Navin MiniHomer mit MacOS

Update 3: Ich habe eben herausgefunden, dass nur die Beta von Ntrip auf den Homer zugreifen kann. Per GPSBabel oder HoudahGPS kann man nämlich die Daten vom Homer laden. Das seltsame ist aber, dass die Tracks nicht komplett sind. Bei mir fehlte eben der Anfang und Schluss eines Tracks… Dämlich!

Update 2: Seit MacOS Lion kann ich nicht mehr auf den Logger zugreifen :-/

Update: Ich habe mittlerweile einen Konverter geschrieben. Infos und Downloads hier!

Schaut man sich nach einem vernünftigen GPS-Logger um, kommt man um den MiniHomer kaum herum. Für 80 Euro erhält man lt. Beschreibungen ein Gerät mit dem man speichermäßig locker zwei Wochen Urlaub tracken kann. Die Batterie soll für 10, 12 Stunden reichen. Zudem ist das Ding klein, recht hübsch anzusehen und wartet noch mit ein paar Goodies auf, wie z.B. freie Eingabe von Koordinaten (gut für Geocaching), Speicherung mehrerer Punkte an denen man sich gerade befindet (Auto, Hotel, …) und das zurückführen zu ebendiesen und auch die Anzeige der Geschwindigkeit.

Die Empfangsleistung der GPS-Antenne ist klasse. Selbst sogar in meiner Wohnung im 1. Stock weg von den Fenstern klappt der Fix. Die Genauigkeit ist auch prima – unter 5 Metern würde ich sagen. Die Zusatzfunktionen scheinen auch meist gut nutzbar zu sein. Allein die Eingabe der Koordinaten zu der man hingeführt werden möchte ist grauenhaft. Erstens weiß man aufgrund der beschränkten Informationsmenge auf dem Display nie, ob man sich bei der Eingabe verschrieben hat und zweitens ist das Eingeben an sich (auch dank der hakeligen und brettharten Tasten) kompliziert und wenig erfreulich. Trotzdem – zur Not klappt das schon.

Entscheidend ist aber, wie gut das Gerät mit meinem Mac klar kommt, da bekanntermaßen der beste Logger nichts nutzt, wenn man die Logs nicht aus dem Gerät bekommt. Es ist leider nicht so, dass der MiniHomer als simples USB-Speichergerät erkannt wird und so kann man auch nicht “einfach so” GPX-Tracks herunterkopieren. Statt dessen braucht man eine bestimmte Software (ntrip) die genau dies erlaubt. Der Haken an der Sache ist der, dass ntrip derzeit nur für Windows vorliegt. Vor dem Kauf habe ich beim Vertrieb (ich glaube die Firma heißt zynex) angefragt, wie es mit einer Mac-Lösung aussieht und erhielt eine Beta-Version von ntrip für Mac. Die lässt sich recht problemlos installieren und lädt auch brav die Trackdaten vom MiniHomer herunter.

Jetzt fangen aber die Probleme an. Ich will meine Tracks bitteschön als GPX-Dateien haben, um sie in jedes x-beliebige Programm werfen zu können, um so z.B. Photos zu taggen oder sie mir in Google Earth anzeigen zu lassen. Die ntrip-Software kann eigentlich genau das im Prinzip auch, ich will aber nicht meinen Photo-Workflow auf die ntrip-Software umstellen.

Als “ambitionierter” User fängt man nun natürlich an herumzuspielen. Idee 1 war, das Gerät in eine Virtualbox mit installiertem Windows und ntrip umzuleiten. Das klappt aber nicht. Vom Service habe ich aber erfahren, dass dies bei Parallels möglich sein soll. Das habe ich aber nicht. Ebenso erhielt ich den Tipp myTracks zu testen. Das kann tatsächlich die Trackdaten herunterladen. Man muss allerdings als Logger ein SkyTraq Venus basiertes Gerät angeben. Leider funktionieren zwei Dinge nicht: 1. erhält man einen Track, der aus allen einzelnen Tracks besteht. Das ist nicht weiter tragisch, da die Software natürlich Tracks auseinander schneiden kann. 2. fehlen z.T. die Geschwindigkeitsangaben in den Logs. Das ist leider nicht so toll. Im Netz findet sich noch der Hinweis, dass der MiniHomer auch mit GPSBabel auszulesen sei. Auch das ist richtig, allerdings kommen nur gefühlte 3% der Trackpunkte an. Aus irgendwelchen Gründen werden manche Trackpunkte ausgelesen, andere nicht. Das ist also auch nicht der Weisheit letzer Schluss.

