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Schulweg-Darwinismus
Wie konnten wir Kinder eigentlich “damals” den Weg in die Schule überleben? Uns hat man halt am Anfang der 1. Klasse zwei, drei Mal gezeigt, wie man den Weg zur und von der Schule möglichst noch lebend, unverbeult und ohne Zwischenstopp in der Intensivstation meistert und das war es dann auch schon. Wer es nach der Woche Training noch nicht kapiert hat, erreichte eben nie die 2. Klasse – aber das war dann für den menschlichen Genpool vielleicht auch nicht das schlechteste. Darwinismus nennt sich das glaube ich.
Heute ist das irgendwie anders – zumindest in dem schönen Ort durch den ich jeden Morgen zur Arbeit zu fahren pflege. Ok, zugegeben: dort wälzt sich auch sehr viel Verkehr durch aber es steht dafür auch alle 50 Meter eine Ampel die nach 300 Millisekunden unbarmherzig den Straßenverkehr stoppt. Wir hatten damals nicht einmal eine elektrische Straßenbeleuchtung auf dem Schulweg *1) – so arm *2) waren wir – und eine Ampel war ein Ding aus einer anderen Welt.
An jeder (!) Ampel in diesem schönen bayrischen Dorf steht seit anfang des Schuljahrs (also seit ca. 10 Monaten!) ein Mensch, gewandet in eine lustige grellgrüne Warnweste und bewaffnet mit einer hölzernen “Stop-Polizei”-Kelle: der Schulwegdienst. Bei uns gab es das damals nicht. Damals gingen die Menschen noch arbeiten.
Ich lasse mir so einen Schulwegdienst ja noch in der ersten Woche vom Schuljahr gefallen. Auch in der zweiten und dritten. Und ich lasse es mir auch gefallen, dass so ein Mensch den Kindern beibringt, wie eine Ampel funktioniert. Aber in dem Ort finde ich das schon etwas lachhaft: da latscht so ein Dreikäsehoch, alternativ auch eine Ommi mit Rolator ‘gen Ampel. Das “Ampelmännchen” wirk aktiv und haut eifrig wie ein Kandidat in einer Quizshow bei der 1.000.000-Euro-Frage auf den Ampel-Buzzer. Als Fußgänger hat man quasi keine Chance die Ampel selbst zu bedienen. Jetzt wird’s aber erst wirklich interessant: sobald die Autos stehen, springt der Mensch vom Schuldienst to-des-ver-ach-tend auf die Mitte der Straße, versperrt dem ohnehin schon stehenden Verkehr den Weg und reißt seine Kelle *3) hoch und winkt Kids oder die Ommi über die Ampel.
Sind bayrische Kinder, Rentner und Autofahrer eigentlich dümmer als die in Baden-Württemberg? Braucht es Ampeldrücker-und-sich-in-den-Wegsteller tatsächlich!? So ein Schulwegdienst ist ja schön und recht und ehrlich gesagt wäre mir als Erziehungsberechtigter eines Erstklässlers auch nicht ganz wohl, wenn mein Kind ohne Training auf diese Straße losgelassen würde… Aber man kann auch alles übertreiben.
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*1) Das war noch nicht einmal ein Witz.
*2) Ok, am Geld lag es vielleicht doch nicht. Es gab halt einfach keine Laternen an der einen Straße
*3) Erinnert sich noch jemand an He-Man? Genau so sieht das aus
Futter für fette Muschis
(Oh je, der Titel wird wieder lustige Suchanfragen generieren
)
Ich glaube seit eben wirklich, dass die Menschheit nun vollends verblödet. Vorhin im Auto ertönte Werbung. Insbesondere die Katzenfutter-Werbung hat es mir angetan:
Frau 1: Oooooh, … deine Minka hat aber eine tolle Figur bekommen…!
[Holger denkt: das wird jetzt bitte keine Werbung für Diätkatzenfutter sein!! *hoff*]
Frau 2: Jaa! Und es war so einfach. Das war eine Empfehlung vom Tierarzt. Minka bekommt jetzt Futter von [Piiiiiiiiiiiiiiiep], das ist gesund, schmeckt toll und hat wenig Kalorien.
[*örg*]
Jetzt geht der Schlankheitswahn schon bei den Haustieren weiter! Ich bin echt gespannt, wie lange es jetzt noch dauert, bis sich Schäferhündin Bella die Fettpölsterchen absaugen lassen kann und der hässlichste Hund der Welt eine Schönheits-OP bekommt.
*kopfschüttel*
Sind Linux-User gewaltbereiter als Windows-User?
Killerspiele machen, wie wir alle wissen, gewaltbereit und aus normalen Menschen Amok-Läufer. Grund: Sie verherrlichen Gewalt.
