Selfmade Gyros mit Tzaziki

Döner, Gyros und dergleichen ist ja im Prinzip super lecker, aber seit Gammelfleischskandal und Co. will ich das (eigentlich) nicht mehr essen. Zumindest nicht beim Dönerfritzen an der Ecke. Selber machen ist daher die Devise.

Für das Gyros (für 2 Personen) nimmt man

  • 300g Fleisch (z.B. Schnitzelfleisch, Nacken oder Filet vom Schwein, von mir aus auch Hühnchen oder Pute)

schneide es in sehr feine Streifen und mariniere es mit

  • 2 fein gehackten Knoblauchzehen,
  • 1 TL Oregano,
  • 1 TL Majoran,
  • 2, 3, 4 Messerspitzen Kreuzkümmel,
  • ein paar Spritzern Zitronensaft,
  • Pfeffer,
  • etwas Chili und 
  • einer größeren Menge Olivenöl (3, 4 Esslöffel)

über Nacht. Die Verwendung von hermetisch dicht schließenden Gefäßen oder Gefrierbeuteln hat sich gegen Kühlschrankverpestung bewährt :D

Am nächsten Tag bereitet man das Tzaziki zu, dazu wird

  • eine Gurke

geschält und mit einer groben Raspel geraspelt (alternativ mit einer Reibe gerieben). Zu den Gurken wird ein knapper Teelöffel Salz gegeben, um die Gurken zu entwässern. Nach 10, 15 Minuten schüttet man das Gurken/Saft Gemisch durch ein Sieb und presst mit einem Löffel das restliche Wasser aus der Masse. Zur entwässerten Raspelgurke gibt man

  • 2 Becher Joghurt (und zwar den guten griechischen mit 10% Fett aus Schafsmilch. Sollte man den nicht bekommen, kann man auch notfalls Magerquark nehmen. Alles nur keinen normalen Joghurt.)

und schmeckt das Ganze mit 

  • Salz,
  • Pfeffer,
  • Dill,
  • einer atomisierten Knoblauchzehe und
  • 1 EL Olivenöl 

ab. Das Tzaziki lässt man zwei, drei Stunden im Kühlschrank ziehen. Fertig.

Zum Gyrosfleisch werden jetzt noch

  •  zwei kleingeschnittene Zwiebeln gegeben 

und dann die Mischung in einer Pfanne sehr scharf und richtig schön braun, angebraten. Fertig. Man kann das Fleisch samt Tzaziki natürlich mit etwas Weißbrot oder Fladenbrot essen, oder aber auch in Weizentortillas von der Tex-Mex Theke (die Original Dürüm-Dinger bekommt man einfach nicht im Supermarkt) samt etwas geschnibbeltem Eisbergsalat rollen. 

Sehr lecker. (Und man hat auch noch zwei Tage später was von diesem Essen :D )

Rezept: Parmesan-Schinken-Schnitzelröllchen mit Risotto und Pilzen

Eigentlich hatte ich vor aus meinen vier Prachtschnitzeln und dem Schinken eine saltimbocca-artige Geschichte zu machen. Saltimbocca zu braten ist aber immer so eine hektische Sache, daher wurden die Schnitzel zu Parmesan-Schinken-Schnitzelröllchen verarbeitet, im Backofen langsam gargezogen und erst dann in der Pfanne kräftig angebraten – also wieder mal so eine Niedertemperaturgeschichte ([1], [2]), nur eben “anders rum”. Die Idee dabei war, dass die doch recht dicke Fleischrolle auf herkömmlichen Weg kaum gleichmäßig gar zu bekommen sind und dass das Fleisch durch das Anbraten “nach” dem Garen noch schön knusprig ist. Allen Anschein nach hat die Idee gut geklappt.

Als Beilage durfte mal wieder ein Risotto mit einem “Pilzragout” herhalten, das mag glaube ich auch jeder. Wie Risotto geht, steht hier (Step 2/3). Der einzige Unterschied vom “heutigen” Risotto zu dem “damals” war ein drastisch erhöhter Wein- und Butteranteil. Man nehme also 250ml Weißwein und 100g Butter.

