Beiträge getagged mit internet

Sieg!

Ich bin SIE los. Meine Kündigung kam heute bestätigt zurück und ich kann mir einen vernünftigen Internet-Anbieter suchen.

Bloß welchen!? *g*

,

Keine Kommentare

Mission: Internet-Anschluss IV

Zwei Wochen sind ins Land gegangen, ein Techniker hat mich besucht, ich habe eine tolle neue TAE-Dose bekommen aber die Telefon-Leitung rauscht noch immer wie ein Wildbach bei Schneeschmelze… Kurz gesagt: Telefonieren geht noch immer nicht oder zumindest schlecht. Doof. Meiner Bitte einfach den Telefon-Teil des Anschlusses abzustellen und dafür DSL-Only anzubieten (das geht bei meinem Provider) wurde auch nicht entsprochen – so kann ich mir eine Sipgate Flatrate kaufen und muss nicht auch noch die Festnetz-Flatrate vom Provider zahlen…

Lustigerweise kam am Tag nach dem Stellt-das-Telefon-ab-Telefonat ein Schreiben vom Provider bei mir an, in dem mir wg. der fehlenden DSL-Leistung ein Sonderkündigungsrecht ausgesprochen wurde. Danke. :D Also ein freundliches Kündigungsschreiben getippt und zum Provider gefaxt. Schließlich gibt es auch noch andere DSL-Provider mit DSL-only Tarif (und das sogar billiger). Das war auch schon vor einer guten Woche.

Also habe ich eben bei meinem Provider angerufen:

- Hallo, ich würde gerne wissen, ob meine Kündigung angekommen ist.
- Wie ist denn die Kundennummer?
- Habe ich nicht da, aber die Telefonnummer zum Anschluss lautet nnnnnnn
- Ja eigentlich darf er ohne Kundennummer nichts sagen wann die Kündiung wirksam wird…
- Das interessiert mich auch nicht, ich will nur wissen ob die Kündigung angekommen ist.
- Über diese Information können wir reden … Wir legen großen Wert auf Datenschutz…!
- Na wenigstens auf Etwas…! (Böse, böse, …)
- Die Kündigung ist da, Stempel 2. Feburar…
- Und wie lange dauert es, bis man eine schriftliche Antwort samt Kündigungstermin erhält?
- Ja bei so kurz laufenden Verträgen muss da XY drüber entscheiden, ob man überhaupt künigen darf! So einfach geht das nicht
- Ja aber wieso habe ich dann das Schreiben mit dem Sonderkündigungsrecht erhalten!?
- Ööööööh…

Kasperlestheater…!

, ,

Keine Kommentare

Mails Mobil

Nachdem ich mir letzte Woche die Simyo 1GB Traffic Option für mein Handy gebucht habe, kann ich endlich “sorgenfrei” mein Handy im Internet nutzen. Die Zeit ist also gekommen, sich nach guter (Symbian-)Software umzusehen. Kollege Tobias hat zwar neulich schon über mobiles Mailen geschrieben, ich lasse es mir aber auch nicht nehmen, mein Senf dazu zu geben.

Der in den Nokia Phones eingebaute Mail-Client ist an und für sich ziemlich gut. POP, IMAP(S), SMT(S), alles funktioniert wunderbar. Man kann viele Mailboxen anlegen und alle lassen sich zeitgesteuert pollen. Die Mails einer Mailbox lassen sich sogar in die Nokia Oberfläche integrieren und werden so “auf dem Desktop” des Geräts angezeigt. Nicht so prickelnd ist die fehlende Suche und es ist ziemlich aufwändig in einen IMAP Folder zu gelangen.

Da ich an und für sich auch ein großer Freund von Gmail bin, habe ich mir die Gmail Handy Applikation besorgt. Das Programm ist große Klasse. Es bietet quasi alle Funktionen von Gmail auf dem Handy. Suchen, Tags, Spamfilter, usw… alles ohne Problem möglich. Negativ ist hier, dass sich das Tool nicht in die Nokia Oberfläche integriert und seltsamerweise -bei mir- nur teils neue Mails freundlich vibrierend meldet. Die meisten Mails werden erst angezeigt, wenn man selbst aktiv wird und einen synch per Tastendruck triggert. Seltsam. Ansonsten: Klasse.

