Pandemie – Bist du schon dabei oder sympatisierst du noch?

hazardIch muss sterben. Also nicht heute oder morgen (zumindest, wenn ich nicht aus Langeweile eingehe) aber irgendwann halt mal. Das dumme ist, dass ich jetzt erst einmal mir die Wartezeit bis dahin mit  (Schweine*)-Grippe vertreiben darf. Ok: zumindest die nächsten paar Tage.

Was wollte ich eigentlich schreiben? Ach ja: Es gibt eine nette

Schweinegrippe-Verbreitung-Karte auf Google Maps. Wenn morgen ein Pin irgendwo bei München steckt, bin ich das. Und das da sind die Symptome der Krankheit:

  • plötzlich einsetzendes hohes Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Husten
  • Schwächegefühl
  • häufig auch: Schnupfen und Halsschmerzen
  • Übelkeit, Durchfall, Erbrechen

Somit hätte ich genügend gesundheitliche Aufklärungsarbeit für heute geleistet und widme mich wieder wichtigen Dingen: Talkshows und Büro-Mails!

__________
* Nein, ich habe keine Schweinegrippe. Nur eine dumme Sommergrippe *g* Liebe Zeitungsverlage, ihr braucht nicht mehr anzurufen oder Mails zu schreiben…

Schulweg-Darwinismus

Wie konnten wir Kinder eigentlich “damals” den Weg in die Schule überleben? Uns hat man halt am Anfang der 1. Klasse zwei, drei Mal gezeigt, wie man den Weg zur und von der Schule möglichst noch lebend, unverbeult und ohne Zwischenstopp in der Intensivstation meistert und das war es dann auch schon. Wer es nach der Woche Training noch nicht kapiert hat, erreichte eben nie die 2. Klasse – aber das war dann für den menschlichen Genpool vielleicht auch nicht das schlechteste. Darwinismus nennt sich das glaube ich.

Heute ist das irgendwie anders – zumindest in dem schönen Ort durch den ich jeden Morgen zur Arbeit zu fahren pflege. Ok, zugegeben: dort wälzt sich auch sehr viel Verkehr durch aber es steht dafür auch alle 50 Meter eine Ampel die nach 300 Millisekunden unbarmherzig den Straßenverkehr stoppt. Wir hatten damals nicht einmal eine elektrische Straßenbeleuchtung auf dem Schulweg *1) – so arm *2) waren wir – und eine Ampel war ein Ding aus einer anderen Welt. :D An jeder (!) Ampel in diesem schönen bayrischen Dorf steht seit anfang des Schuljahrs (also seit ca. 10 Monaten!) ein Mensch, gewandet in eine lustige grellgrüne Warnweste und bewaffnet mit einer hölzernen “Stop-Polizei”-Kelle: der Schulwegdienst. Bei uns gab es das damals nicht. Damals gingen die Menschen noch arbeiten.

Ich lasse mir so einen Schulwegdienst ja noch in der ersten Woche vom Schuljahr gefallen. Auch in der zweiten und dritten. Und ich lasse es mir auch gefallen, dass so ein Mensch den Kindern beibringt, wie eine Ampel funktioniert. Aber in dem Ort finde ich das schon etwas lachhaft: da latscht so ein Dreikäsehoch, alternativ auch eine Ommi mit Rolator ‘gen Ampel. Das “Ampelmännchen” wirk aktiv und haut eifrig wie ein Kandidat in einer Quizshow bei der 1.000.000-Euro-Frage auf den Ampel-Buzzer. Als Fußgänger hat man quasi keine Chance die Ampel selbst zu bedienen. Jetzt wird’s aber erst wirklich interessant: sobald die Autos stehen, springt der Mensch vom Schuldienst to-des-ver-ach-tend auf die Mitte der Straße, versperrt dem ohnehin schon stehenden Verkehr den Weg und reißt seine Kelle *3) hoch und winkt Kids oder die Ommi über die Ampel.

Sind bayrische Kinder, Rentner und Autofahrer eigentlich dümmer als die in Baden-Württemberg? Braucht es Ampeldrücker-und-sich-in-den-Wegsteller tatsächlich!? So ein Schulwegdienst ist ja schön und recht und ehrlich gesagt wäre mir als Erziehungsberechtigter eines Erstklässlers auch nicht ganz wohl, wenn mein Kind ohne Training auf diese Straße losgelassen würde… Aber man kann auch alles übertreiben.

