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Kino: Ratatouille

Als ich vor mindestens 6 Monaten die erste Vorschau zu Ratatouille gesehen habe, war mir klar, dass ich diesen Film un-be-dingt sehen muss. In den letzten paar Wochen und Monaten ist in mir zusätzlich durch verschiedene Berichte in Zeitschriften bzw. im Internet die Vorstellung gewachsen, dass Ratatouille überhaupt DER Animationsfilm sein würde - besser als alle anderen! Z.B. bewertet Filmstarts.de mit vollen 10 und die Zuschauer mit satten 9,1 Punkten. Also eine sagenhaft gute Bewertung. Und mit genau der Erwartung einen sagenhaft guten Film zu sehen, bin ich bzw. sind wir gestern Abend ins Kino gegangen…

Fangen wir mal so an: Die Animationen des Films sind einfach unschlagbar gut. Die Ratten bewegen sich wie echte Ratten, die Kameraführung (wenn man davon überhaupt in einem Ani-Film sprechen kann) ist wirklich klasse, da sie unheimlich dynamisch und ideenreich ist, die animierten Speisen sehen geradezu verboten lecker aus und die Köche werkeln in der Küche mit einer derartigen Dynamik herum, dass man glauben könnte man sieht echten Köchen beim Kochen zu. Wirklich ganz, ganz phantastisch. Hier haben die Animateure (heißt das so?) wirklich sagenhaft gute Arbeit geleistet und der Oskar für Animation (falls es den gibt) dürfte ihnen dafür sicher sein.

Das war es aber auch leider schon mit den positiven Seiten. Halt nein! Der traditionelle Vorfilm war auch ein echter “Klopper” - ähnlich gut, vielleicht sogar besser, wie “For the Birds” vor einigen Jahren…!

Ratatouille braucht z.B. schon ewig bis die Story in die Puschen kommt. Die erste knappe viertel Stunde demonstriert so im Grunde genommen nur die Fähigkeiten der Animateure. Aber egal… Das war noch halbwegs okay, weil man an den Bildern und den Späßchen Spaß haben konnte.

Als Ratte Remy endlich in Paris und im Restaurant ist, wird aber leider schnelll klar, dass die Story nicht der große Hit werden wird. Irgendwie zündet die Geschichte nicht. Irgendwie fehlt einfach das sprichwörtliche Salz in der Suppe! Vielleicht scheitert der Film am Versuch der Geschichte einen bittersüßen, etwas melodramatischen Touch und Anspruch zu geben?? Im Kern ist Ratatouille ja eine Geschichte, die das Streben nach dem Besseren beschreibt - so ein bisschen wie bei “The Persuit of Happiness”… Das funktioniert hier aber einfach nicht.

Der Moment, in dem mir vollends klar geworden ist, dass der Film nicht mehr funktionieren wird, war der, als Remy und Linguini anfingen miteinander zu interagieren. Ich hätte erwartet, dass Remy sprechen kann und Linguini das Kochen verbal beibringt. Statt aber die Ratte sprechen zu lassen, haben die Drehbuchschreiber Remy auf Linguinis Kopf gesetzt und Remy Linguini per Ziehen an seinen Haaren steuern lassen. Linguini wird also zur kochenden Marionette, Remis zum Puppenspieler. Das wirkt sehr albern und ist selbst sogar für die Verhältnisse eines Ani-Films unglaubwürdig. Diese Idee schlachten die Drehbuchschreiber zudem leider bis zum Gehtnichtmehr aus. Anstatt sie einfach nonchalant als gegeben zu betrachten, versucht man immer noch einen Gag mehr durch Remys Puppenspiel”kunst” zu landen - mich hat das irgendwann einfach nur noch genervt. So driftet Ratatuille leider zu einem ziemlich faden Slapstick-Film mit einer seltsam melancholischen Grundnote und argen Längen ab…

Schade, wirklich schade! Wir waren von Ratatouille absolut eintäuscht. Aber nicht nur wir: Viele Zuschauer verließen gestern recht genervt das Kino. “Größter Mist seit langem”, “langweilig” und “fad” waren einige Wortfetzen, die ich auf dem Weg nach draußen gehört habe.

Fazit: Mehr als 5 oder maximal 6 von 10 möglichen Kochmützen bekommt Ratatouille von mir nicht.

:+: Animationen, Vorfilm, ein paar nette Lacher

:-: Story zündet nicht wirklich, einige “Längen”

Die Simpsons - Der Film

Ich war ja sehr skeptisch, als ich gestern Abend das Ticket für den Kinofilm “Die Simpsons” gekauft habe. Ich bin kein wahrer Fan der gelben Familie aus Springfield und meine Meinung über die Simpsons schwankt zwischen “ziemlich lustig” und “völliger Blödsinn”. Ich bin also sicherlich nicht das “typische” Zielpublikum, an das sich der Film wendet… Dennoch: ich war drin. Und ich war sogar recht angetan von dem gelben Animationsstreifen.

Das Beste an dem Film ist sicherlich die knappe erste Hälfte. In der wird nämlich ein kleines Gag-Feuerwerk abgebrannt und kleinere und größere Lacher reihen sich. Es gibt zwar keine Handlung - aber jede Menge sinnloser Gags. Mit dem entsprechenden Publikum im Kino ist als (zumindest in dieser Hälfte) für viel Stimmung und Kurzweil gesorgt.

Nachdem Marge und die Kinder sich im Alaska-Exil entschlossen haben die vom Untergang bedrohte Stadt Springfield zu retten, schleicht sich aber so ein kleines Formtief ein und der Film wird spührbar zäher. Jetzt rückt die Handlung in den Vordergrund und die gestattet weniger Gags als die Einleitung in den Film bzw. das “Vorspiel” - Springfield retten ist ja auch eine halbwegs ernste Sache. Aber: das Formtief hält nicht sonderlich lange an und der Film nimmt wieder an Fahrt auf und die Gag-Quote steigt auch wieder an.

Fazit: Die Simpsons im Kino zu sehen ist keine schlechte Sache. Im Gegenteil: ich fand den Film vergnüglich und meist auch kurzweilig. Wer natürlich auf “gehobene” Unterhaltung steht, der sollte lieber einen anderen Film wählen. Für Simpsons-Sympathisanten ist
der Streifen aber sicher keine schlechte Wahl.

Von mir gibt es 8 von 10 Doughnuts für die Simpsons.

CamStudio - Screenrecorder für Video-Tutorials

Heute morgen habe ich nach einer Software gesucht, die es erlaubt den Bildschirminhalt (oder Teile dessen) samt Sprachkommentare aufzuzeichnen. Sonderlich große Auswahl gibt es auf diesem Sekor glaube ich allerdings nicht…

Das imho beste (Open Source) Tool für diesen Zweck ist das CamStudio .

Was CamStudio ist und was es kann, soll das folgende kurze Filmchen demonstrieren ;-)
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ya5ZqfSevmo]

(Das Näseln kommt übrigens von meinem Heuschnupfen… *gg*)

Wer CamStudio tatsächlich regelmäßig verwenden will oder muss, sollte sich aber vernünftige Audio- und Video-Codecs installieren! Mit den standardmäßig auf einem Windows-PC vorhandenen Codecs erzeugt das CamStudio Video-Dateien mit einem enormen Umfang. Ich habe vorhin eine 40 Minuten lange Bildschirmpräsentation samt Sprache “aufgenommen” und dabei eine knapp 1GB große Video-Datei erzeugt… Durch “gute” Codecs lässt sich der Umfang der Dateien aber erheblich reduzieren.

