Ausgelesen: Sturmnacht – Die dunklen Fälle…

… des Harry Dresden. Von Jim Butcher.

Dieses Buch macht so richtig Spaß – zumindest mir. Die Sturmnacht hat sich nämlich nach den paar Seiten, die ich neulich angelesen hatte, zu einem spannenden und außerst humorigen Roman entwickelt, der die altehrwürdige Zunft der Magier gehörig auf die Schippe nimmt. Butcher sorgte so bei mir für einige nette Lacher.

Für mich war das Genre “humoriger Fantasi-Krimi” eine willkommene Abwechslung im Lesealltag und wurde daher für “gut” befunden ;-) Die Fortsetzung wird auf alle Fälle bestellt und gelesen. Blöderweise ist der Urlaub jetzt aber vorbei und das Lesen wird von unpraktischen Arbeitstagen unterbrochen. ;-) Doof.

Harry Potter – And the Deathly Hallows

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Das war er also: der angeblich letzte Band aus der Harry Potter Reihe! Ich war mir nicht recht sicher, ob ich "Die Heiligtümer des Todes" (wie das Buch auf Deutsch heißt) lesen soll oder nicht. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich es gelesen habe, da das Buch gut war. Richtig gut. Viel besser als die letzten beiden. Warum verrate ich nicht! Sonst lynchen mich womöglich Horden von Fans, die auf die Deutsche Übersetzung warten und das Buch daher noch nicht gelesen haben *g*

Eines gefiel mir an dem Buch besonders: der Plot ist diesmal grundlegend anders als sonst: keine Hogwarts-Geschichten mehr, sondern nur noch Harry vs. Voldemort.

Ich möchte ja fast wetten, dass das nicht die letzte Geschichte aus Hogwarts war, die Jane Rowling geschrieben hat. Dazu ist der Schluss viel zu offen und er lädt geradezu dazu ein eine neue Reihe zu beginnen. Was meint ihr?

Kino: Transformers

Am Freitag habe ich mal wieder etwas sehr unüberlegtes getan: ich war in Transformers. Das Ganze hat sich etwa so ergeben: Holger sitzt in der Firma gelangweilt am PC und fragt den Praki: “Was kommt eigentlich grad im Kino?”. Antwort: “Transformers ist ganz gut”. Etwa 23 Sekunden später hatte ich mir online ein Ticket reserviert, weiter gearbeitet und nicht mehr drüber nachgedacht.

Als ich dann abends im Kino aufschlug und die Karte abgeholt habe – ein Wunder, dass ich die Reservierungsnummer noch intus hatte! – dachte ich, dass ich Fantastic Four guggen würde! Die nette Frau an der Kasse klärte mich dann aber auf, dass es Transformers sein würde. Nun denn…

(Sorry für die Einleitung *g*)

Michael Bay ist einer meiner Lieblingsregiseure. Auf seine Kappe gehen z.B. die Bad Boys, The Rock und Armageddon. Alles wirklich erstklassige Actionfilme, die viel Spaß machen und obendrein einen Plot haben, der wenigstens noch halbwegs intelligent ist und auch interessant. Mit den Transformers hat sich Bay jetzt auf ein neues Terrain gewagt: einen (actionlastigen) Science Fiction Film.

Der Streifen ist Bay-typisch genial und professionell umgesetzt. Es passt wirklich alles. Angefangen bei den – wie heute meist üblich – fantastisch animierten Tricks, der Musik, der Hauptdarstellerin (ein Eye-Candy erster Sahne ;-) ), dem Timing der Effekte bis hin zur Kamera, Stunts, usw…. Handwerklich ist der Film wirklich große Klasse! V.a. der Sound kommt im Kino mehr als gut. Hier dürfen die Lautsprecher des Kinos zeigen, was sie können. Ich habe mich mehr als nur einmal so ein bisschen geduckt, als Raketen “durch den Saal” schossen. Für diesen Film ist das Kino ein muss!