__________
*1) Das war noch nicht einmal ein Witz.
*2) Ok, am Geld lag es vielleicht doch nicht. Es gab halt einfach keine Laternen an der einen Straße
*3) Erinnert sich noch jemand an He-Man? Genau so sieht das aus :D

Happy Birthday, …

… lieber Nachbar, Happy Birthday to you!

Meine Nachbarn werden mir immer suspekter: Letzten Freitag stand ein 15mann-GSG9-Sturmtruppenkommando vor der Haustür von Nachbar A und probte den bewaffneten Häuserkampf. Gruselig. Heute stand eine 10mann-Blasmusikkapelle vor Nachbar B’s Garten und spielte “Happy Birthday”. Und das exakt um 6:15 in der Früh! Noch grusliger!

Ich muss ganz dringend in eine ruhigere Wohngegend umziehen… Dringend!

Mein Nachbar, der Schwerverbrecher?

Ich wohne bekanntermaßen in einem kleinen Kaff vor den Toren Münchens. Das schlimmste was einem dort so passieren kann ist, dass Samstags die Brezen beim Bäcker schon um 9 Uhr ausverkauft sind oder dass man im Aufzug stecken bleibt. Dachte ich zumindest bis gestern.

Gestern Nachmittag fuhr ich mit dem Auto nach Hause und musste ca. 50 Meter von unserer Wohnung hinter einem hässlichen grauen Kastenwagen halten. Der Depp fuhr und fuhr nicht weiter.  Ich wollte gerade freundlich hupen, als etwas merkwürdiges passierte:  ein Mensch in schweren Springerstiefeln, schwarzem Kampfanzug, kugelsicherer Weste, Pistolengürtel, Visierhelm, Skimaske und einer freundlichen Heckler&Koch samt Rotpunktvisier und Scheinwerfer trat um den Kastenwagen. Krass. 

Peace Bruder! Es macht mir gar nix aus zu warten…

Jetzt ging es aber erst richtig ab. Der Kastenwagen zockelte los und machte etwas Platz. Aus der noch eben verdeckten Hofeinfahrt der Nachbarn fuhren 3 schwarze 5er BMW mit je 4 von diesen freundlichen, im Kampfornat gekleideten Herren und zusätzlich noch ein zweiter Kastenwagen.

Oooookay…!? 

Jetzt war ich dann doch beeindruckt. Nein, eingeschüchtert trifft es dann doch eher. Und vor allem: ich war beunruhigt… Hat sich Bin Laden etwa in Bayern verschanzt? Oder ein Drogendealer?? Ist der Nachbar ein gesuchter Kinderschänder oder Mörder!??? Oder hat er seine Mülltonne nicht ausgewaschen oder versehentlich Alufolie in die Grünguttonne gepackt?! Ich weiß nicht, welche Strafe in Bayern für so ein Vergehen steht ;-)

Sehr, sehr seltsame Sache…!

Wohnungsbesichtigungserlebnisse, Teil 3

Die Wohnungssucherei beginnt mich langsam aber exponentiell wachsend zu nerven. Wir haben letzte Woche eine tatsächlich superschöne Wohnung in dem von uns präferierten Örtchen vor München gefunden und sofort unser eindeutiges Interesse bekundet: “Wollen Wohnung haben. Am besten gleich. Wir müssen zum Monatsende kündigen.”. Mit “superschön” meine ich übrigens wirklich sup-er-schön. Die Vermieter – eine ältere Dame die unterhalb unserer potentiellen Wohnung wohnt und ihr Sohn, der für sie die Abwicklung der Vermietung managed – versprachen sich bis aller spätestens letzten Samstag zu melden.