Methode 3 für mobiles Mailen kommt wieder von Nokia (denke an Tobias, für den Tipp). Bei Nokia richtet man zunächst einen Account für den Nokia Mail-Dienst ein und installiert dann noch eine Software auf dem Handy. Im Account legt man dann bis zu 6 Mail Konten an, die vom Service zyklisch gepollt und dann auf das Handy gepusht werden. Bei meinem Gmailkonto hat das auf anhieb geklappt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es recht lange dauert, bis die Mails auf dem Handy sind. (Update: Heute funktioniert der Dienst wunderbar. Mails werden sehr fix aufs Handy gepusht. Sehr nett!) Außerdem konnte ich noch nicht das IMAP Konto vom Büro hinzufügen. Klappt einfach nicht. Was mir außerdem nicht gefällt, ist, dass man dem Nokia-Dienst das Passwort seines Mailkontosgeben muss… An und für sich nichts, was mir gefällt. Zudem: Der Nokia-Dienst wird sicherlich irgendwann mal kommerziell werden. Augenblicklich ist alles noch kostenlos… Wenn man mal “angefixt” ist, könnte es schwer fallen, ohne diesen Dienst auszukommen.

Fazit: DIE perfekte Applikation für Mails auf dem Handy habe ich noch nicht gefunden. Das Gmail Programm ist nahe dran, allerdings sollte das Melden neuer Mails besser funktonieren. Zudem funktioniert das Programm nur mit Gmail. Logisch. Der Nokia Mailclient ist gut nur der Nokia-Dienst kann mich nicht wirklich überzeugen. Vielleicht muss ich mir den Dienst auch nochmals genauer ansehen.

, , , , ,

1 Kommentar

Wordpress 2.5 und das "Theme Avenue"

Wordpress 2.5 hätte eigentlich gestern offiziell erscheinen sollen! Ist es aber nicht – wieso weiß die Welt zwar nicht und genau so wenig weiß man, wann 2.5 denn nun kommt…

Fest steht aber, dass das Release ziemlich knapp vor der Türe stehen dürfte. Und jetzt fragt man sich natürlich zweierlei: erstens: was wird anders (besser/schlechter?) und zweitens: funktioniert mein Theme (bei mir Avenue) damit überhaupt noch? V.a. die letzte Frage hat mich brennend interessiert, darum habe ich gerade WP 2.5 auf meinem lokalen Server aufgesetzt und ein bisschen damit rumgespielt.

Downloaden kann man sich WP 2.5 momentan übrigens nur über SVN (Subversion; http://svn.automattic.com/wordpress/trunk), nicht aber als ZIP-Archiv über HTTP!

Und wie ist WP 2.5?? Ganz ehrlich? Mir gefällt das, was ich gesehen habe überhaupt nicht. Wo die versprochene bessere Übersichtlichkeit geblieben sein soll, weiß ich nicht. Auch gefällt mir das neue Design des Backends gar nicht mehr.

Hier ein paar Screenshots die ich beim Installieren bzw. vom Backend gemacht habe.

Installation:

wp1

Das neue Dashboard: ein wahrer “Augenschmaus”.

wp2

Die Widget-Verwaltung für die Sidebar. Das war doch so schön bei 2.3.x?

wp3

Kommentarverwaltung. Konventionell – und deswegen gut *g*

wp4

Beitrag schreiben. Auch konventionell…

wp5

Aber das wichtigste: Das Avenue Theme funktioniert scheinbar problemlos unter Wordpress 2.5!

wp6

Fazit: Ich glaube ich werde noch eine Weile mit dem Update warten. Mir gefällt das Backend ja so rein gar nicht…

, ,

2 Kommentare

Umlaut-Domains für Blogs: Finger weg!

Seit ein paar Jahren gibt es die sog. Umlautdomains bzw. IDN-Domänen (International Domain Name). Auf den ersten Blick sieht das nach einer feinen Sache aus – endlich keine ae, oe, ue’s mehr in URLs. In der Realität entpuppt sich das aber als ziemlich ungeschickt, wenn nicht sogar als komplett unbrauchbar. V.a. dann, wenn man einen Wordpress Blog auf einer Umlaut-Domain betreiben will, bekommt man gleich reihenweise Ärger.

