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Film: Spider-Man III (Kino)

Jeah! Einer der wenigen Filme, die wirklich so gut waren, wie ich mich im Vorfeld darauf gefreut habe. Und ich habe mich tierisch darauf gefreut. Daher bin ich auch schon heute, an “Tag 1″, im Kino gewesen - normalerweise mache ich das ja nicht, weil ich überfüllte Kinos hasse ;-)

Story: Die Story ist natürlich wie bei Superheldenfilmen so üblichen nach dem immer gleichen Muster gestrickt. Guter Superheld muss arme Menschen vor bösem Superschurken retten. Fertig. Naja fast.
Bei SMIII ist gar nicht so ganz klar, wer Gut und wer Böse ist. Peter Parker kämpft z.B. mindestens so sehr gegen seine eigene Schwäche, Hybris und schlechten Seiten, wie gegen seine wahren Feinde. Das erinnert so ein wenig an die ersten beiden Teile des Sequels. Das macht aber einen guten Teil dessen aus, was die Spiderman Filme “gut” und sehenswert macht und was sie von vielen anderen Comic-Verfilmungen unterscheidet. Parker wird z.B. im ersten Teil des Films so überheblich dargestellt, dass irgendwann eine Kinobesucherin zwei Plätze neben mir mit inbrünstiger Entrüstung: “Ja so ein blöder Affe” lauthals in den Saal quakte. Ich glaube das war der Lacher des Abends.

Wenn Peter nicht gerade damit beschäftigt ist sein Ego zu baden, bekommt er diesmal gleich von drei (vier) Gegenspielern kräftig eines drüber: Natürlich mit von der Partie ist Peters ehemaliger Freund Harry “Kobold junior” Osborn, der Peter noch immer für den Tod seines Vaters verantwortlich macht. Zudem wird bei einem seltsamen Experiment der angebliche Mörder von Peters Onkel in den Sandmann verwandelt. Mit sandastischen Kraften ausgestattet terrorisiert er als Sandsturm, Sandmonster und was weiß ich nicht alles die Stadt. Last not least treibt eine seltsame schwarze Masse ihr Unwesen in der Stadt. Das Zeug kann von Menschen Besitz ergreifen und verstärkt deren “dunkle” Seite. Peter kommt zunächst selbst mit dem Zeug in Berührung und wird zum “bösen” Spiderman. Als ihm seine Verwandlung bewusst wird, gelingt es ihm mit Mühe sich von dem Zeug zu trennen. Dummerweise ergreift die Masse aber Besitz von einem anderen und die Probleme gehen damit erst wirklich los.

Ach ja: Mary-Jane, die Freundin von Peter ist auch wieder mit von der Partie. Das Verhältnis der beiden zueinander ist natürlich auch wieder ein zentraler Teil der Handlung.

Kritik: Die ersten paar Minuten haben mich überhaupt nicht vom Hocker gerissen, da der Film einige Zeit braucht, bis er aus den Puschen kommt. Dann aber wird man bestens unterhalten. Für eine Comic-Verfilmung haben alle Charaktere überraschend viel Tiefgang. Keiner ist einfach “nur böse” oder “nur gut”, sondern alle Charaktere haben ihre Geschichte und sind tiefgründig und “echt” dargestellt.

Natürlich bietet der Film auch “krasse Action”. Während des finalen Kampfs tönte irgendwann ein begeistertes “Feeeeett Alder” gefolgt von einem “Ey, sei ruhig du Mongo” durch den Saal, während alle anderen gespannt die Luft angehalten haben. Noch ein “publikumsverschuldeter” Lacher. :D

Aber auch wegen dem Film (Nein! Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!) wegen des Films darf gelacht werden. Szenen in denen der Zeitungs-Chef auftritt, sind hier besonders zu nennen. Der dauernd Zigarre qualmende Typ ist so überzeichnet dargestellt, dass er wie eine Karikatur wirkt. Er wird immer dann eingesetzt, wenn die Handlung zu dramatisch oder actionhaltig wird, um etwas Tempo aus der Geschichte zu nehmen. Das tut dem Film sehr gut.

