Ich habe mich heute gefragt, ob mein olles Netbook eeePC 4G, das mittlerweile ein kleiner Ubuntu-Homeserver ist, eigentlich Wake on LAN beherrscht – im Bios des Netbooks findet sich keine entsprechende Option die diese Frage beantwortet.
Nach etwas herumgooglen stieß ich auf das Programm ethtool, mit dem die Frage beantwortbar ist:
root@homeserver:~# ethtool eth0
Settings for eth0:
Supported ports: [ TP ]
Supported link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
Supports auto-negotiation: Yes
Advertised link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
Advertised auto-negotiation: Yes
Speed: Unknown! (65535)
Duplex: Unknown! (255)
Port: Twisted Pair
PHYAD: 0
Transceiver: internal
Auto-negotiation: on
Supports Wake-on: g
Wake-on: d
Current message level: 0x00000000 (0)
Link detected: no
Die Zeile “Supports Wake-on” ist entscheidend. Steht dort ein g, bedeutet dies, dass Wake on LAN mit Hilfe der “Magic Packets” prinzipiell unterstützt wird. Das “Wake-on d” eine Zeile darunter bedeutet, das WOL gerade ausgeschalten (disabled) ist.
Ein freundliches
ethtool -s eth0 wol g
schaltet WOL an. Und tatsächlich: Wird der eeePC danach abgeschaltet und ein Magic Packet an die MAC-Adresse der Netzwerkkarte gesendet, wacht der eeePC auf.
Leider muss man das obige Kommando scheinbar nach jedem Reboot neu ausführen. Das kann per Aufruf in einem Script geschehen, /etc/rc.local bietet sich dafür an.