Zutaten (für vier Personen):

  • vier Schnitzel vom Schwein (oder Kalb)
  • vier Scheiben gekochter Schinken
  • gut vier Teelöffel Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Braten

Zubereitung:

Step 1: Die Schnitzel werden erst abgespühlt, trocken getupft und von ggf. vorhandenen Häuten und Fett befreit. Danach kommt der Schnitzelklopfer zum Einsatz und es darf aus Herzenslust auf den armen Schnitzeln herumgehämmert werden… Die Schnitzel werden mit reichlich Pfeffer aus der Mühle bestreut und mit je einer Scheibe Schinken belegt. Auf den Schinken kommt noch ein guter Teelöffel Parmesan. Dann Schnitzel zusammenrollen und mit Küchengarn zusammenbinden. Gesaltzen darf das Fleisch jetzt noch nicht werden.

Step 2: Die Schnitzelröllchen kommen jetzt in den auf 90°C vorgeheizten Backofen und zwar auf eine ebenfalls vorgewärmte und mit etwas Öl bestrichene Platte oder Auflaufform. Dort bleiben sie gut 45 – 60 Minuten (je nach Dicke der Röllchen…)

Step 3: Nach den 50 Minuten werden die Schnitzelrollen kräftig gesalten und 5, 6, 7 Minuten rundum schön braun angebraten.

Fertig.

Niedertemperatur-Schinkenbraten

Nachdem neulich mein langsam gebratenes Filet im Speckmantel so klasse geworden ist, versuche ich mich heute an einem größeren Stück Fleisch: einem Schinkenbraten mit ca. 1,4 Kilo. Also ein Sonntagsbraten für die ganze Familie. Und das schon am Mittwoch! Wieder möchte ich das Fleisch im Ofen sanft garen und nicht bei hohen Temperaturen im Topf totkochen. Diesmal ist mir der Braten nicht soooo ganz perfekt gelungen (was schief gelaufen ist, steht in Klammern), war aber immer noch besser als das, was man in den meisten Restaurants bekommt.

So wird’s gemacht*:

Das Fleisch am besten schon vor dem Zubereiten einige Zeit (ca. 1 Stunde) aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. So verringert sich nachher auch die Garzeit! (Das habe ich nicht gemacht – Fehler 1). Jetzt wird das Fleisch abgeschwaschen, trocken getupft, ggf. etwas pariert, gesalzen und gepfeffert. So langsam sollte der Backofen auch auf 80-90°C vergeheizt werden! Diverses (Suppen)Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Lauch, Knoblauch, …) putzen und kleinschneiden. Aus einem großzügigen Esslöffel Honig, gut der gleichen Menge Senf und einer guten Messerspitze Sambal Oelek wird eine Art Glasur hergestellt – die kommt später auf das Fleisch.

Das Fleisch wird jetzt in einem Bräter rund herum sehr scharf angebraten – Gesamtdauer ca. 10 Minuten. Dann kommt das Gemüse hinzu, wird ebenfalls etwas angebraten und dann noch ca. 400-500ml heißes (!) Wasser. Es ist hierbei wichtig heißes Wasser zu nehmen, weil kaltes den Garvorgang wieder unterbrechen würde! Zum Schluss kommt die Honig-Senf-Glasur auf das Fleisch.

Ab damit in den Backofen und gut 3 Stunden bei 90 Grad durchziehen lassen. (Ich habe zuerst nur 2 1/2 Stunden “gebacken”, das ist ein Tick zu wenig. Das Fleisch war gerade eben so durch… Eine Halbe Stunde mehr ist denke ich genau richtig.)

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Da ich eigentlich sehr gerne bei so einem Braten eine etwas knusprige Kruste mag, habe ich nach der angegebenen Zeit das Fleisch noch auf eine vorgewärmte (!) Platte gegeben und zusätzlich ca. 10 Minuten unter den Grill gelegt.

Derweil wird die Flüssigkeit im Bräter durch ein Sieb in einen Topf gegossen und das Gemüse mit einem großen Suppenlöffel durchpassiert. Topf auf den Herd und die Sauce mit Saucenbinder binden und mit allem, was in eine Sauce gehört (Salz, Pfeffer, etwas Tomatenmark, ein paar Kräuter…) abschmecken.

