Tag Archive for 'komödie'

Film: Hot Fuzz

Klamaukalarm: Hot Fuzz ist einer der Filme, die richtig schön doof sind. Doof meine ich hier aber im positivsten Sinne. Die amerikanischen Cop bzw. Buddy-Filme, wie z.B. Bad Boys, werden hier gnadenlos durch den Kakao gezogen. Der Film kommt übrigens nicht aus Hollywood, sondern aus England. D.h. Hot Fuzz ist mit dem inseltypischen, feinen (?) britischen Humor gewürzt. (Memo an mich: unbedingt einmal wieder “Mord im Pfarrhaus” gucken!)
Story: Der promovierte (!) Super-Mega-Elite-Cop Nicholas Angel wird aus London ins ländliche Exil verbannt. Der Grund ist. dass er die gesamte Londoner Polizei “alt” aussehen lässt,  da seine Verhaftungsrate satte 400% höher liegt als die der Kollegen. Im englischen Kuhkaff angekommen scheint alles in bester Ordnung. Die Kriminalität liegt (fast) bei Null und die “Verbrechen”, die überhaupt geschehen, werden mit Strafen a la “Backe eine Schwarzwälder” bestraft. Allerdings häufen sich in dem beschaulichen Örtchen eine bemerkenswert hohe Anzahl an unerklärlichen Unfällen. Angel kommt das langsam aber sicher spanisch vor und er stößt zufällig auf eine mordlüsternde Bürgerwehr, die größtenteils aus den rüstigen Rentnern des Kaffs besteht. Die netten älteren Herrschaften bringen kurzerhand alle um, die ihnen nicht in den Kram passen und die die Ruhe des Dörfchens (und somit die Gewinnchancen für den Wettbewerb des schönsten Dorfs senken) stören. Und das sind viele.

Die erste Hälfte von Hot Fuzz kommt noch vergleichsweise “leise” daher. Der Humor ist britisch: schwarz und ironisch. Die Ideen sind so abgedreht, dass man keine Sekunde auch nur eine Idee hat, wohin der Plot sich entwickeln wird. Der mit weitem Abstand beste Teil des Films bildet aber der furiose Showdown. Angel,  bewaffnet bis an die Zähne, zieht mit seinem Partner gegen Omis mit perfekt sitzenden Dauerwellen und Rüschenbluse und Opas mit Steinschlosskarabinern aus dem (?) 30-jährigen Krieg. Genial absurd.

Von mir gibt es für diesen abgedrehten Klamauk sattte 9 von 10 Kakao-Tassen.

Film: Die Eisprinzen (Kino)

Manchmal muss man sich wirklich fragen, was in den Köpfen der Kinoproduzenten so vor sich geht. Ausgerechnet im Frühsommer kommt ein Film über das Eislaufen in die Kinos. Würde das nicht besser in die “Eislauf-Saison” passen, bzw. irgendwann in die Zeit vor Weihnachten!? Als ob das nicht schon schräg genug wäre, ist das Eislaufpaar in diesem Fall auch noch “gleichgeschlechtlich”. Ja. Hier laufen zwei Männer als Paar zusammen… :???:

Story: Die beiden Eisläufer Chazz und Jimmi sind auf dem Eis erbitterte Rivalen. Bei einem Wettkampf erreichen beide gleiche Wertungen und somit den ersten Platz. Auf dem Siegertreppchen entbrennt eine wilde Keilerei, wegen der beide fortan lebenslänglich von der Teilnahme an Wettkämpfen in der Disziplin “Männer einzeln” ausgeschlossen werden.

Das Reglement sagt aber nichts davon, dass beide nicht beim Paarlauf antreten dürfen. Da dummerweise aber keine weiblichen Partner so schnell verfügbar sind, tut sich das ungleiche Duo zusammen und studiert eine Kür ein, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.

Kritik: Die Story ist vollkommen durchgeknallt und klingt irrsinnig blödsinnig. Eigentlich ist das ein Grund für mich einen Film gar nicht erst zu sehen. Als ich aber mehrere ziemlich gute Bewertungen im Internet über diesen Film gelesen habe, wollte ich ihn dann doch selbst sehen.

Das komische ist, dass der durchgeknallte Streifen tatsächlich über weite Strecken hinweg wirklich gut funktioniert, wenn man sich auf die Geschichte einfach einlässt. Die Geschichte ist lachhaft, der Film aber nicht lächerlich. Das macht für mich eine gute Komödie aus.

Die ganz klare Stärke der Eisprinzen sind die wirklich aberwitzigen und urkomischen Choreographien auf dem Eis. Diese sind nämlich so gut und albern gemacht, dass man einfach herzlich lachen muss. Das ist Klamauk pur und den beherrschen die beiden Hauptdarsteller Will Ferrell und John Heder perfekt.