Schon bei der Installation des Blogs tauchen die ersten Probleme auf: Ruft man den WP-Installer wie gewohnt auf, erkennt dieser automatisch auf welcher Domain der Blog installiert werden soll. Bei mir also ursprünglich “die-klapsmühle.de”. Das klappt soweit noch gut, blöderweise speichert Wordpress im nächsten Schritt aber nur “die-klapsmhle.de” in der Datenbank ab – das “ü” fehlt also.
Ruft man danach den Blog auf, wird man nach “die-klapsmhle.de” weitergeleitet, was logischerweise dazu führt, dass der Blog nicht erreichbar ist. Doof!
Ein möglicher Ausweg ist, dass man die Umlaut-URL in ACE-Strings (ASCII Compatible Encoding) umwandelt und den Installer über diese aufruft. Das geht z.B. mit diesem Tool von der Denic. Aus “die-klapsmühle.de” wird dann “http://xn--die-klapsmhle-5ob.de”. Die Installation klappt damit problemlos und der Blog kann auch später ohne Problem aufgerufen werden (Sowohl über die Umlaut-Domain als auch ihr ACE-Pendant).

Hat man den Blog so wie oben beschrieben installiert, hat man aber noch immer das Problem, dass andere Blogger den Blog nicht “einfach so” in ihre Blogroll aufnehmen können – was natürlich tödlich ist. Beim Abspeichern der URL geht nämlich wieder der Umlaut flöten und der Eintrag in der Blogroll pointed dann ins Nirvana. Ausweg: Wieder Konvertierung. Aber wer denkt schon daran bzw. weiß überhaupt, dass man Umlautdomainnamen ins ACE-Format bringen muss…?

Feedreader kommen auch nicht wirklich mit einer Umlautdomain klar. Ausweg: Der, der den Feed abonieren will, muss wieder erst konvertieren..

Last not least ein Problem, das nicht Blog-Spezifisch ist: Viele Mail-Clients mögen Umlaute in Mailadressen auch nicht.

Ergo: Installationsprobleme + Probleme in Blogrolls + Probleme mit Feedreadern + Probleme mit Mail-Clients = Umlautdomains sind zwar nett anzuschauen, machen aber einen gewaltigen Haufen Ärger!

,

3 Kommentare

Doodle: Gemeinsame Termine finden

doodleIch bin ja der Ansicht, dass mehr als zwei Menschen zusammen schon eine Herde sind *g* So eine Herde zu koordinieren und einen gemeinsamen Termin für irgendetwas zu finden bzw. eine Mehrheitsentscheidung zu treffen ist gar nicht so einfach.

Der Web-Dienst Doodle hilft genau dabei: man erstellt eine Umfrage (also entweder eine Abstimmung zu einem Thema [z.B. Menüvorschläge für die Weihnachtsfeier] oder Terminvorschläge [wann die Weihnachtsfeier stattfinden soll]), gibt dann die Mailadressen der Schäfchen seiner Herde an und lässt sie einfach abstimmen. Fertig.

Genauer und mit hypschen Beispielen wird das natürlich auf der Doodle-Seite erklärt.

, ,

Keine Kommentare

G.ho.st: Virtueller Computer im Browser

Als ich vor ein paar Tagen irgendwo im Netz von G.ho.st (Globally Hosted Operating System) gelesen habe, war ich einigermaßen baff! G.ho.st ist ein "virtueller Computer", auf den über den Webbrowser zugegriffen werden kann. Klingt ziemlich fancy! Auf der Webseite findet sich in den FAQ eine längere und wohl auch bessere Beschreibung:

G.ho.st, pronounced ghost, is the Global Hosted Operating SysTem that provides you with a complete online personal computing environment. Although, G.ho.st looks similar to the operating systems you are accustomed to on your PC (personal computer), once you sign on to G.ho.st the virtual computer (VC) that is set up for you keeps running at all times and is accessible everywhere over the Internet. All you need is a web browser to simply link to G.ho.st (no www or .com is needed). In addition, your VC comes ready with many applications, tools and services without the need for individual installations. Your data is always backed up and software upgrades are done seamlessly.