Nach gut 10 Minuten grillen sah mein Braten etwa so aus:

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Dummerweise habe ich vergessen ein Bild von einer Bratenscheibe auf dem Teller zu machen *g* Macht aber nichts.

Dazu gab es Self-made Rotkraut und gekaufte Pfanni*-Knödel.

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* keine Schleichwerbung

Rezept: Gulasch

Ich vermute mal, dass es ähnlich viele Rezepte für Gulasch gibt, wie für Chili con Carne. Tendentiell kann man in ein Gulasch wohl so ziemlich alles fleischige und gemüsige hineinwerfen, was man findet. Man muss es nur lange genug weich kochen *g*

Eigentlich heißt es ja immer, dass man Gulasch in sehr großen Portionen zubereiten soll, da es nur so schmecken würde. Blödsinn! Unsere 2-Personen Portion war genau so gut, wie der Gulasch meines werten Herrn Papa aus dem 7 Liter Pott. Der wichtigste “Trick” ist, dass man Gulasch stundenlang kocht. Am besten sogar am Vortag, denn aufgewärmt schmeckt’s am besten.

Zutaten: (für zwei üppige Portionen)

  • 400g Fleisch (Schwein, Rind, Lamm, eine Mischung… alles ist erlaubt!)
  • 3 große Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprika
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 Kartoffel
  • 100ml Wein
  • Wasser
  • Tomatenmark
  • gekörnte Brühe

Zubereitung:

Step 1: Fleisch abwaschen, trockentupfen und in 2 – 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebel, Paprika und Kartoffeln relativ grob würfeln. Knoblauch in Scheibchen schneiden.

Step 2: Zwiebeln und Knoblauch in einem Topf andünsten, etwas später den Paprika und die Kartoffeln dazu geben. Nebenher in einer Pfanne (am besten Edelstahl) das Fleisch in kleinen Portionen sehr kräftig und braun anbraten. Fleisch zum Gemüse geben und den Bratenfond aus der Pfanne mit etwas Wasser lösen und auch in den Topf geben. Dosentomaten dazu geben. Ggf. noch etwas Wasser angießen.

Step 3: Gulasch mindestens zwei Stunden ganz sachte köcheln lassen. Immer wieder umrühren und ggf. etwas Wasser nachgießen. Wein erst zum Schluss dazu geben, da der Geschmack sonst komplett verkocht ist.

Step 4: Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, etwas Chilipulver/paste/sauce und gekörnter Brühe abschmecken.

Dazu schmeckt Brot, Reis, Knödel, Kartoffelpürre, …

Rezept: Maultaschen/Spinat – Gratin

Ganz, ganz große Küche heute ;-) Ein Baukasten-Rezept*, das aus verschiedenen fertigen Sachen besteht: Maultaschen vom Metzger, Spinat von Iglo der Tiefkühltheke und Bechamel-Sauce von … nein, die war sogar selbst gemacht! Für Kochfaule und Unfähige gibt es die übrigens auch zu kaufen. Schmeckt aber so ein bisschen nach altem Kartoffelsack.

Zutaten (für 2 – 3 Portionen):

  • Maultaschen, ca. 6 – 8 Stück (je nach Gewicht)
  • 3 Blöcke gefrorener Blattspinat – das sind ca. 300g
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Zwiebel
  • 20 – 30g Butter
  • 3 TL Mehl (ca. 20g)
  • ca. 200ml Milch
  • ca 40g Parmesan
  • ein Schuss Sahne
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 100g Gratin Käse

Zubereitung:

Step 1: Knoblauch und Zwiebel Schälen und in etwas Öl oder Butter glasig dünsten. Wenn beides so weit ist den aufgetauten und etwas ausgedrückten Spinat dazu geben und ca. 5 Minuten erhitzen. Dann und wann umrühren. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat würzen. Im Spinat-Topf sollte nicht zu viel Flüssigkeit sein!

Step 2: Butter in einem Töpfchen verlaufen lassen und Mehl dazu geben. Rühren und kurz durchkochen lassen. Dann die Milch angießen und sofort mit einem Schneebesen verrühren. Sahne dazu. Parmesan dazu – jetzt nicht mehr kochen lassen! Und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Der Spritzer Zitrone ist optional.