Allerdings mochte ich die Geschichte doch nicht sooo sonderlich, weil sie irgendwie unglaubwürdig ist (ja ich weiß: Science Fiction ist nie glaubwürdig) und teils mit Dialogen daherkommt, die einer Telenovela würdig sind (Guter Roboter “Optimus Prime” zu menschlichem Held): “Wenn ich Megatron nicht besiegen kann, dann drücke mir den Würfel in die Brust. Das wird den Würfel und mich zerstören. Aber die Menschheit ist dann gerettet”. *tränchenwegwisch*

Sei’s drum. Die Transformers haben Spaß gemacht. Der Film geht zwei Stunden und 22 Minuten, wurde aber an keiner Stelle langweilig. Mit aktiviertem Denkorgan bewertet, würde der Film 6 von 10 Punkten bekommen. Da ich aber (zumindest im Kino) meist nicht zu denken pflege: 8 von 10 Punkten. Klasse Popcorn-Sommerblockbuster.

Harry Potter V

Düster ist sie, die fünfte und neueste Verfilmung aus der Harry Potter Reihe, so düster, dass ich sagen würde: Liebe Ellies: bleibt mit euren Kindern daheim und lasst sie besser Benjamin Blümchen schauen, wenn ihr sie nicht im nächsten halben Jahr -Alpträumen sei dank- im Ehebett haben wollt. Ein Film für Kinder ist das sicherlich nicht. Das hat man auch ganz deutlich heute Abend am Publikum gemerkt. Ich habe selten so viele “so richtig echt Erwachsene” (= Menschen über 30) im Kino gesehen, wie an diesem Abend.

Die Verfilmung, also die Umsetzung von Buch zu Film, fand ich ziemlich gut. Ich habe das Buch zwar nicht mehr genau im Kopf, aber ich denke, dass alle wichtigen Stationen wiedergegeben wurden. Allerdings reihen sich im Film die einzelnen Episoden sehr staccatoartig hintereinander, ohne wirklich sonderlich sorgfältig verbunden zu werden. Der Film wirkt daher, als ob er nicht so recht im Fluss wäre – holprig also. Man könnte aber auch so argumentieren, dass das ein Stilmittel ist, dass die brenzlige Lage, Ruhelosigkeit und Hast ausdrücken soll – sehr gut möglich.

Richtig schön gemacht ist die Stimmung im Film. Die Bilder sind von Anfang bis Ende entsättigt (=Farben wurden abgeschwächt) und mit einem Sepia-Touch versehen worden. Das schafft tatsächlich auf Dauer eine beklemmende Atmosphäre, die auf den Zuschauer übergeht. Wer sich mal mit der Theorie der Bildwirkung auseinander gesetzt hat (darf ich gerade machen), kennt das Phänomen unter dem Begriff “Entsättigungstheorie”. Diese so manipulierten Bilder geben die im Buch beschriebene Situation wirklich recht gut wieder – die Welt ist so aus den Fugen geraten, wie die Farbe im Bild. Ebenso glänzend gemacht ist die Chef-Inquisitorin Dolores (dolor = Schmerz) Umbridge. Die Frau in ihrem rosa Kostümchen und Schwabbelbacken ist so genial überzeichnet, dass man sie vom ersten Augenblick an hasst. Da toppt der Film das Buch ganz klar. Nicht so recht gefallen hat mir der Showdown am Schluss: Dumbledore (der “neue” Dumbledor sieht aus wie ein Penner, den man unter einer Brücke hervorgezogen hat) vs. Lord Voldemort. Mich haben die Bilder und Geräusche unglaublich an Star Wars erinnert. Das hätte man vielleicht etwas anders machen müssen.

Das war es dann aber auch mit den guten Seiten. Denn eigentlich ist der Film ziemlich langatmig. Wie eben das Buch auch. Der fünffte Teil der Potter-Reihe ist imho der bislang schlechteste – der Film kann also kein Glanzstück werden, weil schon das Buch nicht gut ist. Als ich das Buch damals lesen wollte, habe ich es nach 300 Seiten bei Ebay verklappt, weil ich es schrecklich fand. Als Hörbuch war es hingegen gut, aber auch nur, weil der Leser Rufus Beck das einfach glänzend macht.

Gemacht ist der Film mehr als solide, Inhaltlich muss man ihn mögen ;-) 6 /10 Punkten von mir dafür.