Zumindest Theoretisch gut geeignete Codecs für CamStudio sind LAME und DivX. Nachdem beide Codecs installiert wurden, lassen sich die neuen Codecs im CamStudio über das OPTIONS Menü einstellen. Um ehrlich zu sein, habe ich es allerdings nicht geschafft, die Codecs vernünftig einzustellen *g* (Allerdings habe ich auch nicht viel Zeit dafür aufgewendet…)

Film: 300 (Kino)

Man ließt ziemlich viel über “300″ in diesen Tagen. Die Kommentare sind dabei ebenso widerspüchlich wie zahlreich. Ich habe mir heute Abend 300 angesehen, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Ich wollte 300 im Grunde nur deswegen sehen, um ihn gesehen zu haben. So wirklich interessiert hat mich der Film ehrlich gesagt nicht.

Kurz gefasst, geht es darum: Der Perserkönig Xerxes landet mit ein paar hundertausend Mann an der Küste Griechenlands und will das Land überrennen. Dummerweise hat er sich ausgerechnet den Küstenabschnitt ausgesucht, von dem nur eine schmale Schlucht ins Landesinnere führt. Leonidas, König der Spartaner, ist etwas cleverer als sein persischer Kollege und nutzt den Engpass dazu aus, um mit nur 300 Mann den Persern den Weg abzuschneiden. Die 300 Mann sind alles, was Leonidas gegen den Feind aufbringen kann und darf, weil der Rest des Armee wegen eines religiösen Fests nicht zu den Waffen greifen darf.

Obwohl Xerxes alles einsetzt, was er zu bieten hat, mähen die Spartaner mehr oder weniger alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Erst durch einen hinterhältigen Verra gelingt es Xerxes Leonidas’ Männer zu bezwingen.

Zuerst einmal zu dem positiven Seiten des Films: er ist sehr hübsch anzusehen. Die choreographischen Schlachtszenen sind beeindruckend inszeniert und wirklich gelungen. Von der ersten bis zur letzten Minute, wird eine sehr interessante und irgendwie mysthische Stimmung erzeugt. Die Musik- und Geräuschkulisse und die düsteren, fahlen Farben unterstreichen dies eindrucksvoll.

Leider fand ich den Film aber aus mehreren Gründen ein wenig entäuschend und um Längen weniger spannend als ich angenommen habe.

  1. der Film ist ein ziemlicher Spätzünder. Etwa 35 Minuten braucht es, bis irgendetwas auch nur annährend “aufregendes” passiert. In der ersten Zeit wird lang und breit Leonidas’ Ausbildung zum Krieger und der sich anbahnende Konflikt geschildert. Das ist zwar ganz interessant, aber auch nicht wirklich spannend.
  2. die Schlachtszenen sind im Grunde genommen “schön” anzusehen aber langweilig. Xerxes legt immer noch “eine Schippe mehr” drauf, die Spartaner freuen sich und filettieren den Feind. Trotz (oder gerade wegen) der in Zeitlupe in alle Himmelsrichtung spritzenden Blutfontänen und Korperteile, wirkt 300 nicht mehr butal. Eher wie ein Kunstwerk mit einer etwas abnormalen Ästhetik. Mitunter deswegen ist der Film auch kein Stück emotional. Der König stirbt - Was solls…?
  3. auf Dauer nervt das pausenlose Gerede der Krieger von Ruhm und Ehre ganz enorm. Die Jungs klingen ähnlich verblendet wie ein gewisser amerikanischer Präsident, wenn er über den Kampf gegen die Achse des Bösen spricht.
  4. Krieger mit unterwäschemodeltauglichen Sixpack-Bäuchen in ledernen Schlüppern wirken irgendwie wie die California Dreamboys auf Blutrausch.
  5. alle Charaktere sind ausnahmslos nur grob gezeichnet. Es gibt keine Figur, mit der sich der Zuschauer auch nur annährend identifizieren könnte, bzw. die interessant und wichtig genug ist, als dass man um ihr Leben besorgt wäre.
  6. Die Geschichte an sich ist nicht “rund” - mich stört das an einigen Stellen. Die Spartaner ziehen mit 300 gegen Hunderttausende und der Rest der Armee hockt dumm rum? Ja klar… Ebenfalls sehr glaubwürdig und ungemein der Spannung dienlich: die letzte Schlacht. Bisher sind etwa 3 Spartaner gefallen und einer hat eine Schramme am rechten Auge. Umgekehrt haben sie aber 1, 2, … ach: viele Gegner getötet. Bei der letzten Schlacht, nachdem sie verraten wurdn, fallen aber plötzlich alle Spartaner quasi simultan tot um.