Wir überlegten eben, ob Linux nicht ebenso gewaltverherrlichend ist. Es gibt ja immerhin den netten Befehl kill, der einem Prozess den Gar aus macht. Ganz zu schweigen vom absoluten Amok-Befehl killall…
*grübel*
Computer machen dumm
Ich lese gerade ein ausgedrucktes Shell Script durch, um dahinter zu kommen was es denn tut und vor allem wie. Am Ende der Seite greife ich automatisch nach meiner Maus und drehe einmal kräftig am Scrollrad.
Ich glaube ich werde langsam nerdig. Hilfe!
Kalauer des Tages
(passend zum Mittagessen)
“Is es meeglich, aus Schweinsgulasch Rindsgulasch zu machen?
Antwort von Radio Eriwan: “Is meeglich – wenn Teller schief, dann rindsgulasch…”
*g*
Angehört: Charlotte Roche – Feuchtgebiete
Verfasst von Holger unter Unterhaltung am 23. September 2008
Angehört bedeutet hier etwa das gleich wie “angelesen” oder “antesten”: also einige Kapitel gehört, um zu entscheiden, ob der Hype um das Buch gerechtfertigt ist oder nicht.
In diesem Fall ist er es glaube ich eher weniger. Wer’s nicht glaubt, kann ja mal ein paar richtige Rezensionen bei Amazon lesen…
Baustellen zum Schulanfang
Am Dienstag hat die Schule hier wieder angefangen. D.h. auch der letze Münchener ist aus dem Urlaub zurück, um sein Kindl in die Schule zu schicken. Das wiederum heißt, dass auch die lieben Eltern wieder zur Arbeit müssen. Und jetzt sind wir auch schon am Knackpunkt: Das Verkehrsaufkommen ist seit letzer Woche um -seien wir mal vorsichtig- ein Viertel gestiegen. Supi…!
Pünktlich zum Schulanfang hat die örtliche Baubehörde (oder die örtlichen Baubehörden?) zudem beschlossen, dass es an der Zeit ist allerlei Straßen aufzugraben, um irgendwelche mysteriösen Dinge zu tun. So hat es seit Montag auf meinem Arbeitsweg plötzlich sage und schreibe 3 Löcher in den Straßen. Wo früher glatter Asphalt und freie Bahn war, staut es jetzt. Danke dafür. So brauche ich keine 15 Minuten mehr zur Arbeit, sondern gute 35*.
Warum um alles in der Welt, kann man diese Baustellen nicht IN den Ferien lostreten und am besten auch fertig stellen? V.a. wenn es relativ kleine sind, die an neuralgischen Kreuzungen sind?? Warum wartet man damit bis die Straßen ohnehin wieder voll sind??? Manchmal kapier’ ich es wirklich nicht…
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* ja ich weiß, mit diesen 35 Minuten bin ich in München noch immer ganz weit vorn…
Dinge, die man mal getan haben muss*
Am Freitag um 15:30 anfangen seinen Kernel zu bauen und feststellen, dass der Prozess länger dauert, als man im Büro bleiben will. Ausweg: Notebook mitnehmen und auf dem Weg zu Lidl weiterbauen *g*
Das bekommt auf der Nerd-Skala von 1 – 10 eine 8.5
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* falls man Informatiker ist
Die Wahrheit über den Mac Mini
Wenn man an einen Mac Mini denkt, denkt man an ein kleines, helles Kästchen, das dezent neben dem Flachbildschirm auf dem Tisch steht und einfach nur stylisch aussieht.
Was mir bislang noch nicht so ganz bewusst war, ist, dass der Mac Mini kein internes Netzteil hat, sondern ein externes. Und das ist quasi so groß, wie der Mac Mini.
Ganz großes Kino *g* Das erzählt Apple nicht auf seiner Homepage
Wetterpatenschaften?
Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich durch das Radio etwas neues gelernt. Ok, “gelernt” ist vielleicht übertrieben, “erfahren” trifft es wohl eher: Man kann Wetterpatenschaften kaufen!
Eine Wetterpatenschaft für ein Hochdruckgebiet kostet ca. 300€ und für ein Tiefdruckgebiet immerhin noch ca. 200€. Als Gegenleistung für die 2, 3 Hunderter darf der Käufer sich einen Namen aussuchen. Lt. Radio hat das aktuelle hoch “Volker” seinen Namen dank eines heute Geburtstag habenden Volker aus Pfullingen.
Wäre ich dieser Volker, würde ich mich ja schön ärgern. Für 300 Steine könnte man sich viele nette Dinge kaufen, die auch noch länger halten als bis zum nächsten Wetterwechsel. Nun denn!


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