Google Wave

Seit zwei Tagen bin ich Besitzer eines Wave Accounts und seit 1 1/2 Tagen frage ich mich: was soll der Wirbel?

Wie schon neulich beschrieben ist Wave ein Mittelding zwischen Chat und Email. Zu jeder Nachricht (Google-Sprech: Blip) in einer Konversation (Google-Sprech: Wave) kann gezielt ein Antwort-Blip erstellt werden – das ist wohl der Hauptunterschied zu einer Mail. Eine Wave könnte also erst einmal schön linear wachsen (ähnlich wie eine Konversation in Google Mail) aber ggf. auch -z.B. in der Mitte- eine Art Ableger bekommen und die Diskussion geht dort weiter. Mensch ist natürlich eine lineare Anordnung von Nachrichten gewohnt und sucht das Neueste unten (so geht es zumindest mir), das Neueste kann aber auch irgendwo anders -eben wie in meinem Beispiel irgendwo in der Mitte- stehen. Google hat sich zwar ein paar Gedanken gemacht, wie man die Übersicht behalten, eine Wave nachvollziehen können und neue Nachrichten finden können soll, mich überzeugt das allerdings nicht so sehr. OK: Wave ist im Preview-Stadium, daher wird das sicher nich besser werden…

Was kann Wave sonst noch? Eine gute Frage. Das einzige was mir noch auffiel ist, dass man gemeinsam einen Blip editieren kann. D.h. Wave ist auch eine Art kollaborativer Editor. Ansonsten können Waves das “übliche” Karten in Blips einbinden, Anhänge, Bilder, … Nichts furchtbar krasses also.

Für mich ist Wave nicht unbedingt schlecht aber ich erkenne auch nicht den Grund für den Hype darum. So bombastisch und revolutionär halte ich die Grundidee nicht. Was ich nur immer vermutete und hoffte, ist, dass es irgendeine Art der Restkompatibilität zwischen Wave und herkömmlichen Mails geben würde. So war ich doch etwas erstaunt, dass eine Mail an meinen Wave-Account mit einer Fehlermeldung zurück kam.

Fazit: Mal sehen was draus wird.

Google Wave Invite gefällig?

Vor ein paar Monaten warf Google einen neuen Kommunikationsdienst auf den Markt, der die altgediente Email revolutionieren soll: Wave. Statt zu mailen, sollen die Menschen nun Waves austauschen, die man sich meinem Verständnis nach am besten als ein Chat/Email-Hybride vorstellen kann. Vorhin kam (endlich) die Einladung zu diesem Dienst und damit verbunden die obligatorische Möglichkeit wiederum selbst Menschen einzuladen den Dienst zu nutzen (was auch Sinn macht, denn ohne Kommunikationspartner testet es sich so schlecht… =))

Wer also Invites zu Wave braucht oder glaubt zu brauchen, soll sich melden.

Ding des Tages

Wikipedia verlinkt täglich irgendeinen Artikel, der als lesenswert empfunden wird. Heute ist es der Schokoladen-Fruchtzwerg. Entgegen meiner Befürchtungen, dass ein gewisser Molkereikonzern nun endlich auch eine stark calziumhaltige Schoko-Sorte im Angebot hat, ist der Schoko-Fruchtzwerg eine Fledermaussorte. Sachen gibt’s…

Die Schweinegrippe-Impfparty

Der Impfstoff für die Schweinegrippe wird ja in Fläschchen geliefert, die genügend “Stoff” für 10 Personen enthalten. Trotz des Konservierungsstoffs, der übrigens unglaublich gesunde Quecksilbersalze enthält, bleibt der Saft nur sehr kurz frisch. Meine beste Hausärztin von allen kam daher auf die tolle Idee eine Schweinegrippenimpfparty zu veranstalten, damit das feine Impfstöffchen innerhalb von 30 Minuten unter (oder besser: in) das hypochondrierende Volk gebracht und so garantiert nicht sauer wird.

Bei der Impfparty trafen sich also 10 fremde Menschen im Wartezimmer der Ärztin ihres Vertrauens und warteten eine gewisse Zeit gemeinsam auf den “Piek”. Der Info-Flyer vom Bundesgesundheitsministerium, den man in die Hand gedrückt bekommen hat, unkt von den fiesesten Nebenwirkungen der Impfung aber auch den fiesesten Auswirkungen der Scheinegrippe und gibt viel Gesprächsstoff für die Wartenden vor. Man fühlt sich irgendwie so, als hätte man die Wahl zwischen Erhängen und Erschießen. Nach nur 5 Minuten existiert daher im Wartezimmer eine Solidargemeinschaft, die es so wohl nur bei Sklaven im alten Rom vor 2500 Jahren gab die sich Gladiatoren oder Löwen (oder beidem) stellen mussten oder meinetwegen auch in bei Kandidaten einer Castingshow in der Neuzeit kurz vor dem Recall.

