Tag Archive for 'film'

Kino: Transformers

Am Freitag habe ich mal wieder etwas sehr unüberlegtes getan: ich war in Transformers. Das Ganze hat sich etwa so ergeben: Holger sitzt in der Firma gelangweilt am PC und fragt den Praki: “Was kommt eigentlich grad im Kino?”. Antwort: “Transformers ist ganz gut”. Etwa 23 Sekunden später hatte ich mir online ein Ticket reserviert, weiter gearbeitet und nicht mehr drüber nachgedacht.

Als ich dann abends im Kino aufschlug und die Karte abgeholt habe - ein Wunder, dass ich die Reservierungsnummer noch intus hatte! - dachte ich, dass ich Fantastic Four guggen würde! Die nette Frau an der Kasse klärte mich dann aber auf, dass es Transformers sein würde. Nun denn…

(Sorry für die Einleitung *g*)

Michael Bay ist einer meiner Lieblingsregiseure. Auf seine Kappe gehen z.B. die Bad Boys, The Rock und Armageddon. Alles wirklich erstklassige Actionfilme, die viel Spaß machen und obendrein einen Plot haben, der wenigstens noch halbwegs intelligent ist und auch interessant. Mit den Transformers hat sich Bay jetzt auf ein neues Terrain gewagt: einen (actionlastigen) Science Fiction Film.

Der Streifen ist Bay-typisch genial und professionell umgesetzt. Es passt wirklich alles. Angefangen bei den - wie heute meist üblich - fantastisch animierten Tricks, der Musik, der Hauptdarstellerin (ein Eye-Candy erster Sahne ;-) ), dem Timing der Effekte bis hin zur Kamera, Stunts, usw…. Handwerklich ist der Film wirklich große Klasse! V.a. der Sound kommt im Kino mehr als gut. Hier dürfen die Lautsprecher des Kinos zeigen, was sie können. Ich habe mich mehr als nur einmal so ein bisschen geduckt, als Raketen “durch den Saal” schossen. Für diesen Film ist das Kino ein muss!

Allerdings mochte ich die Geschichte doch nicht sooo sonderlich, weil sie irgendwie unglaubwürdig ist (ja ich weiß: Science Fiction ist nie glaubwürdig) und teils mit Dialogen daherkommt, die einer Telenovela würdig sind (Guter Roboter “Optimus Prime” zu menschlichem Held): “Wenn ich Megatron nicht besiegen kann, dann drücke mir den Würfel in die Brust. Das wird den Würfel und mich zerstören. Aber die Menschheit ist dann gerettet”. *tränchenwegwisch*

Sei’s drum. Die Transformers haben Spaß gemacht. Der Film geht zwei Stunden und 22 Minuten, wurde aber an keiner Stelle langweilig. Mit aktiviertem Denkorgan bewertet, würde der Film 6 von 10 Punkten bekommen. Da ich aber (zumindest im Kino) meist nicht zu denken pflege: 8 von 10 Punkten. Klasse Popcorn-Sommerblockbuster.

Film: Hot Fuzz

Klamaukalarm: Hot Fuzz ist einer der Filme, die richtig schön doof sind. Doof meine ich hier aber im positivsten Sinne. Die amerikanischen Cop bzw. Buddy-Filme, wie z.B. Bad Boys, werden hier gnadenlos durch den Kakao gezogen. Der Film kommt übrigens nicht aus Hollywood, sondern aus England. D.h. Hot Fuzz ist mit dem inseltypischen, feinen (?) britischen Humor gewürzt. (Memo an mich: unbedingt einmal wieder “Mord im Pfarrhaus” gucken!)
Story: Der promovierte (!) Super-Mega-Elite-Cop Nicholas Angel wird aus London ins ländliche Exil verbannt. Der Grund ist. dass er die gesamte Londoner Polizei “alt” aussehen lässt,  da seine Verhaftungsrate satte 400% höher liegt als die der Kollegen. Im englischen Kuhkaff angekommen scheint alles in bester Ordnung. Die Kriminalität liegt (fast) bei Null und die “Verbrechen”, die überhaupt geschehen, werden mit Strafen a la “Backe eine Schwarzwälder” bestraft. Allerdings häufen sich in dem beschaulichen Örtchen eine bemerkenswert hohe Anzahl an unerklärlichen Unfällen. Angel kommt das langsam aber sicher spanisch vor und er stößt zufällig auf eine mordlüsternde Bürgerwehr, die größtenteils aus den rüstigen Rentnern des Kaffs besteht. Die netten älteren Herrschaften bringen kurzerhand alle um, die ihnen nicht in den Kram passen und die die Ruhe des Dörfchens (und somit die Gewinnchancen für den Wettbewerb des schönsten Dorfs senken) stören. Und das sind viele.

