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Logitech QuickCam Pro 9000

Falls jemand eine Webcam braucht, die etwas taugt, kann ich die Logi Pro 9000 empfehlen. Ich habe mir am Montag so ein Ding geordert und konnte heute Nachmittag etwas damit herumspielen und bin recht beeindruckt. Mit dem grisseligen Bild einer “normalen” Webcam hat das, was aus der Logi kommt, nichts mehr viel zu tun. Der 2 Megapixel Sensor mit Autofokus und Zeiss Objektiv ist nicht nur auf dem Papier gut, sondern liefert auch in der Praxis recht gute Bilder. (Ich versuche morgen mal, ein Bildchen zu posten)

Auch das eingebaute Mikro hinterlässt einen sehr brauchbaren Eindruck! Wir haben das Mikro mal getestet und es hat sich herausgestellt, dass die Webcam durchaus auch als Raummikro herhalten kann.

Was bringt einem überhaupt eine 2 Megapixel Webcam? Video-Anrufe über Skype in einer wirklich tollen Quali - vorausgesetzt man hat einen Rechner mit Core 2 Prozesssor und einem fetten DSL-Upstream ;-)

PS: Tobias: Freu dich schon mal auf “Remote-Mitarbeiterbespassungen” MIT Video *g*

[Update: Wir haben heute die Cam bzw. eigenltich eher das verbaute Mikro getestet: Also Cam auf den Tisch, 10 Leute drum rum und ab geht das Meeting. Der Kollege am anderen Ende der Skype-Leitung bestätigte sehr gute Sprachverständlichkeit. Video habe ich keines Übertragen. So schön sind die anwesenden Kollegen nun doch nicht *g*]

DVD: Disturbia

Ich bin kein Kenner von Hitchcock-Filmen aber man muss auch keiner sein, um zu erkennen, dass “Disturbia” eine Art “verjüngtes” Remake des Klassikers “Das Fenster zum Hof” sein soll. Verjüngt deswegen, weil der/die Hauptdarsteller Vorort-Teens sind. Die große Frage die sich mir bei Disturbia gestellt hat ist, ob die Mischung aus Teen-Movie und Thriller funktioniert…

Der Held des Films ist der 17jährige Kale, der von Shia le Boeuf -ebenfalls Hauptrolle in Transformers- sehr sympatisch gespielt wird. Kale hat seinen Vater bei einem (mit von ihm) verschuldeten Verkehrsunfall verloren und deswegen dreht er auch etwas am Rad und begeht mehrerer kleine Straftaten. Nachdem Kale seinen dämlichen Lehrer niedergeschlagen hat, brummt ihm ein Richter 3 Monate Hausarrest per Hightech GPS-Fussfessel auf. Verlässt Kyle das Grundstück, schlägt die Fußfessel alarm und die Cops kreuzen auf. Nach anfänglichen X-Box, TV und Internet-Sessions, die von seiner Mutter (Carry Ann-Moss :arr: Matrix (!!)) unterbunden werden, wendet sich Kale seinen Nachbarn zu und wird zum “Profi-Spanner”. Welch netter Zufall, dass ein Haus weiter die gleichaltrige und verdammt attraktive Ashley* samt ihrer Familie einzieht - somit ist für “Reality-TV ohne TV” gesorgt… ;-)
Zur gleichen Zeit fällt Kyle auch sein anderer Nachbar auf: ein allein stehender Typ mittleren Alters, der seltsamerweise genau so ein Auto fährt, nach dem im TV wegen der Entführung einer jungen Frau gesucht wird. Zusammen mit seinem Kumpel und später mit Ashley macht Kyle sich an die Observierung seines Nachbarn… Dumm nur, dass Kyle nicht das Grundstück verlassen darf…

Disturbia funktioniert, wie ich finde, recht gut. Der Mix aus Teen-Movie, Thriller, ein bisschen Drama hier und ein Körnchen Comedy da, geht ziemlich gut auf. Ok, der Plot ist an mancher Stelle ein wenig … holprig und die Darsteller agieren etwas hirnlos und unlogisch aber ansonsten kann man mit den drei Hobby-Spannern durchaus einen spannenden Kino-Abend erleben.

Fazit: unterhaltsamer Film für einen DVD-Abend.

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* warum sehen meine Nachbarinnen eigentlich immer so scheiße aus oder sind mindestens 100?