Die Umsetzung des Films ist insgesamt ganz phantastisch gelungen. Der Spagat zwischen Comic-Verfilmung, Action, tiefgründigen Charakteren, guten Animation und Humor ergibt einen äußerst unterhaltsamen Mix. Spider Man III ist daher für mich Popcorn-Kino vom Feinsten.

Fazit: Hoffentlich gibt es einen vierten Teil!#

 

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Film: Monster House (DVD)

Last not least die Nummer Drei aus der Liste der Oscar-nominierten Trickfilme: Monster House.

Endlich mal (wieder) ein Trickfilm, der nicht auf der “süß und knuddlig” Schiene fährt wie Nemo, Happy Feet, Cars, Madagascar, … sondern spassigen Grusel “light” für die ganze Family bietet. Ich glaube auch, dass Monster House der erste Film in der “Softcore Ani-Grusel-Sparte” ist.

Darum geht es: Neben dem 12jährigen Jungen DJ wohnt der alte Kauz Nebbercracker in einem düsteren und heruntergekommenen Haus. Der mesanthropische Knilch verscheucht alle Kinder, die nur in die Nähe des Hauses kommen. Als Nebbercracker eines Tages ins Krankenhaus muss, kommen sich das Haus, das plötzlich ein bizarres Eigenleben entwickelt und DJ und seine Freunde “näher”. Genau genommen will das Haus die Kids verspeißen. Mahlzeit. Die Kids glauben zuerst, dass sie der Geist des verstorbenen Nebbercracker heimsucht, aber die Sache ist doch ein wenig anderst…

Der Film ist richtig launig. In bester Horrorfilm-Manier wird die Story nach und nach aufgebaut und spitzt sich bis zum finalen Showdown richtig schön zu. Klar, wirklich “shocking” kann der Film natürlich nicht sein, da er ja kein Hardcore-Horrorfilm ist, sondern eine Grusel-Komödie für die ganze Familie. Dennoch ist das Monster Haus spannend, unterhaltsam und ein (ganz) klein wenig gruselig.

Mir hat der Film außerordentlich gut gefallen. Die Filmidee ist in der Ani-Sparte wirklich neu und nimmt in gewissem Sinne die bekannten Horror-Haus Geschichten ein wenig auf die Schippe. Auch finde ich schön, dass endlich einmal wieder in einem Ani-Film eine Geschichte erzählt wird, die mehr als ein paar witzige Possen von irgendwelchen knuddligen Tierchen beinhaltet, sondern als ansatzweise komplex bezeichnet werden kann. Wenn ich es mir recht überlege, gibt es da ohnehin bislang nur “The Incredibles”. Ok, an einigen Stellen ist das Drehbuch zwar ein wenig unlogisch (woher kann ein Kind perfekt mit einem Bagger umgehen!?) aber sei’s drum. Sonderlich stören tut das nicht.
Von mir bekommt der Streifen 8 von 10 Punkten und wenn ich den Trickfilm-Oscar vergeben müsste, wüsste ich ganz ehrlich nicht, ob ich Cars oder Monster House damit beglücken würde. Sicher ist aber, dass Happy Feet den Oscar von mir nicht bekäme.

Film: Mitten ins Herz

Gleiches Kino, gleicher Saal, gleiche Reihe, gleicher Platz. Schon wieder sitze ich diese Woche im Kino, diesmal aber in der “romantischen Komödie” Mitten ins Herz. Der Streifen scheint ein kompletter Frauenfilm zu sein! Ich bin jedenfalls völlig überrascht, dass quasi nur Frauen jeglichen Alters in diesem Film sitzen. Ich schätze die Quote auf gut 90%… Die paar Herren der Schöpfung, die vereinzelt herumsitzen, sind wie ich mit ihrer Freundin oder Frau im Kino.Der Film fängt an und wir werden sofort von einem nachgespielten Musik-Video der 80er Jahre für unser kommen “belohnt”. Doch echt, das Video ist großartig … großartig schräg. Text, eingängige Musik, seltsame Choreographie, furchtbare Klamotten einfach alles sieht nach einem Video der 80er Jahre aus - ein perfektes Imitat. Eine nette Einstimmung auf den Film.

