Neues auf dem Mail-Client-Markt: Postbox

Vor etwa zwei Wochen bin ich zufällig auf Chip.de über Postbox gestolpert.  Was man dort lesen kann machte mich neugierig und so habe ich Postbox auf meinem MacBook bzw. Thinkpad installiert und bis jetzt zwei Wochen privat und auch beruflich getestet.

postbox

Postbox basiert auf Mozilla Thunderbird, bietet aber zusätzlich so nette Features wie Indizierung von Mails und Anhängen und auch die aus Gmail bekannte thematische Darstellung von Konversationen. Durch die Indizierung funktioniert jetzt auch endlich  die Suche so gut, dass man die Funktion auch wirklich nutzen mag und am Ende nicht entnervt aufgibt, sondern die gesuchte Mail gefunden hat. Nett finde ich auch, dass Bilder in Anhängen übersichtlich im rechten Bereich des Fensters als Thumbnails dargestellt werden bzw. in Mails enthaltene Links und Mailadressen ebenfalls dort gelistet werden.

Was ich mir persönlich erhofft habe ist, dass Postbox endlich vernünftig mit Gmail umgehen kann. Aber nein, wie alle anderen mir bekannten Mailer kann auch Postbox mit den labeligen virtuellen-Gmail-IMAP-Foldern nicht vernünftig umgehen. Schade!

Fazit: Obwohl Postbox erst in einer Beta-Version zu haben ist, funktioniert das Programm hervorragend und bietet sehr nützliche Funktionen. Schade, dass es (noch?) keine Version für Linux gibt.

Update: Heute (30.7.09) habe ich zufällig gelesen, dass es einen verbilligten Verkauf von Postbox gibt. D.h. Postbox ist (wie eigentlich befürchtet) kommerzielle Software. Sehr sehr schade. Ich habe gehofft, dass dieses wirklich gute Programm zumindest für den privaten Gebrauch kostenlos bleiben würde aber auch das scheint nicht so zu sein. Heißt also der Rückumstieg auf Thunderbird lässt nicht mehr lange auf sich warten! :-(

Update 2: Thunderbird 3 steht vor der Tür und bietet eine untermenge der in Postbox beworbenen Zusatzfeatures zu einem sehr attraktiven Preis: Keinem. Ich bin mittlerweile auf Thunderbird 3 Beta 3 umgestiegen und damit sehr zu frieden. Die tolle Suchfunktion vermisse ich zwar, man kann aber auch ohne halbwegs leben.

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