DVD: Sunshine

Sunshine lief im Frühjahr diesen Jahres in den Kinos und ist mal so richtig an mir vorbei gegangen. Wirklich schade, weil dieser Streifen sogar auf DVD richtig gut und richtig spannend war. Im Kino, wo die gewaltigen Bilder wirken können und es ein paar Watt mehr an Lautsprecherleistung gibt, als an meinem Notebook, wäre der Film ungleich besser gewesen…

Sunshine ist ein sehr nüchtern und ohne viel Effekthascherei völlig straigt gemachter Science-Fiction Thriller. Kein Splatter, kein Gore, kein Heldenepos - nur ein ganz klein wenig Armageddon, 2001 und Alien vs. Ripley am Ende des Films.

In einer mehr oder weniger nahen Zukunft beginnt die Sonne zu sterben, d.h. zu erkalten und mit ihr stirbt die Erde. Die Menschen schicken ein Raumschiff mit einer gigantischen atomaren Sprengladung zur Sonne und erhoffen sich damit die Sonne wieder aufzuwecken - warum das auch immer klappen soll. Die Mission schlägt fehl. Jahre später schicken sie eine zweite Mannschaft mit einer zweiten Bombe zur Sonne. Die zweite Bombe ist die letzte Chance. Alles spaltbare Material der Erde ist nun verbraucht. Die Mission läuft relativ problemlos, bis zu dem Tag, an dem die Crew Funksignale des ersten Raumschiffs empfängt. Statt ihre Mission einfach durchzuziehen, versuchen sie zum ersten Schiff zu gelangen. Ihre Idee: Two last hopes are better than one.” Keine gute Idee!

Kino: Bourne Ultimatum

Kurz und knackig: Bourne III ist super spannend und grandios inszeniert! Ein Action-Spektakel, wie man es wohl selten sehen wird!

Bourne III ist einer der schnellsten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Vielleicht sogar der schnellte überhaupt. Die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Schnitten beträgt etwa 5 Sekunden. Dieses irrwitzige Tempo wird quasi vom Anfang bis zum Schluss über 111 Minuten konstant durchgehalten. Bourne rennt, springt, fährt und schießt sich von Sequenz zu Sequenz. Aus den Lautsprechern des Kinos dröhnt V8-Sound und splitterndes Glas. Ständig passiert irgendetwas… Als Kinogänger erlebt man diese Hatz wie eine wilde Achterbahnfahrt!

Die Story ist zugegeben dünn. Es geht im Grunde genommen wieder nur darum, dass Bourne hinter das Geheimnis seiner Vergangenheit kommen will und dabei quer durch die Welt gehetzt wird. Aber das ist egal. Was bei diesem Film (fast) allein zählt ist Action. Und die ist wirklich genial inszeniert!

Ich glaube allerdings, dass der Film nur im Kino funktionieren wird. Auf dem Fernseher daheim mit mickrigen Lautsprechern wird der Film schwächeln, weil einfach zu wenig visueller und akustischer “Bums” dahinter steckt. Und genau dann werden auch die Schwächen in der Story sichtbar und könnten stören.

Nebenbei bemerkt: Der Film trifft auch sehr gut den Zeitgeist. Ähnlich wie bei Staatsfeind Nr. 1 wird hier sehr deutlich, dass wir durch allerlei technisches Gerät, Kreditkarten und Computerkommunikation gläsern und verfolgbar werden; dass unser Tun und Handeln problemlos überwacht werden kann. Die aktuelle Debatte um den Überwachungsstaat nach 9/11 und der Gefahr vor Terror lässt grüßen.

:+: Action, Kamera, Sound, Schauspieler, Inszenierung, …

:-: Story etwas dünn

Fazit: Genialer Actionfilm! Unbedingt im Kino ansehen.

Kino: Transformers

Am Freitag habe ich mal wieder etwas sehr unüberlegtes getan: ich war in Transformers. Das Ganze hat sich etwa so ergeben: Holger sitzt in der Firma gelangweilt am PC und fragt den Praki: “Was kommt eigentlich grad im Kino?”. Antwort: “Transformers ist ganz gut”. Etwa 23 Sekunden später hatte ich mir online ein Ticket reserviert, weiter gearbeitet und nicht mehr drüber nachgedacht.

