BRD – Bananenrepublik Deutschland

Gestern ist bei meinen Eltern eingebrochen worden. Zum Glück waren die Einbrecher nicht sonderlich helle: 1. versuchten sie in der Garage einzusteigen. Dazu hebelten sie glücklicherweise ein Fenster auf das sich nicht öffnen lässt, da das Gestänge des Garagentors zu dicht daran vorbei läuft und so verhindert, dass man das Fenster mehr als 10 cm weit öffnen könnte. 2. waren meine Eltern im Haus, hörten die Herrschaften und konnten diese in die Flucht schlagen. Was dann aber passierte ist wirklich haarsträubend:

Vatter ruft beim Polizeirevier der Nachbarstadt an. Statt einer Funkstreife bekommt er die Telefonnummer des Polizeireviers des Nachbarorts. Die sind nämlich für den Ort zuständig in dem meine Eltern wohnen. Schon mal interessant da man ja glauben könnte, dass die Stadt-Polizei die Einbruchsmeldung einfach selbst fix an die zuständige Stelle weiterleitet. Nö.

Mehrere Anrufe unter der erhaltenen Telefonnummer sind ergebnislos. Es klingelt. Keiner nimmt ab. Vatter ruft also wieder bei der ersten Polizeidienststelle an. Die schicken abermals keine Streife, sondern geben ihm jetzt eine Handynummer…! Und siehe da: Der Anruf auf das Nachbarort-Polizeihandy ist endlich erfolgreich.

Vatter fragt, wieso die Herren Polizisten denn nicht ans Telefon gehen. Antwort: das Telefon ist kaputt. Das sind Zustände wie in einer mittelamerikanischen Bananenrepublik…!

JMStV

Wie ich gerade lese, wird es diese Woche nochmals spannend in der Frage nach dem JMStV: Die verschiedenen Landtage stimmen nämlich ab

… bis dahin kann ich die Lektüre eines Artikels aus dem Lawblog empfehlen: klick. Im Wesentlichen steht dort: “Keep cool. Die Suppe wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird”. Nachdem ich das gelesen habe, bin ich tatsächlich relaxter aber noch nicht so recht überzeugt.

JuSchG JMStV – Was nun?

Eben hatte ich eine Debatte mit einigen Kollegen. Thema war der neueste Geniestreich unserer Führungsriege aus Berlin: der Jugendschutzmedientrallalastaatsvertrag – oder wie das Ding auch immer heißen mag.

Nach einer viertel Stunde hin und her habe ich zumindest eines begriffen: keiner hat einen Plan was tun und keiner weiß welchen Risiken man sich aussetzt, wenn man ein Blog als Deutscher auf deutschen Servern und in deutscher Sprache führt.

Im Zweifel bleibt nur eines: am 1.1.11 den Stecker ziehen.

Tolle Aussichten. Danke Regierung. Wir können alles – außer Internet.

Datenschutz bei Banken

Ich bin seit geraumer Zeit Kreditkarten-Kunde einer großen, spanischen Bank. Vor einigen Monaten stellte diese Bank ihr Online-Portal auf eine neue, verbesserte Version um. “Verbessert” ist allerdings die Aussage der Bank selbst. Seit der Umstellung finde ich mich dort nicht mehr zurecht und “seltsame Dinge” passieren, wenn man dort herumklickt.

Heute schoss das Online-Portal aber den Vogel ab. Ich lade meine Umsätze als PDF herunter, mache die Datei auf und wundere mich über eine Zahlung bei Paypal für 111 Euro. Seltsam. Ich schaue mir nochmals die Daten im Portal an und finde die 111-Euro-Paypalzahlung nicht. WTF? Nochmals auf das PDF geschaut und was lese ich: Name des Kontoinhabers Gerd F. aus H. Ich habe soeben versehentlich die Umsätze eines anderen Kunden über das Webportal einer angesehenen -so sollte man meinen- Bank geladen!

Ich denke, ich werde jetzt mal telefonieren oder Mails schreiben. Bin gespannt, was ich von dieser Bank zu hören bekomme…

To be continued…

Schweinereien auf Kleinanzeigenportalen

Ich habe gestern ein altes Notebook als Kleinanzeige bei Quoka und Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf ins Netz gestellt. Minuten später erreichten mich schon die ersten Mails von Interessenten, die das Gerät kaufen wollten. “Prima”, denke ich, und schreibe den Damen und Herren zurück.

Heute morgen fand ich noch eine Mail in meinem Postfach. Diesmal war der Text aber doch sehr abstrus: eine Dame schrieb auf gebrochenem Deutsch, dass sie ein Notebook für ihren “Knabe Freund”, der in Nigeria wohnt, sucht. Sie selbst wohnt im Ausland und würde mir das Geld überweisen… Ein kurzes googeln nach der entsprechenden Mailadresse brachte mich zu diversen Seiten, auf denen Betrügereien durch diese Mailadresse auf mobile.de und diversen Kleinanzeigenplattformen beschrieben wurden. Angefangen bei nicht erhaltenen Zahlungen (wer verschickt irgendwas ohne vorher Geld zu haben?) bis hin zu Geldwäsche. Mittlerweile hat einer der Interessenten denen ich bereits geantwortet habe -seine Mail war völlig unverdächtig- geantwortet. Und siehe da: auch hier soll das Notebook nach Nigeria gehen. Ab in den Papierkorb damit.

