Tag Archive for 'fisch'

Rezept: Pot aux Poissons et Légumes

Mann! Heute morgen bin ich ja enorm francophil. Aber Fischpott mit G’müs klingt einfach nicht so nett.

Die Fischpfanne macht ein bisschen Arbeit, schmeckt aber sehr gut und ist dazu auch noch schrecklich* gesund. Wer keinen Fisch mag, kann das Gericht auch problemlos ohne Fisch kochen. Dann hat man so eine Art Ratatouille. Auch lecker.

image

Zutaten (für 2 - 3 Personen):

  • 400g festes Fischfilet (z.B. Seelachs)
  • 1 Limette (Zitrone geht auch. Die ist aber wesentlich dominanter und saurer)
  • 1TL Kräuter der Provence
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 kleine Zucchini
  • 1 kleine Aubergine
  • 1/2 gelber Paprika
  • 1/2 roter Paprika
  • 3 Tomaten (je nach Größe)
  • etwas Tomatenmark
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Step 1: Das Fischfilet wird erst von restlichen Gräten befreit, abgespühlt, trocken getupft und dann in Würfel geschnitten. In einen Topf geben und mit dem Saft der Limette, Kräutern und Olivenöl mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Derweil:

Step 2: Gemüse vorbereiten: Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Paprika in feine Streifen. Halbierte Zucchini in Scheibchen schneiden. Aubergine in kleine Würfelchen (Falls das Ding schon recht groß ist das schwammige Innenleben rausschneiden und ab in den Biomüll) Tomaten häuten und würfeln.

Step 3: Zwiebel und Knoblauch in recht viel Olivenöl anbraten. Nach ca. 3 Minuten die Aubergine dazu geben und ebenfalls 3 Minuten anbraten. Dann den Paprika dazu und wieder 3 Minuten braten. Zuletzt die Zucchini dazu und … ja genau: braten. Last not least die Tomaten und das Tomatenmark dazu. Deckel drauf und noch ca. 10 Minten leicht köcheln lassen…

… nach dieser Zeit das Gemüse mit Salz, Pfeffer, ggf etwas gekörnter Gemüsebrühe und Kräuter der Provence abschmecken. Runter vom Herd.

Step 4: Eine beschichtete Pfanne stark erhitzen. Erste Hälfte des Fischs scharf von allen Seiten anbraten - insgesamt ca. 5 Minuten. Fisch in den Topf auf das Gemüse geben. Zweite Hälfte ebenfalls von allen Seiten anbraten lassen. Die Marinade in die Pfanne geben und kurz aufkochen lassen. Fisch samt Marinade zum Gemüse geben. Deckel drauf und noch 5 Minuten ziehen lassen - nicht mehr kochen.

Zu dem Gericht passt entweder Reis oder auch lecker Baguette.

Technorati Tags: , , ,

_________

* vermute ich einfach mal ;-)

Rezept: Thunfisch Brotaufstrich

Fisch aufs Brot zu streichen ist eigentlich eine ziemlich gruslige Vorstellung. Aber es schmeckt, wenn man es einmal probiert hat, ganz lecker… V.a. ist die Zubereitung denkbar einfach:

Zutaten:

  • eine Dose Thunfisch in Öl
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • ca. 10 Basilikum-Blätter, ein paar Oregano-Blätter und etwas Thymian
  • 1EL Zitronensaft
  • Tabasco bzw. getrocknete oder frische Pepperoni
  • Salz
  • Pfeffer
  • ggf. Schmand oder Creme Fraiche
  • ggf. Kapern, Oliven, etc

Zubereitung:

Das meiste des Thunfischeinlegöls weggießen. Den Rest des Öls samt Thunfisch in den Blender geben und alle weiteren Zutaten dazu geben. Deckel drauf. Fein mixen. Im Kühlschrank ca. eine Stunde kalt stellen, da das Gemisch durch das Mixen leicht warm wird.

Wer hat kann auch noch Kapern und kleingeschnittene Oliven nach dem Mixen unterrühren.

[Update: Gerade lese ich, dass manche die Thunfisch-Brotaufstriche auch nicht mixen, sondern einfach fein mit einer Gabel zermatschen. Auch eine gute Idee. Spart sogar Abwasch ;-) ]

Du willst mehr Rezepte lesen?

Rezept: Marinierter Rotbarsch mit buntem Gemüse und gelben Reis

Ich glaube dieses Gericht würde ich kochen, wenn ich bei irgendwelchen Frauen Eindruck schinden müsste. Optisch ist das Gericht ein absoluter Hingucker und geschmacklich hervorragend.