(Zitat aus den FAQ)

Im Grunde genommen ist G.ho.st nichts anderes als eine superaufgeblähte Web 2.0 Applikation, die so tut als sei sie eine Art (virtueller) (windowsartiger) Computer. Auf diesem virtuellen Computer sind (bis jetzt) ein paar Anwendungen eingebaut, wie z.B. ein Webbrowser oder eine Mailapplikation. Ich denke, dass da noch mehr Anwendungen dazu kommen werden. Für die Speicherung von Daten stehen jedem Benutzer 3GB Speicher zur Verfügung.

Damit man sich das etwas besser vorstellen kann, habe ich ein kurzes Video aufgenommen. (Die Ladezeiten der einzelnen Programme in G.ho.st habe ich versucht etwas herauszuschneiden, daher scheint G.ho.st auch recht flüssig zu laufen – dazu unten mehr). Zu sehen (erahnen) sind das schon angesprochene Mailprogramm mit Kalender, der Webbrowser und eine Art Taskmanager.

Eigentlich eine ziemlich nette Idee, die aber irgendwie auch etwas albern ist. Wieso sollte man eine solche aufwändige Arbeitsoberfläche im Browser emulieren, wenn es auch einfacher geht? Ich sehe kaum einen Vorteil von G.ho.st gegenüber den Anwendungen, die z.B. ein simples Google Konto mit sich bringt, also Gmail, Calendar, Text&Tabellen, … Im Gegenteil: G.ho.st läuft auf meinem Notebook (Centrino 1,5 Ghz) durch die vielen optischen Gimmicks, die die Simulation der Betriebssystem-Oberfläche benötigt, nicht mehr sauber. Der einzige Vorteil, den ich sehe, ist, dass der Benutzer über eine Art Desktop verfügt. Die Frage, die sich mir stellt, ist aber: braucht man das?

,

Keine Kommentare

Buch: Die Wiege des Web (Gillies / Cailliau)

Das Buch “Die Wiege des Web – Die spannende Geschichte des WWW” (~15€) erzählt ähnlich wie “Arpa Kadabra” die Anfänge der globalen Vernetzung. Allerdings wird die Geschichte hier aus einem europäischeren Blickwinkel von zwei Mitarbeitern von CERN beleuchtet. (Arpa Kadabra wurde von zwei amerikanischen Journalisten geschrieben.) Zudem steht in der Wiege des Web nicht die Entstehung des ARPAnet im Vordergrund, sondern das erst viel später von Tim Berners-Lee am CERN entwickelte World Wide Web (WWW) – also “nur” ein Dienst innerhalb des Internet bzw. eigentlich eher DER Dienst des Internet.

Photo-0044

Was mir nach ein paar Seiten bereits aufgefallen ist, ist dass die Wiege des Web schlampiger recherchiert oder übersetzt ist als Arpa Kadabra. Ich habe das erste Kapitel, welches das ARPAnet beschreibt, nur flüchtig durchgelesen (da ich den Teil durch Arpa Kadabra schon kenne) und habe schon so ein paar Fehler gefunden. So wurde z.B. der zweite ARPAnet-IMP nicht vom SRI (Stanford Research Institute) ausgeliefert (S. 30), sondern – wie alle anderen IMPs von BBN an irendwen. In diesem besonderen Fall an das SRI. Terminal-IMPS wurden außerdem als TIP bezeichnet und nicht als IMP (S. 33). Und Licklider hat auch nicht das IPTO bei der ARPA gegründet, sondern eine bestehende Abteilung übernommen und diese lediglich irgendwann in IPTO umbenannt. Das sind kleine Fehler, aber dennoch Fehler… ;-) Zudem gibt es Stellen, die keinen Sinn ergeben. Irgendwo steht z.B., dass das Internet durch halboffene Pakete verstopft wird. Was soll denn das sein, halboffene Pakete?? Gemeint sind sicherlich halboffene TCP-Verbindungen.

Dadurch erscheint mir das Buch nicht sonderlich Vertrauen erregend und auch der Spaß am Lesen leidet.