Was natürlich nicht geklappt hat war, dass die Damen und Herren sich meldeten. Samstagnachmittag war ich so frei und rief bei der älteren Dame an (vom Sohnemann haben wir nur die Geschäftsnummer) und sprach ihr meine Telefonnummer nebst der Bitte zurück zu rufen auf’s Band. Samstagabend: nichts. Sonntag: nichts. Montag rief ich dann bei Sohnemann im Büro an und musste mir erst 2 Minuten komische Ausreden anhören: “Ich habe ihre Telefonnummer verloren und außerdem hat der Anrufbeantworter die Hälfte ihrer Nachricht inkl. Telefonnummer verschluckt”. Is’ klar, näh. Aber: ich erhielt wenigstens einen Termin für ein zweites Gespräch und den Eindruck, dass die beiden uns als Mieter wollen, nachdem man noch ein paar Punkte geklärt hat. Ich betonte nochmals, dass uns sehr daran gelegen ist den Mietvertrag noch in diesem Monat zu unterschreiben, damit wir unsere jetzige Wohnung fristgerecht kündigen können… Sohnemann: “Ja, das ist überhaupt kein Problem”.

Vorgestern (Dienstag) war Gesprächstermin Nummero Zwo. Nach einer halben Stunde beidseitigem Frage-Antwort Spielchen waren wir eigentlich der Meinung, dass alles klar sei. Pustekuchen: Sohnemann verkündete plötzlich: “Morgen (Mittwoch) kommen auch noch zwei Leute”, was bei uns die Kinnladen ‘gen Süden klappen ließ. Damit haben wir nicht mehr gerechnet… Sohnemann versprach aber auch sich sofort bei uns zu melden. Ich betonte nochmals: “wir brauchen die Entscheidung bald. Am besten noch am Mittwoch”. Er: “Gar kein Problem”.

Der aufmerksame Leser weiß jetzt sicherlich, was gestern (Mittwoch) passiert ist. Äh, NICHT passiert ist: Sohnemann hat nicht angerufen. Wir riefen daher gestern Abend bei Frau Mama an. Die erzählte uns wieder eine Geschichte vom Pferd: “Die Frau vom Sohn ist krank geworden, er hatte keine Zeit zum anrufen, sie weiß von nichts und wir sollten bei ihm anrufen”. Okay…? Weiß die gute Frau nicht, an wen sie vermietet? Darf die das nicht entscheiden? Komische Nummer! Wir sagten zu der guten Frau, dass wir keine Telefonnummer haben. “Ja die darf ich ihnen dann auch nicht geben. Warten sie bis morgen”. Ganz toll.

Ich habe wegen der komischen Nummer ein verdammt blödes Gefühl über diese Leute entwickelt und wüsste noch nicht einmal, wie ich mich entscheiden würde, wenn der Typ anruft. Unter normalen Umständen – bei einer durchschnittlichen Wohnung – hätte ich spätestens gestern den Leuten einen verbalen Stinkefinger gezeigt… So weiß ich es aber echt nicht, was tun…

Gut, dass es die Wiki gibt…!

Heute gibt es folgendes in der Mensa: Münchner Schweinepfeffer mit Blaukraut und Knödel oder B.n.W. für 3.85

Was zum Geier ist bitteschön Schweinepfeffer? Eine bestimmte Würzmischung für Schweinebraten? Ab zu Wikipedia mit dieser Frage:

Schweinepfeffer ist ein kräftig gewürztes Schmorgericht aus mariniertem Schweinefleisch, dessen Sauce traditionell mit Schweineblut gebunden wird.

Ich glaube, ich geh’ mir eine Brez’n kaufen!

Makler – Eine Begegnung der unheimlichen Art

Vor ein paar Tagen hatten wir ja das spassige Erlebnis mit der Maklerin im Aufzug. Die Dame schoss nun aber den Vogel völlig ab…

Gestern flatterte der bestellte Grundriss der besichtigten Wohnung nebst einem Exemplar der berüchtigten Selbstauskunftbögen in meine Mailbox. Ich schaute kurz den Selbstauskunftbogen an, weil ich wissen wollte was man da so angeben muss — moment Mal! Da steht doch schon was drin! Also nicht der Name meiner Freundin und meiner, sondern vielmehr der von anderen Leuten. Wohlgemerkt nicht nur der Name, sondern auch mehrere Telefonnummern, Anschrift, Arbeitgeber, Nettoverdienst, Familienverhältnis, zahl der Hauskatzen usw usw…

