HTC Desire – (Noch) eine erste Meinung

Seit gestern Abend bin ich stolzer Besitzer eines chicen HTC Desire Android Smartphones – oder sollte ich besser: “Phone-Computer” sagen? So ganz sicher bin ich mir hier nicht mehr, wenn ich mir z.B. die gigantische Auflösung des Displays von 800×480 Punkten  bzw. den 1Ghz schnellen Prozessor in Erinnerung rufe.

Die wohl entscheidende Frage, die man sich vor dem Kauf stellen muss ist die nach dem Betriebssystem: Apple vs. Android vs. Symbian vs. Maemo (oder Meebo wie es mitterweile heißt) – ich glaube es gibt auch Telefone mit Windows drauf, das kommt mir aber nicht ins Haus.

  • Der Apple-Jünger greift natürlich zum iPhone und ignoriert, dass er ein eigentlich völlig restriktives System zu einem horrenden Preis bekommt. Das System arbeitet perfekt – keine Frage – man kann nur eben keine beliebigen Applikationen installieren, z.B. solche nicht, die durch das Apple Qualitätsraster fallen – man lese hierzu auch diesen Post. Alternativ kann man das tolle iPhone auch Jailbreaken und hat ggf. einen ganzen Haufen Scherereien. Nicht ganz ideal. Dennoch: ein tolles System.
  • Der Google-Jünger greift wohl am besten zu Android. Es gibt wohl kein Smartphone Betriebssystem das derartig gut mit den bekannten Diensten Mail und Calendar zusammenarbeitet. Klar – Android wurde auch (mit) von Google entworfen. Abgesehen hiervon erhält man ein weitgehend offenes System. Man hat von Haus aus zwar keinen Root-Zugriff auf das System (vielleicht will/braucht man das auch gar nicht), man kann aber jede Applikation installieren die man möchte. Entweder geht das über den Android Store oder man lädt sich ein Programm einfach aus dem Netz, packt es auf die SD-Karte des Handies und installiert es von dort. Prima.
  • Symbian ist alt. Uralt. Und langsam. Der Rentner in der der Smartphone-OS Liga. Symbian ist offen und kann eigentlich alles was ein Smartphone können muss. Es verbindet sich mittlerweile recht brav (nach viel Frickelwerk) zu den Google Diensten und es gibt einen ganzen Haufen guter Software die man installieren kann. Zudem gibt es eine große Menge, verglichen günstiger Hardware z.B. von Nokia, die gut funktioniert. Aber: Symbian ist halt alt…
  • Maemo ist das Betriebssystem für echte Freaks. Völlig offen und auf -soweit ich weiß- Gnome basierend ist Maemo natürlich der Traum eines jeden Bastlers: Programme installieren auf der Shell über apt – saucool (und natürlich auch sehr praktisch)! Jedoch empfinde ich das Maemo OS noch irgendwie ähnlich unintuitiv wie manche Linux Distribution vor ein, zwei Jahren. So wirklich smooth und cool ist Maemo also nicht. Mir wäre das aber völlig egal gewesen (ich kam mit Symbian klar, Maemo kann nicht schlimmer sein), könnte man denn brauchbare Hardware kaufen. Außer dem Nokia N900 gibt es kein Telefon mit Maemo drauf. Mich hätte auch nicht der Preis des Telefons abgeschreckt, wohl aber die Beule in meiner Hose(ntasche) die das über 2cm dicke Handy hinterlässt.

Ich bin eigentlich abgeschweif und wollte gar nicht so viel über die verschiedenen Systeme philosophieren sonder ein paar Worte zum HTC Desire sagen:

