Archive for the 'Wahnsinn' Category

Die Killer-Omi

Von Gewalt gegenüber alten Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln ließt man ja (leider) des öfteren. Von Gewalt gegen junge Menschen (leider) auch. Von Gewalt von alten Menschen gegenüber Jungen hat man aber bis Dato noch nichts gehört. Diesem Missstand muss ein Ende gesetzt werden! Somit dient dieser Beitrag zur sozio-kulturellen Aufklärung und macht quasi auf ein tot geschwiegenes Tabu-Thema aufmerksam (*mit erhobenem Finger in der Luft herumwedel*): Randalierende Rentner.

Die Tage war ich mit dem Bus unterwegs - ich versuche es ja zu vermeiden, aber manchmal hat man einfach keine Wahl. An einer Haltestelle stieg ein Mann nebst 2-3jährigem Sohn und Kinderwagen ein. Der gute Mann verstaute erst mal Sohn und Buggy auf bzw. neben einem Sitzplatz und wankte dann im schon fahrenden Bus zum Fahrkartenautomaten.

Dabei touchierte er versehentlich die Schulter einer älteren Dame mit seinem -dank Kreisverkehrzentrifugalkraft aus der Bahn geworfenen- Hinterteil. Die alte Dame regte sich tierisch auf, ballte ihre knöchrigen Hände zu noch knöchrigeren Fäusten und schlug mit all ihrer zur Verfügung stehenden Kraft auf den Rücken des Mannes ein. Die Szene wirkte doch leicht surreal… Der Geschlagene hat weder etwas von dem Gewaltausbruch der alten Lady noch von der ungewollten Hintern-Schulter Kollision mitbekommen und wankte weiter.

Jetzt wurde die Oma erst wirklich wild, fing an zu schimpfen wie ein Rohrspatz und krähte dem Mann irgendwelche unflätigen bayrischen Kraftausdrücke -ich meine ich hätte irgendwas von “Saubua” verstanden- hinterher. Der Beschimpfte drehte sich um, ließ die Tirade wortlos 5 Sekunden über sich ergehen, schüttelte den Kopf, drehte sich um und kaufte sein Ticket.

Die anderen Fahrgäste verfolgten mittlerweile das Schauspiel mit ähnlicher Belustigung wie damals die Szene beim Bäcker und freuten sich ob der unerwarteten Abwechslung im Bus. Der kleine Bub fand das ganze wohl weniger Amüsant; Omis, die seinen Papa verkloppen, passten nicht in sein Malbuchweltbild. Ich schätze er schlief in der anschließenden Nacht schlecht und hat seinen Lebtag ein Trauma…

Auf dem Weg zurück musste der Mann wieder an der Alten vorbei. Die fing natürlich sofort wieder an zu schimpfen. Der Mann blieb stehen, tätschelte der Alten die Schulter, sagte laut hörbar…

“Woas wos? Wenn da hoam kimmst, dann trink’st a Helles. Dann bist ah’ a Moi wieder a bisserl geschmeidig*”.

… und stapfte weiter. Die Leute kichern, die Omma war still und das Schauspiel zu Ende. Schade eigentlich *g* Ich sollte wohl doch öfter mit dem Bus fahren. Zumindest ab und an ist das wohl doch ganz lustig.

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* Wissen sie** was? Wenn sie heim kommen, dann trinken sie ein Bier. Dann sind sie auch wieder etwas entspannter
** Der Bayer an sich duzt sich quasi immer. V.a. in solchen Situationen. Deswegen ist ein bayrisches “du” mit dem englisch “you” gleichzusetzen… Nie vergessen: Bayern ist so ein bisschen das Texas von Deutschland.

Baustellen zum Schulanfang

Am Dienstag hat die Schule hier wieder angefangen. D.h. auch der letze Münchener ist aus dem Urlaub zurück, um sein Kindl in die Schule zu schicken. Das wiederum heißt, dass auch die lieben Eltern wieder zur Arbeit müssen. Und jetzt sind wir auch schon am Knackpunkt: Das Verkehrsaufkommen ist seit letzer Woche um -seien wir mal vorsichtig- ein Viertel gestiegen. Supi…!

Pünktlich zum Schulanfang hat die örtliche Baubehörde (oder die örtlichen Baubehörden?) zudem beschlossen, dass es an der Zeit ist allerlei Straßen aufzugraben, um irgendwelche mysteriösen Dinge zu tun. So hat es seit Montag auf meinem Arbeitsweg plötzlich sage und schreibe 3 Löcher in den Straßen. Wo früher glatter Asphalt und freie Bahn war, staut es jetzt. Danke dafür. So brauche ich keine 15 Minuten mehr zur Arbeit, sondern gute 35*.