Die erste Hälfte von Hot Fuzz kommt noch vergleichsweise “leise” daher. Der Humor ist britisch: schwarz und ironisch. Die Ideen sind so abgedreht, dass man keine Sekunde auch nur eine Idee hat, wohin der Plot sich entwickeln wird. Der mit weitem Abstand beste Teil des Films bildet aber der furiose Showdown. Angel,  bewaffnet bis an die Zähne, zieht mit seinem Partner gegen Omis mit perfekt sitzenden Dauerwellen und Rüschenbluse und Opas mit Steinschlosskarabinern aus dem (?) 30-jährigen Krieg. Genial absurd.

Von mir gibt es für diesen abgedrehten Klamauk sattte 9 von 10 Kakao-Tassen.

Die Simpsons - Der Film

Ich war ja sehr skeptisch, als ich gestern Abend das Ticket für den Kinofilm “Die Simpsons” gekauft habe. Ich bin kein wahrer Fan der gelben Familie aus Springfield und meine Meinung über die Simpsons schwankt zwischen “ziemlich lustig” und “völliger Blödsinn”. Ich bin also sicherlich nicht das “typische” Zielpublikum, an das sich der Film wendet… Dennoch: ich war drin. Und ich war sogar recht angetan von dem gelben Animationsstreifen.

Das Beste an dem Film ist sicherlich die knappe erste Hälfte. In der wird nämlich ein kleines Gag-Feuerwerk abgebrannt und kleinere und größere Lacher reihen sich. Es gibt zwar keine Handlung - aber jede Menge sinnloser Gags. Mit dem entsprechenden Publikum im Kino ist als (zumindest in dieser Hälfte) für viel Stimmung und Kurzweil gesorgt.

Nachdem Marge und die Kinder sich im Alaska-Exil entschlossen haben die vom Untergang bedrohte Stadt Springfield zu retten, schleicht sich aber so ein kleines Formtief ein und der Film wird spührbar zäher. Jetzt rückt die Handlung in den Vordergrund und die gestattet weniger Gags als die Einleitung in den Film bzw. das “Vorspiel” - Springfield retten ist ja auch eine halbwegs ernste Sache. Aber: das Formtief hält nicht sonderlich lange an und der Film nimmt wieder an Fahrt auf und die Gag-Quote steigt auch wieder an.

Fazit: Die Simpsons im Kino zu sehen ist keine schlechte Sache. Im Gegenteil: ich fand den Film vergnüglich und meist auch kurzweilig. Wer natürlich auf “gehobene” Unterhaltung steht, der sollte lieber einen anderen Film wählen. Für Simpsons-Sympathisanten ist
der Streifen aber sicher keine schlechte Wahl.

Von mir gibt es 8 von 10 Doughnuts für die Simpsons.

Harry Potter V

Düster ist sie, die fünfte und neueste Verfilmung aus der Harry Potter Reihe, so düster, dass ich sagen würde: Liebe Ellies: bleibt mit euren Kindern daheim und lasst sie besser Benjamin Blümchen schauen, wenn ihr sie nicht im nächsten halben Jahr -Alpträumen sei dank- im Ehebett haben wollt. Ein Film für Kinder ist das sicherlich nicht. Das hat man auch ganz deutlich heute Abend am Publikum gemerkt. Ich habe selten so viele “so richtig echt Erwachsene” (= Menschen über 30) im Kino gesehen, wie an diesem Abend.

Die Verfilmung, also die Umsetzung von Buch zu Film, fand ich ziemlich gut. Ich habe das Buch zwar nicht mehr genau im Kopf, aber ich denke, dass alle wichtigen Stationen wiedergegeben wurden. Allerdings reihen sich im Film die einzelnen Episoden sehr staccatoartig hintereinander, ohne wirklich sonderlich sorgfältig verbunden zu werden. Der Film wirkt daher, als ob er nicht so recht im Fluss wäre - holprig also. Man könnte aber auch so argumentieren, dass das ein Stilmittel ist, dass die brenzlige Lage, Ruhelosigkeit und Hast ausdrücken soll - sehr gut möglich.