300 empfand ich als keinen wirklich schlechten Film, aber auch nicht als einen wirklich guten. Von der Art ragt 300 aus der Masse der Filme heraus, ansonsten finde ich den Film aber nur durchschnittlich unterhaltsam und spannend.

Man muss v.a. ganz klar sehen, dass 300 auf einem Comic basiert, der wiederum auf einer grichischen Legende basiert. Das erklärt viele meiner Kritikpunkte, u.a. kann daher die Geschichte einfach nicht logisch sein… Auch muss man diese Art von Film einfach mögen. Fans des Genres werden sicher begeistert. Mir ist ein etwas “konventionellerer” Film im Stile von “Gladiator” lieber.

Film: Monster House (DVD)

Last not least die Nummer Drei aus der Liste der Oscar-nominierten Trickfilme: Monster House.

Endlich mal (wieder) ein Trickfilm, der nicht auf der “süß und knuddlig” Schiene fährt wie Nemo, Happy Feet, Cars, Madagascar, … sondern spassigen Grusel “light” für die ganze Family bietet. Ich glaube auch, dass Monster House der erste Film in der “Softcore Ani-Grusel-Sparte” ist.

Darum geht es: Neben dem 12jährigen Jungen DJ wohnt der alte Kauz Nebbercracker in einem düsteren und heruntergekommenen Haus. Der mesanthropische Knilch verscheucht alle Kinder, die nur in die Nähe des Hauses kommen. Als Nebbercracker eines Tages ins Krankenhaus muss, kommen sich das Haus, das plötzlich ein bizarres Eigenleben entwickelt und DJ und seine Freunde “näher”. Genau genommen will das Haus die Kids verspeißen. Mahlzeit. Die Kids glauben zuerst, dass sie der Geist des verstorbenen Nebbercracker heimsucht, aber die Sache ist doch ein wenig anderst…

Der Film ist richtig launig. In bester Horrorfilm-Manier wird die Story nach und nach aufgebaut und spitzt sich bis zum finalen Showdown richtig schön zu. Klar, wirklich “shocking” kann der Film natürlich nicht sein, da er ja kein Hardcore-Horrorfilm ist, sondern eine Grusel-Komödie für die ganze Familie. Dennoch ist das Monster Haus spannend, unterhaltsam und ein (ganz) klein wenig gruselig.

Mir hat der Film außerordentlich gut gefallen. Die Filmidee ist in der Ani-Sparte wirklich neu und nimmt in gewissem Sinne die bekannten Horror-Haus Geschichten ein wenig auf die Schippe. Auch finde ich schön, dass endlich einmal wieder in einem Ani-Film eine Geschichte erzählt wird, die mehr als ein paar witzige Possen von irgendwelchen knuddligen Tierchen beinhaltet, sondern als ansatzweise komplex bezeichnet werden kann. Wenn ich es mir recht überlege, gibt es da ohnehin bislang nur “The Incredibles”. Ok, an einigen Stellen ist das Drehbuch zwar ein wenig unlogisch (woher kann ein Kind perfekt mit einem Bagger umgehen!?) aber sei’s drum. Sonderlich stören tut das nicht.
Von mir bekommt der Streifen 8 von 10 Punkten und wenn ich den Trickfilm-Oscar vergeben müsste, wüsste ich ganz ehrlich nicht, ob ich Cars oder Monster House damit beglücken würde. Sicher ist aber, dass Happy Feet den Oscar von mir nicht bekäme.