Gestern Abend habe ich allerdings noch etwas bemerkt, was sehr vielversprechend aussieht. Die ntrip-Software speichert die vom MiniHomer heruntergeladenen Daten in einer SQLite Datenbank :D SQlite ist im Grunde genommen eine herkömmliche Datenbank nur halt ohne Datenbankserver. Unter MacOS kann man sogar ohne irgendetwas installieren zu müssen darauf zugreifen, da sowohl sqlite3 als auch python mit den sqlite-Bibliotheken installiert sind… Ich habe gestern noch kurz mit der Datenbank gespielt und es ist recht problemlos diese mit einem Python-Skript auszulesen.

Mein Fazit bisher: ein toller Logger mit einigen Schwächen: Bedienbarkeit -dies ist z.T. auch einfach der Größe geschuldet und somit zu erwarten – und die Software für Mac. Ich hoffe, dass wie vom Service versprochen die Mac-Software in den kommenden Wochen verbessert wird und ähnlich gut funktioniert wie die Windows-Version (die ist tadellos). Ich gehe allerdings davon aus, da der Service wirklich klasse ist und sehr schnell antwortet…

 

25 GB Online-Speicher for free: Telekom Mediencenter unter Ubuntu mounten

Neulich bin ich im Netz durch Zufall auf einen Dienst von Microsoft gestoßen: Sky Drive. Der Dienst bietet satte 25 GB kostenlosen Speicher im Netz … äh: in der Cloud (!!) an. Leider ist dieser Dienst für mich nutzlos, da ich weder mit meinem Mac noch den Ubuntu-Kisten aus Ermangelung der nötigen Software darauf zugreifen kann. Irgendwo habe ich gelesen, dass man theoretisch auch per Webdav zugreifen können soll. Settings fand ich aber keine und so sicher ob dieses Feature überhaupt existiert und nicht wie Nessie eher fabulöser Art ist, konnte ich nicht feststellen.

Alternativ bietet auch die gute alte Telekom 25 GB kostenlosen Speicher an. Nein, nicht für Telekom-Kunden, sondern für alle. Kostenlos. Für alle. Das ging zunächst auch nicht in meinen Kopf, stimmt aber. Das schöne ist, dass man diesen Speicher unter Mac, Ubuntu usw mounten kann, da Webdav zur Verfügung steht.

Mounten lässt sich das ganze so:

sudo mount -t davfs https://webdav.mediencenter.t-online.de
/mount/mediencenter

Leider stellt man aber schnell fest, dass hochkopierte Dateien zwar auf dem Server angelegt werden, aber exakt Null Bit groß sind. Hier hilft aber eine Anpassung in der Datei /etc/davfs2/davfs2.conf. Einfach folgende Zeile irgendwo in die Datei schreiben:

if_match_bug    1

Ich habe das eben getestet und der Upload eines 5GB Image hat dank meiner dicken Uni-Internetanbindung wenige Minuten gedauert (d.h. die Telekom-Server sind auch nett performant) und die Daten stehen auch wirklich zur Verfügung.

TeamViewer

Für alle die von der Ferne aus auf Rechner von Freunden/Eltern/usw. zugreifen müssen/sollen gab und gibt es (früher) VNC. Das war aber leider ziemlich umständlich einzurichten, da man hierfür ggf. statische Portforwardings und dynamische DNS-Adressen am Router einrichten musste, um von draußen auf den Rechner zuzugreifen.

Viel, viel einfacher geht es mit TeamViewer: hier installiert man nur eine Software und gibt z.B. per Telefon einen 9-stelligen Identifier und ein Passwort an den Helfer durch. Dieser tippt die Informationen in seinen TeamViewer ein und schon ist er auf dem entfernten Rechner eingeloggt und kann werkeln.

Das Beste an Teamviewer ist, dass es die Software für Mac, Linux und Windows gibt und die Versionen untereinander funktionieren. Für private Anwendungen kostenlos, wenn auch nicht OpenSource, ist TeamViewer obendrein.

