Das Handy zum telefonieren(!)

Ohne Worte! (Ok – fast!) Heute gesehen in der Auslage von einem Laden für Senioren-Bedarf. Man kann leider nicht so recht erkennen, wie groß das Ding tatsächlich ist. So Pi mal Daumen waren das sicher 30 – 35cm Länge und 8cm Breite. Ich will dazu mal die passende Gürteltasche sehen!

:D

Wappen bis der Arzt kommt

Und das geht richtig schnell…

Vor ein paar Tagen habe ich durch Zufall eine Mail von Simyo gelesen. In der stand, dass sie die Kosten für den GPRS-Datentransfer drastisch gesenkt hätten. Wenn ich es noch recht in der Birne habe, sind es jetzt schlappe 24 Cent pro übertragenem Megabyte.

Das ist ja in der Tat günstig und da ich endlich mal “wirklich mobil” ins Internet gehen wollte, habe ich doch glatt meine alte Simyo-Sim-Karte aufgeladen, ins neue Handy gestöpselt und angefangen zu testen.

Das Handy als GPRS-Modem fürs Notebook zu benutzen ist eigentlich ziemlich langweilig, da problemlos. Sowohl per Bluetooth als auch per IrDA ist das kein Thema, wenn man weiß, was ein Modem-Init-String ist. Allerdings kommen dabei nostalgische Gefühle auf. “So war’s damals auch in der guten alten Nuckelmodem-Zeit”, dachte ich. Aber: besser langsamen Netzzugang irgendwo in der Pampa haben, als gar keinen.

Viel interessanter finde ich allerdings das Surfen mit dem Handy an sich. Schließlich schleift man ja nicht ständig sein Notebook durch die Pampa, das Handy ist aber immer dabei.

Für Handy-Browser aufgearbeitete (WAP(2.0)) Seiten zeigt der eingebaute Browser meines Samsung problemlos an. Ein bisschen Tagesschau, Spiegel usw… Funktioniert alles. Interessiert mich aber nicht die Bohne. Interessanter ist das Gmail-Webinterface! Mails immer und überall zu lesen ist cool. Das funktioniert sogar erfreulicherweise ganz hervorragend mit dem Browser – Google scheint zu erkennen, dass da ein Handy-Browser werkelt und arbeitet die Seite entsprechend auf WAP um… Klasse.

Das Internet besteht aber nicht nur aus Gmail, sondern auch aus zwei, drei anderen nutzlichen Seiten: Der Wikipedia, zum Beispiel. Die Wiki wird nicht aufgearbeitet und so übertragen, wie man sie kennt. Bei solchen “normalen” HTML Seiten schwenkt der Browser aber ganz schnell die Fahnen und verkündet: “Inhalt zu groß”! – Vielleicht auch besser so, weil 24Cent / Minute sind auch Geld…

Aber es gibt ja noch Opera Mini. Das ist ein kleiner, kostenloser Java Browser, der von der eben genannten Seite einfach heruntergeladen werden kann. Weniger einfach ist die Konfiguration des selben. Unverständlicherweise funktioniert nämlich mit diesem Ding die Standard-Konfiguration der GPRS-Einstellungen nicht. Nachdem ich heraus gefunden hatte, dass man den APN von “wap” auf “internet” umstellen musste, bekam auch Opera eine Verbindung und siehe da: Opera Mini zeigt im Grunde alles an, was ein normaler Browser auch anzeigt. Super! Schade nur, dass das Display so klein ist. Aber jetzt kann ich wenigstens in der Pampa den Wiki-Eintrag über ein Rotkehlchen lesen, wenn ich eines sehe.

Was aber, wenn man sich verirrt? Nichts wäre eigentlich cooler, als Google Maps auf dem Handy benutzen zu können. Und siehe da: Das geht auch. Zwar nicht mit dem Browser, sondern mit einer Java-Anwendung, die man auch erst herunterladen muss, aber es funktioniert erfreulich gut. Aber langsam! Und es wird eine beträchtliche Menge an Daten übertragen…

To be continued…