Phantasievolles, effektreiches “Pseudo-Animations“ Heldenepos. Sehr sehenswert! 9/10 Punkte
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Auf DVD: Wer früher stirbt…
… ist länger Tot.
Eine schwarze Komödie aus Bayern. Ziemlich genial-blödsinniger Spaß. 8/10 Punkte!
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Oder: “Indiana Jones und die kleinen, grünen Männchen”.
Was habe ich mich gefreut, als es hieß, dass ein vierter Teil der Indiana Jones Trillogie gedreht werden würde! Also jetzt der Indiana Jones Tetralogie. Ohne großartig nachzudenken und nachzulesen bin ich daher gestern (Freunding im Schlepptau) in den Film gegangen und habe leider einen eher durchschnittlichen Indy gesehen.
Anfänglich ist der Film tatsächlich unterhaltsam – so ähnlich wie die bisher bekannten Indy-Filme eben nun mal sind. Unterhaltsam, spassig und völlig abgedeht. Aber das ist ja eigentlich der Spaß an diesen Filmen. In den bisherigen Filmen hielt sich der Level des Abgedrehtseins auch halbwegs in erträglichen Grenzen: mal wurde die Bundeslade gesucht (Jäger des verlorenen Schatzes), dann irgendwelche heiligen Steine (I.J. und der Tempel des Todes) und zuletzt die Suppenschüssel von Jesus (I.J. und der letzte Kreuzzug).
Im jetzigen Film versucht Indy einen geheimnisvollen Kristallschädel an irgendeinen geheimnisvollen Ort zurück zu bringen, um böses, böses Unheil von der Welt abzuwehren. Okay, von mir aus. Da in dieser Art von Film Action und Spaß Hauptsache ist und beides stimmt, wird man (anfangs) gut unterhalten.
Gegen Ende des Films kippt aber der Spaß: man bekommt nämlich verklickert, dass der Kristallschädel der Schädelknochen eines Außerirdischen ist und der geheimnisvolle Ort, an den der Schädel zurück gebracht werden muss, ein UFO. Das war mir persönlich irgendwie des Guten zu viel.
Freundin hat sich wohl schon früher ausgeklinkt. Auf mein entnervtes Gebrabbel beim verlassen des Kinos “wieso muss man grüne Männchen in einen Indy einbauen”, bekam ich nur verwirrte Blicke und ein “Grüne Männchen? Da muss ich geschlafen haben” zurück
Fazit: Es hätte so schön sein können. Leider war es aber nur ziemlich mau!
DVD: Disturbia
Ich bin kein Kenner von Hitchcock-Filmen aber man muss auch keiner sein, um zu erkennen, dass “Disturbia” eine Art “verjüngtes” Remake des Klassikers “Das Fenster zum Hof” sein soll. Verjüngt deswegen, weil der/die Hauptdarsteller Vorort-Teens sind. Die große Frage die sich mir bei Disturbia gestellt hat ist, ob die Mischung aus Teen-Movie und Thriller funktioniert…
Der Held des Films ist der 17jährige Kale, der von Shia le Boeuf -ebenfalls Hauptrolle in Transformers- sehr sympatisch gespielt wird. Kale hat seinen Vater bei einem (mit von ihm) verschuldeten Verkehrsunfall verloren und deswegen dreht er auch etwas am Rad und begeht mehrerer kleine Straftaten. Nachdem Kale seinen dämlichen Lehrer niedergeschlagen hat, brummt ihm ein Richter 3 Monate Hausarrest per Hightech GPS-Fussfessel auf. Verlässt Kyle das Grundstück, schlägt die Fußfessel alarm und die Cops kreuzen auf. Nach anfänglichen X-Box, TV und Internet-Sessions, die von seiner Mutter (Carry Ann-Moss :arr: Matrix (!!)) unterbunden werden, wendet sich Kale seinen Nachbarn zu und wird zum “Profi-Spanner”. Welch netter Zufall, dass ein Haus weiter die gleichaltrige und verdammt attraktive Ashley* samt ihrer Familie einzieht – somit ist für “Reality-TV ohne TV” gesorgt…
Zur gleichen Zeit fällt Kyle auch sein anderer Nachbar auf: ein allein stehender Typ mittleren Alters, der seltsamerweise genau so ein Auto fährt, nach dem im TV wegen der Entführung einer jungen Frau gesucht wird. Zusammen mit seinem Kumpel und später mit Ashley macht Kyle sich an die Observierung seines Nachbarn… Dumm nur, dass Kyle nicht das Grundstück verlassen darf…
Disturbia funktioniert, wie ich finde, recht gut. Der Mix aus Teen-Movie, Thriller, ein bisschen Drama hier und ein Körnchen Comedy da, geht ziemlich gut auf. Ok, der Plot ist an mancher Stelle ein wenig … holprig und die Darsteller agieren etwas hirnlos und unlogisch aber ansonsten kann man mit den drei Hobby-Spannern durchaus einen spannenden Kino-Abend erleben.