Ansonsten ist das Buch leider auch viel weniger spannend und amüsant geschrieben als Arpa Kadabra – irgendwie hölzern. Die Autoren schreiben außerdem sehr viel über irgendwelche Experimente bei CERN als über das Thema WWW. Das macht zwar sehr deutlich, wieso die Forschergemeinde so etwas wie das WWW dringend benötigt hat, aber ein bisschen weniger Ausführlichkeit hätte es auch getan… Witzig finde ich v.a., dass man genau beim lesen merkt, wer das Kapitel geschrieben hat. Einer der beiden Autoren schreibt merklich flüssiger und amüsanter als der andere – nur wer!? :-)

Was allerdings sehr nett ist, ist dass man “nebenher” noch eine kleine Einführung in die Entwicklung des Hypertext bekommt. Von Vennevar Bush’s Memx bis hin zu den ersten verfügbaren Implementierungen sind alle wichtigen Schritte enthalten. Dieser Part ist ziemlich interessant und auch gut beschrieben.

Fazit: Ich finde “Die Wiege des Web” bei weitem nicht so gut wie “Die Geschichte des Internet”. Schade. Das Thema hätte sicherlich mehr hergegeben. Daher gibt es von mir auch keinen Kauftipp.

(Wenn du dich für die Geschichte des Internets und Webs interessiert, könnte dich auch das interessieren.)

Technorati Tags: , , ,

[Repost: Habe den Artikel nochmals umgearbeitet und veröffentliche ihn deswegen neu]

,

Keine Kommentare

(M)Eine kleine Geschichte des Internet und des World Wide Web

Gerade bereite ich mich auf eine Prüfung vor, in der es um die Geschichte des Internet und WWW geht. Das Exzerpt, das ich deswegen angefertigt hat, stelle ich hier einfach online. Vielleicht ist es für irgendwen nützlich. Weitere Informationsquellen habe ich weiter unten aufgeführt.