Film: Happy Feet (DVD)

Wieder ein Film aus meiner Odyssee durch die Oscar 2007 - Gewinner. Happy Feet hat die Kategorie “Bester Animationsfilm” gewonnen. Nominiert waren auch Cars und Monster House (Sagt mir gar nichts?!). Happy Feet ist mal wieder etwas ziemlich Anderes, als der Zuschauer eigentlich erwarten würde.

Ein Kollege hat mich schon vor einiger Zeit vor dem Film “gewarnt”. Er hat ihn allerdings mehr oder weniger als animiertes Kinder-Musical beschrieben, das vom knuddligen Pinguin Mumble handelt. Etwas in der Art könnte man auch wegen der Trailer denken bzw. wird das auch so von den Kinoplakaten suggeriert.

Mumble ist ein Außenseiter, da er im Gegensatz zu allen anderen Pinguinen nicht singen kann, sondern tanzt. Genau aus diesem Grund, hat er auch kein “Herzenslied” gefunden. Das Herzenslied ist bei den Pinguinen aber das allerwichtigste. Es bestimmt sozusagen das Leben des Pinguins. Gefällt das Herzenslied eines Pinguin-Männchens einem Pinguin-Weibchen heiraten die beiden und bekommen ein Ei. An dieser Stelle habe ich mich so ein bisschen gefragt, was die Drehbuchschreiber geraucht haben.

Mumble wird irgendwann wegen seiner Tanzerei von den ältesten der Kolonie ausgestoßen und sucht sein Glück in der Fremde. Und jetzt kippt der Film plötzlich um und wird zum Umwelt-Drama mit dem erhobenen Zeigefinger.

Mumble sucht nämlich den Grund, wieso die Pinguine keine Fische mehr finden. Vielleicht habe ich nicht so recht aufgepasst, aber die Fisch-Problematik war mir bis zu genau jenem Zeitpunkt noch gar nicht so klar gewesen. Aber okay. Mumble sucht also nach den Fisch-Räubern. Und das sind “wir”. Die Menschen. Allerdings nennen uns die Pinguine “Aliens” und beschreiben uns als große, wabbelige rosa Dinger *g*. Trifft auch auf viele von uns zu.

Bei seiner Suche macht Mumble Bekanntschaft mit hungrigen Seeleoparden und “Killer”walen - ich schätze, dass kleine Kinder noch Wochen später nicht schlafen werden können. Viel Spaß euch Eltern ;-)
Schließlich gerät er in die Gefangenschaft der Aliens (–>Zoo) und erregt durch sein Tanzen die Aufmerksamkeit der Welt. Die Menschen-Aliens sehen in seinem Tanz den Versuch ihnen etwas mitzuteilen, packen Mumble einen Peilsender auf den Rücken und schicken ihn zurück ins ewige Eis. Wenn meine Freundin mich das nächste Mal nicht versteht, versuche ich es einfach mal mit Tanzen…

Mumble kehrt zurück und führt die Menschen zur hungernden Kolonie. Die Menschheit zieht daraufhin die Fangfische aus den Gewässern um die Kolonie  ab und die Pinguine sind gerettet…

Haarsträubend, oder?

Happy Feet ist supertoll animiert und hat -wie es sich für ein Musical gehört- eine Menge toller Songs zu bieten. Die Geschichte finde ich aber recht schlecht. Ein wenig Außenseiterdrama hier, etwas Gennerationskonflikt da und dann noch ein Klecks Umweltbewusstsein… Die Mischung ist mir etwas zu wirr und ich habe nicht begriffen, was der Film eigentlich sein will. Daher hat mir Happy Feet auch nicht sonderlich gefallen.

5 von 10 Punkten und den Oscar hätte ich Cars gegeben.

Film: Hui Buh - Das Schlossgespenst

So: Pause! Die Zeit will ich nutzen, um ein paar Takte über “Hui Buh” zu verlieren. Was mich da geritten hat, als ich mir den Film besorgt habe, kann ich jetzt und nachträglich nicht mehr sagen. Wahrscheinlich war es so etwas wie Neugierde was Hui Buh denn ist oder das Bedürfnis mal wieder einen besonderes einfach zu verdauenden Film anzusehen - quasi zur Schonung des diplomarbeitstippgeschädigten Großhirns. Falls es das war, ist mein Plan voll aufgegengen.