Fazit: unterhaltsamer Film für einen DVD-Abend.
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* warum sehen meine Nachbarinnen eigentlich immer so scheiße aus oder sind mindestens 100?
DVD: Sunshine
Sunshine lief im Frühjahr diesen Jahres in den Kinos und ist mal so richtig an mir vorbei gegangen. Wirklich schade, weil dieser Streifen sogar auf DVD richtig gut und richtig spannend war. Im Kino, wo die gewaltigen Bilder wirken können und es ein paar Watt mehr an Lautsprecherleistung gibt, als an meinem Notebook, wäre der Film ungleich besser gewesen…
Sunshine ist ein sehr nüchtern und ohne viel Effekthascherei völlig straigt gemachter Science-Fiction Thriller. Kein Splatter, kein Gore, kein Heldenepos – nur ein ganz klein wenig Armageddon, 2001 und Alien vs. Ripley am Ende des Films.
In einer mehr oder weniger nahen Zukunft beginnt die Sonne zu sterben, d.h. zu erkalten und mit ihr stirbt die Erde. Die Menschen schicken ein Raumschiff mit einer gigantischen atomaren Sprengladung zur Sonne und erhoffen sich damit die Sonne wieder aufzuwecken – warum das auch immer klappen soll. Die Mission schlägt fehl. Jahre später schicken sie eine zweite Mannschaft mit einer zweiten Bombe zur Sonne. Die zweite Bombe ist die letzte Chance. Alles spaltbare Material der Erde ist nun verbraucht. Die Mission läuft relativ problemlos, bis zu dem Tag, an dem die Crew Funksignale des ersten Raumschiffs empfängt. Statt ihre Mission einfach durchzuziehen, versuchen sie zum ersten Schiff zu gelangen. Ihre Idee: Two last hopes are better than one.” Keine gute Idee!
Stage6- & YouTube Videos auf dem Handy abspielen
Ich habe gerade mit CamStudio und dem Windows Movie Maker herumgespielt und dabei ein kleines Tutorial gebaut, wie man ohne auf dem Rechner installierte Hilfsmittel Videos von Stage 6 bzw. YouTube ins 3gp-Format konvertieren und somit auf dem Handy abspielen kann.
- Stage 6 Download-Link Template: http://video.stage6.com/VIDEO_ID/.divx
- YouTube Download-Link Template: http://cache.googlevideo.com/get_video?video_id=VIDEO_ID
- Media Convert
- Stage 6
- YouTube
Kino: Ratatouille
Als ich vor mindestens 6 Monaten die erste Vorschau zu Ratatouille gesehen habe, war mir klar, dass ich diesen Film un-be-dingt sehen muss. In den letzten paar Wochen und Monaten ist in mir zusätzlich durch verschiedene Berichte in Zeitschriften bzw. im Internet die Vorstellung gewachsen, dass Ratatouille überhaupt DER Animationsfilm sein würde – besser als alle anderen! Z.B. bewertet Filmstarts.de mit vollen 10 und die Zuschauer mit satten 9,1 Punkten. Also eine sagenhaft gute Bewertung. Und mit genau der Erwartung einen sagenhaft guten Film zu sehen, bin ich bzw. sind wir gestern Abend ins Kino gegangen…
Fangen wir mal so an: Die Animationen des Films sind einfach unschlagbar gut. Die Ratten bewegen sich wie echte Ratten, die Kameraführung (wenn man davon überhaupt in einem Ani-Film sprechen kann) ist wirklich klasse, da sie unheimlich dynamisch und ideenreich ist, die animierten Speisen sehen geradezu verboten lecker aus und die Köche werkeln in der Küche mit einer derartigen Dynamik herum, dass man glauben könnte man sieht echten Köchen beim Kochen zu. Wirklich ganz, ganz phantastisch. Hier haben die Animateure (heißt das so?) wirklich sagenhaft gute Arbeit geleistet und der Oskar für Animation (falls es den gibt) dürfte ihnen dafür sicher sein.