Bilder (JPEG) verlustfrei drehen (unter MacOS)

iPhoto ist ja eigentlich die App unter MacOS, wenn es darum geht Bilder zu verwalten. Ich will iPhoto aber nicht mehr nutzen, sondern einen “normalen” Viewer, wie z.B. Sequential. Grund: ich war es leid, dass iPhoto meine Bilder “irgendwie” in der Library verkramst und zusätzlich bei jedem bearbeiteten Bild eine Kopie erzeugt. Das bläht die Library nur unnötig auf.

Das Problem an der Sache ist aber: womit drehe ich jetzt meine Bilder? Sequential kann das zwar, speichert das gedrehte Bild aber nicht ab. Die Vorschau-App kann auch drehen, kann auch abspeichern aber: die Drehung wird per JPEG-Transformation durchgefüht, das JPEG neu berechnet und abgespeichert. Bei wiederholter JPEG-Kompression geht natürlich Information verloren. Das will ich aber nicht. Besser ist es, die Drehung nur als EXIF-Flag im JPEG zu speichern. Programme die mit diesen Flags umgehen können, drehen das Bild dann automatisch beim Anzeigen um. Die eigentlichen Bilddaten werden dabei nicht angetastet und es gehen auch keine Informationen verloren.

Das kostenlose Tool ViewNX 2 von Nikon (wird mit Nikon-Kameras geliefert bzw. steht zum Download auf der Nikon-Seite für Mac und Windows bereit) kann (unter anderem) genau diese EXIF-Flags setzen. Zusätzlich ist es ein vollwertiger Viewer, kann auch mit Nikon-RAW-Dateien umgehen und vieles mehr.

MacBook Air 13

Hätte mir jemand vor zwei Wochen gesagt, dass ich wieder ein MacBook kaufe hätte ich ihn ausgelacht. Aber die Pleite mit dem Lenovo Edge hat mir deutlich gemacht, dass es keine wirkliche Alternative zu einem MacBook gibt, wenn man nicht Windows auf seinem Notebook benutzen will. Ubuntu ist super. Keine Frage. Aber es läuft leider nicht so ganz rund auf den allermeisten Notebooks. Irgendwas funktioniert immer nicht recht. Lüfter, WLAN, Touch, … Die Liste ist lang.

Und außerdem gibt es ja auch noch den Sexyness-Faktor der Macs. Statt grabbliges Plastik in 3cm Dicke hält man 1cm dickes Alu in Händen. Schon schön… Und: außer Apple kann leider kein Hersteller ein vernünftiges Trackpad herstellen.

Tja, was gibt es über das MacBook Air 13 zu sagen?

  • Display: Glossy, 1440×900 und unheimlich gut. Das alte Macbook hatte schon kein wirklich schlechtes Display (z.B. verglichen zu meinem Lenovo X60t) aber das hier ist der Hammer. Bunt, scharf, viel Kontrast und hell.
  • Geräuschkulisse: Ich habe den Lüfter 1x gehört als ich 1.5 GB Updates installiert habe – und das ganze 10 Sekunden lang. Traumhaft. Von der Festplatte hört man natürlich auch nichts, es ist ja keine eingebaut ;-)
  • Wärmeentwicklung: Fehlanzeige. Die wärmste Stelle am Air ist höchstens Handwarm.
  • Gehäuse: Dünn, fragil, leicht, elegant. Aber stabil. Großartig
  • Leistung: Dank der SSD ist das Air gefühlt sehr schnell. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass das Edge mit SSD mindestens ebenbürtig war.

Fazit: ich bin ziemlich begeistert. Bis jetzt konnte ich nichts finden, was mich auch nur im Ansatz stören würde. Ach doch: ich hätte gerne meine beleuchtete Tastatur zurück!

PS: Wer wie ich vor der Wahl 13 Zoll oder 11 Zoll MacBook Air steht… 13 Zoll ist eindeutig die bessere Wahl. Das Display des 13er MacBooks ist schärfer, heller und hat nicht das depperte 16:9 Seitenverhältnis. Außerdem: das 13er Macbook hat etwas mehr Prozessor-Bums und einen SD-Kartenslot. Wer nicht glaubt das Notebook ständig mit sich herumtragen zu müssen, kann getrost zum 13er Modell greifen.