Von Hui Buh habe ich einen Film a la “Schuh des Manitou” (Klasse!) oder “Traumschiff Surprise” (*gähn*) erwartet - also ein Comedy-Film für Erwachsene, der aber auch für Jugendliche bzw. Kinder geeignet ist. Allerdings richtet sich Hui Buh wohl doch nur an die Einmeter-Fraktion aus dem Kinderzimmer, da die Geschichte schon arg dünn und kindlich ist. Nach 20 Minuten kann man im Grunde abschalten, weil man den restlichen Verlauf des Films quasi exakt verhersehen kann.

Das ist eigentlich schade, denn die Schauspieler Bully Herbig und besonders C.M. Herbst und Heike Makatsch hätten sicher mehr drauf, als ihnen in diesem Film abverlangt wird. Wer z.B. Herbst in “Fred” gesehen hat bzw. wer ihn als Stromberg oder Leser von Hörbüchern kennt, weiß sicher was ich meine.

Trotzdem ist Hui Buh auch für Erwachsene halbwegs unterhaltsam. Ich fand den Streifen jedenfalls um Längen unterhaltsamer als den superunterirdisch schlechten zweiten Teil der “Sieben Zwerge” bzw. Traumschiff Surprise. Auf der “Plusseite” des Films stehen v.a. die recht liebevolle Aufmachung und die soliden, aber etwas comicartigen Animationen. Vor 20 Jahren wäre ich garantiert voll begeistert von diesem Film gewesen. Dummerweise hat sich mein Hirn aber innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem der höchstentwickelten Denkfabriken dieses Planeten entwickelt :D und diesem neuronalen Meisterwerk war Hui Buh dann doch zu seicht.

Fazit: Dem Kind im Manne hat Hui Buh irgendwie gefallen. Öffentlich zugeben würde ich das allerdings nie.

Film: Cars

Im Herbst 2006 kamen die “Cars” in die Kinos. Warum auch immer, ich habe den Film damals verpasst. Eigentlich ziemlich verwunderlich, weil ich mir sonst alle Animationsfilme (bis auf wenige Ausnahmen, die ich bewusst auslasse) ansehe. Jedenfalls schloss ich gestern diese “Bildungslücke” per DVD.Cars stammt wie “Finding Nemo” oder “The Incredibles” von Pixar und legt wie ich finde die Messlatte in Puncto Animation noch einen guten Tick weiter nach oben. Die Bilder, v.a. Landschaften, wirken fast echt. Auch ist der Detailreichtum der Einstellung und die Anzahl verrückter Ideen (Trecker, die wie Kühe auf Wiesen stehen und von einem stierartigen Mähdrescher bewacht werden, kleine VW-Käfer mit Flügeln als Fliegen, die um eine Lampe summen, …) kaum zu überbieten. Fast ständig gibt es so irgendwelche netten Gags irgendwo im Bild zu erkennen.

Ich war v.a. davon überrascht, wie gut die “lebenden” Autos funktionieren. Nach 5 Minuten vergisst man fast, dass in diesem Film Autos die Hauptpersonen sind. Ich hätte nicht geglaubt, dass man Autos, als Menschen völlig unähnliche Dinge, dermaßen viel Leben geben kann.

Das einzige was mich etwas genervt hat, waren manche Synchronstimmen. So werden einige Nebenfiguren von Personen aus dem Formel 1 Zirkus gesprochen. Beispielsweise habe ich Nikki Lauda, Christian Danner und Michael Schumacher (”Ooooh, eine echte Mikkaele Schumakker Ferrari” *g*) herausgehört. Die Jungs klingen alle wie drittklassige Nachrichtensprecher eines Schulerradios.

Für mich ist Cars einer der besten Trickfilme, die ich je gesehen habe. 9 von10 Punkten auf meiner Skala.