Jahr Was ist passiert? Warum war das entscheidend?
1945 Vannevar Bush veröffentlicht eine Schrit mit dem Titel “As We May Think“. Mit dieser Schrift legte Bush die Grundlegenden Ideen dessen fest, was später als Hypertext bezeichnet wurde. Bush wollte einen analogen Rechner, ähnlich einem Mikrofilmleser bauen, der einzelne Elemente miteinander verknüpfen konnte. Der sogenannte Memex (Memory Extender) wurde nie fertig gebaut.image
(Vennevar Bush. Quelle: Wikipedia)
1957 Die Russen haben Sputnik, den ersten Satelliten, ins All geschossen. Für die Amerikaner war der Start von Sputnik ein Schock (“Sputnik-Schock”). Sie dachten, die Russen würden sie auf dem Technologie-Sektor überholen. Als direkte Reaktion darauf wurde die ARPA gegründet
1958 Eisenhower gründet die ARPA. Die ARPA wurde als eine Organisation verstanden, die die wissenschaftlichen Bemühungen v.a. auf dem Rüstungs- und Raumfahrtsektor der USA kontrolliert, bündelt und finanziert.
Kurze Zeit nach der Gründung der ARPA wurde die NASA gegründet und der Großteil der Aufgaben der ARPA an die NASA übergeben. Die ARPA wurde kurzerhand umstrukturiert und widmete sich v.a. der Grundlagenforschung auf verschiedenen Gebieten.
1959 Das Timesharing-Konzept wird entwickelt. Zum damaligen Zeitpunkt waren Computer rießige Kästen, die genau eine Instruktionskette für einen Benutzer ausführen konnten. Multitasking war damals ein absolutes Fremdwort.
Die Idee hinter Timesharing war, die Rechenzeit eines Computers aufzuteilen und diese mehreren Benutzern, die über “dumme” Terminals mit dem Computer verbunden waren, zur Verfügung zu stellen. So glaubte jeder, dass er einen eigenen Computer hätte.
1962 Doug Engelbart befasst sich mit Technologien, die die Leistungsfähigkeit der Menschlichen Intelligenz verbessern sollen (“Intelligenzverstärker“). Engelbart war einer der ersten, die begriffen dass Computer mehr als nur Rechnen können: nämlich dem Menschen bei der Organisation von Daten helfen.
Engelbart baute das wohl erste interaktive Computersystem (NLS) der Welt und erfand nebenher eines der wichtigsten Eingabegeräte die wir heute kennen: die Computermaus!image
(Doug Engelbart mit zwei antiken Mäusen. Quelle: Wikipedia)Engelbart war entscheidend von Vannevar Bushs Publikation beeinflusst.
1963 J.C.R. Licklider veröffentlicht eine Schrift über das sog. “Galactic Computer Network Lick” beschrieb bevor es auch nur annährend so etwas wie Computernetzwerke gab die Grundzüge des Internet. Er gilt daher als eine der Väter des Internet.Licklider war übrigens zu diesem Zeitpunkt Leiter der Abteilung Command and Control der ARPA, diese wurde später unter dem Namen Information Processing Techniques Office (IPTO) bekannt.
    Ab Mitte 60er: Frühphase des Internet
- Idee & Grundlagen
- Demonstration
- Produktreife
1964 Das Konzept der Paketvermittlung wird von Paul Baran erfunden. Das revolutionäre an der Paketvermittlung ist, dass keine direkte Leitung zwischen zwei Computern geschalten werden muss, sondern dass eine Nachricht in Pakete aufgeteilt wird, die unabhängig von einander und selbständig durch das Netzwerk reisen. Baran entwickelte die Idee mit dem Hintergrund, dass die Kommunikationsstruktur der USA einem möglichen Angriff nicht stand halten und zusammenbrechen würde. Pakete könnten aber einen Weg durch ein Netz mit redundanten Wege finden und so die Kommunikationsfähigkeit aufrecht erhalten.
Weitere Vorteile sind z.B., dass das Netzwerk besser ausgelastet wird und eine Nachricht nicht komplett neu übertragen werden muss, wenn etwas schief geht, sondern nur die defekten Teile.
Das später entwickelte ARPANET und auch wir heute benutzen die Paketvermittlung in Form von IP (Internet Protocoll).
1965 Ted Nelson prägt den Begriff Hypertext Nelson schwebte ein Projekt Namens Xandu vor. Das besondere daran war, dass kein Dokument jemals wieder aus dem sog. “Docuverse” gelöscht werden würde. Außerdem wären verschiedene Versionen von Dokumenten einsehbar gewesen (etwa so wie in einem Versions-Verwaltungstool). Xanadu scheiterte letzendlich wohl an seiner großen Komplexität.
1966 Bob Taylor wird Direktor der IPTO bei der ARPA Taylor war wohl der Mensch, der den größten Anstoß zum Bau des ARPANET gegeben hat. Er hatte in seinem Büro drei Terminals verschiedener Großrechner, die alle unterschiedlich funktionierten. Das ärgerte den Mann. Er wollte eine einheitliche Schnittstelle zu den Rechnern haben.
Da zudem in jener Zeit plötzlich jede Universität einen Großrechner haben wollte, entwickelte Taylor zusammen mit seinem Mitarbeiter Larry Roberts ein grobes Konzept, wie er Großrechner vernetzen könnte und somit einige wenige Rechner vielen Universitäten zur Verfügung stellen könnte.
1968 Öffentliche Ausschreibung zum Bau und Entwurf des ARPANET Die Firma BBN arbeitet ein Konzept aus, bei dem die Großrechner nicht direkt miteinander verbunden wurden, sondern indirekt über eine Art Gateway, die sogenannten IMPs, die eine einheitliche Schnittstelle zum Netzwerk herstellten.
Die Übertragung der Daten über das Netzwerk, erfolgte nach der Idee von Paul Baran: der Paketvermittlung.
BBN gewinnt wie Ausschreibung und wird mit dem Bau der ersten IMPs beauftragt.
Damalige und heutige Größen der Industrie, wie z.B. IBM beteiligten sich nicht an der Ausschreibung!
1969 Das ARPANET wird in Betrieb genommen. Wahrscheinlich einer der größten Meilensteine in der jüngeren Geschichte der Menschheit und die “Geburtsstunde” des Internet.
Len Kleinrock loggte sich an diesem Tag vom Großrechner der UCLA in Californien beim Großrechner des SRI in Stanford an ein.image
(Len Kleinrock mit dem ersten IMP. Quelle: Wikipedia)