Als ich dann abends im Kino aufschlug und die Karte abgeholt habe - ein Wunder, dass ich die Reservierungsnummer noch intus hatte! - dachte ich, dass ich Fantastic Four guggen würde! Die nette Frau an der Kasse klärte mich dann aber auf, dass es Transformers sein würde. Nun denn…

(Sorry für die Einleitung *g*)

Michael Bay ist einer meiner Lieblingsregiseure. Auf seine Kappe gehen z.B. die Bad Boys, The Rock und Armageddon. Alles wirklich erstklassige Actionfilme, die viel Spaß machen und obendrein einen Plot haben, der wenigstens noch halbwegs intelligent ist und auch interessant. Mit den Transformers hat sich Bay jetzt auf ein neues Terrain gewagt: einen (actionlastigen) Science Fiction Film.

Der Streifen ist Bay-typisch genial und professionell umgesetzt. Es passt wirklich alles. Angefangen bei den - wie heute meist üblich - fantastisch animierten Tricks, der Musik, der Hauptdarstellerin (ein Eye-Candy erster Sahne ;-) ), dem Timing der Effekte bis hin zur Kamera, Stunts, usw…. Handwerklich ist der Film wirklich große Klasse! V.a. der Sound kommt im Kino mehr als gut. Hier dürfen die Lautsprecher des Kinos zeigen, was sie können. Ich habe mich mehr als nur einmal so ein bisschen geduckt, als Raketen “durch den Saal” schossen. Für diesen Film ist das Kino ein muss!

Allerdings mochte ich die Geschichte doch nicht sooo sonderlich, weil sie irgendwie unglaubwürdig ist (ja ich weiß: Science Fiction ist nie glaubwürdig) und teils mit Dialogen daherkommt, die einer Telenovela würdig sind (Guter Roboter “Optimus Prime” zu menschlichem Held): “Wenn ich Megatron nicht besiegen kann, dann drücke mir den Würfel in die Brust. Das wird den Würfel und mich zerstören. Aber die Menschheit ist dann gerettet”. *tränchenwegwisch*

Sei’s drum. Die Transformers haben Spaß gemacht. Der Film geht zwei Stunden und 22 Minuten, wurde aber an keiner Stelle langweilig. Mit aktiviertem Denkorgan bewertet, würde der Film 6 von 10 Punkten bekommen. Da ich aber (zumindest im Kino) meist nicht zu denken pflege: 8 von 10 Punkten. Klasse Popcorn-Sommerblockbuster.

Die Simpsons - Der Film

Ich war ja sehr skeptisch, als ich gestern Abend das Ticket für den Kinofilm “Die Simpsons” gekauft habe. Ich bin kein wahrer Fan der gelben Familie aus Springfield und meine Meinung über die Simpsons schwankt zwischen “ziemlich lustig” und “völliger Blödsinn”. Ich bin also sicherlich nicht das “typische” Zielpublikum, an das sich der Film wendet… Dennoch: ich war drin. Und ich war sogar recht angetan von dem gelben Animationsstreifen.

Das Beste an dem Film ist sicherlich die knappe erste Hälfte. In der wird nämlich ein kleines Gag-Feuerwerk abgebrannt und kleinere und größere Lacher reihen sich. Es gibt zwar keine Handlung - aber jede Menge sinnloser Gags. Mit dem entsprechenden Publikum im Kino ist als (zumindest in dieser Hälfte) für viel Stimmung und Kurzweil gesorgt.

Nachdem Marge und die Kinder sich im Alaska-Exil entschlossen haben die vom Untergang bedrohte Stadt Springfield zu retten, schleicht sich aber so ein kleines Formtief ein und der Film wird spührbar zäher. Jetzt rückt die Handlung in den Vordergrund und die gestattet weniger Gags als die Einleitung in den Film bzw. das “Vorspiel” - Springfield retten ist ja auch eine halbwegs ernste Sache. Aber: das Formtief hält nicht sonderlich lange an und der Film nimmt wieder an Fahrt auf und die Gag-Quote steigt auch wieder an.

Fazit: Die Simpsons im Kino zu sehen ist keine schlechte Sache. Im Gegenteil: ich fand den Film vergnüglich und meist auch kurzweilig. Wer natürlich auf “gehobene” Unterhaltung steht, der sollte lieber einen anderen Film wählen. Für Simpsons-Sympathisanten ist
der Streifen aber sicher keine schlechte Wahl.

