Archive for the 'Sammelsurium' Category

SuSE 10.3 und die babylonische Sprachverwirrung

Gestern Abend habe ich Open SuSe 10.3 von der seit ein paar Tagen erhältlichen LiveCD installiert. Die Installation ist ähnlich problemlos wie die eines (K)ubuntu aber man bekommt ein unheimlich “denglisches” KDE installiert - also ein KDE das an der einen Stelle Deutsch “spricht” und an anderer Englisch. Leicht unschön.

Nach etwas herumprobieren und ziellosem Testen ist mir aufgefallen, dass im KDE-Kontrolzentrum in “Land/Region & Sprache” tatsächlich “Englisch” als Sprache eingetragen war - obwohl ich bei der Installation explizit nach Deutsch verlangt habe. Land/Region war korrekt auf “Deutsch” gesetzt und auch im Yast war unter “Sprache wählen” Deutsch eingetragen. Der SuSE-Installer produziert also irgendwo Mist und setzt die KDE-Einstellungen nicht richtig.

Lösung: Die Sprach-Einstellung im Kontrollcenter auf Deutsch umstellen, KDE Beenden / Neustarten und fertig.

Neues aus Absurdistan…

Die Werbetreibenden haben wieder zugeschlagen! Einmal einkaufen und gleich zwei Mal Blödsinn entdeckt:

karl

Warum nicht Horst-Dieter? Detlef-Jochen? Torben-Jörn? Ich persönlich bleibe bei Darjeeling…

papst

Diese Werbeidee ist DER Wahnsinn! Hoffentlich werden ab demnächst ALLE bayrischen Produkte mit dem Segen des bayrischen Papstes daher kommen. Brezn, Weißwurst, 7er BMWs (billige 3er haben nur Weihwasser in der Scheibenwaschanlage), …

Kopf :arr: Tisch!

LingoPad: Wörterbuch-Tool (Englisch-Deutsch)

Vor 5, 6 Jahren war Babylon noch eine Software, die man unbeschränkt kostenlos benutzen konnte. Das hat sich leider in den letzten Jahren geändert. Heute lädt man -wenn ich es recht weiß- eine Test-Version vom Server, die nach ein paar Wochen abläuft und gegen eine Kaufversion ersetzt werden will…

Eine -wie ich finde- gute und zudem freie Alternative ist LingoPad. Das kostenlose Programm übersetzt ähnlich wie Babylon markierte Worte nach Druck auf einen Hotkey oder per Mausklick. Im Gegensatz zu einigen ähnlichen Programmen benötigt LingoPad keine Internetverbindung, sondern installiert das Wörterbuch auf Platte. Mit dem Installer kommt ein Wörterbuch Deutsch-Englisch (und natürlich umgekehrt) gleich mit. Es gibt aber auch eine große Zahl weiterer Wörterbücher zum download, wie z.B. Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Niederländisch, Japanisch, Chinesisch, Türkisch, Kurdisch, Arabisch, Russisch oder Norwegisch. Sollte reichen.

lingo

Abgespeicherten Username + Passwort für Share in WinXP löschen

Wenn man sich in Win XP zu einem Share verbindet, wird man in aller Regel nach seinem Username und dem dazu gehörigen Passwort gefragt. Beides kann man entweder immer wieder eingeben oder man speichert es einfach dauerhaft ab. Das ist normalerweise sehr praktisch aber manchmal will man das Gespeicherte auch wieder los bekommen. Das geht folgendermaßen:

Systemsteuerung :arr: Benutzerkonten :arr: sein Konto wählen :arr: Eigene Netzwerkkennwörter verwalten (oben links) :arr: Datensatz auswählen :arr: Entfernen-Knopf

loeschen

Semi-Smart?

Ich glaube eben habe ich das Wort des heutigen Tages in einem netten Paper gefunden: Semi-Smart. Halbklug. Gibt es auch semi-dumb? Halbblöde?

Erinnert mich irgendwie an die Debatte, ob das Glas jetzt halb voll oder doch halb leer ist. Der Autor des Papers war also ein Optimist ;-) *g*

Barchetta

1995 kamen die Italiener auf den Trichter ein kleines Cabriolet namens “Barchetta” zu bauen. Auf Deutsch übersetzt heißt das so viel wie “kleines Boot”. Warum? Weil das Autochen so ein bisschen wie ein Boot aussieht…

… ein paar Jahrzehnte vorher kam scheinbar jemand anderes auch auf die Idee ein Cabrio zu bauen. Seines konnte aber schwimmen, hatte hinten einen Propeller und seitlich jeweils ein Ruder! Ob das Ding auch Barchetta heißt, weiß ich nicht. Finden kann man so es jedenfalls irgendwo in Reutlingen. Nein, nicht auf einem See. Sondern auf der Stadtautobahn von Tübingen nach Reutlingen. Und das bei Tempo 120…

