

Merke also: An Automaten gekaufte Tickets unbedingt entwerfen. Und zwar an der dafür vorgesehenen Stelle. Steckt man den Streifen wahrscheinlich falsch rum rein, ist es sicherlich auch nicht okay *g*

Ähnliche Beiträge

Dieser Beitrag wurde unter Wahnsinn abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf U-Bahn Kontrolleure veräppeln leicht gemacht

  1. Maxtorres sagt:

    tja die Niedriglohn verdiener, so sind sie halt,
    Freundlichkeit gibt es nur bei wenigen.

  2. Holger sagt:

    Die Jungs bekommen v.a. eine Fangprämie, habe ich neulich im TV gesehen. Ob es in MUC auch so ist, weiß ich nicht, in der Stadt wo die Reportage gefilmt wurde, war das so. Kein Wunder, dass da keiner mal ein Auge zudrückt…