Von mir gibt es 8 von 10 Doughnuts für die Simpsons.

Harry Potter V

Düster ist sie, die fünfte und neueste Verfilmung aus der Harry Potter Reihe, so düster, dass ich sagen würde: Liebe Ellies: bleibt mit euren Kindern daheim und lasst sie besser Benjamin Blümchen schauen, wenn ihr sie nicht im nächsten halben Jahr -Alpträumen sei dank- im Ehebett haben wollt. Ein Film für Kinder ist das sicherlich nicht. Das hat man auch ganz deutlich heute Abend am Publikum gemerkt. Ich habe selten so viele “so richtig echt Erwachsene” (= Menschen über 30) im Kino gesehen, wie an diesem Abend.

Die Verfilmung, also die Umsetzung von Buch zu Film, fand ich ziemlich gut. Ich habe das Buch zwar nicht mehr genau im Kopf, aber ich denke, dass alle wichtigen Stationen wiedergegeben wurden. Allerdings reihen sich im Film die einzelnen Episoden sehr staccatoartig hintereinander, ohne wirklich sonderlich sorgfältig verbunden zu werden. Der Film wirkt daher, als ob er nicht so recht im Fluss wäre - holprig also. Man könnte aber auch so argumentieren, dass das ein Stilmittel ist, dass die brenzlige Lage, Ruhelosigkeit und Hast ausdrücken soll - sehr gut möglich.

Richtig schön gemacht ist die Stimmung im Film. Die Bilder sind von Anfang bis Ende entsättigt (=Farben wurden abgeschwächt) und mit einem Sepia-Touch versehen worden. Das schafft tatsächlich auf Dauer eine beklemmende Atmosphäre, die auf den Zuschauer übergeht. Wer sich mal mit der Theorie der Bildwirkung auseinander gesetzt hat (darf ich gerade machen), kennt das Phänomen unter dem Begriff “Entsättigungstheorie”. Diese so manipulierten Bilder geben die im Buch beschriebene Situation wirklich recht gut wieder - die Welt ist so aus den Fugen geraten, wie die Farbe im Bild. Ebenso glänzend gemacht ist die Chef-Inquisitorin Dolores (dolor = Schmerz) Umbridge. Die Frau in ihrem rosa Kostümchen und Schwabbelbacken ist so genial überzeichnet, dass man sie vom ersten Augenblick an hasst. Da toppt der Film das Buch ganz klar. Nicht so recht gefallen hat mir der Showdown am Schluss: Dumbledore (der “neue” Dumbledor sieht aus wie ein Penner, den man unter einer Brücke hervorgezogen hat) vs. Lord Voldemort. Mich haben die Bilder und Geräusche unglaublich an Star Wars erinnert. Das hätte man vielleicht etwas anders machen müssen.

Das war es dann aber auch mit den guten Seiten. Denn eigentlich ist der Film ziemlich langatmig. Wie eben das Buch auch. Der fünffte Teil der Potter-Reihe ist imho der bislang schlechteste - der Film kann also kein Glanzstück werden, weil schon das Buch nicht gut ist. Als ich das Buch damals lesen wollte, habe ich es nach 300 Seiten bei Ebay verklappt, weil ich es schrecklich fand. Als Hörbuch war es hingegen gut, aber auch nur, weil der Leser Rufus Beck das einfach glänzend macht.

Gemacht ist der Film mehr als solide, Inhaltlich muss man ihn mögen ;-) 6 /10 Punkten von mir dafür.

Film: Blood Diamond (DVD)

Woooh! Das war tatsächlich mal wieder ein richtig guter Film! Spannend, bewegend und eine wirklich interessante Geschichte. Und wieder mit dabei: mein neuerlicher Lieblings-Schauspieler Leo DiCaprio. Blood Diamond wurde für diverse Oscars nominiert und Leo gewann den für die “beste männliche Hauptrolle”.

Story: Danny Archer (Leo) ist ein moderner Glücksritter mit einer etwas undurchsichtigen Vergangenheit. Er hat wohl früher beim Militär gedient und verdient seine Brötchen nun als Waffenschieber und Diamantenschmuggler. Insgesamt ist er eine sehr zwielichtige Gestalt und man weiß nicht, ob man ihn zu den “Guten” oder den “Bösen” stecken soll.