Rezept für zwei Personen

Für den Fisch:

  • 4 Stück Rotbarschfilet, zusammen etwa 300 - 400 Gramm
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer
  • Basilikum, Rosmarin, Oregano

Step 0: Aus Olivenöl, Zitronensaft, gehacktem Knoblauch, Pfeffer und Kräutern der Provence eine Marinade herstellen. Den Fisch hineingeben, mit der Marinade umhüllen und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Für das Gemüse und den Reis:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Karotten
  • 2 Zucchini
  • je 1 kleine rote und gelbe Paprika
  • 100ml Rotwein
  • 2 ELOlivenöl
  • 1 Dose guter, stückiger Tomaten
  • Basilikum, Rosmarin, Oregano
  • 1 1/4 Tassen Basmati-Reis
  • 1/2 TL Curcuma-Pulver

Step 1: Zwiebel in feine Ringe schneiden, Knoblauch fein zerhacken. Karotten und Zucchini in dünne Scheibchen schneiden, Paprika ebenfalls in kleine Stücke schneiden (Karotte: 2mm, Zucchini und Paprika: 4mm).

Step 2: Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl ganz leicht braun anschwitzen. Karottenscheibchen dazu und mit ca. 1 TL Zucker süßen und 2 Minuten braten. Zucchini dazu und alles weitere 2 Minuten braten lassen. Gleiches Spiel mit den Paprika. Jetzt gut Salzen und mit Wein ablöschen. Tomaten dazu und langsam köcheln lassen.

Step 3: Reis zubereiten. Wie das geht steht auf der Packung. Die Kochzeit ist aber egal welchen Reis man nimmt immer 50% länger… Ins Kochwasser Curcuma geben. Das Zeug kostet kaum etwas und schmeckt noch weniger, es macht aber eine wunderschöne gelbe Farbe.

Step 4: Wenn der Reis und das Gemüse gar sind, wird der Fisch kurz in etwas heißer Butter samt der Marinade angebraten und dann die Herdplatte ausgestellt. Nach 5 Minuten sollte der Fisch durch sein.

Alles schön auf einem Teller anrichten und mit Rotwein trinken. Ja Rotwein. Der passt dazu, finde ich, wunderbar.

Du willst mehr Rezepte lesen?

Rezept: Tagliatelle mit Lachs-Sahnesauce, Pilzen und Erbsen

Mist! Neulich schreibe ich noch über das Pasta-Koch-Blog-Event und prompt vergesse ich es… Naja, zu spät. Dieses Rezept hätte aber absolut in die Kategorie gepastat gepasst. Es ist vielleicht nicht sonderlich innovativ, aber höchst lecker, einfach und schnell zuzubereiten und auch optisch ein absoluter Hingucker.

Für 2 - 3 Personen

Man nehme:

  • Etwa 8 kleine, helle Champignons
  • 50 Gramm TK-Erbsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 guter Schuss Weißwein
  • 1 Becher Sahne
  • 50 Gramm Parmesankäse, gerieben
  • 150 Gramm geräucherter Lachs
  • 1/2 TL Mondamin in ~50ml kaltem Wasser verrührt
  • Salz, Pfeffer
  • Ca 10 - 12 Tagliatelle-Nestchen; das werden so ca. 150 Gramm Nudeln sein

Zubereitung:

Step 1: Champignons säubern (mit Küchenkrepp, ggf. auch einfach etwas abwaschen), je nach Größe vierteln oder in nicht zu dünne Scheiben Schneiden. Die Pilze sollen nicht verkochen, daher nicht zu klein schneiden. Die TK-Erbsen ein paar Minütchen in etwas gesalzenem Wasser kochen, herausnehmen und bei Seite stellen. Zwiebel pellen und in sehr feine Würfelchen schneiden. Lachsscheiben in ca 1cm breite Streifen schneiden. Tagliatelle nach Packungsanleitung zubereiten.

Step 2: Etwas Butter in einem Topf zerlaufen lassen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Keine Farbe nehmen lassen! Wenn die Zwiebeln weich sind Pilze dazu geben und kurz (etwa 2 Minuten) dünsten. Die Pilze sollen weich werden, aber noch etwas “Biss” haben. Mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen und dann Sahne und Erbsen dazu geben. Kurz aufkochen lassen und das Mondamin-Wasser-Gemisch zum Binden einrühren. Nochmals kurz aufkochen lassen, Parmesan dazu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig. Halt, fast fertig: Lachs in die heiße Soße geben und vorsichtig unterheben. Nicht mehr kochen lassen - einfach etwas ziehen lassen.