Warum um alles in der Welt, kann man diese Baustellen nicht IN den Ferien lostreten und am besten auch fertig stellen? V.a. wenn es relativ kleine sind, die an neuralgischen Kreuzungen sind?? Warum wartet man damit bis die Straßen ohnehin wieder voll sind??? Manchmal kapier’ ich es wirklich nicht…
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* ja ich weiß, mit diesen 35 Minuten bin ich in München noch immer ganz weit vorn…

Sicherheitswahn

Ich versuche eben ein Passwort auf einem der Server hier zu ändern. Eine “Aufzeichnung” des “Gesprächs” zwischen Server und mir über die Konsole ist unten zu lesen:

passwd: Passwort wird für xxxxxxxx geändert
Bitte geben Sie Ihr existierendes login-Passwort ein: [ALTES PASS]
Neues Passwort: [VERSUCH 1]
passwd: Das Passwort muss mindestens 1 Sonderzeichen enthalten.

Bitte versuchen Sie es erneut
Neues Passwort: [VERSUCH 2]
passwd: Das Passwort muss mindestens 2 Großbuchstaben enthalten.

Bitte versuchen Sie es erneut
Neues Passwort: [VERSUCH 3]
passwd: Zu viele gleiche Zeichen hintereinander. Zulässige Höchstanzahl ist 1.
Erlaubnis verweigert

Sehr fein, noch ein Versuch:

Ich weiß jetzt, dass 1 Sonderzeichen, 2 Großbuchstaben und keine 2 gleichen Buchstaben hintereinander akzeptiert werden.

passwd: Passwort wird für xxxxxxx geändert
Bitte geben Sie Ihr existierendes login-Passwort ein: [ALTES PASS]
Neues Passwort: [VERSUCH 4]
passwd: Die ersten 256 Zeichen des alten und des neuen Passworts müssen sich um mindestens 7 Positionen unterscheiden.

Bitte versuchen Sie es erneut
Neues Passwort: [VERSUCH 5]
passwd: Das Passwort beruht auf einem Wort aus dem Wörterbuch.

Bitte versuchen Sie es erneut
Neues Passwort: [VERSUCH 6]
Bitte geben Sie das neue Passwort nochmals ein: [VERSUCH 6]
passwd: Passwort wurde für xxxxxxxx erfolgreich geändert

1 Sonderzeichen, 2 Großbuchstaben, keine 2 gleichen Buchstaben, die nächste Bedingung verstehe ich nicht und kein Bestandteil aus dem Duden… Das sind so viele Restrictions, dass es höchstens 5 Passworte geben kann, die alle Restrictions erfüllen… *g*

1 x Passwort ändern (und nebenher bloggen): 10 Minuten Zeit verbraten.

Fantastisch.

Advent, Advent…

Der schönen Tradition folgend, möchte ich auch die diesjährige, erste Sichtung von Weihnachtsgebäck, Stollen, Plätzchen und dem ganzen Plunder photographisch dokumentieren:

Euch allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch!

PS: Und ich hatte doch recht! Es wird Herbst!

Zitat des Tages:

“Die Putzfrau war grad da und hat das Zeug aus dem Papierkorb gelöscht.”

Nicht-Computernutzer sagen wohl statt dessen: “… hat den Papierkorb geleert”.

Mai oh mai! Ich brauch Urlaub.

Voll für den Ar$<4

Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten, dass ich jemals über feuchtes Toilettenpapier bloggen würde. Heute muss es aber ausnahmsweise doch mal sein… :D Wer jetzt sagt “aber das ist doch kein Thema für’s einen hochqualitativen Blog”, dem kann ich entschuldigend sagen, dass es im Prinzip ja gar nicht um das Papier als solches, sondern eher methaphorisch um die komplette Dummheit Idiotie Blödheit Unfähigkeit Gedankenlosigkeit der Produktdesigner gehen soll… Pars pro toto, quasi. Oder so ähnlich.

Vor ein paar Tagen habe ich in einem bestimmten Lebensmitteldiscouter eine Nachfüllpackung für die leere Box mit dem Papier für feucht fröhliches Wischvergnügen gekauft. Eigentlich sollte man ja glauben, dass der Inhalt einer Nachfüllpackung -egal für was- in die nachzufüllende, leere Box passen sollte. Ein Klotz Butter passt ja auch in eine Butterdose, nicht wahr?

Sollte! Konjunktiv. Komplette Fehlanzeige:

Das Zeugs ist zu breit und passt noch nicht einmal annährend in die Dose. Es scheint wohl auch noch das extra breite Papier für den XXL-Premium-Hintern zu geben.

Falls also jemand mal bei mir vorbei kommen sollte und sich wundert, wieso eine Tupperdose auf dem Schränkchen neben dem Klo steht, … Nicht wundern. Da ist das Klopapier drin.