Richtig schön gemacht ist die Stimmung im Film. Die Bilder sind von Anfang bis Ende entsättigt (=Farben wurden abgeschwächt) und mit einem Sepia-Touch versehen worden. Das schafft tatsächlich auf Dauer eine beklemmende Atmosphäre, die auf den Zuschauer übergeht. Wer sich mal mit der Theorie der Bildwirkung auseinander gesetzt hat (darf ich gerade machen), kennt das Phänomen unter dem Begriff “Entsättigungstheorie”. Diese so manipulierten Bilder geben die im Buch beschriebene Situation wirklich recht gut wieder - die Welt ist so aus den Fugen geraten, wie die Farbe im Bild. Ebenso glänzend gemacht ist die Chef-Inquisitorin Dolores (dolor = Schmerz) Umbridge. Die Frau in ihrem rosa Kostümchen und Schwabbelbacken ist so genial überzeichnet, dass man sie vom ersten Augenblick an hasst. Da toppt der Film das Buch ganz klar. Nicht so recht gefallen hat mir der Showdown am Schluss: Dumbledore (der “neue” Dumbledor sieht aus wie ein Penner, den man unter einer Brücke hervorgezogen hat) vs. Lord Voldemort. Mich haben die Bilder und Geräusche unglaublich an Star Wars erinnert. Das hätte man vielleicht etwas anders machen müssen.

Das war es dann aber auch mit den guten Seiten. Denn eigentlich ist der Film ziemlich langatmig. Wie eben das Buch auch. Der fünffte Teil der Potter-Reihe ist imho der bislang schlechteste - der Film kann also kein Glanzstück werden, weil schon das Buch nicht gut ist. Als ich das Buch damals lesen wollte, habe ich es nach 300 Seiten bei Ebay verklappt, weil ich es schrecklich fand. Als Hörbuch war es hingegen gut, aber auch nur, weil der Leser Rufus Beck das einfach glänzend macht.

Gemacht ist der Film mehr als solide, Inhaltlich muss man ihn mögen ;-) 6 /10 Punkten von mir dafür.

Film: Blood Diamond (DVD)

Woooh! Das war tatsächlich mal wieder ein richtig guter Film! Spannend, bewegend und eine wirklich interessante Geschichte. Und wieder mit dabei: mein neuerlicher Lieblings-Schauspieler Leo DiCaprio. Blood Diamond wurde für diverse Oscars nominiert und Leo gewann den für die “beste männliche Hauptrolle”.

Story: Danny Archer (Leo) ist ein moderner Glücksritter mit einer etwas undurchsichtigen Vergangenheit. Er hat wohl früher beim Militär gedient und verdient seine Brötchen nun als Waffenschieber und Diamantenschmuggler. Insgesamt ist er eine sehr zwielichtige Gestalt und man weiß nicht, ob man ihn zu den “Guten” oder den “Bösen” stecken soll.

Solomon Vandy (Djimon Hounsou) ist ein harmloser Fischer, dessen ganze Familie bei einem Bürgerkrieg auseinander gerissen wurde. Er selbst gerät in Gefangenschaft und wird dazu gezwungen Diamanten zu suchen. Wie es der Zufall will, findet er ein 100 Karat-Klunker, gibt diesen aber nicht ab, sondern kann den Stein verstecken. Danny und Solomon begegnen einander wenig später im Gefängnis. Der von Gier getriebene Danny bietet Solomon seine “Hilfe” an und die beiden suchen gemeinsam Solomons Stein und Familie.

Bei der Suche begegnet das ungleiche Paar der Journalistin Madie Bowen (Jennifer Connelly), die einen Bericht über den Bürgerkrieg und die Rolle der internationalen Diamantenkartelle dabei schreiben will. Auch Madie beteiligt sich in gewissem Sinne an der “Suchaktion”, nachdem Danny ihr Hintergrundinformationen über die Diamantenkartelle verspricht.

Kritik: Ein wirklich genialer Film. Trotz seiner beträchtlichen Länge von etwas über 2 Stunden und 15 Minuten wird der Film nicht langweilig. Das liegt v.a. daran, dass Blood Diamond viele kleine Geschichten, die neben dem Hauptplot laufen, erzählt. Die Suche nach einem dicken Diamanten gäbe im Grunde nicht viel her - die übliche Abenteuergeschichte eben, die man schon ein paar Mal gesehen hat.