Lenovo Thinkpad Edge 11 (Part 4)

Ich habe heute den ganzen Tag mit dem (durch SSD und 4GB RAM gepimpten) Edge gearbeitet. Ich bin ziemlich begeistert, wie gut das geht… Selbst mein durch Virtualbox virtualisiertes Windows läuft auf dem Kistchen derartig schnell, dass es eine wahre Freude ist…

Mein WLAN-Problem hat nun aber bewirkt, dass ich den Edge zurück schicke. Der selbst übersetzte Treiber läuft nicht richtig und verursacht Probleme mit dem Trackpad und die Alternative den Windows-Treiber via ndiswrapper zu nutzen funktioniert nicht. Gestern habe ich noch geschrieben, dass man eine Half Mini PCIe Karte kaufen könnte und diese in das Edge schrauben. Offen gestanden ist mir das aber zu doof und zudem sind diese Karten doch teurer als zunächst angenommen…

Let’s talk about Windows: Zum Abschluss meines Edge-Experiments war ich kurz versucht Linux Linux sein zu lassen und das gute alte (von Lenovo vorinstallierte) Windows zu verwenden. Nach 10 Minuten hatte ich keine Lust mehr. Das mittlerweile wieder auf “Normalzustand” rückgebaute Edge kriecht verglichen zu Ubuntu formlich unter Windows. Ok, die SSD ist jetzt freilich der langsamen Festplatte gewichen, aber eigentlich sollte ein frisches Windows gut und flott laufen. Aber nein. Das Windows lahmt dank installierter Lenovo-Tools derart, dass der eeePC 12schlagmichtot (mit Dualcore Atom…) meiner Freundin gefühlt schneller ist…

Schade, Schade, … Goodbye Edge!

Lenovo Thinkpad Edge 11 (Part 3)

Im Detail betrachtet fallen doch einige kleinere Kritikpunkte am Edge auf:

So ein ganz “echtes” Thinkpad ist das Edge wohl doch nicht. Die Lüftersteuerung, die man sonst sehr einfach über das thinkfan Tool regeln kann, bleibt unregelbar. Ich habe zudem den Eindruck, dass das was das Edge “von Haus aus” unter Ubuntu macht ziemlich doof ist – mein x60t verhält sich hier entspannter. Erst läuft der Lüfter gar nicht, nach 5 Minuten läuft er kurz recht laut, geht wieder aus und irgendwann läuft er andauernd auf dem selben recht hohen Niveau. Wohlgemerkt ist das Gerät unten, dort wo der Prozessor ist, noch nicht einmal Handwarm. Das Lüfter-Geräusch fiel mir anfänglich nicht auf, da es toll im Hintergrundrauschen untergeht, aber in ruhigen Räumen nervt es doch.

Update: Mittlerweile konnte ich das thinkfan Tool aktivieren. Leider scheint es nicht korrekt zu arbeiten. Setzt man die Level manuell, so fällt auf, dass z.B. Level 5 und 6 gar nicht gehen, d.h. der Lüfter wird deaktiviert. Level 7 gleicht Level 1 :-) und Level 1 dreht auch schon zu hoch. Ich weiß nicht, wie sich der Lüfter unter Windows verhält, aber unter Linux nervt er doch ein wenig, zumal er eher hochfrequent als gemütlich brummelnd ist.

Das WLAN ist ebenfalls seltsam. Die Empfangsanzeige schwankt zwischen einem und drei Balken. Wohlgemerkt sitze ich hier am Tisch und bewege mich nicht. Die FritzBox steht ca. 3 Meter Luftlinie entfernt und bewegt sich ebenfalls nicht.

Das Problem Trackpad/WLAN-Treiber trat aus irgendwelchen Gründen anfangs nicht auf. Lustigerweise “entschloss” sich das Problem bis zwei Stunden nach Installation zu waren (mich in Sicherheit zu wiegen) und schlägt seit dem in 10-15 Sekunden langen Abständen zu. Ich habe v.a. den Eindruck, dass es beim Surfen im Internet besonders schlimm ist und/oder wenn man Dinge aus dem Netz lädt. Scheinbar knallt es genau dann, wenn Daten über die Luft gehen und gleichzeitig an der “Maus” herumgeschubst wird. Lassen kann man den Zustand so jedenfalls nicht.

Die Auflösung des Bildschirms ist für manche Anwendungen (unter Gnome) nicht ausreichend. Die herkömmliche Ansicht von Thunderbird ist z.B. kaum mehr zu gebrauchen. Entweder sieht man die Mailvorschau oder sieht man den Inhalt des aktuellen Ordners. Für beides gleichzeitig ist kein Platz.

Eigentlich bin ich mit dem Edge sehr zu frieden. Aber so manche Punkte sind doch nicht ganz perfekt…

Lenovo Thinkpad Edge 11 (Part 2)

Das Thinkpad Edge ist jetzt mit dem aktuellen 10.10er Ubuntu ausgestattet. Die Installation läuft natürlich problemlos ab und fast alles funktioniert “out of the box”. Die einzigen beiden Komponenten, die nicht oder nur teilweise funktionieren ist WLAN und das Touchpad.

Letzteres funktioniert zwar, das Multi-Touch Scrolling funktioniert aber leider nicht. Wie man das aktivieren kann, habe ich auch noch nicht heraus gefunden – trotz 20 Minuten googeln.

Das WLAN lässt sich aber einfach aktivieren: Zunächst benötigt man die build-essentials. Diese können fix per apt-get installiert werden. Dann benötigt man noch die Sourcen des Treibers. Im Edge ist lt. lspci folgendes installiert:

Realtek Semiconductor Co., Ltd. Device 8176 (rev 01)

Lustigerweise gibt es auf der Realtec-Seite keinen Treiber für dieses Gerät. Lt. diverser Foren und Blogs soll man aber den Treiber eines anderen Geräts verwenden. Dessen Bezeichnung ist rtl8192ce. Der Treiber lässt sich dann per “make” und “make install” übersetzen und installieren. Ich musste zusätzlich die Firmware-Dateien aus dem im Download enthaltenen Ordner nach /lib/firmware kopieren. Rebooten. Tut.

Nach einigen Stunden intensiverer Beschäftigung mit dem Edge kann ich folgendes sagen:

  • das Edge bleibt auch unter Ubuntu verhältnismäßig lauwarm und leise
  • die Geschwindigkeit ist völlig ausreichend. Ich habe nicht das Gefähl, dass das Edge lahmer reagiert als mein verkauftes 2.4GHz Macbook. Ich habe allerdings zwischenzeitlich noch 2GB RAM und meine SSD in die kleine Kiste geschraubt. Die SSD trägt natürlich viel zum gefühlten Speed bei, der RAM bringt Sicherheit, dass auch später ein Windows in einer Virtual Box genügend Platz bekommt.
  • einziges Manko das ich bisher finden konnte ist das Touchpad: dieses setzt nämlich ab und an einige Sekunden aus. Den Grund dafür kenne ich nicht, ich (das Internet und ein Kollege auch) habe(n) aber den Eindruck dass dieses Problem erst nach der installation des WLAN-Treibers für die Realtec-Karte auftritt. Man kann jetzt entweder auf die Zeit setzen und hoffen, dass die Community den Bug findet und fixt oder man installiert einfach eine andere Half Mini PCIE WLAN Karte. Diese gibt es für 20 Euro im Internet zu kaufen und die Installation sollte jedem gelingen.
  • Das bringt mich auch schon zum nächsten Punkt: Am Boden des Edge ist eine einzige Serviceklappe die mit drei Schrauben fixiert ist. Wenn diese offen ist, können Festplatte, RAM und auch die angesprochene Mini PCIE leicht ausgetauscht werden.

Ich muss sagen, dass mir das Edge bisher (auch unter Ubuntu) sehr gefällt. Wenn mich das WLAN-Touchpad Problem nervt kaufe ich noch eine andere WLAN-Karte und schraube dieses in das Notebook.

Ach ja: meine ersten Eindrücke (v.a. Optik, Gehäuse, …) habe ich im ersten Teil meiner kleinen Serie beschrieben.

Lenovo Thinkpad Edge 11 (Part 1)

Als Ersatz für meinen neulich verkauften Mac habe ich mir ein Lenovo Edge 11 ausgesucht. Das kleine Notebook ist mit einen Intel i3 Prozessor mit 1333 MHz und einer 320 GB Festplatte bestückt. 1,3GHz klingen nicht spektakulär, der Prozessor hat aber zwei Kerne und beherrscht Hyperthreading. Für ein (Sub)Notebook das irgendwo zwischen Nettop und vollwertiger Workstation angesiedelt ist also voll ok. Die 2GB voreingebauter RAM sind eigentlich ausreichend, man kann aber dank freiem Slot weitere 2GB für knapp 30 Euro aufrüsten.

Hier eine kurze Mittagspausen-Beschreibung meines ersten Eindrucks vier Stunden nach erstmaligem Einschalten des Edge:

Display: Das Display ist ein Glare-Display, wie leider heute fast schon üblich. Bisher hatten Thinkpads noch Matte-Displays aber das Edge versteht man wohl eher als Consumer-Gerät und hat daher ein Glare-Display verbaut. Seltsamerweise hat das weitgehend ähnliche “Schwestergerät” X100e ein Matte-Display. Das Edge-Display an sich ist genügend hell und löst für die kleine Fläche (11,6 Zoll Bildschirmdiagonale) mit 1366×768 hoch auf. Das 16:9 Bildschirmverhältnis kann man mögen, mir sind “hochformatigere” Bildschirmverhältnisse bedeutend lieber. Verglichen zum Display eines fast doppelt so teuren Macbook Air 11 stinkt das des Edge etwas ab. Das Air-Display ist ca. 25% heller und wirkt insgesammt “knackiger”. Dennoch: Display ist okay.

Verarbeitung: Man kann keine Wunder von einem 550 Euro Rechner erwarten. Das Gehäuse wirkt stabil, ist gut verarbeitet und sieht verhältnismäßig wertig aus. Über die Haltbarkeit kann ich nicht viel sagen. Aber der helle, lackierte Rahmen bzw. der Bildschirmdeckel in Piano-Optik lassen ehrlich gesagt schlimmes erahnen… Fingerabdrücke bzw. Abrieb sind zu befürchten.

Ergonomie: Im aufgeklappten Zustand ist das kleine Lenovo Tipp Topp. Man schreibt sofort blind auf der guten Tastatur, findet Trackpad bzw. Trackpin und kann alles gut bedienen. Das Trackpad ist für ein Notebook dieser Größe groß. Größer zumindest als die Trackpads von T60 und Konsorten. Mit dem hervorragenden Trackpad eines MacBook kann es aber nicht mithalten. Kleiner Trost ist der Trackpin der inmitten der Tastatur sitzt. Neu ist, dass die Fx Tasten oben nun wie bei einem Mac mit Funktionen a la Bildschirm heller/dunkler bzw. Lauter/Leiser belegt wurden. Dies ist sicherlich auch wieder umkonfigurierbar. Was mir nicht gefällt ist das Aufklappen des Edge. Das Gerät ist so leicht bzw. die Scharniere des Deckels so fest, dass man den Deckel keinen Millimeter öffnen kann, ohne die Basis des Notebooks fest zu halten. Außerdem bilden die Trackpad-Tasten mit dem Gehäuse eine Linie. Reißt man das Notebook in der Mitte auf, könnte es passieren, dass man plötzlich eine Trackpad-Taste in der Hand hat. Ansonsten: Der Ein/Ausschalter ist etwas sehr Randnah am Scharnier platziert, so dass man die Finger schön spitz machen muss, um den Rechner in Gang zu setzen.

Optik: Ich finde das Edge “schön”. Wenn “schön” hier das richtige Adjektiv ist. Mir persönlich gefällt es besser als ein MacBook Air 11. Grund ist, dass das Air einen unglaublich dicken Rand um die Tastatur bzw. das Display hat. Störend ist nur der 6-Zellen-Akku, der wie leider oft bei Lenovo üblich hinten hinaussteht. Die Akkuwurst sieht schon etwas “unsexy” aus. Gewöhnungsbedürftig ist auch die rote LED die das i-Tüpfelchen des “ThinkPad”-Schriftzugs auf dem Gehäuse innen und außen darstellt. Ich finde das ziemlich albern.

Hitzeentwicklung und Geräuschkulisse: Meine wichtigsten Kriterien an ein Notebook sind Wärme- und Geräuschentwicklung. Ich betreibe es gerade unter einem vom Stick gebooteten Ubuntu und sichere die Festplatte auf eine Andere. Oben wird das Edge handwarm, unten ist es deutlich wärmer aber nicht heiß. Mein x60t wird vom bloßen herumstehen unter Ubuntu heißer. Der Lüfter des Edge scheint hoch zu drehen aber ist verhältnismäßig ruhig. Hier muss man aber noch tweaken, auf Dauer würde mich das nerven.

Fazit für den Moment: Nice. Ich muss später zu Hause Ubuntu aber noch “richtig” installieren und auch einige Daten auf die Platte knallen. Dann wird man wohl mehr sehen und bessere Aussagen treffen können.

So viel für den Moment. Es werden noch weitere Eindrücke folgen.

Update: Teil 2