Das war es aber auch leider schon mit den positiven Seiten. Halt nein! Der traditionelle Vorfilm war auch ein echter “Klopper” – ähnlich gut, vielleicht sogar besser, wie “For the Birds” vor einigen Jahren…!
Ratatouille braucht z.B. schon ewig bis die Story in die Puschen kommt. Die erste knappe viertel Stunde demonstriert so im Grunde genommen nur die Fähigkeiten der Animateure. Aber egal… Das war noch halbwegs okay, weil man an den Bildern und den Späßchen Spaß haben konnte.
Als Ratte Remy endlich in Paris und im Restaurant ist, wird aber leider schnelll klar, dass die Story nicht der große Hit werden wird. Irgendwie zündet die Geschichte nicht. Irgendwie fehlt einfach das sprichwörtliche Salz in der Suppe! Vielleicht scheitert der Film am Versuch der Geschichte einen bittersüßen, etwas melodramatischen Touch und Anspruch zu geben?? Im Kern ist Ratatouille ja eine Geschichte, die das Streben nach dem Besseren beschreibt – so ein bisschen wie bei “The Persuit of Happiness”… Das funktioniert hier aber einfach nicht.
Der Moment, in dem mir vollends klar geworden ist, dass der Film nicht mehr funktionieren wird, war der, als Remy und Linguini anfingen miteinander zu interagieren. Ich hätte erwartet, dass Remy sprechen kann und Linguini das Kochen verbal beibringt. Statt aber die Ratte sprechen zu lassen, haben die Drehbuchschreiber Remy auf Linguinis Kopf gesetzt und Remy Linguini per Ziehen an seinen Haaren steuern lassen. Linguini wird also zur kochenden Marionette, Remis zum Puppenspieler. Das wirkt sehr albern und ist selbst sogar für die Verhältnisse eines Ani-Films unglaubwürdig. Diese Idee schlachten die Drehbuchschreiber zudem leider bis zum Gehtnichtmehr aus. Anstatt sie einfach nonchalant als gegeben zu betrachten, versucht man immer noch einen Gag mehr durch Remys Puppenspiel”kunst” zu landen – mich hat das irgendwann einfach nur noch genervt. So driftet Ratatuille leider zu einem ziemlich faden Slapstick-Film mit einer seltsam melancholischen Grundnote und argen Längen ab…
Schade, wirklich schade! Wir waren von Ratatouille absolut eintäuscht. Aber nicht nur wir: Viele Zuschauer verließen gestern recht genervt das Kino. “Größter Mist seit langem”, “langweilig” und “fad” waren einige Wortfetzen, die ich auf dem Weg nach draußen gehört habe.
Fazit: Mehr als 5 oder maximal 6 von 10 möglichen Kochmützen bekommt Ratatouille von mir nicht.
:+: Animationen, Vorfilm, ein paar nette Lacher
:-: Story zündet nicht wirklich, einige “Längen”
Kino: Bourne Ultimatum
Kurz und knackig: Bourne III ist super spannend und grandios inszeniert! Ein Action-Spektakel, wie man es wohl selten sehen wird!
Bourne III ist einer der schnellsten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Vielleicht sogar der schnellte überhaupt. Die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Schnitten beträgt etwa 5 Sekunden. Dieses irrwitzige Tempo wird quasi vom Anfang bis zum Schluss über 111 Minuten konstant durchgehalten. Bourne rennt, springt, fährt und schießt sich von Sequenz zu Sequenz. Aus den Lautsprechern des Kinos dröhnt V8-Sound und splitterndes Glas. Ständig passiert irgendetwas… Als Kinogänger erlebt man diese Hatz wie eine wilde Achterbahnfahrt!
Die Story ist zugegeben dünn. Es geht im Grunde genommen wieder nur darum, dass Bourne hinter das Geheimnis seiner Vergangenheit kommen will und dabei quer durch die Welt gehetzt wird. Aber das ist egal. Was bei diesem Film (fast) allein zählt ist Action. Und die ist wirklich genial inszeniert!
Ich glaube allerdings, dass der Film nur im Kino funktionieren wird. Auf dem Fernseher daheim mit mickrigen Lautsprechern wird der Film schwächeln, weil einfach zu wenig visueller und akustischer “Bums” dahinter steckt. Und genau dann werden auch die Schwächen in der Story sichtbar und könnten stören.