Sachen gibt’s…

auto

(Hier an einer Ampel stehend geknipst…)

Gmail, IMAP und der Thunderbird

ffWie mittlerweile bekannt sein dürfte ([1], [2]), ist IMAP nun für alle Gmail-Konten verfügbar! Eben habe ich meinen Thunderbird, der bislang Mails von Gmail per POP gezogen hat, interessehalber auf IMAP umgestellt. Ganz so das Wahre ist das aber doch nicht…

Wie sieht der Thunderbird überhaupt aus, wenn man Gmail per IMAP benutzt? Etwa so, wie im Bildchen rechts abgebildet: Posteingang und Papierkorb entsprechen den gleichnamigen “Ordnern” in Gmail. Gesendet legt Thunderbird wohl selbst an; dieser Ordner hat scheinbar auch nichts mit dem gleichnamigen “Ordner” in Gmail zu tun - darin liegen wohl lokale Kopien gesendeter Mails. Die Unterordner Alle Nachrichten, Entwürde, usw. im Ordner Gmail entsprechen den restlichen, standardmäßig in Gmail vorhandenen “Ordnern” (siehe unten). Diese Ordner dürften also bei allen Usern immer vorhanden sein.

Was ich recht nett finde, ist, dass die in Gmail angelegten Labels, bei mir Notify, POP, usw., als Ordner im Thunderbird angezeigt werden. Damit habe ich nicht gerechnet. Praktisch eigentlich!

gmIMAP wird normalerweise online verwendet. D.h. die Mails werden nicht wie bei POP auf den lokalen PC kopiert, sondern verbleiben auf dem Server und werden direkt von dort geladen, wenn man eine Mail lesen will. Möchte man also auf Reisen, wenn man keine Internet-Verbindung hat, trotzdem seine (alten) Mails lesen, muss man die Mails vorher herunterladen (”Offline Modus”). Das geht auch beim Thunderbird ohne Probleme!

Welchen der vielen Ordner läd man jetzt aber herunter? Alle ?? Wohl kaum - eigentlich sollte das nicht nötig sein! Der Ordner Alle Nachrichten enthält nämlich bekanntermaßen alle Nachrichten, die im Gmail Konto gespeichert sind. Klingt also nach einem guten Kandidaten fürs herunterladen! Allerdings befinden sich dort auch die selbst gesendeten Mails und auch Chats (zu diesen später mehr). Der Inhalt dieses Ordners ist also ein ziemlich unübersichtlicher Wust aus allen empfangenen und gesendeten Mails und Chats - bei mir gut 5000 Elemente.

Um Ordnung in dieses Chaos zu bringen, sprach Google einst “es werde Label” und es ward Label. Im Thunderbird tauchen die Labels, wie oben schon erwähnt, als Ordner auf. Was liegt also näher, also auf so einen “Label-Ordner” zu klicken, wenn man nach einer Mail sucht, die z.B. das Label Privat trägt? Im Offline-Modus wird man eine herbe Entäuschung erleben - die Mails sind nicht verfügbar. Und zwar ganz einfach deswegen, weil Thunderbird nicht weiß bzw. gar nicht wissen kann, dass Privat eine Untermenge von Alle Nachrichten ist. D.h. der Thunderbird kann diese Beziehung nicht auflösen, also nicht auf die eigentlich heruntergeladenen Mails zugreifen - die Label-Ordner funktionieren im Offline-Modus als nicht. Bzw. muss man nicht nur Alle Nachrichten herunterladen, sondern auch die Ihnalte der Label-Ordner, wenn man die Annehmlichkeit von Labels offline haben möchte. Die Daten hat man dann aber ggf. doppelt und dreifach auf der Festplatte liegen!

Das Gmail-Prinzip ist meiner Meinung nach also nicht so ganz mit IMAP verträglich. Hier wären “echte” Ordner, in die die Mails verschoben werden könnten, viel besser geeignet, als die Labels… (Wobei die Labels eine tolle Sache sind. Ich wage daher mal die Prognose, dass das neue Gmail “echte” Ordner UND Labels haben wird…)

chat Das zweite Problem, das mir aufgefallen ist, betrifft die schon angesprochen Chat-Protokolle. Diese werden nämlich nicht wie in Gmail gewohnt chronologisch richtig in die übrigen Mails einsortiert, sondern landen alle(!), wohl aufgrund eines defekten Zeitstempels, im Thunderbird VOR den gesammten Mails. Da ich recht oft über Gmail chatte, muss ich also erst hunderte Chats nach unten scrollen, um an die ersten Mails zu gelangen… Das ist nicht unbedingt so clever und praktisch.

