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Kino: Bourne Ultimatum

Kurz und knackig: Bourne III ist super spannend und grandios inszeniert! Ein Action-Spektakel, wie man es wohl selten sehen wird!

Bourne III ist einer der schnellsten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Vielleicht sogar der schnellte überhaupt. Die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Schnitten beträgt etwa 5 Sekunden. Dieses irrwitzige Tempo wird quasi vom Anfang bis zum Schluss über 111 Minuten konstant durchgehalten. Bourne rennt, springt, fährt und schießt sich von Sequenz zu Sequenz. Aus den Lautsprechern des Kinos dröhnt V8-Sound und splitterndes Glas. Ständig passiert irgendetwas… Als Kinogänger erlebt man diese Hatz wie eine wilde Achterbahnfahrt!

Die Story ist zugegeben dünn. Es geht im Grunde genommen wieder nur darum, dass Bourne hinter das Geheimnis seiner Vergangenheit kommen will und dabei quer durch die Welt gehetzt wird. Aber das ist egal. Was bei diesem Film (fast) allein zählt ist Action. Und die ist wirklich genial inszeniert!

Ich glaube allerdings, dass der Film nur im Kino funktionieren wird. Auf dem Fernseher daheim mit mickrigen Lautsprechern wird der Film schwächeln, weil einfach zu wenig visueller und akustischer “Bums” dahinter steckt. Und genau dann werden auch die Schwächen in der Story sichtbar und könnten stören.

Nebenbei bemerkt: Der Film trifft auch sehr gut den Zeitgeist. Ähnlich wie bei Staatsfeind Nr. 1 wird hier sehr deutlich, dass wir durch allerlei technisches Gerät, Kreditkarten und Computerkommunikation gläsern und verfolgbar werden; dass unser Tun und Handeln problemlos überwacht werden kann. Die aktuelle Debatte um den Überwachungsstaat nach 9/11 und der Gefahr vor Terror lässt grüßen.

:+: Action, Kamera, Sound, Schauspieler, Inszenierung, …

:-: Story etwas dünn

Fazit: Genialer Actionfilm! Unbedingt im Kino ansehen.

Film: Blood Diamond (DVD)

Woooh! Das war tatsächlich mal wieder ein richtig guter Film! Spannend, bewegend und eine wirklich interessante Geschichte. Und wieder mit dabei: mein neuerlicher Lieblings-Schauspieler Leo DiCaprio. Blood Diamond wurde für diverse Oscars nominiert und Leo gewann den für die “beste männliche Hauptrolle”.

Story: Danny Archer (Leo) ist ein moderner Glücksritter mit einer etwas undurchsichtigen Vergangenheit. Er hat wohl früher beim Militär gedient und verdient seine Brötchen nun als Waffenschieber und Diamantenschmuggler. Insgesamt ist er eine sehr zwielichtige Gestalt und man weiß nicht, ob man ihn zu den “Guten” oder den “Bösen” stecken soll.

Solomon Vandy (Djimon Hounsou) ist ein harmloser Fischer, dessen ganze Familie bei einem Bürgerkrieg auseinander gerissen wurde. Er selbst gerät in Gefangenschaft und wird dazu gezwungen Diamanten zu suchen. Wie es der Zufall will, findet er ein 100 Karat-Klunker, gibt diesen aber nicht ab, sondern kann den Stein verstecken. Danny und Solomon begegnen einander wenig später im Gefängnis. Der von Gier getriebene Danny bietet Solomon seine “Hilfe” an und die beiden suchen gemeinsam Solomons Stein und Familie.

Bei der Suche begegnet das ungleiche Paar der Journalistin Madie Bowen (Jennifer Connelly), die einen Bericht über den Bürgerkrieg und die Rolle der internationalen Diamantenkartelle dabei schreiben will. Auch Madie beteiligt sich in gewissem Sinne an der “Suchaktion”, nachdem Danny ihr Hintergrundinformationen über die Diamantenkartelle verspricht.

Kritik: Ein wirklich genialer Film. Trotz seiner beträchtlichen Länge von etwas über 2 Stunden und 15 Minuten wird der Film nicht langweilig. Das liegt v.a. daran, dass Blood Diamond viele kleine Geschichten, die neben dem Hauptplot laufen, erzählt. Die Suche nach einem dicken Diamanten gäbe im Grunde nicht viel her - die übliche Abenteuergeschichte eben, die man schon ein paar Mal gesehen hat.

Blood Diamond ist aber viel mehr: Dannys Vergangenheit wird ausführlich beleuchtet und der Zuschauer begreift, wie er zu dem gierigen und knallharten Kerl wurde, der er ist. Er kann einfach nicht anders. Das Verhältnis zwischen Solomon und Danny ist natürlich nicht freundschaftlich, sondern sehr problematisch - im Grunde genommen ist das Verhältnis der beiden zueinander das interessanteste Element im Film. Leo spielt seine Rolle tatsächlich perfekt, da man ihm Danny absolut abnimmt. Ich habe nur einmal mehr gemerkt, dass ich in Leo nicht mehr das Titanic-Weichei sehen darf. Diese Haltung hat mir glaube ich die ersten 30 Minuten ziemlich im Weg gestanden.