Step 3: Die Maultaschen ein dicke Scheiben schneiden und die Hälfte davon in eine Auflaufform legen. Hälfte des Spinats darüber geben. Zweite Hälfte der Maultaschen und die zweite Hälfte des Spinats in die Form. Die Bechamel-Sauce darüber geben. Käse darauf stereuen und ab in den Ofen.

Nach ca. 20 – 25 Minuten bei knapp 200 Grad Ober/Unterhitze sollte das Gratin fertig sein.

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* Wobei Rezept hier auch etwas hoch gegriffen ist

Rezept: Hähnchenbrust mit Mango-Curry-Cocos-Sauce und Reis

Ein relativ einfaches aber leckeres Rezept, das in ein paar Minuten fertig ist. Schön ist bei diesem Essen der Mix auf Schärfe und fruchtiger Süße.

Für zwei Personen (wenn eine nicht so viel Hunger hat *g*)

Zutaten:

  • ca. 300g Hähnchenbrustfilet
  • Ol zum Braten
  • rote, scharfe Currypaste
  • 1 Knoblauchzehe
  • ca 1/3 Mango
  • 1/2 Dose Kokosmilch (200ml)
  • 50ml Gemüsebrühe (Instant)
  • 50ml Weißwein
  • 1TL Stärkepulver
  • Salz

Zubereitung:

Step 1: Hähnchenbrustfilets von seltsamen und wenig schönen Sehnen usw. befreien und in ca. 3-4 mm dünne Streifen schneiden. Knoblauch pellen und fein würfeln. Kokosmilch aus ihrem Weißblechgefängnis auspacken. Die Mango schälen (geht wunderbar mit einem Sparschäler) und ca. 1/3 davon in 5x5x5mm Würfelchen schneiden. (Was mit den restlichen 2/3 Mango geschehen kann: s.u.)

Step 2: Hühnchen kurz und scharf in etwas Öl anbraten und nach dem Braten etwas salzen. Fleisch wie immer wieder raus aus dem Topf! Hitze reduzieren und Knoblauch und ca. 2 TL der Currypaste ca. 1 Minute anbraten (Der Fernsehkoch an sich behauptet, dass dadurch der Geschmack des Curry intensiver wird. Ich behaupte: mehr nehmen geht auch. Aber egal ;-) Mit der Currypaste muss man übrigens vorsichtig sein – das Zeug ist für ungeübte ggf. zu scharf.) Jetzt Kokosmilch angießen und aufkochen lassen.

Step 3: In Wein die Stärke einrühren und samt der Brühe zur Kokosmilch geben und alles nochmals aufkochen lassen. Jetzt die Mango-Stücke in die Sauce geben und nur noch leicht mitkochen. Mit Salz abschmecken.

Step 4: Fleisch wieder in die Sauce geben und nochmals warm werden lassen. Nicht mehr kochen.

Dazu passt wunderbar Basmati- bzw Thai-Reis. Mengenangabe? So Pi mal Auge 150g.

PS: Wer eher auf Garnelen-Curry steht, kann mal hier nachlesen. (Lesenswertes, da v.a. nicht überkanditeltes Food-Blog)

PPS: Wer nicht weiß, was man mit einer 2/3 Mango anstellen kann, der könnte das Früchtchen ggf. schnippeln und -je nach Süße- mit etwas Zucker in ca. 200ml Weißwein für ein paar Stündchen einlegen und das ganze mit Sekt aufgießen und natürlich auch trinken. — Alternativ kann man die Mango auch mit etwas Rum, Cocosmilch (ist ja auch noch da!), Zitronensaft, Zucker und Orangensaft pürieren, Eiswürfel dazu. Trinken. — Langweiler essen die Mango auch einfach pur =)

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Rezept: Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti

Mal wieder ein Klassiker zwischendurch. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das Rezept so 100% “echt” zürcherisch ist, aber das ist (finde ich) auch nicht so wichtig. Hauptsache es schmeckt. ;-)

(Für zwei hungrige oder drei normale Menschen)

Zutaten für das Geschnetzelte:

  • 300g Schweineschnitzel
  • 1 kleine Zwiebel
  • evtl. 1 Knoblauchzehe
  • 200ml Brühe
  • 1 Becher Sahne
  • 1 TL Stärke
  • ein Schuss Weißwein

Zubereitung:
Step 1: Schnitzelfleisch windelweich klopen, in dünne Scheiben schneiden und bei Seite stellen. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und ebenfalls bei Seite stellen. Pilze putzen und in Scheibchen schneiden.