  RFC Nr. 1 von Steve Crocker (geschrieben wurde er übrigens im Bad eines von Crockers Bekannten. *g*) Die RFC (Request for Comments) sind DIE Mittel überhaupt um im Internet neue Dienste oder Protokolle zu standardisieren. Heute gibt es tausende davon.
1972 In Frankreich startet ein ähnliches Netzwerk wie das ARPANET: Cyclades
Jahre später entstehen weitere Netzwerke wie z.B. das BITNET oder das USENET
Die Idee von Netzwerken setzt sich durch. Die Entwickler der jeweiligen Netzwerke arbeiten zusammen und befruchten sich gegenseitig mit neuen Ideen.
Zudem wird langsam aber sicher der Bedarf nach einem “Netz der Netze” (dem Internet) immer deutlicher.
Das ARPANET hatte zu diesem Zeitpunkt übrigens knapp 20 Knoten
  Die erste Email wird verschickt  
  Erste öffentliche Demonstration  
1973 Die ersten Knoten in Europa werden an das ARPANET über Satelliten-Verbindungen angehängt  
  Vint Cerf, Bob Kahn und Robert Metcalfe beginnen mit der Entwicklung von TCP (Transfer Control Protocol) TCP ist ein Protokoll, das das Internetworking ermöglichen sollte. Also die Verbindung zweier Hosts in unterschiedlichen Sub-Netzen.
1975 Die ersten “Personal Computer” werden langsam aber sicher verfügbar. Teils waren diese Rechner bloße Bausätze, die ein paar Lämpchen an und ausschalten könnten. Auf solchen Kästen wie z.B. dem Altair 8080 wurden Imperien gegründet. Bill Gates und Paul Allan schrieben für den Altair den Interpreter: BASIC.
Was aus Bill Gates und seiner Firma Microsoft geworden ist, bedarf wohl keiner Erklärung.image
(Altair 8080. Quelle: Wikipedia)Da die PC immer billiger wurden, wurden sie zum Lieblingsspielzeug der Freaks. Viele der Freaks gründeten eigene Firmen und bastelten eigene Rechner. Apple und Commodore sind nur zwei von vielen Beispielen.
  Die Verwantwortung für das ARPAnet wird an die Defence Communications Agency übertragen. Weg vom militärischen Projekt hin zum akademischen
    Ab Ende der 70er: Beginn der “wilden Phase”
- Ende der militärischen Forderung und beginn der akademischen Forderung
- Wachstum
- internationale Ausbreitung
1978 TCP wird zu TCP/IP TCP/IP bzw. seine zahlreichen Weiterentwicklungen sind heute DAS Protokoll im Internet.
1983 Das ARPANET wird auf TCP / IP umgestellt Diese Umstellung leitete den Siegeszug der beiden Protokolle TCP und IP ein.
Das ARPANET besitzt ca. 400 Knoten
  Das ARPANet wird in das MILNET und das öffentlich ARPANet gespalten  
  DNS (Domain Name System)  
1985 Erste kommerzielle Netzwerkanbieter: AOL und CompuServe  
1986 – 1987 Die ersten Netzwerke verschmelzen Von Anfang 1986 bis Ende 1987 stieg die Gesamtzahl der Netzwerke mit Gateways zum Internet (die mit dem Internet verbunden waren) von 2.000 auf beinahe 30.000.
Der Begriff “Internet” entsteht.
Auch die ersten kommerziellen Anbieter haben Gateways ins Internet.
1989 Tim Berners-Lee veröffentlich “Information Management: A Proposal” Berners-Lee war zu diesem Zeitpunkt beim CERN in Genf angestellt. CERN ist ein europäisches Kernforschungslabor, das viele hundert Wissenschaftler beschäftigt. Die Informationsflut, die dort laufend erstellt wird, war kaum zu bändigen. Zudem gab es viele unterschiedliche Programme und Formate, in denen Dokumente vorlagen. Berners-Lee erkannte, dass es eines einheitlichen Formats bedarf und dass vernetzer, d.h. in einem Netzwerk verteilter, Hypertext ein ideales Werkzeug darstellt die Informationsflut überschaubar und organisierbar zu machen.
In seinem Dokument beschreibt Berners-Lee, warum vernetzter Hypertext gebraucht wird, was er leisten kann und wie solche vernetzter Hypertext funktioniert. Seine Vorgesetzten erlauben ihm seine Forschung an dem, was er World Wide Web nennt fort zu setzen.
Seine Arbeit wurde übrigens von Ted Nelsons Xanadu inspiriert.image
(Sir Tim Berners-Lee. Quelle: Wikipedia)
    Ab 1990: Kommerzielle Phase
1990 Das ARPANET wird abgeschalten – das Internet lebt weiter.  
  Erste WebSite (Server + Browser) Berners-Lee hat den ersten einfachen Webserver und Browser geschrieben. Das System läuft auf einem Computersystem namens NeXTimage
(Berners-Lee NeXT. Quelle: Wikipedia)Berners-Lee erkennt, dass er alleine den Zug WWW nicht zum rollen bringen kann, da es damals viel mehr Computersysteme / Architekturen gab als heute. Es war immens wichtig, dass jedes System seinen eigenen Browser bekam. Das von Berners-Lee genutzte NeXT-System war z.B. kaum verbreitet und somit konnte kaum jemand das WWW nutzen. Daher mussten dringend Browser für z.B. UNIX-Systeme geschrieben werden!
Keine Browser = Keine Nutzer = Keine Verbreitung des WWW.
(Zu diesem Zeitpunkt wurde das WWW übrigens nur innerhalb des CERN eingesetzt. Von “Worldwide” war das Netz noch weit entfernt.)
Aus diesem Grund veröffentlicht Berners-Lee die Programmbibliothek libwww die es anderen Entwicklern erlaubt Webbrowser zu bauen.
1991 Weitere Browser entstehen, z.B. Viola Wie von Berners-Lee erwartet, beginnen die Compterfreaks weltweit Browser zu schreiben. Bald sind einfache Browser für eine vielzahl von Architekturen verfügbar. Das WWW gewinnt an fahrt.
  Die Kommerzialisierung des Internet beginnt  
1992 Mosaic Mosaic war der erste Browser, der Bilder innerhalb Texten anzeigen konnte. Er entwickelte sich zur ersten Killerapplikation des Web überhaupt.image
(Mosaic. Quelle: Wikipedia)Mosaic wurde nach und nach für die wichtigsten Plattformen verfügbar gemacht und ebnete so den Web für den Siegeszug des Webs, da nun ein hervorragendes, einfach zu nutzendes Programm bereit stand, das auf vielen Plattformen lief.
ab 1995 Telekom, AOL und Compuserve vermarkten massiv Internet-Anschlüsse  
  Beginn des DotCom-Booms  
1999 10 Millionen Webserver online!  
2000 Börsencrash Die DotCom-Blase platzt und reißt viele neue Unternehmen in den Ruin