Film: Spider-Man III (Kino)

Jeah! Einer der wenigen Filme, die wirklich so gut waren, wie ich mich im Vorfeld darauf gefreut habe. Und ich habe mich tierisch darauf gefreut. Daher bin ich auch schon heute, an “Tag 1″, im Kino gewesen – normalerweise mache ich das ja nicht, weil ich überfüllte Kinos hasse ;-)

Story: Die Story ist natürlich wie bei Superheldenfilmen so üblichen nach dem immer gleichen Muster gestrickt. Guter Superheld muss arme Menschen vor bösem Superschurken retten. Fertig. Naja fast.
Bei SMIII ist gar nicht so ganz klar, wer Gut und wer Böse ist. Peter Parker kämpft z.B. mindestens so sehr gegen seine eigene Schwäche, Hybris und schlechten Seiten, wie gegen seine wahren Feinde. Das erinnert so ein wenig an die ersten beiden Teile des Sequels. Das macht aber einen guten Teil dessen aus, was die Spiderman Filme “gut” und sehenswert macht und was sie von vielen anderen Comic-Verfilmungen unterscheidet. Parker wird z.B. im ersten Teil des Films so überheblich dargestellt, dass irgendwann eine Kinobesucherin zwei Plätze neben mir mit inbrünstiger Entrüstung: “Ja so ein blöder Affe” lauthals in den Saal quakte. Ich glaube das war der Lacher des Abends.

Wenn Peter nicht gerade damit beschäftigt ist sein Ego zu baden, bekommt er diesmal gleich von drei (vier) Gegenspielern kräftig eines drüber: Natürlich mit von der Partie ist Peters ehemaliger Freund Harry “Kobold junior” Osborn, der Peter noch immer für den Tod seines Vaters verantwortlich macht. Zudem wird bei einem seltsamen Experiment der angebliche Mörder von Peters Onkel in den Sandmann verwandelt. Mit sandastischen Kraften ausgestattet terrorisiert er als Sandsturm, Sandmonster und was weiß ich nicht alles die Stadt. Last not least treibt eine seltsame schwarze Masse ihr Unwesen in der Stadt. Das Zeug kann von Menschen Besitz ergreifen und verstärkt deren “dunkle” Seite. Peter kommt zunächst selbst mit dem Zeug in Berührung und wird zum “bösen” Spiderman. Als ihm seine Verwandlung bewusst wird, gelingt es ihm mit Mühe sich von dem Zeug zu trennen. Dummerweise ergreift die Masse aber Besitz von einem anderen und die Probleme gehen damit erst wirklich los.

Ach ja: Mary-Jane, die Freundin von Peter ist auch wieder mit von der Partie. Das Verhältnis der beiden zueinander ist natürlich auch wieder ein zentraler Teil der Handlung.

Kritik: Die ersten paar Minuten haben mich überhaupt nicht vom Hocker gerissen, da der Film einige Zeit braucht, bis er aus den Puschen kommt. Dann aber wird man bestens unterhalten. Für eine Comic-Verfilmung haben alle Charaktere überraschend viel Tiefgang. Keiner ist einfach “nur böse” oder “nur gut”, sondern alle Charaktere haben ihre Geschichte und sind tiefgründig und “echt” dargestellt.

Natürlich bietet der Film auch “krasse Action”. Während des finalen Kampfs tönte irgendwann ein begeistertes “Feeeeett Alder” gefolgt von einem “Ey, sei ruhig du Mongo” durch den Saal, während alle anderen gespannt die Luft angehalten haben. Noch ein “publikumsverschuldeter” Lacher. :D

Aber auch wegen dem Film (Nein! Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!) wegen des Films darf gelacht werden. Szenen in denen der Zeitungs-Chef auftritt, sind hier besonders zu nennen. Der dauernd Zigarre qualmende Typ ist so überzeichnet dargestellt, dass er wie eine Karikatur wirkt. Er wird immer dann eingesetzt, wenn die Handlung zu dramatisch oder actionhaltig wird, um etwas Tempo aus der Geschichte zu nehmen. Das tut dem Film sehr gut.

Die Umsetzung des Films ist insgesamt ganz phantastisch gelungen. Der Spagat zwischen Comic-Verfilmung, Action, tiefgründigen Charakteren, guten Animation und Humor ergibt einen äußerst unterhaltsamen Mix. Spider Man III ist daher für mich Popcorn-Kino vom Feinsten.