Der erste wird aufgerufen und kommt schon nach 2 Minuten wieder zurück. “Dös war gor nicht so schlimm ned. Bloß oan klona Pieksa”. Ok. Der Zweite geht raus, kommt zurück. Er lebt auch. Der dritte geht raus und … ist nach 5 Minuten noch immer nicht wieder da. Einer meint: “Den hot’s umg’haut. Jetzt kimmt glei’ da Kraonkenwog’n”. Nervöses Lachen. Einer meint zu seinem 7-jährigen Sohn: “Jetzt darfst’ vier Woch’n koan Schweinsbrot’n mehr essen”… Der Nachwuchsbayer kontert: “Dann ess’ i hoit a Schnitz’l”. So geht es weiter, bis auch der letzte geimpft ist… Sehr vergnüglich.

Wie bei jeder guten Party, hat man übrigens auch noch tags darauf etwas davon. Normalerweise hat man zwar eher einen Kater und zünftiges Kopfweh, von einer Schweinegrippenimpfparty bekommt man zünftiges Armweh. Ohne zu übertreiben: Oberarm und Schulter fühlen sich jetzt so an, als hätte ich ein ganzes Schwein gespritzt bekommen oder alternativ, als ob Nikolai Valujew mir eine reingehauen hätte. Merke: der Wirkverstärker eines Impfstoffs wirkt wie ein Schlagring…

Update: Die Impfung schlägt nicht nur auf den Arm, sondern auch auf den Kopf. Uumindest meinen.

Wake on LAN (WOL) mit dem eeePC 4G

Ich habe mich heute gefragt, ob mein olles Netbook eeePC 4G, das mittlerweile ein kleiner Ubuntu-Homeserver ist, eigentlich Wake on LAN beherrscht – im Bios des Netbooks findet sich keine entsprechende Option die diese Frage beantwortet.

Nach etwas herumgooglen stieß ich auf das Programm ethtool, mit dem die Frage beantwortbar ist:

root@homeserver:~# ethtool eth0
Settings for eth0:
Supported ports: [ TP ]
Supported link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
Supports auto-negotiation: Yes
Advertised link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
Advertised auto-negotiation: Yes
Speed: Unknown! (65535)
Duplex: Unknown! (255)
Port: Twisted Pair
PHYAD: 0
Transceiver: internal
Auto-negotiation: on
Supports Wake-on: g
Wake-on: d
Current message level: 0x00000000 (0)
Link detected: no

Die Zeile “Supports Wake-on” ist entscheidend. Steht dort ein g, bedeutet dies, dass Wake on LAN mit Hilfe der “Magic Packets” prinzipiell unterstützt wird. Das “Wake-on d” eine Zeile darunter bedeutet, das WOL gerade ausgeschalten (disabled) ist.

Ein freundliches

ethtool -s eth0 wol g

schaltet WOL an. Und tatsächlich: Wird der eeePC danach abgeschaltet und ein Magic Packet an die MAC-Adresse der Netzwerkkarte gesendet, wacht der eeePC auf.

Leider muss man das obige Kommando scheinbar nach jedem Reboot neu ausführen. Das kann per Aufruf in einem Script geschehen, /etc/rc.local bietet sich dafür an.

Eclipse “Galileo”, Tomcat 6 und Ubuntu 9.10

Versucht man sich mittels Eclipse EE zu einem Tomcat 6 Server auf Ubuntu 9.10 “Karmic” zu verbinden, schlägt dies fehl. Eclipse liefert die Meldung “The Tomcat installation directory is not valid. It is missing expected file or folder conf.” Scheinbar ist etwas mit den Pfaden in Ubuntu verbogen. Gibt man folgendes ein …

cd /usr/share/tomcat6
sudo ln -s /var/lib/tomcat6/conf conf

… klappt die Verbindung

Das funktioniert so nicht wirklich. Das Tomcat Paket aus Ubuntu ist scheinbar kaputter als angenommen. Der einfachere Weg ist in diesem Tutorial beschrieben!

Besser suchen: Google Quick Search Box für Mac

Vorhin bin ich über etwas gestolpert, über das sich mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben lohnt: die Google Quick Search Box für Mac.

Komplett habe ich noch nicht heraus gefunden, was man mit dem Tool alles anstellen kann, es scheint aber dort weiterzumachen, wo Spotlight aufhört: auf dem eigenen Rechner. Anstatt nur Treffer auszuspucken, die auf Dateien und Programme auf dem eigenen Rechner pointen…

google2

… spuckt die QSB auch Treffer aus dem Internet aus.

google

Nebenbei ist das Ding auch noch ein Twitter Client und integriert sich in Google Apps. Von den Online-Spielereien abgesehen, ist die QSB Spotlight durch ein paar neue Funktionen überlegen. Sucht man nach einem Ordner, z.B. weil man weiß, dass darin eine bestimmte Datei liegt, muss man nicht mehr wie mit Spotlight erst den gefundenen Ordner im Finder öffnen und kann dann dort die Datei ausführen. Mit der QSB geht das in einem Aufwasch: Suchen, im gefundenen Ordner blättern und die Dateien auswählen und öffnen. Praktisch!

Die QSB lässt sich über konfigurierbare Tastenkombinationen starten, z.B. Apfel + Leertaste und bietet so einen extrem schnellen Zugriff auf Internet und die Daten auf dem eigenen Rechner. Chic…