Abseits vom Eis wird die Eiskunstlauf-Szene sanft aufs Korn genommen. Das leicht tuckige Image von diesem Sport und das gezierte Gehabe der Sportler wird milde durch den Kakao gezogen. Ich hätte mir gewünscht, dass man hier noch eine ganze Ladung mehr Satire rein gepackt hätte. So wirklich böse und gemein wird der Film leider nie. Aber auch hier gibt es ein paar Lacher und somit geht das in Ordnung.

Etwas geärgert hat mich dann aber tatsächlich der Schluss: Chazz und Jimmi entschweben dank kleiner Raketenmotorchen an ihren Schlittschuhen der Eislauf-Arena. Das fand ich dann doch arg albern und lächerlich.

Fazit:

Die Eisprinzen sind eine recht gute Klamauk-Komödie. Mir liegt diese Form von Humor eigentlich nicht so ganz, dafür hat mir aber der Film ganz gut gefallen. Von mir bekommt der Film 6 von 10 Punkten.

Film: Born to be Wild (Kino)

Noch eine Komödie, über die zu schreiben eigentlich bloße Zeitverschwendung ist. So schlimm wie “Vollidiot” von neulich ist er aber gottlob nicht gewesen, daher wenigstens eine Kurzkritik.

Story: Vier Loser in der schlimmsten Midlife-Crisis wollen ihrem Alltag (Ehefrau, Schulden, Scheidung, Kinder usw.) entfliehen und schwingen sich auf ihre Bikes. Die Vorstadt-Biker gondeln von einem Chaos in das nächste und -hoppla- sprengen aus Versehen den Biker-Treff einer unglaublich “bösen” Motorrad-Gang in die Luft. Logischerweise sind die bösen Biker nicht sonderlich davon angetan und wollen sich an den netten Vorstadt-Bikern rächen.

Kritik: Born to be Wild ist ziemlich … zahm. Von wilden Lachkrämpfen bleibt der Zuschauer leider verschont. Die erste halbe Stunde ist noch halbwegs launig und witzig, dann flachen die Lacher aber zusehends ab und nach ca. einer Stunde freut man sich, dass nur noch weitere 30 Minuten zu “absolvieren” sind. Im Grunde genommen kennt man alle witzigen Szenen vom Film schon aus der Vorschau. Das Ende ist auch mehr als ideenlos, da sich die Probleme “einfach so” in Luft auflösen. (Wäre es im wahren Leben doch auch so einfach.)

Fazit: Mir hat der Film nicht sonderlich gefallen. 4 / 10 Punkten.

Film: Vollidiot (Kino)

Bewertung: 0/10 Punkten.

Mehr über diesen Streifen zu schreiben wäre Zeitverschwendung.

Kino/Buch: Vollidiot

Selten, wirklich sehr selten, habe ich gedacht, dass der Titel eines Films und der Schauspieler, der die Titelrolle übernimmt, so vortrefflich zusammenpassen, wie es bei der Verfilmung von Tommy Jauds Buch “Vollidiot” der Fall ist…Oliver Pocher, Deutschlands schmalbrüstigster B-Klasse Promi und Mietkomiker, darf nämlich den Vollidioten Simon Peters ab dem 12. April in den Kinos geben. Weiter mit von der Partie sind Anke “Gäääähn” Engelke und Fred … ?? … Nein, der heißt nicht Fred … !! … Herbert … !! … Herbert Feuerstein.

Schon das Buch fand ich nicht so ganz gelungen. Nach einem genial-witzigen und temporeichen Anfang, den ich damals wie kaum ein zweites Buch verschlungen habe, verlor die Geschichte immer mehr an Fahrt. So aber der Hälfte etwa las ich das Buch nur noch mit großer Mühe und hoffte bis zum Schluß (vergeblich), dass die Spaßkurve wieder nach oben gehen würde. Leider nein.

Wenn ich mir jetzt aber noch vorstelle, dass der völlig unlustige Pocher und seine Konsorten in der Verfilmung mitspielen und wenn ich mir die wenigen dämlichen Bilder, die im Netz herumdümpeln ansehe, bin ich ziemlich stark davon überzeugt, den FIlm NICHT im Kino zu sehen.

Apropos Kino: Den Trailer schon gesehen? Zitat: “Wie viele Bonusmeilen kriegt man, wenn man eine Stewardess poppt…?” Genialer Witz… Da hat sicher eine ganze Armada an Gag-Schreibern einen Abend lang geknobelt…