Rezept: Fisch-Happen im Teigmantel mit süß-saurem Dip

Das Rezept ist so etwas wie die fernöstliche Version des hierzulande bekannten gemeinen Fischstäbchens. Allerdings wird der Fisch nicht mit einer langweiligen Semmelbrösel-Panade zugekleistert, sondern mit einem Teigmantel umhüllt und frittiert. Da das ganze so noch relativ witzlos ist, gibt es eine dipartige Sauce dazu.

für zwei Personen

Man nehme für die Fisch-Happen

  • 400-500g Seefisch (möglichst einen festen Fisch nehmen, Rotbarsch eignet sich prima)
  • 1/2 Teelöffel Salz (für die Marinade)
  • Zitronensaft (für die Marinade)
  • 1 Ei (für den Teig)
  • 3 Esslöffel kaltes (Mineral)wasser (für den Teig)
  • 5 schwach gehäufte Esslöffel Mehl (für den Teig)
  • 3 schwach gehäufte Esslöffel Stärkepulver (für den Teig)
  • knapp 1/2 Teelöffel Salz (für den Teig)
  • 1 Flasche Frittieröl

Step 1: Die Fischfilets werden zunächst vorbereitet: Also waschen, kontrollieren ob noch Gräten vorhanden sind, vorhandene Gräten rausrupfen und in kleine Happen portionieren. Ich habe mich in etwa an die allgemein bekannten Fischstäbchen-Dimension gehalten - also eher länglich und dünn. Die Fischstücke mit Salz und Zitronensaft kurz marinieren.

Step 2: Eier trennen, also Eierschale in den Müll und das Flüssige vom Ei in eine Schüssel. Wasser dazu und kräftig verquirlen. Mehl, Stärkepulver und Salz dazu und weiter rühren. Der Teig sollte weder so flüssig sein wie Pfannkuchenteig, noch so fest wie Spätzlesteig. Irgendwo dazuwischen ist ideal.

Step 3: Öl in den Wok kippen und aufheizen. Das dauert einen Moment… Wenn das Öl heiß ist (Test: ein ins Öl gesteckter Holzlöffel “blubbert” leicht, wenn das Öl heiß genug ist) einige (ca. 5) Fischfilets in den Teig werfen, von allen Seiten ummanteln und ins heiße Öl geben. Vorsicht: das kann ganz fies spritzen. Nach ca. 3 Minuten sind die Happen goldgelb und können aus dem Fett genommen werden und -falls vorhanden- auf dem Abtropfgitter vom Wok drappiert werden. Vom Teig werden dünne Fäden in das Fett laufen und dort sehr fix verbrennen. Wer auf Brandgeschmack und Acrylamid steht, lässt sie drin. Wer das nicht mag, fischt diese Dinger mit einer Schaumkelle aus dem Fett.

So brät man nach und nach alle Fischstückchen. Wenn der Fisch fast aufgebraucht ist, kann man sich an die Dip-Sauce werfen:

Man nehme für den Dip:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Sesamöl
  • 2 - 3 schwach gehäufte Esslöffel Zucker
  • 5 Esslöffel Wasser
  • 3 Esslöffel Reisessig
  • 1 Esslöffel Sojasauce
  • 1 Esslöffel Reiswein (oder billiger aber weniger “echt”: Sherry)
  • 1 schwach gehäufter Teelöffel Stärke
  • 1/2 Teelöffel Salz

Step 4: Die Knoblauchzehen werden geschält, gehackt und in einem zweiten Topf im Öl vorsichtig gedünstet. Knoblauch brennt übrigens ziemlich fix an, wenn er allein vor sich herbrät und kaum etwas schmeckt widerlicher als angekokelter Knofi.

Step 5: Zucker und Stärkepulver in einem tiefen Teller vermischen. Wasser, Reisessig (Nie durch Balsamico ersetzten. Ich habe das einmal probiert und habe mir geschworen: “Nie wieder”), Sojasauce und Reiswein dazu und so lange rühren, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Wer schon einmal Pudding gekocht hat weiß, dass sich Klumpen garantiert beim Kochen NICHT auflösen… Daher: gut rühren…

Step 6: Die Mischung wird in den Knoblauch-Topf gekippt und aufgekocht. Die aufsteigenden Essigsäure-Dämpfe sind ziemlich übel, daher: Nase weg, sonst werden die Schleimhäute etwas irritiert. Die Sauce wird übrigens ziemlich dick; irgendwas zwischen flüssiger Marmelade und warmen Pudding. Aber das ist gut so, weil sonst bleibt nichts am Fisch hängen. Zurück zum Fisch:

Step 7: Wenn der gesamte Fisch frittiert ist, nochmals alle Fisch-Happen für eine gute Minute ins Öl werfen - so ist alles schön gleichmäßig heiß und knusprig. Fisch aus dem Wok nehmen und gut über Küchenpapier abtropfen lassen.

Fertig.

Die Fischhappen futtert man eingetunkt in die Sauce. Salat passt dazu wunderbar.