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Die Welle

Mein Selbsterhaltungstrieb ist momentan scheins etwas angeschlagen. So bin ich auch heute Abend in der Sneak Preview gelandet. Und man sehe und staune: Der gezeigte Film war gut! Für eine Sneak geradezu phänomenal gut *g* (Ich glaube ich muss nächsten Montag nochmals mein Glück herausfordern. *)

Die Welle” (also das Buch zum Film) kennt wohl jeder, der so round about 1990 - 1995 in einer weiterbildenden Schule herum gehangen hat. Der Schmöker war wohl eines der bekanntesten Jugendbücher dieser Zeit. Und ich vermute auch mal, dass wohl kein Schüler es geschafft haben dürfte, nicht wenigstens ein Referat im Deutschunterricht über das Buch über sich “ergehen” zu lassen.

Ich war heute im Kino ziemlich überrascht, wie gut der Film funktioniert. Der eigentlich völlig anarchische Lehrer (gespielt von Jürgen Vogel [klasse!]) wird während eines Experiments für eine Projektwoche zum “Diktator” und rutscht ohne es zu merken und ohne eigentlich etwas Böses zu wollen in etwas hinein, das er nicht mehr kontrollieren kann - die Welle macht sich selbständig… Es ist auch schön zu sehen, wie die Schüler im Laufe des Films zu etwas werden, was sie nur wenige Tage früher für unmöglich gehalten hätten: Hörige, Marionetten, …

Diktatur? Das ist etwas, was heute nicht mehr passieren kann. Dazu sind wir zu aufgeklärt“.

Mich hat der Film -trotz ein paar kleiner Längen hier und da- recht gut unterhalten. Ich denke, dass auch das Kinopublikum das so gesehen hat. Keiner ist gegangen und einige haben nach dem Film auch geklatscht.

Fazit: Die Welle war zwar kein Tsunami, aber dafür ein ganz ordentlicher Brecher.

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* Ist Samstag mal wieder ein Jackpot im Lotto zu knacken!?

Film: Blood Diamond (DVD)

Woooh! Das war tatsächlich mal wieder ein richtig guter Film! Spannend, bewegend und eine wirklich interessante Geschichte. Und wieder mit dabei: mein neuerlicher Lieblings-Schauspieler Leo DiCaprio. Blood Diamond wurde für diverse Oscars nominiert und Leo gewann den für die “beste männliche Hauptrolle”.

Story: Danny Archer (Leo) ist ein moderner Glücksritter mit einer etwas undurchsichtigen Vergangenheit. Er hat wohl früher beim Militär gedient und verdient seine Brötchen nun als Waffenschieber und Diamantenschmuggler. Insgesamt ist er eine sehr zwielichtige Gestalt und man weiß nicht, ob man ihn zu den “Guten” oder den “Bösen” stecken soll.

Solomon Vandy (Djimon Hounsou) ist ein harmloser Fischer, dessen ganze Familie bei einem Bürgerkrieg auseinander gerissen wurde. Er selbst gerät in Gefangenschaft und wird dazu gezwungen Diamanten zu suchen. Wie es der Zufall will, findet er ein 100 Karat-Klunker, gibt diesen aber nicht ab, sondern kann den Stein verstecken. Danny und Solomon begegnen einander wenig später im Gefängnis. Der von Gier getriebene Danny bietet Solomon seine “Hilfe” an und die beiden suchen gemeinsam Solomons Stein und Familie.

Bei der Suche begegnet das ungleiche Paar der Journalistin Madie Bowen (Jennifer Connelly), die einen Bericht über den Bürgerkrieg und die Rolle der internationalen Diamantenkartelle dabei schreiben will. Auch Madie beteiligt sich in gewissem Sinne an der “Suchaktion”, nachdem Danny ihr Hintergrundinformationen über die Diamantenkartelle verspricht.

Kritik: Ein wirklich genialer Film. Trotz seiner beträchtlichen Länge von etwas über 2 Stunden und 15 Minuten wird der Film nicht langweilig. Das liegt v.a. daran, dass Blood Diamond viele kleine Geschichten, die neben dem Hauptplot laufen, erzählt. Die Suche nach einem dicken Diamanten gäbe im Grunde nicht viel her - die übliche Abenteuergeschichte eben, die man schon ein paar Mal gesehen hat.

