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Tutorial: MediaWiki konfigurieren

Nachdem ich neulich hier beschrieben habe, wie man MediaWiki auf einem Windows-Rechner auf dem Xampp läuft (oder natürlich auch auf einem Linux-Rechner) installiert, schreibe ich heute etwas darüber, wie man das MediaWiki ein wenig seinen eigenen Wünschen anpassen kann.

Manche hier aufgeführten Anpassungen sind für ein Desktop-Wiki zugegebenermaßen unsinnig (z.B. die Rechte-Änderungen), können aber für Wikis im Internet oder im Firmen-Intranet nützlich sein.

Allgemeines:

MediaWiki ist ein wenig umständlich. Es gibt keine fancy Konfigurationsoberfläche, über die alle möglichen Gimmicks aktiviert bzw. Einstellungen verändert werden können. Die zentrale Stelle, an denen alle (oder die meisten) Einstellungen eingetragen werden müssen ist die Datei LocalSettings.php. Das ist die Datei, die bei der Installation vom Install-Script erzeugt wurde und manuell ins “root”-Verzeichnis der MediaWiki-Installation verschoben werden musste.

Auffällig in dieser Datei ist, dass sehr weit oben eine weitere Datei includiert, d.h. geladen, wird:

require_once( "includes/DefaultSettings.php" );

Diese Datei GlobalSettings.php enthält Default-Einstellungen, die normalerweise für alle Wikis “richtig” sind. Spezielle Einstellungen / Änderungen, die man vornimmt, sollten unbeding nach dem require_once in die LocalSettings.php geschrieben werden, damit die neuen Einstellungen die bereits geladenen Default-Einstellungen überschreiben!

Klar: man könnte auch in der GlobalSettings.php Änderungen vornehmen. Das ist aber eine dumme Idee, weil die GlobalSettings.php bei einem Update der Wiki-Engine überschrieben wird und so gehen alle Änderungen verloren. Verstanden? Gut!

Also: Änderungen immer in die LocalSettings.php und nach require_once.


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Wikis für den Hausgebrauch - MoinMoin Desktop Edition

Ich finde, dass Wikis unglaublich praktische Tools sind. Ich meine hier übrigens nicht die Wikipedia, sondern die Software, die hinter einem Wiki steckt - die Wiki-Engine.

Wer ein eigenes Wiki erstellen will, braucht natürlich eine Wiki-Engine. Davon gibt es mittlerweile zig Varianten, von denen wohl MediaWiki und DokuWiki die bekanntesten sein dürften. Die Wiki-Engines werden normalerweise auf einer “LAMP”-Maschine (Linux / Apache / Mysql / PHP, Perl, Python) installiert und können dann über das Internet genutzt werden.

Wer keinen eigenen Server oder Webspace hat, kann auf Wiki-Farmen zurückgreifen. Davon gibt es auch eine ganze Reihe, ich persönlich kenne nur die PeanutButter Wiki Farm. Das Einrichten auf dem Server entfällt dabei natürlich und man kann sofort mit seinem Wiki loslegen. Im Falle von PBWiki ist der Dienst kostenfrei und auch weitgehend frei von Werbung und anderen “Beeinträchtigungen”.

Was aber, wenn man das Wiki gar nicht im Internet hosten möchte? Entweder weil man es nicht öffentlich zugänglich haben will oder weil man nur selbst darauf zugreifen muss und das auch noch ohne Internetanbindung?

Die “Hardcore”-Lösung für das Problem ist natürlich auf seinem PC Apache, MySQL und PHP zu installieren. Das geht dankt Xampp (Xampp ist übrigens für Windows UND Linux verfügbar) auch in wenigen Minuten und ist vollkommen problemlos. Allerdings ist es evtl. ein wenig übertrieben 80MB Software für diesen Zweck zu installieren.

Viel netter und einfacher ist es die Desktop Edition der MoinMoin Wiki Engine herunterzuladen (4MB), zu entpacken und einfach zu starten. MoinMoin basiert auf Python und braucht weder Apache noch PHP. Die Daten werden außerdem in Textfiles geschrieben und nicht in eine (MySQL-)Datenbank. Die Desktop Edition bringt (neben der eigentlichen Wiki Engine) eine Standalone Python-Umgebung mit, die es erlaubt MoinMoin ohne weiteres Installieren von irgendwelcher Software auszuführen. Man braucht also nur den MoinMoin Wiki “Server” zu starten und kann sich sofort via http://localhost:8080 (<– wer jetzt da drauf klickt, ist selbst schuld!) zu seinem Wiki verbinden.

[Update: Wer doch ein MediaWiki aufsetzen will, kann sich mein kleines Tutorial dazu durchlesen. Nachträglich hat sich nämlich herausgestellt, dass MoinMoin doch nicht so dolle ist...]