Pro

  • Display – scharf, kontrastreich, bunt, hell, hochauflösend. Verglichen zum OLED des Desire wirkt man MacBook LED-Display wie aus der Steinzeit.
  • Software – hat man schon sein Adressbuch mit dem Adressbuch von Googlemail synchronisiert bzw. den Kalender mit Google Calendar (das ist sowohl bei Symbian als auch iPhone relativ problemlos möglich) genügen Nutzername und Passwort und alle Daten landen in 5 Sekunden auf dem Desire und man hat Zugriff auf seine Mails. Phantastisch. Die Facebook-Nutzer können auch noch ihren Account angeben und das Desire verknüpft Facebook-Buddies mit Kontakten und lädt gnadenlos Facebook-Profilbilder runter und steckt diese in sein Adressbuch. Gruslig. Aber cool. Hat man erst einmal Besitz ergriffen kann das Desire nach Gusto mit neuen Applikationen aufgerüstet werden oder optisch umgestaltet werden. Wer hier nicht ausreichend Spielraum hat, dem ist nicht zu helfen.
  • Hardware – Eine vergessene Funktion solcher Handies ist das Telefonieren. Das kann das Desire auch und – ich bin sehr überrascht: das Desire bietet eine bessere Sprachqualität als das E71! Haptisch macht das Desire auch viel her, stinkt aber an Geräten der Nokia E-Serie ab. Edelstahl ist eben besser als Kunststoff… Dennoch bin ich von der Verarbeitung des Desire stark angetan.
  • Image – So lustig es klingt, das ist natürlich auch ein Faktor. Natürlich nicht für Menschen im gesetzten Alter wie mich, aber für andere schon ;-) Ich habe den Eindruck, dass dieses Ding einen mindestens so großen Haben-will-Faktor hat wie das iPhone – zumindest unter normal denkenden, nicht Apple-Süchtigen Menschen.
  • Kamera – die funktioniert richtig gut. Man kann sie natürlich nicht mit einem Photoapparat vergleichen, diese ist aber die beste Kamera an einem Handy, die ich je hatte.

Contra – hier habe ich relativ wenig zu bieten

  • Display – in hellem Sonnenlicht ist das Display relativ schleht ablesbar. Ich habe allerdings noch kein Handydisplay gesehen, welches wirklich gut in hellem Sonnenlicht funktioniert hat. Dennoch: Das Display des E71 ist glaube ich hier einen Tick besser.
  • Lautsprecher – Nicht optimal, aber okay. Guter Sound kommt aus der Hifi-Anlage ;-) Die Verständlichkeit beim Freisprechen ist aber gut.

Mein Fazit: Spielkinder mit einem Hang zu völlig unnötigen aber saucoolen Goodies sollten zugreifen.

HTC desire – t-mobile branding

Das iPhone scheint mit dem neuen desire von HTC einen ebenbürtigen Gegner gefunden zu haben. Momentan kostet das Handy bei Amazon noch etwa 480 Euro. Zu viel…

Mit den einschlägigen Suchmaschinen findet man t-mobile ware für 399 Euro. Die grosse Frage ist nun: kann man so ein Handy kaufen??

Ja. Das branding ist sehr dezent: keine Logos auf dem Gehäuse und nur minimale settings in der Software. Netlock gibt es auch keinen. Man kann also guten Gewissens zu der t-Mobileware greifen.

GPS Tracking: Nokia Sports Tracker

Bislang war ich mit meinem altgedienten Programm zum Aufzeichnen von Wegen per GPS sehr zufrieden. GpsPyLog hat aber leider den entscheidenden Nachteil, dass es eine Python Applikation für Symbian ist, die gefühlte 10 Komponenten umfasst welche alle erst per symbiansigned.com signiert und dann einzeln installiert werden wollen. Das nervt, v.a. dann, wenn man zu der Gattung Mensch gehört, die jedes Firmware-Update auf sein Handy klopft.

Ich weiß nicht wie und warum ich bis dato nie den Nokia Sports Tracker ausprobiert habe (wahrscheinlich wegen der Vokabel “Sport” im Namen!?) aber das Programm ist großartig. Es zeichnet nicht nur einen GPS Trace der Strecke auf, sondern zeigt auch noch zig Informationen auf dem Display des Handies an. Nachdem man am Ziel angekommen ist hat man die Wahl ob man entweder die aufgezeichnete Strecke auf den Sports Tracker Server lädt oder (logisches oder) ob man doch lieber eine Datei im KML-, GPX- oder welches-Format-auch-immer exportiert und auf’s Notebook per Bluetooth schicken lassen will. Sehr nett.

Die Sports Tracker Seite selbst ist ein nettes Mockup mit Google Maps. Rechts auf der Seite wird ein Diagramm Zeit – Geschwindigkeit angezeigt. Klickt man auf das Diagramm kann man z.B. herausfinden wo man am langsamsten war.

Rechts daneben erscheint dann auf der Karte eine Markierung an entsprechender Stelle.

Durchaus sehr, sehr chic =)

Tanzverbot!

Ich wusste bis gestern gar nicht, dass Deutschland noch so rückständig ist. In vielen Bundesländern (darunter natürlich Bayern) herrscht an Karfreitag und vielen weiteren Feiertagen Tanzverbot! Diskotheken, Gaststädten usw ist es gesetzlich verboten “über den Schankbetrieb hinaus” Leistungen anzubieten.

Wiki-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot