Der Tag der offenen Tür

Am Samsag war hier an der Uni der jährliche berühmt-berüchtigte Tag der offenen Tür. Berühmt deswegen, weil halb Bayern nach München reist, um die spitzeste Speerspitze der weltweiten Forschung “live” zu begutachten. Berüchtigt, weil die armen wissenschftlichen Mitarbeiter um ihren freien Samstag gebracht werden und (noch viel schlimmer!) mit echten Menschen (von draußen) reden müssen.

Mir fiel irgendwann auf, dass es im Grunde genommen genau 6 Typen von Tag-der-offenen-Tür-Besuchern gibt:

  • Kinder: Sie gucken was es gibt, drücken auf den Knopf, sehen dass das Licht angeht, freuen sich und gehen wieder. Das sind die besten Besucher!
  • Abiturienten: Sie sind wie Kinder, wollen aber zusätzlich eine komplette Studienberatung und das auch noch von mir. Bayern wird daher wahrscheinlich in den nächsten Jahren einen Schwund an Informatik-Studienbeginnern erleben, da ich den Kinderchen von n-dimensionaler Analysis und linearer Algebra erzählt habe. Lustig, wie blass Abiturienten werden können.
  • Studenten: Von denen gibt es zwei Subkategorien: Informatiker und Nicht-Informatiker. Die Informatik-Studenten kommen nicht, weil sie wissen was Informatik ist. Und die Nicht-Informatiker kommen nicht, weil sie Informatik nicht interessiert. Eine alternative Erklärung warum kaum Studenten da waren ist, dass es einfach zu früh war – die lange Nacht der Universitäten wäre das bessere Motto… :-)
  • Otto-Normalbürger: Die kommen gern in Begleitung ihrer Kinder und wollen wenigstens noch anstandshalber hören, warum das Licht angeht. Man erzählt ihnen eine Geschichte vom Klapperstorch, sie sind erfreut und gehen. Klasse!
  • Menschen mit viel Wissen, also “echte” Informatiker mit “wirklichen” Berufen die “reale” Probleme lösen (oder artverwandtes Volk). Diese drücken erst gar nicht auf den Knopf, sondern wollen nur wissen, warum das Licht angeht und fragen auch noch, was der Vorteil ist das Licht so anzumachen und nicht so oder noch schlimmer: Sie diskutieren, warum man überhaupt Licht braucht. Sehr lästig, …
  • Menschen mit gefährlichem Halbwissen: Das sind die absolut schlimmsten. Die drücken auf den Knopf, wollen wissen warum das Licht angeht, verstehen es aber nicht und wollen mit ihrem (gefährlichen Halb-) Wissen von ihrem Nichtverständnis ablenken. Er: Ja und was passiert, wenn so ein öffentlicher Schlüssel in die falschen Hände gerät? Ich: Nichts. Er: Ja doch, dann kann der Angreifer doch seine Mails mit meinem Schlüssel signieren… Ich: Nein. Signiert wird mit dem geheimen Schlüssel. Er: Aber den kennt doch niemand. Der ist doch geheim. Ich: Doch. Der Eigentümer kennt den. Er: Dann verschlüsselt halt der Angreifer seine Mails mit meinem öffentlichen Schlüssel. Ich: Ja und was soll dann passieren? Er: Dann kann niemand mehr meine Mails lesen Ich: Hööööööööööööööööööööööh? Sehr, sehr lästig…

Subsummierend muss ich meinen nicht vorhandenen Hut vor allen Menschen, die öfter als ein Mal im Jahr einen “Tag der offenen Tür” haben oder gar auf einer Messe arbeiten, ziehen… Vergleichbar kaputt kam ich vor ein paar Jahren nach 14 Stunden Festplatten-in-Anlagen-bei-einem-Kunden-wechseln nach Hause. Damals war ich aber wenigstens nicht heiser…

Transpiro ergo sum!