Blood Diamond ist aber viel mehr: Dannys Vergangenheit wird ausführlich beleuchtet und der Zuschauer begreift, wie er zu dem gierigen und knallharten Kerl wurde, der er ist. Er kann einfach nicht anders. Das Verhältnis zwischen Solomon und Danny ist natürlich nicht freundschaftlich, sondern sehr problematisch - im Grunde genommen ist das Verhältnis der beiden zueinander das interessanteste Element im Film. Leo spielt seine Rolle tatsächlich perfekt, da man ihm Danny absolut abnimmt. Ich habe nur einmal mehr gemerkt, dass ich in Leo nicht mehr das Titanic-Weichei sehen darf. Diese Haltung hat mir glaube ich die ersten 30 Minuten ziemlich im Weg gestanden.

Zudem ist natürlich auch für etwas Romanik gesorgt, da es zwischen Danny und Madie knistert. Zudem versucht der Film das Leben und Leiden der Menschen im Bürgerkrieg und insbesondere das der Kinder, die verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet werden, zu thematisieren.

Zudem kommen noch viele unheimlich schön eingefangene Landschaftsbilder, die mit einem sagenhaften Soundtrack unterlegt sind. James Newton Howard hat hier sicherlich den besten Soundtrack seit langem geliefert.

Fazit: Ich bin wirklich von “Blood Diamond” begeistert. Der Film ist rundum gut und gelungen.

Film: Das Streben nach Glück (DVD)

Als ich die Vorschau von “Das Streben nach Glück” vor einiger Zeit im Kino gesehen habe, dachte ich, dass Will Smith und ein Drama einfach nicht zusammen passen können. Will Smith ist ein cooler Typ. Ein Sunnyboy. Er rettet die Welt vor fiesen Außerirdischen, Drogenbaronen oder meinetwegen auch von Robotern. Aber in der Rolle eines von seiner Frau verlassenen Familienvaters, der mit seinem Sohn ums finanzielle Überleben kämpft, hätte ich ihn nicht erwartet. Aber vielleicht ist auch genau das das Gute an diesem Film?

Will Smith spielt Chris Garner, einen selbständigen Vertreter von medizinischen Geräten. Chris lebt zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn am Rande des finanziellen Abgrunds. Eines Tages ist erst Chris’ Auto weg, dann seine Frau und letztendlich seine Wohnung. Chris steht mit seinem Sohn auf der Straße und mehr oder weniger alle Ersparnisse sind weg. In bester “vom Tellerwäscher zum Millionär” Manier arbeitet Chris sich bei einem unbezahlten Praktikum als Finanzmakler hoch und -ja natürlich- rettet schließlich sich und seinen Sohn vor dem Ruin.

Will Smith spielt die Rolle des Chris Gardener hervorragend. Mir wird jetzt auch klar, wieso er für seine Rolle eine Oscar-Nominierung erhielt. Er spielt so gut, dass die Geschichte sogar relativ hartgesottenen Filmguggern wie mir richtig an die Nieren geht. Das hätte ich nicht erwartet.

Mir ist der Film fast einen Tick zu Rührselig und zu … ja, es klingt doof: zu dramatisch. Jedes Mal, wenn Chris resp. der Zuschauer glaubt, Licht am Ende des Tunnels zu sehen, passiert wieder etwas und die Situation wird noch schlechter. Man könnte glatt mitheulen. Würde Chris’ Sohn (gespielt von Will Smith’ “echtem” Sohn) nicht ab und an für einen kleinen Lacher sorgen, wäre der ca. 2 Stunden lange Film ziemlich harter Tobak.

Mir hat der Film dennoch sehr gut gefallen. Für einen wirklich vergnüglichen Kino-Abend taugt der Film nichts, aber unterhaltsam, interessant, ans-Herz-gehend und auf alle Fälle sehenswert ist der Film allemal. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Film: Die Eisprinzen (Kino)

Manchmal muss man sich wirklich fragen, was in den Köpfen der Kinoproduzenten so vor sich geht. Ausgerechnet im Frühsommer kommt ein Film über das Eislaufen in die Kinos. Würde das nicht besser in die “Eislauf-Saison” passen, bzw. irgendwann in die Zeit vor Weihnachten!? Als ob das nicht schon schräg genug wäre, ist das Eislaufpaar in diesem Fall auch noch “gleichgeschlechtlich”. Ja. Hier laufen zwei Männer als Paar zusammen… :???:

Story: Die beiden Eisläufer Chazz und Jimmi sind auf dem Eis erbitterte Rivalen. Bei einem Wettkampf erreichen beide gleiche Wertungen und somit den ersten Platz. Auf dem Siegertreppchen entbrennt eine wilde Keilerei, wegen der beide fortan lebenslänglich von der Teilnahme an Wettkämpfen in der Disziplin “Männer einzeln” ausgeschlossen werden.