Fazit: Alle verfügbaren Augen auf beim Kleinanzeigenverkauf…! Siehe auch z.B. hier. Man sollte also auf jeden Fall bevor man auf eine Mail antwortet die entsprechende Adresse googeln…!

Tanzverbot!

Ich wusste bis gestern gar nicht, dass Deutschland noch so rückständig ist. In vielen Bundesländern (darunter natürlich Bayern) herrscht an Karfreitag und vielen weiteren Feiertagen Tanzverbot! Diskotheken, Gaststädten usw ist es gesetzlich verboten “über den Schankbetrieb hinaus” Leistungen anzubieten.

Wiki-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot

Mission: Internetanschluss V

Mein toller neuer Internetanschluss entwickelt sich langsam zu einem wirklichen Dauerbrenner. Nachdem ich in der letzten “Folge” gekündigt hatte und auch herausgefunden habe, dass mein Kündigungsschreiben tatsächlich angekommen und nicht verschlampt wurde ereignete sich gestern etwas Neues: mein Handy klingelt und eine freundliche Mitarbeiterin des Anbieters mit stark osteuropäischem Akzent und bayrischem Namen war an der Strippe.

Die gute Frau entschuldigte sich erst mal und eröffnete mir, dass sie (also der Anbieter) das Schreiben in dem mir das Sonderkündigungsrecht ausgesprochen wurde verschlampt hätten. “Normalääärweisä scännen wir solchä Schreibän immer aaain, abär das wurde irgändiwie vergässän”. Deswegen bat sie mich das Schreiben zu ihnen zu faxen.

Von mir aus. Das ist eigentlich nicht mein Problem aber ich bin ja ein netter Mensch :D Ich fragte sie, ob sie mir eine Mail mit der entsprechenden Faxnummer schicken könnte, weil ich gerade nichts zum Schreiben hätte. Darauf folgte der wie immer extrem komplexe Austausch meiner Mailadresse. “hk – also so wie meine Initialien – @ Holger Minus meinNachname Punkt de”. Nach schon drei Versuchen hatte die Dame alles notiert und augenscheinlich auch richtig und fragte abschließend:

“Schraibt man das alläs zusammän?”

Oh Gott. Solch kompetente Mitarbeiter sind der Traum einer jeden Firma…

Bleibt abschließend zu sagen, dass ich noch immer keine Mail von der guten Dame bekommen habe. Wahrscheinlich fand sie das @-Zeichen nicht oder so!

Mission: Internet-Anschluss IV

Zwei Wochen sind ins Land gegangen, ein Techniker hat mich besucht, ich habe eine tolle neue TAE-Dose bekommen aber die Telefon-Leitung rauscht noch immer wie ein Wildbach bei Schneeschmelze… Kurz gesagt: Telefonieren geht noch immer nicht oder zumindest schlecht. Doof. Meiner Bitte einfach den Telefon-Teil des Anschlusses abzustellen und dafür DSL-Only anzubieten (das geht bei meinem Provider) wurde auch nicht entsprochen – so kann ich mir eine Sipgate Flatrate kaufen und muss nicht auch noch die Festnetz-Flatrate vom Provider zahlen…

Lustigerweise kam am Tag nach dem Stellt-das-Telefon-ab-Telefonat ein Schreiben vom Provider bei mir an, in dem mir wg. der fehlenden DSL-Leistung ein Sonderkündigungsrecht ausgesprochen wurde. Danke. :D Also ein freundliches Kündigungsschreiben getippt und zum Provider gefaxt. Schließlich gibt es auch noch andere DSL-Provider mit DSL-only Tarif (und das sogar billiger). Das war auch schon vor einer guten Woche.

Also habe ich eben bei meinem Provider angerufen:

- Hallo, ich würde gerne wissen, ob meine Kündigung angekommen ist.
- Wie ist denn die Kundennummer?
- Habe ich nicht da, aber die Telefonnummer zum Anschluss lautet nnnnnnn
- Ja eigentlich darf er ohne Kundennummer nichts sagen wann die Kündiung wirksam wird…
- Das interessiert mich auch nicht, ich will nur wissen ob die Kündigung angekommen ist.
- Über diese Information können wir reden … Wir legen großen Wert auf Datenschutz…!
- Na wenigstens auf Etwas…! (Böse, böse, …)
- Die Kündigung ist da, Stempel 2. Feburar…
- Und wie lange dauert es, bis man eine schriftliche Antwort samt Kündigungstermin erhält?
- Ja bei so kurz laufenden Verträgen muss da XY drüber entscheiden, ob man überhaupt künigen darf! So einfach geht das nicht
- Ja aber wieso habe ich dann das Schreiben mit dem Sonderkündigungsrecht erhalten!?
- Ööööööh…

Kasperlestheater…!