Zudem ist natürlich auch für etwas Romanik gesorgt, da es zwischen Danny und Madie knistert. Zudem versucht der Film das Leben und Leiden der Menschen im Bürgerkrieg und insbesondere das der Kinder, die verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet werden, zu thematisieren.

Zudem kommen noch viele unheimlich schön eingefangene Landschaftsbilder, die mit einem sagenhaften Soundtrack unterlegt sind. James Newton Howard hat hier sicherlich den besten Soundtrack seit langem geliefert.

Fazit: Ich bin wirklich von “Blood Diamond” begeistert. Der Film ist rundum gut und gelungen.

Film: Spider-Man III (Kino)

Jeah! Einer der wenigen Filme, die wirklich so gut waren, wie ich mich im Vorfeld darauf gefreut habe. Und ich habe mich tierisch darauf gefreut. Daher bin ich auch schon heute, an “Tag 1″, im Kino gewesen - normalerweise mache ich das ja nicht, weil ich überfüllte Kinos hasse ;-)

Story: Die Story ist natürlich wie bei Superheldenfilmen so üblichen nach dem immer gleichen Muster gestrickt. Guter Superheld muss arme Menschen vor bösem Superschurken retten. Fertig. Naja fast.
Bei SMIII ist gar nicht so ganz klar, wer Gut und wer Böse ist. Peter Parker kämpft z.B. mindestens so sehr gegen seine eigene Schwäche, Hybris und schlechten Seiten, wie gegen seine wahren Feinde. Das erinnert so ein wenig an die ersten beiden Teile des Sequels. Das macht aber einen guten Teil dessen aus, was die Spiderman Filme “gut” und sehenswert macht und was sie von vielen anderen Comic-Verfilmungen unterscheidet. Parker wird z.B. im ersten Teil des Films so überheblich dargestellt, dass irgendwann eine Kinobesucherin zwei Plätze neben mir mit inbrünstiger Entrüstung: “Ja so ein blöder Affe” lauthals in den Saal quakte. Ich glaube das war der Lacher des Abends.

Wenn Peter nicht gerade damit beschäftigt ist sein Ego zu baden, bekommt er diesmal gleich von drei (vier) Gegenspielern kräftig eines drüber: Natürlich mit von der Partie ist Peters ehemaliger Freund Harry “Kobold junior” Osborn, der Peter noch immer für den Tod seines Vaters verantwortlich macht. Zudem wird bei einem seltsamen Experiment der angebliche Mörder von Peters Onkel in den Sandmann verwandelt. Mit sandastischen Kraften ausgestattet terrorisiert er als Sandsturm, Sandmonster und was weiß ich nicht alles die Stadt. Last not least treibt eine seltsame schwarze Masse ihr Unwesen in der Stadt. Das Zeug kann von Menschen Besitz ergreifen und verstärkt deren “dunkle” Seite. Peter kommt zunächst selbst mit dem Zeug in Berührung und wird zum “bösen” Spiderman. Als ihm seine Verwandlung bewusst wird, gelingt es ihm mit Mühe sich von dem Zeug zu trennen. Dummerweise ergreift die Masse aber Besitz von einem anderen und die Probleme gehen damit erst wirklich los.

Ach ja: Mary-Jane, die Freundin von Peter ist auch wieder mit von der Partie. Das Verhältnis der beiden zueinander ist natürlich auch wieder ein zentraler Teil der Handlung.

Kritik: Die ersten paar Minuten haben mich überhaupt nicht vom Hocker gerissen, da der Film einige Zeit braucht, bis er aus den Puschen kommt. Dann aber wird man bestens unterhalten. Für eine Comic-Verfilmung haben alle Charaktere überraschend viel Tiefgang. Keiner ist einfach “nur böse” oder “nur gut”, sondern alle Charaktere haben ihre Geschichte und sind tiefgründig und “echt” dargestellt.

Natürlich bietet der Film auch “krasse Action”. Während des finalen Kampfs tönte irgendwann ein begeistertes “Feeeeett Alder” gefolgt von einem “Ey, sei ruhig du Mongo” durch den Saal, während alle anderen gespannt die Luft angehalten haben. Noch ein “publikumsverschuldeter” Lacher. :D

Aber auch wegen dem Film (Nein! Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!) wegen des Films darf gelacht werden. Szenen in denen der Zeitungs-Chef auftritt, sind hier besonders zu nennen. Der dauernd Zigarre qualmende Typ ist so überzeichnet dargestellt, dass er wie eine Karikatur wirkt. Er wird immer dann eingesetzt, wenn die Handlung zu dramatisch oder actionhaltig wird, um etwas Tempo aus der Geschichte zu nehmen. Das tut dem Film sehr gut.

Die Umsetzung des Films ist insgesamt ganz phantastisch gelungen. Der Spagat zwischen Comic-Verfilmung, Action, tiefgründigen Charakteren, guten Animation und Humor ergibt einen äußerst unterhaltsamen Mix. Spider Man III ist daher für mich Popcorn-Kino vom Feinsten.

Fazit: Hoffentlich gibt es einen vierten Teil!#

 

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