Solomon Vandy (Djimon Hounsou) ist ein harmloser Fischer, dessen ganze Familie bei einem Bürgerkrieg auseinander gerissen wurde. Er selbst gerät in Gefangenschaft und wird dazu gezwungen Diamanten zu suchen. Wie es der Zufall will, findet er ein 100 Karat-Klunker, gibt diesen aber nicht ab, sondern kann den Stein verstecken. Danny und Solomon begegnen einander wenig später im Gefängnis. Der von Gier getriebene Danny bietet Solomon seine “Hilfe” an und die beiden suchen gemeinsam Solomons Stein und Familie.

Bei der Suche begegnet das ungleiche Paar der Journalistin Madie Bowen (Jennifer Connelly), die einen Bericht über den Bürgerkrieg und die Rolle der internationalen Diamantenkartelle dabei schreiben will. Auch Madie beteiligt sich in gewissem Sinne an der “Suchaktion”, nachdem Danny ihr Hintergrundinformationen über die Diamantenkartelle verspricht.

Kritik: Ein wirklich genialer Film. Trotz seiner beträchtlichen Länge von etwas über 2 Stunden und 15 Minuten wird der Film nicht langweilig. Das liegt v.a. daran, dass Blood Diamond viele kleine Geschichten, die neben dem Hauptplot laufen, erzählt. Die Suche nach einem dicken Diamanten gäbe im Grunde nicht viel her - die übliche Abenteuergeschichte eben, die man schon ein paar Mal gesehen hat.

Blood Diamond ist aber viel mehr: Dannys Vergangenheit wird ausführlich beleuchtet und der Zuschauer begreift, wie er zu dem gierigen und knallharten Kerl wurde, der er ist. Er kann einfach nicht anders. Das Verhältnis zwischen Solomon und Danny ist natürlich nicht freundschaftlich, sondern sehr problematisch - im Grunde genommen ist das Verhältnis der beiden zueinander das interessanteste Element im Film. Leo spielt seine Rolle tatsächlich perfekt, da man ihm Danny absolut abnimmt. Ich habe nur einmal mehr gemerkt, dass ich in Leo nicht mehr das Titanic-Weichei sehen darf. Diese Haltung hat mir glaube ich die ersten 30 Minuten ziemlich im Weg gestanden.

Zudem ist natürlich auch für etwas Romanik gesorgt, da es zwischen Danny und Madie knistert. Zudem versucht der Film das Leben und Leiden der Menschen im Bürgerkrieg und insbesondere das der Kinder, die verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet werden, zu thematisieren.

Zudem kommen noch viele unheimlich schön eingefangene Landschaftsbilder, die mit einem sagenhaften Soundtrack unterlegt sind. James Newton Howard hat hier sicherlich den besten Soundtrack seit langem geliefert.

Fazit: Ich bin wirklich von “Blood Diamond” begeistert. Der Film ist rundum gut und gelungen.

Film: Das Streben nach Glück (DVD)

Als ich die Vorschau von “Das Streben nach Glück” vor einiger Zeit im Kino gesehen habe, dachte ich, dass Will Smith und ein Drama einfach nicht zusammen passen können. Will Smith ist ein cooler Typ. Ein Sunnyboy. Er rettet die Welt vor fiesen Außerirdischen, Drogenbaronen oder meinetwegen auch von Robotern. Aber in der Rolle eines von seiner Frau verlassenen Familienvaters, der mit seinem Sohn ums finanzielle Überleben kämpft, hätte ich ihn nicht erwartet. Aber vielleicht ist auch genau das das Gute an diesem Film?

Will Smith spielt Chris Garner, einen selbständigen Vertreter von medizinischen Geräten. Chris lebt zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn am Rande des finanziellen Abgrunds. Eines Tages ist erst Chris’ Auto weg, dann seine Frau und letztendlich seine Wohnung. Chris steht mit seinem Sohn auf der Straße und mehr oder weniger alle Ersparnisse sind weg. In bester “vom Tellerwäscher zum Millionär” Manier arbeitet Chris sich bei einem unbezahlten Praktikum als Finanzmakler hoch und -ja natürlich- rettet schließlich sich und seinen Sohn vor dem Ruin.