Das Reglement sagt aber nichts davon, dass beide nicht beim Paarlauf antreten dürfen. Da dummerweise aber keine weiblichen Partner so schnell verfügbar sind, tut sich das ungleiche Duo zusammen und studiert eine Kür ein, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.

Kritik: Die Story ist vollkommen durchgeknallt und klingt irrsinnig blödsinnig. Eigentlich ist das ein Grund für mich einen Film gar nicht erst zu sehen. Als ich aber mehrere ziemlich gute Bewertungen im Internet über diesen Film gelesen habe, wollte ich ihn dann doch selbst sehen.

Das komische ist, dass der durchgeknallte Streifen tatsächlich über weite Strecken hinweg wirklich gut funktioniert, wenn man sich auf die Geschichte einfach einlässt. Die Geschichte ist lachhaft, der Film aber nicht lächerlich. Das macht für mich eine gute Komödie aus.

Die ganz klare Stärke der Eisprinzen sind die wirklich aberwitzigen und urkomischen Choreographien auf dem Eis. Diese sind nämlich so gut und albern gemacht, dass man einfach herzlich lachen muss. Das ist Klamauk pur und den beherrschen die beiden Hauptdarsteller Will Ferrell und John Heder perfekt.

Abseits vom Eis wird die Eiskunstlauf-Szene sanft aufs Korn genommen. Das leicht tuckige Image von diesem Sport und das gezierte Gehabe der Sportler wird milde durch den Kakao gezogen. Ich hätte mir gewünscht, dass man hier noch eine ganze Ladung mehr Satire rein gepackt hätte. So wirklich böse und gemein wird der Film leider nie. Aber auch hier gibt es ein paar Lacher und somit geht das in Ordnung.

Etwas geärgert hat mich dann aber tatsächlich der Schluss: Chazz und Jimmi entschweben dank kleiner Raketenmotorchen an ihren Schlittschuhen der Eislauf-Arena. Das fand ich dann doch arg albern und lächerlich.

Fazit:

Die Eisprinzen sind eine recht gute Klamauk-Komödie. Mir liegt diese Form von Humor eigentlich nicht so ganz, dafür hat mir aber der Film ganz gut gefallen. Von mir bekommt der Film 6 von 10 Punkten.

Film: Born to be Wild (Kino)

Noch eine Komödie, über die zu schreiben eigentlich bloße Zeitverschwendung ist. So schlimm wie “Vollidiot” von neulich ist er aber gottlob nicht gewesen, daher wenigstens eine Kurzkritik.

Story: Vier Loser in der schlimmsten Midlife-Crisis wollen ihrem Alltag (Ehefrau, Schulden, Scheidung, Kinder usw.) entfliehen und schwingen sich auf ihre Bikes. Die Vorstadt-Biker gondeln von einem Chaos in das nächste und -hoppla- sprengen aus Versehen den Biker-Treff einer unglaublich “bösen” Motorrad-Gang in die Luft. Logischerweise sind die bösen Biker nicht sonderlich davon angetan und wollen sich an den netten Vorstadt-Bikern rächen.

Kritik: Born to be Wild ist ziemlich … zahm. Von wilden Lachkrämpfen bleibt der Zuschauer leider verschont. Die erste halbe Stunde ist noch halbwegs launig und witzig, dann flachen die Lacher aber zusehends ab und nach ca. einer Stunde freut man sich, dass nur noch weitere 30 Minuten zu “absolvieren” sind. Im Grunde genommen kennt man alle witzigen Szenen vom Film schon aus der Vorschau. Das Ende ist auch mehr als ideenlos, da sich die Probleme “einfach so” in Luft auflösen. (Wäre es im wahren Leben doch auch so einfach.)

Fazit: Mir hat der Film nicht sonderlich gefallen. 4 / 10 Punkten.

