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Second Life - Second Try

oder: Das kurze Leben der Bulky Littlething.

Vor ziemlich genau einem halben Jahr bin ich das erste Mal über Second Life gestolpert und war schon damals äußerst begeistert davon. Mittlerweile ist SL auf etwa 9,5 Millionen Nutzer angewachsen. Das entspricht einer guten Verdoppelung innerhalb eines halben Jahres. Aber -man höre und staune- die Zahl der aktiven Nutzer stagniert bzw. ist sogar leicht rückläufig - das habe ich zumindest in der Wikipedia gelesen und auch in einem Fernsehbericht gehört. Gerade im Moment sind nur 36.000 Leute in Second Life aktiv.

In diesen Tagen habe ich den mittlerweile erneuerten SL-Client heruntergeladen und einen neuen SL-Versuch gewagt. Beim letzten Mal habe ich nach gut 30 Minuten aufgegeben, weil ich partout nicht kapiert habe, was das Anfänger-Tutorial von mir wollte. Daher bin ich erst gar nicht in die Hauptwelt gelassen worden! Diesmal: Kein Tutorial mehr. Man landet mehr oder weniger sofort in der Hauptwelt und kann gehen wohin man will.

Aha! Es waren wohl noch mehr Leute als ich nicht sonderlich angetan von diesem Tutorial und sind angepisst wieder verschwunden, bevor sie auch nur einen $ in der Hauptwelt von SL ausgeben konnten.

Das erste was ich versuche ist meinen Avatar etwas ansehnlicher zu gestalten: Die Disko-Maus, die ich mir versehentlich bei der Registrierung ausgesucht habe, ist mir zu dünn und außerdem hängt ihr der Arsch aus der virtuellen Hose. Nach ein paar Klicks an einigen Schiebern sieht die gute Frau aus, wie eine Mischung aus Pamela Anderson und Jennifer Lopez. Oben Pam, unten JLo :D Schon besser und die Erscheinung passt auch besser zu ihrem Namen: Bulky Littlething :D Noch ein paar Klicks hier und da und Bulky hat einen netten Rock und Bluse an.

Darf ich vorstellen: Bulky!

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Joost: Endlich Filme (auf Deutsch) verfügbar!

Vor ein paar Monaten brach Joost über Deutschland / das Internet her wie eine Welle. Seit dem -so habe ich jedenfalls den Eindruck- ist dieser Hype ziemlich abgeflaut (siehe auch hier). Die Gründe dafür sollten wohl v.a. die fehlenden sinnvollen Programme gewesen sein und noch so einiges mehr, was ich damals schon beschrieben habe.

(Screenshot von Joost, Film: StarTrek - Der Aufstand (Paramount))

Heute morgen fand ich den Newsletter eines Joost-Forum, bei dem ich mich mal angemeldet habe, in der Mailbox. Ein kleiner Auszug aus der Mail:

Paramount stellt deutschen/Französischen/Spanischen und englischen Channel zur verfügung.
Der deutsche Channel, ermöglicht es uns mehr als 20 Filme in voller Länge zu sehen. Wie Gewohnt ist es absolut Kostenlos und in einer Akzeptablen Qualität.

Filme wie:
Sartrek, Der erste Kontakt
Die Stunde der der Patrioten
The Italien Job

Einmal von der Rechtschreibung abgesehen, fand ich die Mail sehr erfreulich. Merke also: Bei Joost tut sich was.

Wo findet man den Deutschen Channel? Hier!

Wie wird das finanziert? Durch Werbung. Vorhin habe ich mir Star Trek - Der Aufstand (noch ein Fehler im Newsletter!) angesehen und alle halbe Stunde etwa wurde ein kleines Werbeschnipselchen von IBM eingeblendet. Verglichen zu RTL/Sat1/Pro7/usw ist die Werbung aber wirklich sehr dezent!

Wie ist die Qualität? Weit weg von DVD aber dennoch sehr akzeptabel. Etwa so wie ein guter DVD-Rip.

Joost - Viel Hype, wenig Toll

Seit ein paar Stunden habe ich nun endlich Joost. Sonderlich viel habe ich mich zugegebenermaßen noch nicht damit beschäftigt, aber trotzdem will ich kurz meinen ersten Eindruck beschreiben.Zuerst möchte ich aber sagen was Joost nicht ist: Fernsehen über das Internet. Zumindest kein Fernsehen, wie wir es aus dem Wohnzimmer kennen: Also Glotze an und auf RTL läuft gerade Supernanny (oder sonst ein hoch unterhaltsames Programm). Irgendwo habe ich vor einiger Zeit etwas über Joost gelesen und ich dachte daher, dass Joost das Programm irgendwelcher Fernsehsender ins Internet streamed. Das ist falsch!