Kurz gesagt geht es darum: Alex Fletcher (gespielt von Chju Grant) ist ein alterneder und mittlerweile fast vergessener Popstar. Eine Chache für ein Comeback erhält er, als das (stark an Shakira/Christina erinnerde) Pop-Sternchen Cora einen Song von ihm geschrieben haben will. Dummerweise hat Alex seit Jahren keinen (guten) Song mehr komponiert und noch schlimmer: getextet. Durch Zufall bekommt der lyrische Grobmotoriker Hilfe durch seine Pflanzenpflegerin (!) Sophie, (Drew Berrymore) die sich als geniale Texterin entpuppt. Natürlich kommen die beiden sich während der Arbeit näher…

Eigentlich ein absolut vorhersehbarer 08/15 Plot. Dennoch weiß der Film gut zu unterhalten und ist meiner Meinung nach keine Sekunde langweilig. Das liegt zum einen an gut geschriebenen, witzigen Dialogen, zum anderen aber auch an den zahlreichen Songs des Films. Die sind natürlich allsamt im Stil der 80er Jahre…

Hugh Grant ist eine tolle Besetzung für den Alex Fletcher. Er gibt den Alex granttypisch humorvoll-charmant. Mit Drew Berrymore bin ich nicht ganz “zufrieden”. Sie spielt die etwas schräge, irgendwie knuffige und sympathische Sophie zwar gut und völlig glaubwürdig, allerdings passen sie und Grant irgendwie dann doch nicht sonderlich gut zusammen. Das verliebte Paar kaufe ich beiden jedenfalls nicht völlig ab.

“Mitten ins Herz” hat, soweit ich das beurteilen konnte, dem gesamten Kino-Publikum und mir auch gut gefallen. Ein netter Film für einen Kinoabend zu zweit. Von mir gibt es 8 …? … nein: 7 von 10 Punkten.

Film: Cars

Im Herbst 2006 kamen die “Cars” in die Kinos. Warum auch immer, ich habe den Film damals verpasst. Eigentlich ziemlich verwunderlich, weil ich mir sonst alle Animationsfilme (bis auf wenige Ausnahmen, die ich bewusst auslasse) ansehe. Jedenfalls schloss ich gestern diese “Bildungslücke” per DVD.Cars stammt wie “Finding Nemo” oder “The Incredibles” von Pixar und legt wie ich finde die Messlatte in Puncto Animation noch einen guten Tick weiter nach oben. Die Bilder, v.a. Landschaften, wirken fast echt. Auch ist der Detailreichtum der Einstellung und die Anzahl verrückter Ideen (Trecker, die wie Kühe auf Wiesen stehen und von einem stierartigen Mähdrescher bewacht werden, kleine VW-Käfer mit Flügeln als Fliegen, die um eine Lampe summen, …) kaum zu überbieten. Fast ständig gibt es so irgendwelche netten Gags irgendwo im Bild zu erkennen.

Ich war v.a. davon überrascht, wie gut die “lebenden” Autos funktionieren. Nach 5 Minuten vergisst man fast, dass in diesem Film Autos die Hauptpersonen sind. Ich hätte nicht geglaubt, dass man Autos, als Menschen völlig unähnliche Dinge, dermaßen viel Leben geben kann.

Das einzige was mich etwas genervt hat, waren manche Synchronstimmen. So werden einige Nebenfiguren von Personen aus dem Formel 1 Zirkus gesprochen. Beispielsweise habe ich Nikki Lauda, Christian Danner und Michael Schumacher (”Ooooh, eine echte Mikkaele Schumakker Ferrari” *g*) herausgehört. Die Jungs klingen alle wie drittklassige Nachrichtensprecher eines Schulerradios.

Für mich ist Cars einer der besten Trickfilme, die ich je gesehen habe. 9 von10 Punkten auf meiner Skala.