Blood Diamond ist aber viel mehr: Dannys Vergangenheit wird ausführlich beleuchtet und der Zuschauer begreift, wie er zu dem gierigen und knallharten Kerl wurde, der er ist. Er kann einfach nicht anders. Das Verhältnis zwischen Solomon und Danny ist natürlich nicht freundschaftlich, sondern sehr problematisch - im Grunde genommen ist das Verhältnis der beiden zueinander das interessanteste Element im Film. Leo spielt seine Rolle tatsächlich perfekt, da man ihm Danny absolut abnimmt. Ich habe nur einmal mehr gemerkt, dass ich in Leo nicht mehr das Titanic-Weichei sehen darf. Diese Haltung hat mir glaube ich die ersten 30 Minuten ziemlich im Weg gestanden.

Zudem ist natürlich auch für etwas Romanik gesorgt, da es zwischen Danny und Madie knistert. Zudem versucht der Film das Leben und Leiden der Menschen im Bürgerkrieg und insbesondere das der Kinder, die verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet werden, zu thematisieren.

Zudem kommen noch viele unheimlich schön eingefangene Landschaftsbilder, die mit einem sagenhaften Soundtrack unterlegt sind. James Newton Howard hat hier sicherlich den besten Soundtrack seit langem geliefert.

Fazit: Ich bin wirklich von “Blood Diamond” begeistert. Der Film ist rundum gut und gelungen.

Film: Das Streben nach Glück (DVD)

Als ich die Vorschau von “Das Streben nach Glück” vor einiger Zeit im Kino gesehen habe, dachte ich, dass Will Smith und ein Drama einfach nicht zusammen passen können. Will Smith ist ein cooler Typ. Ein Sunnyboy. Er rettet die Welt vor fiesen Außerirdischen, Drogenbaronen oder meinetwegen auch von Robotern. Aber in der Rolle eines von seiner Frau verlassenen Familienvaters, der mit seinem Sohn ums finanzielle Überleben kämpft, hätte ich ihn nicht erwartet. Aber vielleicht ist auch genau das das Gute an diesem Film?

Will Smith spielt Chris Garner, einen selbständigen Vertreter von medizinischen Geräten. Chris lebt zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn am Rande des finanziellen Abgrunds. Eines Tages ist erst Chris’ Auto weg, dann seine Frau und letztendlich seine Wohnung. Chris steht mit seinem Sohn auf der Straße und mehr oder weniger alle Ersparnisse sind weg. In bester “vom Tellerwäscher zum Millionär” Manier arbeitet Chris sich bei einem unbezahlten Praktikum als Finanzmakler hoch und -ja natürlich- rettet schließlich sich und seinen Sohn vor dem Ruin.

Will Smith spielt die Rolle des Chris Gardener hervorragend. Mir wird jetzt auch klar, wieso er für seine Rolle eine Oscar-Nominierung erhielt. Er spielt so gut, dass die Geschichte sogar relativ hartgesottenen Filmguggern wie mir richtig an die Nieren geht. Das hätte ich nicht erwartet.

Mir ist der Film fast einen Tick zu Rührselig und zu … ja, es klingt doof: zu dramatisch. Jedes Mal, wenn Chris resp. der Zuschauer glaubt, Licht am Ende des Tunnels zu sehen, passiert wieder etwas und die Situation wird noch schlechter. Man könnte glatt mitheulen. Würde Chris’ Sohn (gespielt von Will Smith’ “echtem” Sohn) nicht ab und an für einen kleinen Lacher sorgen, wäre der ca. 2 Stunden lange Film ziemlich harter Tobak.

Mir hat der Film dennoch sehr gut gefallen. Für einen wirklich vergnüglichen Kino-Abend taugt der Film nichts, aber unterhaltsam, interessant, ans-Herz-gehend und auf alle Fälle sehenswert ist der Film allemal. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.