Ich dachte (nein: ich hoffte) noch anfangs, dass der Bogen mit irgendwelchen Beispieldaten ausgefüllt sei – so in der Art “Max Mustermann und Maximiliane Musterfrau wohnhaft im Beispielweg – schmiss die Namen aber interessehalber in Google. Eh voila: ein XING-Profil von ihm, ein Xing-Profil von ihr. Beides Akademiker in leitender Position (daher auch das horrende Gehalt) angestellt bei einem führenden Halbleiterentwickler…

Das heißt: diese Leute gibt es wirklich! Wir reden nicht über Herrn und Frau Mustermann… Und das heißt wiederum: diese … Maklerperson ist blöd ungeschickt genug und verschickt versehentlich (hoffen wir es mal!) Daten von Kunden an andere Kunden!

Ich war darauf so frei und schrieb der guten Dame eine “freundliche” Mail: Wenn ich noch an der Wohnung interessiert wäre, würde ich mit ihnen garantiert keine Geschäfte machen, wenn ich sehe wie fahrlässig sie mit ihren Kundendaten umgehen…

Es ist wirklich unfassbar… Verdienen 2,x Monatsmieten pro vermieteter Wohnung quasi mit Nichtstun und sind dann noch nicht einmal Fähig sauber zu arbeiten…

Wohnungsbesichtigungserlebnisse, Teil 2

Wir waren vorhin wieder Wohnungen gucken. Diesmal sind zum Besichtigungstermin noch andere Leute angetreten. Zugegen waren außer den Interessenten noch der Vermieter und die jetzigen Mieter…

Interessentin: “Sind Katzen in der Wohnung erlaubt?”

Vermieter: “Nein, meine Mutter hat eine Katzenhaarallergie”.

Interessentin (angepisster Tonfall): “Dann hat sich’s schon erledigt. Unsere Katze behalten wir….. Ja und was macht sie dann dann mit Katzen die im Garten rumlaufen”?

Jetziger Mieter: “Joh doh hat’s a Schortflint’n. Die schiast die immer ob”.

Bombastisch *lol*

Spass im Aufzug!

Samstag hatte ich mein erstes Mal im Aufzug: mit meiner Freundin, dem Besitzer der Wohnung die wir ansehen wollten und einer Maklerin. Nein, nein, … Nicht was man jetzt vielleicht denken könnte! Ich bin das erste Mal in meinem Leben mit dem Aufzug stecken geblieben, olé!

Ich dachte bisher ja echt, dass es steckenbleibende Aufzüge nur im Film gäbe und zwar nur in den ganz billigen Hollywood-Klamotten. Aber nein, so etwas gibt es sogar in der bayrischen Outbackidylle in der Nähe von München Samstagvormittags kurz nach 11 wo sonst die Welt noch in bierseliger Ordnung ist.

Nach dem sanften Stoß des steckenbleibenden Aufzugs erbleichte die wohlgetünchte Maklerin derart, dass es sogar  noch durch die Make-Up Schicht sichtbar war. Wie in den schon angesprochenen Hollywood-B-Filmen fing sie auch logischerweise und absolut klischeemäßig an zu hyperventilieren. Nachdem sie ihre Atmung wieder halbwegs unter Kontrolle hatte, zückte sie ihre  beiden Handies und stellte fest, dass keines davon Empfang hatte. Sie wimmerte los wie ein Veteran mit Bauchschuss irgendwo in den Sümpfen Südostasiens: “Wir werden hier drin sterben und ich kann noch nicht mal meinem Schatzi anrufen und mich verabschieden”. Ok, ganz so schlimm war es nicht, aber es war ziemlich nahe dran…

Nachdem der Vermieter und ich mit liebevoller Brachialgewalt die innere Aufzugtür aufgebrochen hatten, hatte unsere Maklerfreundin auch plötzlich wieder Netz und konnte “Schatzi” anrufen. “Schaaaaaatzi”, quakte sie in den Hörer, “du musst gaaaaaanz schnell kommen. Wir stecken hier im Aufzug fest und du musst die Tür aufbrechen”. Die Antwort von Schaaaaatzi verstand zwar keiner, ich vermute aber mal, dass er belustigt war. Sie herrschte ihn nämlich an: “Jetzt hör’ bloß auf zu lachen und komm sofort her und hilf mir gefälligst”…