Film: Spider-Man III (Kino)

Jeah! Einer der wenigen Filme, die wirklich so gut waren, wie ich mich im Vorfeld darauf gefreut habe. Und ich habe mich tierisch darauf gefreut. Daher bin ich auch schon heute, an “Tag 1″, im Kino gewesen - normalerweise mache ich das ja nicht, weil ich überfüllte Kinos hasse ;-)

Story: Die Story ist natürlich wie bei Superheldenfilmen so üblichen nach dem immer gleichen Muster gestrickt. Guter Superheld muss arme Menschen vor bösem Superschurken retten. Fertig. Naja fast.
Bei SMIII ist gar nicht so ganz klar, wer Gut und wer Böse ist. Peter Parker kämpft z.B. mindestens so sehr gegen seine eigene Schwäche, Hybris und schlechten Seiten, wie gegen seine wahren Feinde. Das erinnert so ein wenig an die ersten beiden Teile des Sequels. Das macht aber einen guten Teil dessen aus, was die Spiderman Filme “gut” und sehenswert macht und was sie von vielen anderen Comic-Verfilmungen unterscheidet. Parker wird z.B. im ersten Teil des Films so überheblich dargestellt, dass irgendwann eine Kinobesucherin zwei Plätze neben mir mit inbrünstiger Entrüstung: “Ja so ein blöder Affe” lauthals in den Saal quakte. Ich glaube das war der Lacher des Abends.

Wenn Peter nicht gerade damit beschäftigt ist sein Ego zu baden, bekommt er diesmal gleich von drei (vier) Gegenspielern kräftig eines drüber: Natürlich mit von der Partie ist Peters ehemaliger Freund Harry “Kobold junior” Osborn, der Peter noch immer für den Tod seines Vaters verantwortlich macht. Zudem wird bei einem seltsamen Experiment der angebliche Mörder von Peters Onkel in den Sandmann verwandelt. Mit sandastischen Kraften ausgestattet terrorisiert er als Sandsturm, Sandmonster und was weiß ich nicht alles die Stadt. Last not least treibt eine seltsame schwarze Masse ihr Unwesen in der Stadt. Das Zeug kann von Menschen Besitz ergreifen und verstärkt deren “dunkle” Seite. Peter kommt zunächst selbst mit dem Zeug in Berührung und wird zum “bösen” Spiderman. Als ihm seine Verwandlung bewusst wird, gelingt es ihm mit Mühe sich von dem Zeug zu trennen. Dummerweise ergreift die Masse aber Besitz von einem anderen und die Probleme gehen damit erst wirklich los.

Ach ja: Mary-Jane, die Freundin von Peter ist auch wieder mit von der Partie. Das Verhältnis der beiden zueinander ist natürlich auch wieder ein zentraler Teil der Handlung.

Kritik: Die ersten paar Minuten haben mich überhaupt nicht vom Hocker gerissen, da der Film einige Zeit braucht, bis er aus den Puschen kommt. Dann aber wird man bestens unterhalten. Für eine Comic-Verfilmung haben alle Charaktere überraschend viel Tiefgang. Keiner ist einfach “nur böse” oder “nur gut”, sondern alle Charaktere haben ihre Geschichte und sind tiefgründig und “echt” dargestellt.

Natürlich bietet der Film auch “krasse Action”. Während des finalen Kampfs tönte irgendwann ein begeistertes “Feeeeett Alder” gefolgt von einem “Ey, sei ruhig du Mongo” durch den Saal, während alle anderen gespannt die Luft angehalten haben. Noch ein “publikumsverschuldeter” Lacher. :D

Aber auch wegen dem Film (Nein! Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!) wegen des Films darf gelacht werden. Szenen in denen der Zeitungs-Chef auftritt, sind hier besonders zu nennen. Der dauernd Zigarre qualmende Typ ist so überzeichnet dargestellt, dass er wie eine Karikatur wirkt. Er wird immer dann eingesetzt, wenn die Handlung zu dramatisch oder actionhaltig wird, um etwas Tempo aus der Geschichte zu nehmen. Das tut dem Film sehr gut.

Die Umsetzung des Films ist insgesamt ganz phantastisch gelungen. Der Spagat zwischen Comic-Verfilmung, Action, tiefgründigen Charakteren, guten Animation und Humor ergibt einen äußerst unterhaltsamen Mix. Spider Man III ist daher für mich Popcorn-Kino vom Feinsten.

Fazit: Hoffentlich gibt es einen vierten Teil!#

 

Tags: , , , ,

Film: Vollidiot (Kino)

Bewertung: 0/10 Punkten.

Mehr über diesen Streifen zu schreiben wäre Zeitverschwendung.