Fazit: Für mich bietet Gmail mt IMAP wenige bis gar keine Vorteile gegenüber POP. Ich werde daher nachher wieder auf POP umstellen. Ich denke, dass IMAP nur dann von Vorteil ist, wenn man es über einen PDA/Smartphone/Handy nutzt: so braucht man nicht die ganzen Mails auf das Gerät zu laden! Oder aber, wenn man über verschiedene Desktop-Rechner, die über eine feste Verbindung ins Netz verfügen, mailen möchte.

Gmail: IMAP jetzt für alle verfügbar!

IMAP ist seit heute für alle Gmail-Konten verfügbar (lt. Gmail Blog)! Was allerdings noch fehlt, ist die Übersetzung bzw. Anpassung der deutschsprachigen Benutzungsoberfläche im Browser. Wer also die neue Option “sehen” will, muss sein Gmail erst auf Englisch (US) umstellen.imap

Nachdem ich die Sprache der Oberfläche auf Englisch umgestellt hatte, war IMAP automatisch “enabled”. Ich vermute, dass IMAP per default “enabled” ist. D.h. man kann davon ausgehen, dass man schlicht und einfach sein Mailprogramm ohne vorhergehende Sprachumstellung so wie es in dieser Anleitung beschrieben ist auf IMAP umstellen kann und gut war’s… (Wenn das jemand einfach so probiert, kann er/sie ja in den Kommentaren schreiben, ob ich recht hatte oder nicht…)

G.ho.st: Virtueller Computer im Browser

Als ich vor ein paar Tagen irgendwo im Netz von G.ho.st (Globally Hosted Operating System) gelesen habe, war ich einigermaßen baff! G.ho.st ist ein "virtueller Computer", auf den über den Webbrowser zugegriffen werden kann. Klingt ziemlich fancy! Auf der Webseite findet sich in den FAQ eine längere und wohl auch bessere Beschreibung:

G.ho.st, pronounced ghost, is the Global Hosted Operating SysTem that provides you with a complete online personal computing environment. Although, G.ho.st looks similar to the operating systems you are accustomed to on your PC (personal computer), once you sign on to G.ho.st the virtual computer (VC) that is set up for you keeps running at all times and is accessible everywhere over the Internet. All you need is a web browser to simply link to G.ho.st (no www or .com is needed). In addition, your VC comes ready with many applications, tools and services without the need for individual installations. Your data is always backed up and software upgrades are done seamlessly.

(Zitat aus den FAQ)

Im Grunde genommen ist G.ho.st nichts anderes als eine superaufgeblähte Web 2.0 Applikation, die so tut als sei sie eine Art (virtueller) (windowsartiger) Computer. Auf diesem virtuellen Computer sind (bis jetzt) ein paar Anwendungen eingebaut, wie z.B. ein Webbrowser oder eine Mailapplikation. Ich denke, dass da noch mehr Anwendungen dazu kommen werden. Für die Speicherung von Daten stehen jedem Benutzer 3GB Speicher zur Verfügung.

Damit man sich das etwas besser vorstellen kann, habe ich ein kurzes Video aufgenommen. (Die Ladezeiten der einzelnen Programme in G.ho.st habe ich versucht etwas herauszuschneiden, daher scheint G.ho.st auch recht flüssig zu laufen - dazu unten mehr). Zu sehen (erahnen) sind das schon angesprochene Mailprogramm mit Kalender, der Webbrowser und eine Art Taskmanager.

Eigentlich eine ziemlich nette Idee, die aber irgendwie auch etwas albern ist. Wieso sollte man eine solche aufwändige Arbeitsoberfläche im Browser emulieren, wenn es auch einfacher geht? Ich sehe kaum einen Vorteil von G.ho.st gegenüber den Anwendungen, die z.B. ein simples Google Konto mit sich bringt, also Gmail, Calendar, Text&Tabellen, … Im Gegenteil: G.ho.st läuft auf meinem Notebook (Centrino 1,5 Ghz) durch die vielen optischen Gimmicks, die die Simulation der Betriebssystem-Oberfläche benötigt, nicht mehr sauber. Der einzige Vorteil, den ich sehe, ist, dass der Benutzer über eine Art Desktop verfügt. Die Frage, die sich mir stellt, ist aber: braucht man das?

WikiPediaVision

Anonymous edits to English Wikipedia (almost) in real-time.

WPV zeigt auf einer Google Maps Karte (fast) in Realzeit Änderungen an der englischsprachigen Wikipedia. Ein witziges Gadget aber irgendwie doch ziemlich sinnfrei ;-)