In Joost gibt es derzeit nur englischsprachige Programme oder besser gesagt: Filmschnipsel, die man sich ansehen kann. Diese Schnipsel sind in verschiedenen Channels mit unterschiedlichen Themen angeordnet.

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Im Grunde genommen unterscheidet sich Joost also nicht sonderlich von youtube. Der größte Unterschied ist vielleicht der, dass man bei youtube die Filmschnipsel über den Webbrowser lädt und bei Joost über einen eigenen Client. Es gibt weder in Joost noch in youtube Sendezeiten, sondern man kann sich das, was man ansehen möchte, zu jedem Zeitpunkt und auch so oft wie man will ansehen.

Der Unterhaltungswert der Film-Schnipsel, die ich bislang aufgerufen habe, liegt aber leider knapp oberhalb der Raumtemperatur, das Niveau weit unterhalb. Da habe ich auf youtube schon interessanteres und besseres gefunden.

Weg von den Programmen und einige Takte zur Software: Die Bedienung des Clienten ist auch irgendwie … seltsam. Riesige graphische Elemente, die ziemlich umständlich zu bedienen sind, erschweren die Navigation durch das Programm und Channels. Alles ist zwar im Grunde selbsterklärend aber wirklich begeisternd ist die usability nicht. Hübsch gelungen ist hingegen die Optik. Aber davon kann man sich auch nichts kaufen und ein klareres, einfacheres Interface hätte die Bedienung erleichtert.

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Fazit: Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wenn nicht bald mehr und bessere Programme im Angebot sind, dass der Hype um Joost abebben könnte. Allerdings müssen sich die Macher darüber vorerst sicher keine Gedanken machen.

Ich habe vorher einen im Kontext von Joost ganz witzigen werdenden Satz bzw. Slogan gefunden: “Kino auf Knopfdruck”. Mir schoss dabei “Höchstens Mäusekino. Höchstens!” durch den Kopf ;-)
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Joost kommt morgen ( = 1. Mai)

Zumindest wenn die folgende Meldung tatsächlich stimmen sollte.

Der international tätige IPTV-Sender Joost http://www.joost.com soll seinen Dienst nach Informationen der New York Times bereits morgen, Dienstag, aufnehmen und mit dem Download eines Clients für alle Nutzer kostenlos bereit stehen. Mit Joost sollen dann TV-Sendungen und Videos via P2P-Übertragungstechnologie zum Nulltarif und großteils finanziert durch Werbung angeboten werden. Die Gründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, die auch Tauschbörsen wie Kazaa oder VoIP-Clients wie Skype ins Leben riefen, wollen sich mit Joost gegenüber ihren Mitbewerbern YouTube, MySpace und Co. durch professionelles Programm mit geklärten Rechten durchsetzen. Ob man sich durch dieses Konzept bedroht fühlt, dazu wollte sich Marktgigant MySpace auf Nachfrage von pressetext nicht äußern.

(Quelle: Pressetext)

Ich will ja nicht wissen, was dann morgen auf der joost-Seite bzw. den joost-Servern los sein wird…

Links: Joost

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Joost Invite

Update 2: Ich werde Joost wieder von meiner Festplatte kratzen, weil ich finde, dass das in Joost angebotene Programm “stark verbesserungswürdig” ist (siehe auch dazu hier). Ich kann daher ab sofort auch keine Invites mehr vergeben. Sorry.

Die Leute, die per Kommentar um ein Invite gebeten haben, habe ich eben noch eingeladen. Viel Spaß damit *g* Vielleicht gefällt euch Joost besser als mir.

Update 1: So, mittlerweile habe ich joost und kann ein paar Invites vergeben. Wer ein Invite will kann seine Mailadresse in einem Kommentar hinterlassen. Bitte keine Adressen a la vorname AT nachname PUNKT domain PUNKT de nehmen, sondern die Adresse “so wie sie ist” angeben. Ich habe keine Lust Adressen zusammenzustückeln. Das muss per Copy & Paste gehen!

In der Zwischenzeit kannst du das lesen.

Hat jemand von euch Joost Invites zu vergeben? Wäre sehr daran interessiert…

Anybody’s got Joost Invites to share? Would appreciate one…

In Deutschland kennt noch kaum jemand Joost. Joost ist eine P2P-Anwendung, die es erlaubt Fernsehen über das Netz zu verteilen. Joost wurde von den Jungs, die Skype und Kazaa entwickelt haben erfunden. Joost kann momentan nur der bentzten, der eine Einladung dazu erhalten hat. Jeder Nutzer kann wiederum andere einladen.