Technorati Tags: , , ,

Keine Kommentare

Wunderliches Internet

[Schleichwerbung = on]

Ich bin ja bekennender Internet-Junkie und surfe auf vielen mehr oder weniger sinnvollen Seiten herum und finde so auch mehr oder weniger sinnvolle Dienste im Netz. Vor ein paar Wochen bin ich über trnd (sprich: Trend) gestolpert und habe mich dort auch prompt angemeldet. trnd ist ein Dienst / Projekt / was auch immer, der / das sozusagen virales Marketing für neue Produkte betreibt – ob man das jetzt gut finden darf oder nicht, lasse ich mal dahingestellt. Man bekommt also irgendein Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt, sollte das dann auch unter seinen Freunden verteilen und auch mal etwas Feedback auf der Seite von trnd geben, Schleichwerbung machen etc… Ich als Schwabe finde das natürlich vor allem toll, weil man so auch mal was kostenlos abstauben kann :-)

Vorhin klingelt es an der Haustür und der Postler drückt mir ein Paket in die Hand. Inhalt:

Eine Fuhre Mundpflege-Bonbons mit Zungenreinigungsfunktion – was es nicht alles gibt – zum Testen, die wohl bis zur nächsten Steinzeit reichen sollten. Prädikat: ziemlich lecker. Viel verschenken werde ich wohl nichts *lach*

[/Schleichwerbung]

,

Keine Kommentare