Nebenbei bemerkt: Der Film trifft auch sehr gut den Zeitgeist. Ähnlich wie bei Staatsfeind Nr. 1 wird hier sehr deutlich, dass wir durch allerlei technisches Gerät, Kreditkarten und Computerkommunikation gläsern und verfolgbar werden; dass unser Tun und Handeln problemlos überwacht werden kann. Die aktuelle Debatte um den Überwachungsstaat nach 9/11 und der Gefahr vor Terror lässt grüßen.
:+: Action, Kamera, Sound, Schauspieler, Inszenierung, …
:-: Story etwas dünn
Fazit: Genialer Actionfilm! Unbedingt im Kino ansehen.
Harry Potter – And the Deathly Hallows
Das war er also: der angeblich letzte Band aus der Harry Potter Reihe! Ich war mir nicht recht sicher, ob ich "Die Heiligtümer des Todes" (wie das Buch auf Deutsch heißt) lesen soll oder nicht. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich es gelesen habe, da das Buch gut war. Richtig gut. Viel besser als die letzten beiden. Warum verrate ich nicht! Sonst lynchen mich womöglich Horden von Fans, die auf die Deutsche Übersetzung warten und das Buch daher noch nicht gelesen haben *g*
Eines gefiel mir an dem Buch besonders: der Plot ist diesmal grundlegend anders als sonst: keine Hogwarts-Geschichten mehr, sondern nur noch Harry vs. Voldemort.
Ich möchte ja fast wetten, dass das nicht die letzte Geschichte aus Hogwarts war, die Jane Rowling geschrieben hat. Dazu ist der Schluss viel zu offen und er lädt geradezu dazu ein eine neue Reihe zu beginnen. Was meint ihr?
Kino: Beim ersten Mal
Die Geschichte von diesem Film ist schnell zusammengefasst: Allison lernt in einer Kneipe Ben kennen. Beide verstehen sich gut, sind irgendwann tierisch blau, landen in der Kiste und beim “ersten Mal” ist der Braten bereits in der Röhre. Oups! Da beide unterschiedlicher sind als Hund und Katze, müssen sie sich in den kommenden 9 Monaten kräftig zusammenraufen, damit das Baby in eine heile Welt mit Papi und Mami geboren werden kann.
Kann das klappen? Klar: am Ende kriegen sie sich und sind glücklich bis an ihr Lebensende.
Es kommt ziemlich selten vor, dass ich die (sonst meist zutreffenden) Filmkritiken von Filmstarts.de für falsch halte. In diesem Fall ist es aber leider so. Bei Filmstarts wird “Beim ersten Mal” hoch gelobt – immerhin 8 von 10 Punkten. Sie schreiben, dass der Film extrem launig wäre und DER Komödien-Sommerhit überhaupt. Komischerweise schreiben das auch sehr viele andere Magazine, Zeitungen usw.
Haben die alle einen anderen Film gesehen?
Der Film funktioniert auf keiner Ebene, wie ich finde:
Ben ist derart Substandard, dass die ganze Geschichte mehr als unglaubwürdig ist. Keine Frau würde versuchen mit diesem kiffenden Überloser ein Kind großziehen zu wollen! Es sei denn, sie wäre Hals über Kopf in den Typen verliebt und hätte eine rosa Brille mit flaschenbodendicken Gläsern auf.
Genau diese Erklärung funktioniert aber nicht, da Ben und Allison ein derart unglaubwürdiges Paar -jenseits aller sozialen Unterschiede- ergeben, dass es völlig abstruß wirkt, dass beide verliebt sein sollen. Ich hatte nicht eine Sekunde auch nur im entferntesten das Gefühl, dass die Chemie zwischen den beiden (bzw. den Schauspielern) auch nur ein bisschen stimmen könnte.
Das “erste Mal” ist außerdem mit über zwei Stunden viel zu lang geraten. Das liegt daran, dass man krampfhaft versucht hat irgendwelche pseudospassigen Episoden, die neben dem Hauptplot laufen, einzubauen. Diese haben zu allem Übel auch meist nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun und blähen den Film nur unnötig auf. Dazu kommt noch, dass diese Witze meist ziemlich zotig und weit unterhalb der Gürtellinie sind. Nichts gegen Zoten aber in so eine Liebeskomödie, die doch so ein bisschen Romantik versprühen sollt, passt das nicht.
Fazit: Das erste Mal hätte genug sein sollen. 5 von 10 Gummies.
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