Vom Second Life direkt ins Bootcamp

Überall kann man dieser Tage von Second Life (”SL”), einem der größten Internet-Spiele der Welt, lesen. Die Blogs sind voll davon, Reuters hat z.B. einen Second Life Blog, und auch die Presse berichet darüber. Gestern ist mir z.B. die aktuelle Capital in die Hände gefallen und ich habe den Artikel über SL gelesen. So recht glauben wollte ich ja nicht, was da steht: Deutsche Firmen wie z.B. Adidas, Daimler-Chrysler und BMW kaufen in SL virtuelle Inseln, errichten dort virtuelle Läden und verkaufen dort z.B. virtuelle Schule (Adidas). Das dafür nötige virtuelle Geld, die Währung nennt sich Linden Dollar (nach der Entwicklerfirma von SL Linden Labs), kann man dadurch erhalten, dass man bei Linden Labs echtes Geld in Linden Dollars umtauscht. Und die kann man dann in SL ausgeben. Zurücktauschen kann man die Linden Dollars -falls man in SL irgendwie zu Geld gekommen ist - selbstredend auch! Adidas berichtet in dem Artikel, dass man schon mehrere Millionen Linden Dollar Umsatz mit dem virtuellen Schuhwerk gemacht hätte. Realer Gegenwert: 7000 US Dollar…

Ich frage mich allen ernstes: wer kauft virtuelle Schuhe?! Die Vermutung, dass es die gleiche Zielgruppe ist, die sonst bei Jamba Klingeltöne fürs Handy lädt ist falsch. Laut der Zeitschrift sind in SL v.a. gebildete Menschen aus kreativen Berufen um die 33 Jahre unterwegs. Gaga, einfach nur gaga…

Das erklärt aber wiederum, wieso die Firmen noch auf SL “scharf” sind: Werbung! BMW sieht zum Beispiel in diesen “gebildeten Menschen mit kreativen Berufen” potentielle BMW-Fahrer… Wenn sie meinen…

Gestern hat mich dann irgendwann der “Rappel” gepackt und ich habe mich dort registriert… Nach ein paar Klicks wird man bereits aufgefordert seine Kreditkartennummer bzw. sein Paypal-Konto anzugeben:

Nein danke! Das skippe ich mal. Nächster Klick:

Auch hier: nein Danke. Nach ein paar weiteren Klicks kann ich den SL Client, sozusagen einen SL Browser, herunterladen. Ich dachte, dass Spiel würde aus dem Browser heraus gestartet werden, okay…!? Laden wir’s halt mal runter und installieren es…

Minuten später bin ich mit meinem Avatar in Second Life und versuche das Tutorial, welches man erst absolvieren muss, bevor man in die Hauptwelt darf, zu durchleben. Ein Spiel mit einer derart komischen Steuerung habe ich seit langem nicht mehr erlebt. Auch läuft es an sich eher ruckelnd und lahm - obwohl es garantiert über keine aufwändige Grafik verfügt, die mein Notebook ernstlich ins Schwitzen bringen sollte.

Das Tutorial an sich ist mehr schlecht als recht strukturiert, ich weiß nicht so recht wie ich von Trainings-Station zu Trainings-Station komme und überhaupt: sehr unprickelnd bisher! Das führt dazu, dass ich nach ca. 30 Minuten (vorerst) die Lust verliere und genervt ins First Life zurück kehre… Die GUI ist hier irgendwie doch besser ;-) Die Suchtgefahr, von der man auch immer wieder in Verbindung mit SL ließt, habe ich garantiert nicht gespührt.

Witzigerweise finde ich kurz darauf einen passenden Artikel. Kurzer Auszug:

Im Kampf gegen die Internetsucht setzt China auf ein Boot-Camp nahe Peking. Das Internet Addiction Treatment Center (IATC) verwendet eine Auswahl therapeutischer und militärischer Methoden, um die Abhängigkeit von Computerspielen, Internet-Pornographie, Cybersex und Chats zu kurieren. [...] Internetsüchtige werden wie Verbrecher behandelt. Für die meist männlichen Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren beginnt der Tag um 6:15 Uhr mit Fitness-Übungen und Langzeitmärschen. Simulierte Kriegsspiele mit Laserpistolen gehören wie das Gebrüll der Drill-Sergeants zum Therapie-Alltag. Seit der Eröffnung des Camps vor drei Jahren wurden 1.500 Chinesen behandelt, 70 Prozent davon sollen die Sucht erfolgreich bekämpft haben.

(Quelle: Pressetext)

Das passiert wohl demnächst auch hier mit Spielern von den sog. “Killerspielen” *g* Allerdings müssen die dann den ganzen Tag kleine, rosa Plüschhäschen streicheln… (Ich schweife ab…) Wenn man diesen Artikel aber so ließt, sollte man sich glatt überlegen, Linden Labs Aktien zu kaufen, falls/wenn diese Jungs an die Börse gehen. Solche virtuellen Scheinwelten üben wohl doch eine große Faszination auf viele aus. Und das nicht nur auch Chinesen. Vier Millionen Nutzer hat SL ja schon! Und viele davon sind auch dazu bereit, in SL viel, viel Geld auszugeben…