Will Smith spielt die Rolle des Chris Gardener hervorragend. Mir wird jetzt auch klar, wieso er für seine Rolle eine Oscar-Nominierung erhielt. Er spielt so gut, dass die Geschichte sogar relativ hartgesottenen Filmguggern wie mir richtig an die Nieren geht. Das hätte ich nicht erwartet.

Mir ist der Film fast einen Tick zu Rührselig und zu … ja, es klingt doof: zu dramatisch. Jedes Mal, wenn Chris resp. der Zuschauer glaubt, Licht am Ende des Tunnels zu sehen, passiert wieder etwas und die Situation wird noch schlechter. Man könnte glatt mitheulen. Würde Chris’ Sohn (gespielt von Will Smith’ “echtem” Sohn) nicht ab und an für einen kleinen Lacher sorgen, wäre der ca. 2 Stunden lange Film ziemlich harter Tobak.

Mir hat der Film dennoch sehr gut gefallen. Für einen wirklich vergnüglichen Kino-Abend taugt der Film nichts, aber unterhaltsam, interessant, ans-Herz-gehend und auf alle Fälle sehenswert ist der Film allemal. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Film: Die Eisprinzen (Kino)

Manchmal muss man sich wirklich fragen, was in den Köpfen der Kinoproduzenten so vor sich geht. Ausgerechnet im Frühsommer kommt ein Film über das Eislaufen in die Kinos. Würde das nicht besser in die “Eislauf-Saison” passen, bzw. irgendwann in die Zeit vor Weihnachten!? Als ob das nicht schon schräg genug wäre, ist das Eislaufpaar in diesem Fall auch noch “gleichgeschlechtlich”. Ja. Hier laufen zwei Männer als Paar zusammen… :???:

Story: Die beiden Eisläufer Chazz und Jimmi sind auf dem Eis erbitterte Rivalen. Bei einem Wettkampf erreichen beide gleiche Wertungen und somit den ersten Platz. Auf dem Siegertreppchen entbrennt eine wilde Keilerei, wegen der beide fortan lebenslänglich von der Teilnahme an Wettkämpfen in der Disziplin “Männer einzeln” ausgeschlossen werden.

Das Reglement sagt aber nichts davon, dass beide nicht beim Paarlauf antreten dürfen. Da dummerweise aber keine weiblichen Partner so schnell verfügbar sind, tut sich das ungleiche Duo zusammen und studiert eine Kür ein, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.

Kritik: Die Story ist vollkommen durchgeknallt und klingt irrsinnig blödsinnig. Eigentlich ist das ein Grund für mich einen Film gar nicht erst zu sehen. Als ich aber mehrere ziemlich gute Bewertungen im Internet über diesen Film gelesen habe, wollte ich ihn dann doch selbst sehen.

Das komische ist, dass der durchgeknallte Streifen tatsächlich über weite Strecken hinweg wirklich gut funktioniert, wenn man sich auf die Geschichte einfach einlässt. Die Geschichte ist lachhaft, der Film aber nicht lächerlich. Das macht für mich eine gute Komödie aus.

Die ganz klare Stärke der Eisprinzen sind die wirklich aberwitzigen und urkomischen Choreographien auf dem Eis. Diese sind nämlich so gut und albern gemacht, dass man einfach herzlich lachen muss. Das ist Klamauk pur und den beherrschen die beiden Hauptdarsteller Will Ferrell und John Heder perfekt.

Abseits vom Eis wird die Eiskunstlauf-Szene sanft aufs Korn genommen. Das leicht tuckige Image von diesem Sport und das gezierte Gehabe der Sportler wird milde durch den Kakao gezogen. Ich hätte mir gewünscht, dass man hier noch eine ganze Ladung mehr Satire rein gepackt hätte. So wirklich böse und gemein wird der Film leider nie. Aber auch hier gibt es ein paar Lacher und somit geht das in Ordnung.

Etwas geärgert hat mich dann aber tatsächlich der Schluss: Chazz und Jimmi entschweben dank kleiner Raketenmotorchen an ihren Schlittschuhen der Eislauf-Arena. Das fand ich dann doch arg albern und lächerlich.

Fazit:

Die Eisprinzen sind eine recht gute Klamauk-Komödie. Mir liegt diese Form von Humor eigentlich nicht so ganz, dafür hat mir aber der Film ganz gut gefallen. Von mir bekommt der Film 6 von 10 Punkten.