Step 2: Einen Topf mit etwas Öl stark aufheizen. Fleisch in zwei Teilen kurz und scharf anbraten und bei Seite stellen. Etwas Butter in den Topf geben und Zwiebeln und Knoblauch glasig andünsten. Wenn die Zwiebeln weich sind, die Pilze dazu geben und weiterdünsten.

Step 3: Sahne und Brühe zu Pilzen und Zwiebeln geben und aufkochen lassen. Derweil in ein paar Esslöffel kaltem Wasser etwas Stärke auflösen und damit die Sauce binden, aufkochen lassen, abschmecken und fertig. Einen Spritzer Wein und das Fleisch zur Sauce geben und nicht mehr kochen lassen. Sonst wird das Fleisch zäh.

Zutaten für das Rösti

  • 600-700g Kartoffeln [Anm.: Danke Ecki, mit dem "g" macht das Rezept doch gleich mehr Sinn... *g*]
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Butter(schmalz)

Zubereitung:
Step 0: Hier scheiden sich bereits die Geister! Die einen machen Rösti (heißt es eigentlich “das” oder “der” Rösti?) mit gekochten Kartoffeln, die anderen mit rohen. Der Tenor geht aber glaube ich in die Richtung, dass wenn man festkochende Kartoffeln hat, dass sie vorgekocht werden sollten. So sei es: Kartoffeln in der Schale ca. 10 Minuten im Siko kochen und einen halben Tag leicht trocknen lassen.

Step 1: Die Kartoffeln schälen und mit einer groben (!) Reibe reiben. (Das ist eine ziemliche Batzerei und erfahrene Köche treten diese Arbeit gerne anderen ab ;-) ). Etwas Butter(schmalz) in der Pfanne aufschäumen lassen und die Hälfte der Kartoffelmasse in die Pfanne geben. Einen ca. 1,5 cm dicken Rösti formen und langsam bei mäßiger Hitze auf der einen Seite goldbraun werden lassen. Salzen, Pfeffern und wer mag etwas Muskatnuss drauf geben.
:!: Hier ist es übrigens ganz wichtig, dass man anfangs nicht zu viel Fett in der Pfanne hat. Hat man zu viel Fett in der Pfanne, lässt sich kein zusammenhängender Rösti formen. Statt dessen erhält man so eine Art frittierte Kartoffelbreiklumpen*… :!:

Step 2: Jetzt fangen die Probleme erst wirklich an: Man muss das Ding drehen. Profils wenden so ein Rösti wohl in die Luft. Ich (wollte die Küche nicht neu streichen und) habe einen Teller auf das Rösti gepackt, Teller und Pfanne einmal um 180° gedreht, Pfanne wieder auf den Herd gestellt und das Rösti zurück in die Pfanne gleiten lassen. Wieder Salzen und Pfeffern, weiterbraten lassen.

Step 3: Wiederhole Step 1 und 2 mit der zweiten Hälte der Kartoffeln ;-)

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* Leidvolle Eigenerfahrung…

Rezept: Filet-Pfanne mit Champignons und Sahnesauce

Zur Abwechslung ein ziemlich deutsches und eher konventionelles Gericht.

Zutaten (für drei Personen):

  • ca. 500g Schweinefilet
  • 2 Knoblauchzehen
  • Kräuter der Provence
  • etwas Olivenöl für die Marinade
  • ca. 50g durchwachsenen Bauchspeck
  • 1 Zwiebel
  • 1 Becher Sahne (200g)
  • 100ml Weißwein
  • 1/2TL Mondamin
  • 100ml Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Rosmarin
  • Basilikum

Zubereitung:

Das Filet in dünne Scheiben (ca. 1 cm) schneiden, auf einen Teller legen, Kräuter der Provence, Pfeffer, in Scheibchen geschnittenen Knoblauch und ca. 2 Esslöffel Olivenöl darüber geben. Alles etwas vermischen und für ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Zwiebeln putzen und fein würfeln. Champignons putzen und in Viertel oder Scheibchen schneiden.