Die besten Bayern…

… behauptet wenigstens die Image Kampagne vom Ländle! :-)

Wiki auf Boarisch

Hilf Himmel: Es gibt eine bayrische Übersetzung der Wikipedia…

Beispiel: “Ois an Kompiuta bezeichnet ma a Kistl aus Blech oda Blastigg, in dem an Haufa Elektronigg drinsteggt. Zu am Computer g’heat a Buidschiam oda sunst irgand a Ausgabegerät (in da Fachsprach nennt ma des “Peripheriegerät”), wos oahm de Ergebnis vo de Berechnungan, de im Kistl g’macht woan san, ozoang duat. Um de Rechnungen ins Kistl einzumbringa, is a Eingabegerät notwendig. Heitigndogs is des im Regelfoi a Maus und a Tastatua.”

Herr schmeiß Hirn herab!

Ich, der Schornsteinfeger aus Leidenschaft

Gestern beim Abendessen klingelte mein Handy. Böses Ding. Ich will mein gutes Nichtmensaessen essen. Dran war eine ältere Dame, die offenbar einen Schornsteinfeger sprechen wollte. Strange. Dieses Happening hatten wir doch schonmal. Damals aber kurz nach 6 in der Früh… Dann doch lieber beim Abendessen.

Die Dame war glaube ich schon etwas Altersstarrsinnig, weil sie sich selbst nach dem dritten STOP nicht abbringen ließ, mir ihr leid zu klagen. Naja, jetzt weiß ich wenigstens, was Frau Else Kächele* aus Ulm morgen Mittag so macht.

Nachdem ihre Verbaldiarrhoe erst einmal gestillt war, löste sich das Rätsel, wieso “ständig” Menschen für den Schornsteinfeger bei mir anrufen auch endlich auf. Der Feger hat wohl fast die gleiche Nummer wie ich, nur eben mit einer 6 am Schluss und nicht mit einer 8. Und offenbar verschickt der gute Herr nette Postkärtchen, mit denen er seinen werten Besuch avisiert (”legen sie 68€ abgezählt bereit”) und darauf ist auch ein Stempelabdruck mit Name, Adresse und seiner Handynummer aufgebracht. Scheinbar ist der Stempel mittlerweile so verwantzt, dass kein Mensch mehr die letzte Ziffer hinten entziffern kann. Super. Und da “6″ und “8″ sich sowieso ähnlich sehen, landen ab und an Menschen bei mir. Ganz große Nummer!

Ich glaube ich brauche eine neue Handynummer. Die alte von Dieter Bohlen oder Gunter Sachs wäre toll. Da rufen sicher ständig tolle Frauen an :D Nicht so alte Schachteln, wie bei mir…!

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* Name von der Redaktion geändert

Knofel à la Surprise

Heute habe ich eine vortreffliche neue Möglichkeit kennen gelernt, wie man eine am Vormittag auf’s gründlichste geputzte und wohlriechende Küche in ein stinkendes Schlachtfeld verwandeln kann.

Dazu braucht man nur folgendes:

  • ein Glas mit Schraubverschlüss
  • 2 Knollen frischen Knoblauch
  • Olivenöl
  • einen Kühlschrank
  • 6 Wochen Zeit

… und den guten Vorsatz Knoblauch durch Einlegen in Öl zu konservieren.

Liebe Leser: das ist eine denkbar blöde Idee.

Heute beim Öffnen des “konservierten” und an und für sich wunderbar appetitlich aussehenden Knoblauchgläschens passierte nämlich folgendes: zuerst gab es einen “Plopp”, dann ca. 3 Sekunden später begann der Inhalt des Glases zu sprudeln(!). Zuerst blubberte es nur ein wenig aus einzelnen Zehen, dann blubberte schlagartig die ganze Füllung des Glases. Etwa so, als ob man eine Flasche mit Hefeweizen schüttelt und dann den Kronkorken abmacht. Der geübte Hefeweizentrinker weiß, was jetzt kommt: Schaum. Und exakt den, produzierte auch das Knoblauchglas. Olivenölschaum mit giftigem Knoblauchgammelgas in den Bläschen. Da weder meine Freundin noch ich jemals explodierende Knoblauchdauerkonserven erlebt haben, standen wir beide staunend und mit heruntergeklappter Kinnlade andächtig vor dem auf die Küche schäumenden Glas…

Was ist eigentlich das olfaktorische Pendant zu “Ohren betäubend” oder “Nerven erfetzend”? Nasenschleimhaut zerfressend? Genau so stank jedenfalls das Zeugs… Zum Ko**en!

Eine halbe Flasche Spühli, eine Rolle Küchentücher und diverse Spritzer Spiritus später, war die Arbeitsfläche von der Küche auch wieder sauber, ölfrei und in einem geruchlichen Zustand, der als halbwegs “neutral” bezeichnet werden konnte.

Wichtiges Memo an mich: Knoblauch nicht in Olivenöl einlegen. Es sei denn, man möchte zu hause Tränengas produzieren.