Fazit: Hoffentlich gibt es einen vierten Teil!#

 

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Film: Ghost Rider (Kino)

Comics in gedruckter Form kann ich persönlich nicht ausstehen. Comic-Verfilmungen gefallen mir hingegen zum Teil richtig gut. Die letzte aus der Batman-Reihe wäre da zu nennen oder auch die beiden Spiderman-Filme (Teil 3 kommt übrigens in Kürze). Nachdem ich einige ziemlich positive, wie auch negative Kritiken zum Ghost Rider gelesen habe, bin ich in der Erwartung einen unterhaltsamen aber flachen Film zu sehen in Kino gegangen.Und tatsächlich, Ghost Rider ist genau das: Flach aber unterhaltsam! Ein Film bei dem man überhaupt nicht denken muss, nein: gar nicht erst denken darf, da einem sonst bewusst wird, dass man ziemlichen Schrott sieht, bei dem man aber ansonsten für ca. 114 Minuten ganz launig unterhalten wird.

Das nicht-denken-dürfen will ich damit begründen, dass das Drehbuch ziemliche unlogisch bzw. dass der Plot nicht so ganz stringent ist. Beispiel: Ghostrider Jonny wird von der Polizei wegen eines äußerst vagen Indizes erst Hops genommen und dann im Grunde genommen völlig unbegründet eingesperrt. Danach äschert er die halbe Besatzung des Gefängnisses ein, flieht während ihn eine halbe Armee jagt und entkommt. Was würde jeder Cop mit etwas Verstand tun? Genau: Jonnies Wohnung überwachen. Aber Pustekuchen. In Jonnies Wohnung laufen erst Freund, dann Feind und schließlich er selbst ein und kein Cop interessiert sich dafür.
Ebenfalls habe ich nicht verstanden, wieso der Caretaker mit Jonny zur “Location” des finalen Duells zwischen Gut und Böse reitet, sich aber kurz vor der Ankunft -buchstäblich- in Luft auflöst und Jonny die ganzen Mist dann doch alleine richten lässt.

Oder: Warum hat Jonny, nachdem er als Ghost Rider durch ein Messer verletzt wurde, einen Schnitt an der Schulter? Später wurde der Ghost Rider von von etwa 49.000 Kugeln durchsiebt, Jonny hatte aber nicht einen Kratzer…

Apropos Duell: Ghost Rider ist im Grunde genommen ein Action-Film. Aber mit Action ist es doch nicht so weit bestellt. Ich glaube gerade mal vier Kämpfe muss der Rider gegen seine Gegner bestehen. Diese meistert er mit etwas Kettengerassel und feurig Gucken, quasi im Handumdrehen und in Minutenschnelle. Dramatisch und spannend geht anders.

Das wie ich finde Beste an dem Film ist Nicholas Cage, der die menschliche Form des Ghost Rider gibt. Er spielt den Rider Cage-typisch an einigen Stellen etwas debil, bringt aber die Zerrissenheit des Charakters ganz ordentlich rüber. Ich glaube ohne Cage wäre der Film stark in Richtung Schrott abgedriftet. Hauptperson Zwei, ich habe ihren Namen ehrlich gesagt schon wiede vergessen, wird von Eva Mendez (Hitch – Der Date Doktor) gespielt. Die Rolle taugt im Grunde nur für Deko-Zwecke. Das gelingt Menzez’ Ausschnitt aber ganz gut.

Ansonsten steht auf der Positiv-Liste die Optik (vom Ghost Rider abgesehen) und Stimmung des Films. Der höllische Großstadt-Western wird optisch, musikalisch und v.a. auch durch eine tolle Soundkulisse, bei der die Kinolautsprecher mal zeigen dürfen, was in ihnen steckt, gut dargestellt. Der Rider sieht verglichen zu den anderen, toll animierten Gestalten aus dem Computer aber wie eine brennende Billardkugel mit Kieferbruch aus. Da hat man wirklich besseres gesehen. Ich verstehe v.a. nicht, wieso die Hauptfigur, verglichen zu den eher unwichtigen Dämonen, viel schlechter animiert war.

Fazit: Ghost Rider war für mich kein Höllenritt, sondern bestenfalls ein Ritt durch irgendeinen zweitklassigen Vorhof zur Hölle. 5 von 10 Punkten auf meiner Film-Skala.