Woooh! Das war tatsächlich mal wieder ein richtig guter Film! Spannend, bewegend und eine wirklich interessante Geschichte. Und wieder mit dabei: mein neuerlicher Lieblings-Schauspieler Leo DiCaprio. Blood Diamond wurde für diverse Oscars nominiert und Leo gewann den für die “beste männliche Hauptrolle”.
Story: Danny Archer (Leo) ist ein moderner Glücksritter mit einer etwas undurchsichtigen Vergangenheit. Er hat wohl früher beim Militär gedient und verdient seine Brötchen nun als Waffenschieber und Diamantenschmuggler. Insgesamt ist er eine sehr zwielichtige Gestalt und man weiß nicht, ob man ihn zu den “Guten” oder den “Bösen” stecken soll.
Solomon Vandy (Djimon Hounsou) ist ein harmloser Fischer, dessen ganze Familie bei einem Bürgerkrieg auseinander gerissen wurde. Er selbst gerät in Gefangenschaft und wird dazu gezwungen Diamanten zu suchen. Wie es der Zufall will, findet er ein 100 Karat-Klunker, gibt diesen aber nicht ab, sondern kann den Stein verstecken. Danny und Solomon begegnen einander wenig später im Gefängnis. Der von Gier getriebene Danny bietet Solomon seine “Hilfe” an und die beiden suchen gemeinsam Solomons Stein und Familie.
Bei der Suche begegnet das ungleiche Paar der Journalistin Madie Bowen (Jennifer Connelly), die einen Bericht über den Bürgerkrieg und die Rolle der internationalen Diamantenkartelle dabei schreiben will. Auch Madie beteiligt sich in gewissem Sinne an der “Suchaktion”, nachdem Danny ihr Hintergrundinformationen über die Diamantenkartelle verspricht.
Kritik: Ein wirklich genialer Film. Trotz seiner beträchtlichen Länge von etwas über 2 Stunden und 15 Minuten wird der Film nicht langweilig. Das liegt v.a. daran, dass Blood Diamond viele kleine Geschichten, die neben dem Hauptplot laufen, erzählt. Die Suche nach einem dicken Diamanten gäbe im Grunde nicht viel her - die übliche Abenteuergeschichte eben, die man schon ein paar Mal gesehen hat.
Blood Diamond ist aber viel mehr: Dannys Vergangenheit wird ausführlich beleuchtet und der Zuschauer begreift, wie er zu dem gierigen und knallharten Kerl wurde, der er ist. Er kann einfach nicht anders. Das Verhältnis zwischen Solomon und Danny ist natürlich nicht freundschaftlich, sondern sehr problematisch - im Grunde genommen ist das Verhältnis der beiden zueinander das interessanteste Element im Film. Leo spielt seine Rolle tatsächlich perfekt, da man ihm Danny absolut abnimmt. Ich habe nur einmal mehr gemerkt, dass ich in Leo nicht mehr das Titanic-Weichei sehen darf. Diese Haltung hat mir glaube ich die ersten 30 Minuten ziemlich im Weg gestanden.
Zudem ist natürlich auch für etwas Romanik gesorgt, da es zwischen Danny und Madie knistert. Zudem versucht der Film das Leben und Leiden der Menschen im Bürgerkrieg und insbesondere das der Kinder, die verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet werden, zu thematisieren.
Zudem kommen noch viele unheimlich schön eingefangene Landschaftsbilder, die mit einem sagenhaften Soundtrack unterlegt sind. James Newton Howard hat hier sicherlich den besten Soundtrack seit langem geliefert.
Fazit: Ich bin wirklich von “Blood Diamond” begeistert. Der Film ist rundum gut und gelungen.
Kommentiertes