Mit dem heutigen Tag ist endgültig die Heißwetterperiode und das halbstündliche Glas-Wasser holen (und wegbringen) angebrochen. Man lebt um zu schwitzen und zu trinken und für die Vorfreude auf November! *argh*

30% Explosionen mehr

Nein, nicht in Kabul. Sondern an der Uni. Genauer gesagt bei der Weihnachts-Vorlesung der Chemie-Kollegen.

explosiv

Memo to myself: nächsten Mittwoch 14:00 frei halten. Tobias, kommst du mit…??

PS: Was könnte man denn als Informatiker in einer Weihnachtsvorlesung machen? Segmentation Faults?

Gesunde Ernährung…

Heute muss ich doch mal ein hohes Loblied auf unser täglich Brot singen. Wir werden hier an der TUM täglich mit guter, gesunder Kost gefüttert. Frische Produkte, herausragende Zubereitungsmethoden, gutes Gemüse, hochwertiges Fleisch und dazu sind die Speisen immer optimal auf die Ernährungs-Bedürfnisse von … ääääh …? … körperlich hart arbeitenden Maurern, Dachdecker oder auch Galeerensklaven abgestimmt. Wir sind ja auch selbst schuld, dass wir den falschen Beruf gewählt haben und den ganzen Tag am Bildschirm sitzen und niemals Schweinebauch, Wedges und Kräuterbutter abarbeiten können… Aber das kann die Leitung einer Uni-Mensa ja auch nicht wissen.

Auszug aus dem Speiseplan für heute:

Cafeteria:
1. Riesenbockwurst mit Kartoffelsalat

2. Kleines Naturschnitzel und Schweinebauch vom Grill mit Kräuterbutter und Wedges

3. Käsepfannkuchen mit Gemüse gefüllt und im Reind´l* überbacken, dazu Salatgarnitur

Mensa:

1. Prager Bratwurst

2. Rinderschmorbraten

3. Lammkoteletts auf Kartoffelgratin mit Tsatsiki

__________
* Reind’l? Was ist das??

Erstsemesterversorgung

Ich bin begeistert! Hier in München bekommen die Ersties eine “Schultüte” zum Semesteranfang. Ich habe mir natürlich auch so ein Ding geholt.

Inhalt:

  • Block
  • Kuli
  • Semesterplaner
  • Einladung zur Ersti-Party

und dazu passend: 2 Kondome.

Die denken mit!

Putzfrauen…

… sind was tolles. Unsere kommt eben rein, leert den Papierkorb (klasse), den Restmüll (noch viel besser) und fängt an die Tische abzuwischen. Ich war begeistert. Wir haben 3 Tische im Büro stehen und sie hat einen geputzt. Und zwar rings um einen Zettel herum.

Klasse, das nenne ich Arbeitsmoral!

Die Wahrheit über den Mac Mini

Wenn man an einen Mac Mini denkt, denkt man an ein kleines, helles Kästchen, das dezent neben dem Flachbildschirm auf dem Tisch steht und einfach nur stylisch aussieht.

Was mir bislang noch nicht so ganz bewusst war, ist, dass der Mac Mini kein internes Netzteil hat, sondern ein externes. Und das ist quasi so groß, wie der Mac Mini.

Ganz großes Kino *g* Das erzählt Apple nicht auf seiner Homepage ;-)

Schreibfehler des Tages

Ich sitze gerade an einem Dokument, das ich demnächst an einen Projektpartner verschicken werde. Momentan bin ich in der finalen Korrekturphase. Eben fiel mir wieder das Wort auf, das ich schon die letzten zwei Tage immer wieder misstrauisch beäuge, weil ich mir nicht so recht sicher bin, ob das richtig geschrieben ist.

Die Aussage des Satzes sollte sein, dass irgendwas passiert, wenn man auf einen Knopf auf dem Bildschirm drückt. Was schreibe ich?

Man muss auf einen Hintern auf dem Bildschirm drücken. Sehr gut Holger…

Merke also:

  • Knopf = button
  • Hintern = bottom