Nach der Telefonaktion der guten Dame, kam endlich jemand auf eine sinnvolle Idee: den Notrufknopf des Aufzugs drücken. Schon nach 3 Minuten quakte eine gelangweilte Dame aus dem Lautsprecher: “Halloooo…? Sind sie stecken geblieben?”. Ja. Die alternativ passende Antwort: “Nein, wir machen hier einen netten Sit-In im Aufzug und rauchen Joints aber das Gras ist alle… Liefern sie welches in den Aufzug?” behielt ich für mich. Nachdem geklärt war dass und wo wir festsitzen kam noch die Frage des Tages: “Wie viele sind sie denn? Zwei??”. Ich hätte am liebsten gefragt ob das was ausmacht. So nach dem Motto: Einzelpersonen werden nur werktags gerettet, bei zwei dauert es am Wochenende 4 Stunden aber ab drei Personen lohnt es sich und es geht schneller… Egal.

Interessanterweise wurden wir ca. 15 Minuten später von einem Nachbarn (!) mit Aufzugspezialausbildung (!!) und passendem Aufzugnotentriegelungswerkzeug (!!!) befreit. Das Problem kommt bei diesem Aufzug wohl des öfteren vor und der Herr würde zum Aufzugersthelfer ausgebildet… Und siehe da: Schaaaatzi kam jetzt auch und war bereit seine Holde aus dem eine halbe Etage tiefer liegenden Aufzug zu ziehen. Ich meinte noch halblaut zu meiner Freundin, “das ist normalerweise der Zeitpunkt, an dem der Aufzug noch ein Stück nach unten sackt und die sich rettenden halbiert” :D   Ich weiß nicht ob die Maklerin das gehört hat, aber sie schoss wie der geölte Blitz nach oben durch die halboffene Aufzugtür und fiel Schatzi schreiend in die Arme.

Nervenzusammenbruch? Nope. Sie hatte die einzig scharfe Kante in diesem Aufzug gefunden, an der man sich irgendwie verletzen konnte und riss sich die Hand daran auf. Mit “aufreißen” meine ich jetzt nicht, dass ihre Hand in Fetzen hing, sondern eher, dass sie leicht angemackt war. Mein “Druckverband” bestehend aus einem Tempotaschentuch ließ den Blutstrom aus der lebensbedrohlichen Verletzung auch fix versiegen…

Ich habe wirklich selten ein so hysterisches Weib erlebt… Wenn ich das nächste Mal im Kino sitze und eine Imaufzugfeststeckundpanikszene sehe, dann kann ich jetzt wenigstens sagen “so war’s damals auch bei uns” ;-)

Schornsteinfeger, Take 3

Heute morgen war es mal wieder so weit: Ein Schornsteinfegeranruf für mich *freu*Das Telefon klingelt gerade als ich aus dem Auto aussteige… Es war -wie könnte es anders sein- eine ältere Dame mit brüchiger Stimme und undefinierbarem Dialekt dran, die mir folgendes ins Ohr krähte:

Frau: Weeeeeeeeeermann* hier. Isch ruuufe an weeeschen dem Lijusterweeeech*…

Ich: Huh?
Ich [5 Sekunden später]: Bitte was? Ich habe den Namen nicht verstanden.

Frau: Weeeeeeeeeeeeeer-mann*. Giiii-seh-laaa*.

Ich: Und um was geht’s?

Frau [denkt wahrscheinlich "ist der Typ taub oder blöd"]: Den Lijusterweeeech

Ich: Aha…. [Pause - denken - 8:03 ist noch keine Zeit - konzentrier dich Junge - denken - kleine Glühbirne erscheint über meinem Kopf] Kann es sein, dass sie gerade versuchen bei ihrem Schornsteinfeger anzurufen?

Frau: Äh ja… Sind ‘se dat nischt?

Ich: Nö…

Frau: *schluck*

Ich: Wissen sie, der hat eine ganz ähnliche Telefonnummer wie ich… Und alle Leute die nicht richtig lesen können, rufen dann bei mir an…

Frau: Oh, dat tut mir aba leid…

usw usw usw…

__________
Name und Straße wurden von der Redaktion geändert. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen und Straßen sind nicht beabsichtigt und rein zufällig