Eine beschichtete Pfanne sehr heiß werden lassen und nur sehr wenig Öl hinein geben. Die Filet-Scheibchen leicht salzen und pro Seite gut 1 Minute anbraten. (Knoblauch ggf. vorher aussortieren). Am besten die Menge in zwei Portionen aufteilen und nach einander anbraten, da das Fleisch sonst die Pfanne zu sehr auskühlt und es im eigenen Saft kocht statt schön braun brät.

Das Fleisch herausnehmen und bei Seite stellen. Herd zurück drehen und Speck und Zwiebel langsam anbraten. Wenn die Zwiebeln weich sind die Champignons dazu geben und ca. 3-5 Minuten mitbraten braten. Dann die Sahne, den Weißwein und das in Wasser aufgelöste Mondamin dazu geben. Nochmals aufkochen lassen und mit Salz und Gewürzen abschmecken. Das Fleisch in die Sauce geben und nochmals kurz heiß werden lassen.

Dazu passen Spätzle bzw. Nudeln.

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Rezept: Schweinefleisch mit Reis und Gemüse aus dem Wok

Das Gericht hat keinen toll und asiatisch klingenden Namen, da wir gestern einfach ein paar Dinge zusammengeworfen und ausprobiert haben…

Für zwei Personen (große Portion)

  • 250 – 300 g Minutensteaks vom Schwein (Nacken)
  • 2EL Öl
  • 2EL Sojasauce

Step 1: Das Fleisch abwaschen, trocken tupfen und in feine Streifen schneiden. Mit Öl und Sojasauce vermischen und eine gute halbe Stunde ziehen lassen

  • 8 getrocknete Shiitake-Pilze aus dem Asia-Laden
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Pepperoni
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Zucchini
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Five-Spice Powder
  • ca. 200ml Kokosmilch aus der Dose

Step 2: Die Pilze mit reichlich kochendem Wasser übergießen und ca. eine viertel Stunde einweichen lassen. Dann und wann umrühren, damit die Dinger auch von allen Seiten nass werden. Nichts ist ekliger als noch nicht recht gewässerte, gummielastische Pilze!

Shiitake

Step 3: Den Ingwer schälen und entweder reiben oder in kleinste Stücke hacken. Knoblauch und Zwiebeln ebenfalls schälen und klein schnippeln. Aus den Pepperoni Kerne und Lamellen (sind das schärfste an den Pepperoni) entfernen und was übrig bleibt kleinschnippeln. Möhre und Zucchini waschen, trocknen und in Julienne-Streifen schneiden. Pilze aus dem Wasser fischen, Strunk etwas abschneiden (der ist oft noch nicht komplett mit Wasser vollgesogen) und in Streifen schneiden.

Step 4: Wok auf den Herd stellen, kräftig aufheizen und gut 3EL Sonnenblumenöl dazu geben. Das Fleisch wird dann portionsweise kurz und sehr kräftig anbraten. Nach ca. 2 – 3 Minuten ist eine Portion goldbraun und gar.und kann auf einem Teller zwischengelagert werden.

Step 5: Temperatur ein wenig reduzieren. Nun werden die Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer angebraten. Nach ca. einer Minute kommen die Karottenstifte und der Zucker dazu. Je nach Schnittgröße brauchen die Stifte 3 – 5 Minuten, um halbwegs gar zu werden. Wenn die Karotten anfangen etwas gar zu werden kommen die Zucchini, Pepperoni und Pilzstreifen dazu. Nochmals ca. 5 Minuten braten lassen.

Step 6: Das gebratene Fleisch wieder in den Topf geben, Kokosmilch angießen, alles heiß werden lassen und mit Salz und Five Spice Powder abschmecken. Hat man letzteren nicht zur Hand, kann man ruhigen Gewissens auch eine Messerspitze Lebkuchengewürz verwenden. Darin ist quasi das gleiche enthalten.

Zu dem Gericht passt natürlich Basmati-Reis (wer hübsch gelben Reis mag, gibt zum Kochen einen knappen TL Curcuma dazu) und ein nicht zu trockener Weißwein.

(Foto: wikipedia)